Podcast "MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!"

MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß! ist ein Podcast, in dem wir in die Welt der Mikroben eintauchen und uns von ihr begeistern lassen wollen. Folge für Folge nehmen wir uns einen Mikroorganismus vor, der durch einen besonderen Namen, eine lustige Geschichte oder eine spannende Fähigkeit hervorsticht und schauen uns an, was ihn so faszinierend macht! Kommt mit auf eine Reise in eine Welt, die für das bloße Auge unsichtbar und doch omnipräsent ist.

Podcast-Episoden

Streptomyces coelicolor

Das blaue Wunder im Wald

Riecht ihr das? Das riecht doch – nach Regen! In dieser ersten Folge Microbe Things Macro -Mikroben ganz groß wollen wir das Geheimnis des unverwechselbaren Geruchs von nassem Waldboden auf den Grund gehen. Wir schauen uns an wie dieser Geruch, der sogenannte Petrichor, entsteht und welche Rolle das Bodenbakterium Streptomyces coelicolor, ein wichtiger Antibiotikaproduzent, dabei spielt. Erfahre, wie S. coelicolor den Geruch nach Regen in unsere Nasen bringt, wie es damit Menschen und Tiere beeinflussen kann und was es noch so alles zu bieten hat! Kapitel 00:00 – Intro 00:37 – Der Waldspaziergang 01:05 – Was ist Petrichor? Ursprung & Bedeutung 01:58 – Geosmin: Molekül des Erdgeruchs 02:36 – Das Bakterium hinter dem Duft: Streptomyces coelicolor 03:44 – Das „blaue Wunder“ und seine Farbstoffproduktion 05:40 – Wie der Regen von der Erde in die Luft kommt 06:33 – Warum gibt es eigentlich Petrichor? Die Rolle von Geosmin in der Umwelt 09:14 – Wissenschaftliche Relevanz 10:17 – Fazit & Verabschiedung Was du in der Folge lernen konntest... Petrichor ist der wissenschaftliche Name für den Duft von Regen auf trockener Erde. Hauptverursacher ist das Molekül Geosmin, produziert u. a. von Streptomyces coelicolor. Geosmin beeinflusst Mensch, Tier und sogar den Geschmack von Lebensmitteln und Wein. Links & weitere Infos Information zu Petrichor und Geosmin https://www.nature.com/articles/201993a0 https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3013058/ Bilder von Streptomyces coelicolor https://www.cell.com/trends/microbiology/abstract/S0966-842X(18)30284-1 Slow Motion Videos zur Entstehung von Aerosolen durch Regentropfen https://www.nature.com/articles/ncomms7083 https://news.mit.edu/2015/rainfall-can-release-aerosols-0114 Wirkung & Wahrnehmung von Geosmin https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.jafc.4c01515 Die Folge zum Nachlesen findest du hier. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro auf deiner Lieblingsplattform, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcasts – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

Erschienen: 09.09.2025
Dauer: 00:11:01

Weitere Informationen zur Episode "Streptomyces coelicolor"


Photorhabdus luminescens

Heilender Engelsglanz

Im April 1862 tobt der amerikanische Bürgerkrieg in Tennesse. Verletzte Soldaten entdecken ein unheimliches Leuchten, den Angel’s Glow auf ihren Wunden, der dafür zu sorgen scheint, dass sich keine Infektionen bilden und Wunden schneller heilen. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! gehen wir auf eine Spurensuche, die uns ins Erdreich führt. Wir schauen uns an, wie Photorhabdus luminescens eng mit Würmern und Pflanzen zusammenlebt, als Insektizid wirken kann und was das alles mit erfolgreicher Wundheilung zu tun hat. Kapitel 00:00 – Intro 01:32 – Der Engelsglanz – Leuchtende Heilung in der Schlacht von Shiloh 03:49 – P. luminescens in Symbiose mit Fadenwürmern 06:37 – Wie P. luminescens Infektionen verhindern konnte 09:38 – Arbeitsteilung im Erdboden 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Während der Schlacht von Shiloh im amerikanischen Bürgerkrieg 1862 trat das Phänomen des Engelsglanzes auf. Offene Wunden der Soldaten schienen grünlich zu leuchten und schneller zu heilen. Der Grund für den Engelsglanz ist vermutlich das Bakterium Photorhabdus luminescens, wie die Schüler Bill Martin und Jon Curtis ermitteln konnten. P. luminescens ist eigentlich ein Bodenbakterium, dass in Symbiose mit Fadenwürmern Jagd auf Insekten macht. Ein Teil einer Population geht aber auch eine enge Bindung mit Pflanzen ein. Für die Differenzierung ist ein hohes Maß an Koordination und Kommunikation erforderlich. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier, Links & weitere Infos Allgemeine Artikel zum Phänomen des Angel’s Glow https://www.thenakedscientists.com/articles/science-features/photorhabdus-luminescens-angels-glow https://allthatsinteresting.com/angels-glow Beschreibung von Photorhabdus luminescens und Symbiose Clarke, D. J. (2008a). Microbiology Today, 35(4), 180–183. Clarke, D. J. (2008b). Cellular Microbiology, 10(12), 2369–2377. Dominelli, N. & Heermann, R. (2021). Freund oder Feind? — Die zwei Gesichter von Photorhabdus luminescens. Toxine und Pathogenität Daborn, P. J. et al. (2002). Proc. Natl. Acad. Sci. USA, 99, 10742–10747. Unterschiede von Primär- und Sekundärzellen Eckstein, S. et al. (2019). Appl. Environ. Microbiol., 85(24), e01910-19. Eintrag im MicrobeWiki Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

Erschienen: 17.02.2026
Dauer: keine Angabe

Weitere Informationen zur Episode "Photorhabdus luminescens"


Thiomargarita magnifica

Wunderbare Schwefelperle

Bis zu zwei Zentimeter lang, mit bloßem Auge sichtbar und innen komplexer aufgebaut, als man es Bakterien je zugetraut hätte. In dieser Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! geht es um Thiomargarita magnifica – die riesenhafte „Schwefelperle“ aus den Mangroven Guadeloupes – und darum, wie sie das Wissen über Bakterien auf den Kopf gestellt hat und uns einen überraschenden Blick auf die Evolution komplexer Zellen erlaubt. Kapitel 00:00 – Intro 01:15 – Die Entdeckung von Thiomargarita magnifica 03:45 – Warum Bakterien so klein sind 05:05 – Wie Thiomargarita magnifica die Grenzen bakterieller Zellgröße überwinden konnte 07:52 – Die Besonderheiten des Erbguts von Thiomargarita magnifica 08:58 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Thiomargarita magnifica ist mit bis zu 2 cm Länge das größte, bislang bekannte Bakterium. Entdeckt wurde die Art in den Mangrovenwäldern von Guadeloupe. Die Größe von Bakterienzellen ist eigentlich durch die Diffusionsgeschwindigkeit begrenzt. Durch große Nährstoffbeutel und eine beginnende Unterteilung kann Thiomargarita magnifica diese Begrenzung umgehen. Thiomargarita magnifica weist viele Eigenschaften weiter entwickelter Zellen auf. Damit stellt das Bakterium eventuell einen Zwischenschritt der Evolution hin zu komplexeren Lebensformen dar. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Entdeckung und Erstbeschreibung von Thiomargarita magnifica (inkl. Bildern) Volland, J.-M. et al. (2022). Science, 376 (6594), 1453–1458. https://www.gbif.org/species/194785935 Informationen zu Thiomargarita namibiensis Schulz, H. N., et al. (1999). Science, 284 (5413), 493–495. https://www.mpg.de/4670997/riesenbakterien-im-meer Übersichtsbeiträge zu Thiomargarita magnifica https://bigthink.com/life/impossible-big-bacteria/ Levin, P. A. (2022). Science, 376(6594), 1385–1386.   Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.

Erschienen: 20.01.2026
Dauer: 0:09:48

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