Mit dem Blick auf das Wesentliche und unter Verweigerung so manchen modernen Unfugs macht Schule Freude
Christina Buchner - Lernen unter Zeitdruck ist genauso ungesund wie Fast Food. Und weil Lernen ein langer und mühseliger Prozess, so lohnt sich der Blick darauf, wie sich der Schulalltag entschleunigen lässt. Denn mit dem Blick auf das Wesentliche und unter Verweigerung so manchen modernen Unfugs lässt sich der Schulalltag für Schüler, Eltern und Lehrer bekömmlich gestalten. Birgit Spies im Gespräch mit Christina Buchner, Schulleiterin im Ruhestand. Inhalt02:15‘ Was ist das Wesentliche beim Lernen in der Schule? 04:50‘ Rhythmisierung, Rituale und Regeln: Sie kosten Zeit und verschaffen Zeit 06:50‘ Was heißt Entschleunigung beim Lernen? 11:38‘ Vom Sinn des „vordergründig Nutzlosen“ im Schulalltag 13:03‘ Wenn Schule krank macht 15:00‘ Moderner Unfug beim Lernen in der Schule 18:50‘ Den Schüler als ganzen Menschen sehen – Selbstwirksamkeit erleben 21:54‘ Eine humane Schule als Gesamtkunstwerk FazitChristina Buchner ermuntert Lehrer, „nicht in erster Linie über Tests, Stundenbilder und Arbeitsblätter“(Buchner, Ch. 2017, S. 256) nachzudenken, sondern stellt das WIE des Lernens und Lehrens in den Mittelpunkt. Ganz nach dem Motto „Weniger ist mehr“ sieht sie das Fundament einer guten schulischen Bildung im „Lernen in die Tiefe“ statt eines „Lernens in die Breite“. Sie ermuntert Lehrer, im Schüler den ganzen Menschen zu sehen und ihn ehrlich für die Lerninhalte zu begeistern. Lernen ist ein langer und mühseliger Prozess. Deshalb braucht es eine humane Schule, so Christina Buchner, in der Schüler in ihrer ganzen Individualität angenommen werden und wachsen können. – „Schule und Lernen, das ist das Staunen über die Welt und die Freude an den neu gewonnenen Erkenntnissen und Fertigkeiten" (Buchner, Ch. 2017, S. 91) Literatur und Links zum PodcastChristina Buchner: Unterricht entschleunigen. Stressfrei lehren und lernen in der Grundschule. Christoph Türcke: Lehrerdämmerung. Was die neue Lernkultur in den Schulen anrichtet. DAK-Präventionsradar 2024: https://www.dak.de/presse/bundesthemen/kinder-jugendgesundheit/mehr-als-die-haelfte-der-schulkinder-sind-erschoepft-_77856 Lee Jenkins Curve: https://www.educationtoday.com.au/news-detail/Education-5477 Klaus Zierer: Hattie für gestresste Lehrer 2.0 Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.
Erschienen: 25.09.2024
Dauer: 00:27:58
Wie lässt sich mentale Gesundheit trotz beruflichem Stress erreichen?
Ricarda Gades-Büttrich - Mentale Gesundheit ist unabdingbar, um beruflich und privat zufrieden und erfolgreich zu sein. Doch wenn Arbeit krank macht, dann ist es höchste Zeit zu handeln. Wann genau macht uns Arbeit krank? Wie wirkt sich beruflicher Stress auf unsere Gesundheit aus? Wir können aber auch selbst Einiges tun, um nicht zu erkranken oder die Arbeit sogar als Mittel zur Heilung zu erleben. Birgit Spies ist im Gespräch mit Prof. Dr. Ricarda Gades-Büttrich, Gesundheitspsychologin und Expertin für mentale Gesundheit. Inhalt02:31‘ Wann macht uns Arbeit krank? 04:48‘ Welche Ressourcen brauche ich, damit Arbeit nicht krank macht? 06:35‘ Sind auch Selbstständige betroffen? 07:27‘ Was unterscheidet die heutige Arbeitswelt von früher? 08:48‘ Gibt es Menschen die empfänglicher für beruflichen Stress sind? 10:02‘ Was können Stressoren für beruflichen Stress sein? 11:10‘ Hat sich der Umgang der Führungskräfte mit den Mitarbeitern verändert? 12:30‘ Was können Ressourcen sein, um beruflichem Stress zu begegnen? 14:25‘ Was genau läuft bei Stress in unserem Körper ab? 18:20‘ Warum missachten Menschen die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit? 19:53‘ Was ist Selbstwirksamkeit? 21:14‘ Wie können Eltern ihre Kinder dabei unterstützen, Selbstwirksamkeit aufzubauen? 22:13‘ Was können Erwachsene tun, um ihre Selbstwirksamkeit zu steigern? 23:37‘ Wann macht uns Arbeit gesund? 24:52‘ Tipps für mentale Gesundheit bei der Arbeit FazitRicarda Gades-Büttrich ermuntert Menschen, sich ihre persönlichen Ressourcen bewusst zu machen und diese, wie einen Werkzeugkasten, aktiv zu nutzen. Handlungsspielraum, Autonomie, Sinnhaftigkeit der Arbeit, Mut, Optimismus, Freude an der Arbeit, positive Emotionen und bewusste Auszeiten - dies können Ressourcen sein, um trotz großer beruflicher oder privater Belastung mental gesund zu bleiben. Literatur und Links zum PodcastRicarda Gades-Büttrich: https://www.prof-gades-buettrich.de DAK Psych-Report 2024: https://www.dak.de/dak/unternehmen/reporte-forschung/psychreport-2024_57364 Selbstwirksamkeit nach Bandura: https://www.psychomeda.de/lexikon/selbstwirksamkeit.html Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.
Erschienen: 23.10.2024
Dauer: 00:28:04
Warum ein guter Umgang mit sich selbst und in der Gesellschaft notwendig ist
Gertrud Müller - Konkurrenz und Kooperation haben Einfluss auf unseren Organismus. Sie verändern das Gehirn und damit unser Verhalten und Zusammenleben. Konkurrenz und Kooperation zeigen sich im Alltag auf verschiedene Weise. Wie lassen sich schwierige Situationen meistern? Und wie können wir unsere wichtigsten soziale Bedürfnisse, nämlich dazuzugehören UND gleichzeitig in unserer Einzigartigkeit gesehen zu werden, miteinander in Einklang bringen können? Birgit Spies ist im Gespräch mit der Soziologin Dr. Gertrud Müller. Inhalt03:19‘ Was lässt uns zu Konkurrenten werden? 04:41‘ Wie zeigt sich Konkurrenz im Alltag? 05:52‘ Wie sich Konkurrenz im Denken zeigt 06:55‘ Die Überlebenssysteme nach Jaak Panksepp 09:22‘ Wie Konkurrenz den Organismus verändert 12:04‘ Wie zeigt sich Kooperation im Alltag? 14:20‘ Täter und Opfer 15:12‘ Beziehungsformen 18:09‘ Wie kann man im Alltag mit Konkurrenzsituationen umgehen? 19:40‘ Weshalb ist es dem Menschen wichtig, gesehen zu werden? 20:38‘ Warum möchten wir zu einer Gruppe dazugehören? 21:09‘ Wie kann die Balance zwischen Konkurrenz und Kooperation gelingen? 22:57‘ Wie können wir wieder gesund werden? 24:10‘ Konkurrenz und Kooperation können positiv als auch negativ sein FazitGertrud Müller ermuntert Menschen, den Umgang mit sich selbst, aber auch den Umgang in Familien und im Arbeitsumfeld stärker zu hinterfragen. Wir müssen es lernen, so Dr. Gertrud Müller, gut für uns selbst zu sorgen. Insbesondere Ruhe und Freude am Tun helfen uns dabei, nicht in den Teufelskreis von Stress und Krankheit zu geraten. So kann der Mensch letztlich auch für andere da sein und mit kooperativem Verhalten Stück für Stück Konkurrenzdenken überwinden. Denn, wie der japanische Wissenschaftler und Autor Ken Mogi in seinem Buch Ikigai schreibt: „Menschen sind wie ein Wald – individuell, aber doch verbunden und für ihr Wachstum von anderen abhängig." Literatur und Links zum Podcast Gertrud Müller: https://tools4life.eu Gertrud Müller: https://bildung.hypotheses.org/author/gertrudmueller Bauer, Joachim (2008). Prinzip Menschlichkeit. Warum wir von Natur aus kooperieren. Heyne: Hamburg. Bregman, Rutger (2021). Im Grund gut. Eine neue Geschichte der Menschheit. Rowohlt Verlag: Hamburg. Mogi, Ken (2024). Ikigai. Die japanische Lebenskunst. Dumont: Berlin. Gastgeberin des PodcastsBirgit Spies ist Professorin für Bildung und Digitalisierung, Keynote-Speakerin, Beraterin und Trainerin. Mehr zu Birgit Spies erfahren Sie unter https://www.prof-birgit-spies.de. Hier können Sie auch Keynote-Vorträge, Workshops und Videokurse zu Bildung, Digitalisierung und Medien buchen.
Erschienen: 29.01.2025
Dauer: 00:28:00
Weitere Informationen zur Episode "Zwischen Konkurrenz und Kooperation"