Wirtschaftliches Wachstum gilt als Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Fortschritt. Doch das war nicht immer so – erst in den 1950er Jahren wurde das Bruttoinlandsprodukt zum zentralen Maßstab für das Wohlergehen eines Landes. Zu Unrecht?In dieser Episode von „Wagnis Wissen" sprechen wir mit dem Wirtschafts- und Umwelthistoriker Matthias Schmelzer über "Degrowth" – die Idee, dass weniger Wachstum nicht Rückschritt, sondern Fortschritt bedeuten könnte. Können wir mit einem Abschied von der Wachstumslogik die Klimakrise bekämpfen? Und wie umsetzbar wäre ein solch radikaler Wandel überhaupt?Matthias Schmelzer ist Wirtschafts- und Umwelthistoriker und Professor für sozial-ökologische Transformationsforschung an der Europa-Universität Flensburg. Bei De Gruyter Brill hat er im "De Gruyter Handbook of Degrowth" den Beitrag "‘Without Growth, Everything is Nothing’: On the Origins of Growthism" veröffentlicht.
Erschienen: 03.04.2026
Dauer: 00:37:36
Weitere Informationen zur Episode "Degrowth: Wie sieht eine Zukunft ohne Wachstum aus?"
Generative KI erzeugt Texte, Musik und Bilder – oft scheinbar ohne menschliches Zutun. Damit geraten grundlegende Fragen über Autorschaft und Verantwortung ins Wanken. Wie schaffen wir es in einer von digitalen Technologie durchdrungenen Welt handlungsfähig zu bleiben, ohne den Menschen aus dem Zentrum zu verlieren? Und was passiert mit unserem Verständnis von Kreativität, wenn Maschinen zunehmend an künstlerischen Prozessen beteiligt sind? Darüber sprechen wir in „Wagnis Wissen“ mit der Philosophin und Kunsthistorikerin Dr. Dorothea Winter.Dorothea Winter ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich Angewandte Ethik an der Humanistischen Hochschule Berlin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Demokratietheorie, Ethik, Erkenntnistheorie und Feminismus. Bei De Gruyter Brill hat sie das Buch „Rationalität– Freiheit – Verantwortung: Beiträge zur Philosophie Julian Nida-Rümelins“ mitherausgegeben. Gemeinsam mit Nina Zuber steuerte sie außerdem das Kapitel „Digitaler Humanismus: Die unverzichtbare Rolle menschlicher Autorschaft im Zeitalter der Technologie“ bei. Ihr Buch „KI, Kunst und Kitsch. Ein philosophischer Aufreger“ erschien 2023 bei Carl Auer.
Erschienen: 06.03.2026
Dauer: 00:37:08
Weitere Informationen zur Episode "Was heißt Menschsein im Zeitalter kreativer Maschinen?"
Im Zeitalter der Polykrisen stehen die Geisteswissenschaften zunehmend unter Rechtfertigungsdruck. Brauchen wir sie überhaupt noch? Und wenn ja, warum fällt es vielen Geisteswissenschaftler*innen so schwer, selbstbewusst mit ihrer Forschung an die Öffentlichkeit zu gehen?In „Wagnis Wissen“ sprechen wir mit dem Literaturwissenschaftler Johannes Franzen über die Vertrauenskrise der Geisteswissenschaften und wie diese überwunden werden kann.Johannes Franzen ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Deutsche Philologie der Universität Mannheim und Autor verschiedener Bücher. Im Newsletter „Kultur und Kontroverse“ schreibt er über kulturelle Konflikte der Gegenwart. In seinem Essay „Die Geisteswissenschaften und die Öffentlichkeit – Szenen einer Legitimationskrise“, veröffentlicht in dem Open-Access-Band „Überzeugungskräfte: Über das Vertrauen in Wissenschaft (und Pseudowissenschaft)“ (Brill, 2025), setzt er sich mit dem Thema der aktuellen Folge auseinander. Foto: Marion Koell
Erschienen: 06.02.2026
Dauer: 00:35:31
Weitere Informationen zur Episode "Wie kommen die Geisteswissenschaften aus der Vertrauenskrise?"