Podcast "Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft"

Thomas Wanhoffs Podcast mit Wissenschaftsnachrichten erscheint seit Januar 2006 jeden Sonntag.

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Thomas Wanhoff

Episoden: Neueste Episoden


WWWW vom 16.1.2017: .. und danke für den Fisch

Ich dachte mir, bei so einer Überschrift muss ich wenigstens mit Meeresgetier anfangen, auch wenn die Wesen sie man heute hört keine Fische sind. Aber sie fressen solche, sind also auch dankbar. Der Grund für die Überschrift ist: Dieses ist die letz[.

Ich dachte mir, bei so einer Überschrift muss ich wenigstens mit Meeresgetier anfangen, auch wenn die Wesen sie man heute hört keine Fische sind. Aber sie fressen solche, sind also auch dankbar. Der Grund für die Überschrift ist: Dieses ist die letzte Ausgabe des Podcasts Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft. Es ware 12 tolle Jahre mit Euch und sie haben Spaß gemacht. Aber ich habe gemerkt, dass der Podcast immer mehr zur Routine wurde und in den letzten Monaten immer mehr zur Pflicht denn zu etwas was ich mit Begeisterung mache. Thomas Wanhoff mit Google Glass Angefangen habe ich mit dem Podcasten weil ich es ein tolles Medium fand: Endlich konnte ich meine eigene Radiosendung machen. Ich habe meine 15 Minuten Ruhm durchs Podcasten gehabt und tolle Leute kennengelernt. Aber wenn die Luft raus ist und auch flicken nicht mehr hilft, dann muss wohl ein neuer Reifen her. Ich werde das Blog bestehen lassen und hin und wieder Neues aus der Wissenschaft posten, denn das Schreiben macht mir immer noch Spaß. Ich möchte auch nochmal ausdrücklich auf meine Facebook-Page hinweisen, auf der ich gerade zum Testen einen Chatbot installiert habe. Ich finde diese Bots und automatisierte Kommunikation hochinteressant und will zumindest ein wenig Erfahrung damit sammeln. Beim Podcasten hat mir immer der Feedback-Kanal gefehlt: Wenn ich einen Podcast höre, kann ich eben nicht gleich etwas dazu sagen. Die Bots geben da etwas mehr Spielraum, auch wenn das alles noch sehr am Anfang ist. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mir über all die Jahre die Treue gehalten haben – ich weiß gar nicht wer eigentlich am längsten dabei ist, ihr könnt ja in den Kommentaren was schreiben. Ich will aber auch allen Danke sagen, die mir gespendet haben. Sei es über eine Banküberweisung, Paypal, Flattr oder was auch immer. Vielen leiebn Dank, ich wusste und weiß das sehr zu schätzen. Meine Downloads hatten sich in den letzten Jahren beharrlich bei 3000 pro Sendung eingepegelt, das fand ich ordentlich. Mich hat aber die Zahl nie wirklich motiviert, ich hätte das auch für 100 Downloads gemacht. Ein Podcast ist erfolgreich wenn es mehr als 5 Episoden gibt, war immer mein Motto, denn dann zeigt der Macher das er/sie wirklich Interesse daran hat. Wirklich (viel) Geld verdienen konnte man mot Podcasts ohnehin nicht, von wenigen Ausnahmen einmal abgesehen. Also, bleibt gesund, hört weiter Podcasts und…. danke für den Fisch!

Erschienen: 16.01.2017
Dauer: 0:09:44

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WWWW vom 9.1.2017: Deichbau, Meeresspiegel und Radiobursts

Auch Trockenwälder werden abgeholzt Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig [.

Auch Trockenwälder werden abgeholzt Bisher wurde in der globalen Klimadiskussion hauptsächlich auf die Abholzung von tropischen Feuchtwäldern geschaut. Dass die Vernichtung von tropischen Trockenwäldern ebenso klimawirksam ist, ist bisher nur wenig bekannt. Am Beispiel des südamerikanischen Gran Chaco zeigt Matthias Baumann, Post Doc an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU), wie die Abholzung des Waldes und der Ersatz durch Weide- und Sojaflächen die CO2-Emmissionen beeinflussen. Deiche könnten nicht mehr hoch genug sein Eine neue Studie der Universität Siegen zeigt, dass der Einfluss auf Sturmflut- und Wellenhöhen in Zukunft stärker ist als gedacht – und die Planungshöhen von Schutzbauwerken wie Deichen deshalb möglicherweise überdacht werden sollten. Referenz: Arns, A. et al. Sea-level rise induced amplification of coastal protection design heights. Sci. Rep. 6, 40171; doi: 10.1038/srep40171 (2016). Steigt Meeresspiegel rasanter als gedacht? Vor rund 15.000 Jahren kam es im Ozean rund um die Antarktis zu einem abrupten Meeresspiegelanstieg von mehreren Metern. Ein Ereignis, das sich wiederholen könnte. Publikation: Antarctic ice shield discharge driven by atmosphere-ocean feedbacks at the Last Glacial Termination, DOI: 10.1038/srep39979 Parkinson-Protein wandert in den Magen Forscher des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) haben herausgefunden, dass ein bestimmtes Protein, das an Parkinson und weiteren neurologischen Störungen beteiligt ist, vom Gehirn zum Magen gelangen kann. Das Molekül mit dem Namen „Alpha-Synuclein“ folgt dabei einer speziellen Transportroute. Forscher orten Ursprung eines Radiobursts Zum ersten Mal ist es Astronomen gelungen, die exakte Richtung eines Radioblitzes (Fast Radio Burst, FRB) so genau festzulegen, dass damit seine Herkunftsgalaxie identifiziert werden konnte. Sie liegt in einer Entfernung von mehr als drei Milliarden Jahren. Es handelt sich um eine Zwerggalaxie, sehr unterschiedlich zu unserer Milchstraße. Außerdem wurde eine kompakte Radioquelle in unmittelbarer Nähe des Ausbruchs nachgewiesen, die Rückschlüsse auf den astrophysikalischen Ursprung des Phänomens ermöglicht. A direct localization of a fast radio burst and its host, S. Chatterjee et al., Nature, 5. Januar 2017. Und hier noch die Green Pit Viper die heute in unserem Garten war. Sie ist jetzt ausserhalb der Stadt im sicheren Wald.

Erschienen: 09.01.2017
Dauer: 0:22:21

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WWWW vom 2.1.2017

Zuerst einmal in eigener Sache: Ich habe heute den Podcast wie immer ins Mikrofon gesprochen, und als ich fertig war und alles editiert hatte, wollte ich das Mikro aus dem USB -Port ziehen – und da war es gar nicht eingesteckt. Upps. Sorry also für [.

Zuerst einmal in eigener Sache: Ich habe heute den Podcast wie immer ins Mikrofon gesprochen, und als ich fertig war und alles editiert hatte, wollte ich das Mikro aus dem USB -Port ziehen – und da war es gar nicht eingesteckt. Upps. Sorry also für die Tonqualität heute die vom Macbook Air Mic kommt. Rettung für Schweinswale Immer wieder kommt es vor, dass sich Schweinswale in der Ostsee in Stellnetzen von Fischern verfangen und ertrinken. Ein neues Warngerät hat jetzt nach mehrjährigen Versuchsreihen sehr vielversprechende Ergebnisse geliefert: Die Schweinswal-Beifänge ließen sich in der westlichen Ostsee mithilfe dieses Geräts um mehr als 80 % verringern. Neuer Wirkstoff gegen Hodenkrebs Ein neuer Wirkstoff hilft möglicherweise gegen schwere Formen von Hodenkrebs, die auf andere Therapien nur ungenügend ansprechen. In Mäusen tötet die Substanz entartete Zellen ab und lässt Hodentumoren schrumpfen. Das konnten Forscher der Universität Bonn in einer aktuellen Studie zeigen. Untersuchungen am Menschen stehen allerdings noch aus. Sina Jostes, Daniel Nettersheim, Martin Fellermeyer, Simon Schneider, Francois Hafezi, Friedemann Honecker, Valerie Schumacher, Matthias Geyer, Glen Kristiansen und Hubert Schorle: The bromodomain inhibitor JQ1 triggers growth arrest and apoptosis in testicular germ cell tumours in vitro and in vivo; Journal of Cellular and Molecular Medicine; DOI: 10.1111/jcmm.13059 Muckis halten das Hirn gesund Eine neue Studie der University of New South Wales, der University of Sydney und der University of Adelaide zeigt, dass über Fünfundfünfzigjährige mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen ihre Gehirnfunktion mit Muskelaufbau stärken können. Von leichten kognitiven Beeinträchtigungen (LKB: auch“Leichte kognitive Störung”; engl.:“Mild cognitive impairment”, MCI) wird gesprochen, wenn Menschen bemerkbare reduzierte kognitive Fähigkeiten aufweisen, also beispielsweise unter Gedächtnisverlust (einer Vorstufe von Alzheimer) leiden, sie aber noch ein selbstständiges Leben führen können. Diabetes wachsendes Problem in Afrika Auswertung von Daten aus zwölf Ländern südlich der Sahara zeigt: Fast alle Diabetes-Patienten werden nicht aureichend behandelt; vor allem Menschen mit geringer Ausbildung und Junge wissen oft nichts von ihrer Erkrankung; Versorgungsstrukturen und Präventionsstrategien fehlen. Literatur: Manne-Goehler J, Rifat A, Stokes A, Goehler A, Houinato D, Houehanou C, Hambou M, Mbenza B, Sobngwi E, Balde N, Mwangi J, Gathecha G, Ngugi P, Wesseh C, Damesceno A, Lunet N, Bovet P, Labadarios D, Zuma K, Mayige M, Kagaruki G, Ramaiya K, Agoudavi K, Guwatudde D, Bahendeka S, Mutungi G, Geldsetzer P, Levitt N, Salomon J, Yudkin J, Vollmer S, Bärnighausen T (2016). Unmet need for diabetes care in sub-Saharan Africa: individual pooled analysis in 12 countries. Lancet Diabetes& Endocrinology http://dx.doi.org/10.1016/S2213-8587(16)30181-4 (Und ein Rant gegen die aggressiven Marketingmethoden von Nestel und Co. die meiner Meinung nach maßgeblich zur Diabetes beitragen) Maulwurfarme kommen von Ur-Genene Grabende Maulwürfe besitzen sehr robuste Arme und Beine mit ausgeprägten Muskelansatzstellen, welche Anpassungen an den unterirdischen Lebensraum darstellen. Nun hat ein internationales Forscherteam um das Museum für Naturkunde Berlin, der Universität Zürich, der Universität Leiden und der Universität Granada gezeigt, dass Hox-Gene bei der Entwicklung dieser skelettalen Veränderungen im grabenden Iberischen Maulwurf Talpa occidentalis mitspielen. Publikation: Hox gene expression in the specialized limbs of the Iberian mole (Talpa occidentalis) Bickelmann et al. 2016. Evolution& Development

Erschienen: 02.01.2017
Dauer: 0:14:22

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WWWW vom 26.12.2016: Goldkatzen, Sepsis und Tumore

Sepsis schneller erkennen Im Rahmen des Forschungsprojekts ImSpec entwickelten Forscher des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT), Intensivmediziner des Universitätsklinikums Jena (UKJ/CSCC) und Partner aus der Industrie[...

Sepsis schneller erkennen Im Rahmen des Forschungsprojekts ImSpec entwickelten Forscher des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT), Intensivmediziner des Universitätsklinikums Jena (UKJ/CSCC) und Partner aus der Industrie eine Nachweismethode mit der krankheitserregende Pilze zukünftig schneller und zuverlässiger identifiziert werden können. Integriert in ein neues optisches Analysesystem können die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit dem Sepsis-Chip mehrere Pilzerreger in Patientenproben parallel nachweisen und charakterisieren. Metastasierende Tumore früher erkennen Wie gefährlich eine Krebserkrankung ist, hängt wesentlich von der Fähigkeit der Tumorzellen zur Metastasierung ab, das heißt ihrer Ausbreitung und Ansiedlung in anderen Organen. Tumore der Bauchspeicheldrüse gehören wegen ihrer schnellen Metastasierung zu den aggressivsten Krebsarten. Häufig erfolgt die Diagnose erst dann, wenn bereits weitere Organe betroffen sind. Ein wichtiges Ziel der Krebsforschung ist daher, Metastasen frühzeitig zu entdecken und einzudämmen. Das Protein CD44v6 spielt eine wesentliche Rolle bei der Metastasierung von Tumoren. Wissenschaftler am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben nun eine Möglichkeit entdeckt, CD44v6 exprimierende Krebszellen aufzuspüren, durch fluoreszierende Nanokristalle. L. Li, M. Schmitt, A. Matzke, P. Wadhwani, V. Orian-Rousseau ,P.A. Levkin: v6-peptide functionalized quantum dot nanoparticles selectively bind CD44v6 expressing cancer cells. Advanced Science, 2016. http://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/advs.201600202/full Wo Wahrnehmung entsteht „Wahrnehmung ist, wenn unser Gehirn Erfahrungen mit neuen Informationen aus Sinneswahrnehmungen verknüpft“, erklärt Matthew Larkum, Professor für Neuronale Plastizität an der Humboldt-Universität zu Berlin (HU) und Leiter des Larkum Labs. In einer aktuellen Studie konnten er und sein Team nun einen wesentlichen Mechanismus der Wahrnehmung im Gehirn ausfindig machen und ihn gezielt manipulieren. „Active cortical dendrites modulate perception” von: Takahashi, N., Oertner, T., Hegemann, P., Larkum, M.E. in: Science (2016), DOI: 10.1126/science.aah6066 Protein ist für Hörschaden verantwortlich Etwa 360 Millionen Menschen leiden nach Schätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an Schwerhörigkeit. Noch ist zu wenig über die Funktion des Innenohrs bekannt, um eine Therapie zur Wiederherstellung des Hörvermögens zu entwickeln. Ursächlich für eine solche Hörstörung ist nach neuen Erkenntnissen aus der Göttinger Hörforschung eine beeinträchtigte Signalübertragung von den Sinneszellen des Innenohrs auf den Hörnerv. Die Rolle eines Proteins bei diesem wichtigen Signalweg zum Hören haben die Göttinger Wissenschaftler in zwei Studien mit unterschiedlichen Fragestellungen genauer untersucht. Verhalten gibt Aufschluss über Stärke von Schachspielern Schach gilt als eines der ältesten und zugleich beliebtesten Gesellschaftsspiele. An Heiligabend dürfte der Spieleklassiker wieder hundertausendfach verschenkt werden – als Brettspiel, PC-Spiel oder als Schachcomputer. Doch was ist das Geheimnis erfolgreicher Schachspielerinnen und -spieler? Das untersuchen Kognitionswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Exzellenzclusters Kognitive Interaktionstechnologie (CITEC) der Universität Bielefeld seit einem Jahr in dem Projekt „Ceege“. Goldkatzen-Arten trennten sich nach Vulkanausbruch Südostasien ist die Heimat zahlreicher Katzenarten, unter ihnen die Asiatische Goldkatze und die Borneo-Goldkatze. Diese beiden Arten sind nahe verwandte Schwesterarten, die sich vor 3,16 Millionen Jahren voneinander getrennt haben. Ihre jüngere Entwicklung verlief recht unterschiedlich. In Kooperation mit internationalen Partnern konnten Wissenschaftler des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung zeigen, dass die Asiatische Goldkatze nach einem Vulkanausbruch vor etwa 73.000 Jahren nur in Indochina überlebte. Das kühlere und trockenere [...]

Erschienen: 26.12.2016
Dauer: 0:16:33

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WWWW vom 19.12.2016: Methan, Sepsis und ein Mathematik-Problem

Methanausstoss gestiegen Kühe in KambodschaEin internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler zeichnet erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende. Im Gegensatz z[.

Methanausstoss gestiegen Kühe in KambodschaEin internationales Konsortium interdisziplinärer Wissenschaftler zeichnet erstmalig ein Gesamtbild des globalen Methan-Haushalts und seiner rätselhaften Änderungen seit der Jahrtausendwende. Im Gegensatz zu Kohlendioxid hatte sich die Zunahme von Methan in der Atmosphäre in den späten 1990er Jahren gegen Null bewegt. Diese Stagnation hielt bis um das Jahr 2006, worauf ein erneuter Anstieg des Treibhausgases einsetzte. Seit 2014 steigt der Gehalt an atmosphärischem Methan in rasanter Geschwindigkeit, schneller als in den zwei Jahrzehnten zuvor und nähert sich damit bereits den klimaschädlichsten Treibhausgas-Szenarien. Computer erkennen Sepsis früher Durch eine Sepsis hervorgerufenes Organversagen ist die Haupt-Todesursache auf Intensivstationen. Die wirksamste Maßnahme, um Patienten mit einer gesicherten Sepsis erfolgreich zu behandeln, ist eine rechtzeitige und adäquate Antibiotika-Therapie. Dies setzt die frühe und verlässliche Diagnose einer Sepsis bei Intensivpatienten voraus, was jedoch auch heute noch eine große medizinische Herausforderung darstellt. Ein an der Universitätsmedizin Mannheim entwickelter neuartiger Ansatz zur Früherkennung der Sepsis könnte die Prognose der Betroffenen verbessern. An algorithm for systemic inflammatory response syndrome criteria-based prediction of sepsis in a polytrauma cohort. Holger A. Lindner, Ümniye Balaban, Timo Sturm, Christel Weiß, Manfred Thiel& Verena Schneider-Lindner CRITICAL CARE MEDICINE, 44:2199, 2016 DOI: 10.1097/CCM.0000000000001955 Frosch quakt 50.000 mal pro Nacht Senckenberg Wissenschaftler haben die Rufleistung der südamerikanischen Froschart Leptodactylus mystacinus untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass die männlichen Tiere bis zu 50.000mal pro Nacht rufen. Dabei müssen die kleinen Tiere eine enorme Energie aufbringen – das Werben um Weibchen scheint im Leben der Frösche das energetisch kostspieligste Verhalten zu sein. Noch unerforscht ist, welche Prozesse es denn Frösche erlauben stundenlang „quaken“ zu können. Publikation Jansen, M., A. Masurowa& R. B. O’Hara: Temporal variation, duty cycle, and absolute calling effort during sustained calling of Leptodactylus mystacinus (Anura: Leptodactylidae). pp. 328-336. Dentritische Zellen bilden auch beim Menschen Untergruppen Dendritische Zellen sind ein wichtiger Bestandteil des Immunsystems: Sie erkennen Eindringlinge, nehmen sie auf und lösen daraufhin eine vollständige Immunantwort aus. Ein Forscherteam unter Federführung des Universitätsklinikums Erlangen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und des LIMES-Instituts der Universität Bonn haben nun grundlegende Erkenntnisse zu menschlichen dendritischen Zellen gewonnen, die in Zukunft auch zur Entwicklung neuartiger Immuntherapieansätze beitragen könnten. Publikation: Human lymphoid organ dendritic cell identity is predominantly dictated by ontogeny, not tissue microenvironment, „Science Immunology“ Lösung eines Matheproblems kann Internet schneller machen Was in der Fachwelt 40 Jahre lang als aussichtslos galt, ist einem internationalen Team um Prof. Dr. Alfred Wassermann an der Universität Bayreuth gelungen: Die Mathematiker haben die Existenz einer komplexen mathematischen Struktur nachgewiesen, die künftig für eine optimierte Datenübertragung im Internet genutzt werden kann. M. Braun, T. Etzion, P.R.J. Östergård, A. Vardy, A. Wassermann, Existence of q-analogs of Steiner Systems,in: Forum of Mathematics, Pi (2016), doi: 10.1017/fmp.2016.5.

Erschienen: 19.12.2016
Dauer: 0:16:22

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WWWW vom 12.12.2016: Gehirn-Evolution und OP-Simulator

Erstmal was in eigener Sache: Ich habe mich sehr gefreut dass mein Hörer Michael aus Singapur rübergekommen ist und Hallo gesagt hat. Sogar mehr: Wir haben eine kleine Radtour durch die Reisefelder und den Wald bei Angkor Wat gemacht. Michael studie[...

Erstmal was in eigener Sache: Ich habe mich sehr gefreut dass mein Hörer Michael aus Singapur rübergekommen ist und Hallo gesagt hat. Sogar mehr: Wir haben eine kleine Radtour durch die Reisefelder und den Wald bei Angkor Wat gemacht. Michael studiert Physik und macht gerade ein Auslandssemester. Anbei das“Beweisbild” des Hörertreffens, diesmal habe ich dran gedacht. Kleine Mutation unterscheidet unser Gehirn vom Affen Was unterscheidet uns vom Affen? Unter anderem das Gen ARHGAP11B. Es kommt nur beim Menschen vor und trägt vermutlich dazu bei, dass wir ein deutlich größeres Gehirn haben. Forscher am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden haben nun eine spektakuläre Entdeckung gemacht: Eine Punktmutation, also der Austausch nur eines einzigen Basenpaars in der DNA dieses Gens, ist dafür verantwortlich, dass sich beim modernen Menschen mehr Hirn-Stammzellen bilden – die Voraussetzung für ein größeres Gehirn. Originalveröffentlichung: Marta Florio, Takashi Namba, Svante Pääbo, Michael Hiller, Wieland B. Huttner: A single splice site mutation in human-specific ARHGAP11B causes basal progenitor amplification Science Advances, 7. Dezember 2016 Herz-Op wird im Simulator trainiert Was für Piloten schon lange zur Pflicht zählt, soll jetzt auch im OP-Saal zu größerer Sicherheit bei unerwarteten Ereignissen beitragen. Als erste und größte Herzchirurgie in Deutschland richtet das Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen unter der Leitung von Prof. Dr. Jan Gummert ein Echtzeit-Simulatortraining für Operationsteams ein. Doktorand erfindet Bioreaktor und 3D-Printing-Lösung Felix Krujatz, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät Maschinenwesen der TU Dresden hat weltweit erstmals Algen gemeinsam mit humanen Zellen gedruckt und damit eine neue Methode des Bioprinting entwickelt. Obwohl Bioprinting in der regenerativen Medizin bereits eine erprobte Technologie ist, haben 3D-gedruckte künstliche Gewebestrukturen bisher das Problem, dass die Zellen wegen Sauerstoffmangels in ihrer Funktion beeinträchtigt sind oder sogar absterben. Die Nutzung von Algen als natürlicher Sauerstofflieferant könnte dieses Problem lösen und die Erfolgsaussichten regenerativer Therapien entscheidend verbessern. Naturprodukt lässt Wimpern wachsen Ein neuartiges Serum, das Wimpern zum Wachsen bringt, wurde am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam-Golm entwickelt. Es ist wesentlich günstiger als herkömmliche Wimpernseren, sehr gut verträglich und zudem ein reines Naturprodukt. Herausgefunden hat das Forscherin Mine Kaja im Rahmen ihrer Bachelorarbeit. Bärtierchen beim Sex gefilmt Bärtierchen sind faszinierende Lebewesen: die winzigen Tiere mit ihrer namensgebenden, langsam tapsigen Fortbewegungsweise haben sich an vielfältige Lebensräume angepasst. Weltweit sind sie im Meer, Süßwasser oder in feuchten Lebensräumen an Land zu finden – dort können sie, unter anderem wegen ihrer Fähigkeit zur Kryptobiose – einem todesähnlichen Zustand –, Trockenperioden, Kälteeinbrüche, starke Schwankungen im Salzgehalt oder Sauerstoffmangel überstehen. Jetzt hat man sie erstmals bei der Fortpflanzung beobachtet und gefilmt. Kakaobohnen schneller fermentieren Zur Advents- und Weihnachtszeit ist sie in aller Munde: Schokolade. Damit aus einer in tropischen Ländern geernteten Kakaofrucht in Deutschland ein Schoko-Weihnachtsmann wird, sind viele Arbeitsschritte nötig. Zwei davon erforscht das Team des Fachgebiets Süßwarentechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe: die Fermentation und das Conchieren. Den Prozess der Fermentation konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von sieben auf vier Tage verkürzen.

Erschienen: 12.12.2016
Dauer: 0:17:44

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WWWW vom 5.12.2016: Regenwürmer, Haustiere und Stammbäume

Sorry hat etwas länger gedauert weil mein Host ein Serverupdate gemacht hat.. Zwei Regenwurm-Arten gefährdet Senckenberg-Wissenschaftler haben maßgeblich an der Erweiterung der „Roten Liste“ Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bunde

Sorry hat etwas länger gedauert weil mein Host ein Serverupdate gemacht hat.. Zwei Regenwurm-Arten gefährdet Senckenberg-Wissenschaftler haben maßgeblich an der Erweiterung der „Roten Liste“ Deutschlands mitgearbeitet. Erstmals wurden in der bundesweiten Liste Bodenlebewesen, wie Regenwürmer, Hundert- und Doppelfüßer aufgenommen. Um die Grundlage für die Erweiterung zu schaffen, führten die Wissenschaftler eine umfassende Bestandsaufnahme der Bodentiere durch. Die „Rote Liste“ dient zur Gefährdungsabschätzung und letztlich zum Erhalt von Tiergruppen – derzeit gelten beispielsweise zwei Regenwurmarten in Deutschland als bestandsgefährdet. Etwa 20 Prozent der Doppelfüßer und drei Arten der Hundertfüßer werden als extrem selten angesehen. Wenn das Haustier zur Last wird Little Puppy Rund 30 Millionen Haustiere waren im Jahr 2015 in Deutschland gemeldet ‒ sieben Millionen mehr als noch fünf Jahre zuvor. Jeder zweite Deutsche wohnt in einem Haushalt mit mindestens einem Haustier. Katzen und Hunde führen dabei die Statistik der beliebtesten Tiere an, wie die Umfragen des Allensbach-Instituts zeigen. Welchen Einfluss Haustiere auf unser alltägliches Wohlbefinden ausüben, haben Psychologinnen in einer aktuellen Studie untersucht. Mausmodell soll Schizophrenie erklären Wenn das Klappern unserer Absätze nachts in der Unterführung hallt, mag das unheimlich klingen, aber wenigstens wissen wir, dass wir diese Geräusche selbst erzeugen. Die Gehirne von Menschen mit schizophrener Störung haben hingegen Schwierigkeiten, zwischen „eigenen“ und „fremden“ Geräuschen zu unterscheiden. Warum das so ist, können Neurophysiologen der Goethe-Universität jetzt an Mäusen untersuchen. Publikation: Brian P. Rummell, Jan L. Klee, and Torfi Sigurdsson: Attenuation of Responses to Self-Generated Sounds in Auditory Cortical Neurons, in: The Journal of Neuroscience, November 23, 2016 • 36(47):12010 –12026, DOI 10.1523/JNEUROSCI.1564-16.2016 Erinnerung an den Erfinder des phylogenetischen Stammbaums

Erschienen: 07.12.2016
Dauer: 0:15:21

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WWWW vom 28.11.2016: Mahagoni und Ebola

Fortschritt beim Verständnis der Multiplen Sklerose Es könnte der entscheidende Durchbruch sein für die Frage, was die Multiple Sklerose (MS) im Menschen auslöst: Erstmals konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg E

Fortschritt beim Verständnis der Multiplen Sklerose Es könnte der entscheidende Durchbruch sein für die Frage, was die Multiple Sklerose (MS) im Menschen auslöst: Erstmals konnten Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg Essen (UDE) in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universitäten Münster und Würzburg einen Zusammenhang zwischen dem Blutgerinnungssystem und dem Entstehen von MS beim Menschen nachweisen. Asiatische Pflanze hilft bei Ebola Ein pflanzliches Mittel wirkt gegen das Ebolavirus. Das zeigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Marburg und Gießen in einer aktuellen Veröffentlichung. Der Naturstoff Silvestrol vermindert die Anzahl der Krankheitserreger in befallenen Zellen. Silvestrol wird aus dem asiatischen Mahagonigewächs Aglaia foveolata gewonnen und dient in der Krebsforschung dazu, das zelleigene Enzym eIF4A zu hemmen. Silvestrol bewirkt, dass die Virenkonzentration in den Zellen stark zurück-geht. Virale Proteine verschwinden fast vollständig. Originalveröffentlichung: Nadine Biedenkopf, Kerstin Lange-Grünweller& al.: The natural compound silvestrol is a potent inhibitor of Ebola virus replication, Antiviral Research 2016, DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.antiviral.2016.11.011 Parkinson-Patienten haben ein Eisenproblem im Gehirn Eisen kommt im menschlichen Körper natürlicherweise vor. Bei Menschen mit Parkinson verteilt es sich jedoch auf ungewöhnliche Weise im Gehirn. Dies zeigt eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). „The whole-brain pattern of magnetic susceptibility perturbations in Parkinson’s disease“, Julio Acosta-Cabronero, Arturo Cardenas-Blanco, Matthew J. Betts, Michaela Butryn, Jose P. Valdes-Herrera, Imke Galazky, Peter J. Nestor, BRAIN, DOI: http://dx.doi.org/10.1093/brain/aww278 Alte Psychopharmaka nicht so schlecht wie gedacht Patienten mit Schizophrenie nehmen üblicherweise lange Zeit Antipsychotika ein. In den vergangenen Jahren setzte die Psychiatrie dabei stark auf Medikamente der sogenannten zweiten Generation, weil bei manchen Klassikern der ersten Generation starke Nebenwirkungen auftreten. Eine Studie des Lehrstuhls für Zellmorphologie und Molekulare Neurobiologie der Ruhr-Universität Bochum bricht jetzt eine Lanze auch für den Einsatz bestimmter klassischer Antipsychotika: Im Modell zeigten einige Präparate ähnliche Eigenschaften wie die neueren Medikamente. Christine Gottschling, Maren Geissler, Gianna Springer, Rainer Wolf, Georg Juckel, Andreas Faissner: First and Second Generation Antipsychotics differentially affect structural and functional properties of rat hippocampal neuron synapses. In Neuroscience, 2016, DOI: 10.1016/j.neuroscience.2016.08.055 http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0306452216304377 Warum Fische rot sind Red fluorescent rings around the eyes of plankton eaters like this goby give it a better chance of finding tiny transparent prey, researchers say. Photo: Nico K. Michiels/University of Tübingen.Die rot fluoreszierenden Augenringe zahlreicher Planktonfresser wie dieser Grundel erhöhen nach Ansicht der Forscher die Chance, kleine transparente Beutetiere im Plankton zu entdecken. Foto: Nico K. Michiels / Universität Tübingen. Die Farbenpracht der Bewohner tropischer Korallenriffe ist zwar faszinierend – jedoch überwiegend ein Kunstprodukt fotografischer Aufnahmen mit Blitzlicht. Wasser filtert Gelb-, Orange- und Rottöne effizient aus dem Sonnenlicht heraus. Bereits ab Tiefen größer als zehn Meter sind sie nicht mehr wahrnehmbar. Daher erscheinen Meeresbewohner unter natürlichen Bedingungen meist einheitlich blaugrau. Manche Fische benutzen jedoch einen Trick, um auch in dieser Umgebung rotes Licht lokal zu erzeugen. Dabei nehmen fluoreszierende Farbzellen das blaue Umgebungslicht auf und senden es als rotes Licht wieder aus. Mit einer in der Zeitschrift Frontiers in Ecology and Evolution veröffentlichten Studie erlangten Biologen des Instituts für Evolution und Ökologi[...]

Erschienen: 28.11.2016
Dauer: 0:17:33

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WWWW vom 21.11.2016: Zwerchfell, Lupinen und Salmonellen

Schon Caseiden hatten ein Zwerchfell Caseiden AnimationDas Zwerchfell ist eine Besonderheit der Säugetiere und unser wichtigster Atemmuskel. Wissenschaftler der Universität Bonn und des Forschungsmuseums Alexander Koenig untersuchten die Atmung der [...

Schon Caseiden hatten ein Zwerchfell Caseiden AnimationDas Zwerchfell ist eine Besonderheit der Säugetiere und unser wichtigster Atemmuskel. Wissenschaftler der Universität Bonn und des Forschungsmuseums Alexander Koenig untersuchten die Atmung der fossilen Caseiden und kamen zu der überraschenden Erkenntnis, dass das Zwerchfell rund 50 Millionen Jahre früher entstand als bislang angenommen. Publikation: Lambertz M, Shelton CD, Spindler F, Perry SF (2016) A caseian point for the evolution of a diaphragm homologue among the earliest synapsids. Annals of the New York Academy of Sciences doi:10.1111/nyas.13264 Lupinen als Fischfutter Bis zu 50 Prozent Lupinenanteil kann Fischfutter in der Aquakultur enthalten, ohne dass sich die Wachstums- und Futterverwertungsraten der Fische verschlechtern. Das haben Forscher in der BMEL-Eiweißpflanzenstrategie nun herausgefunden. Problem bleibt wie man die anderen 50 Prozent herstellt. Wen es eng wird, harren Salmonellen in der Zelle aus, bis der Imunsturm vorbei ist Die Reaktion einzelner Zellen auf eine Infektion mit Bakterien analysieren: Das geht mit einer neuen Technik, die ein Würzburger Forschungsteam in „Nature Microbiology“ präsentiert. Sie gewährt auch gleich überraschende neue Einblicke in die Welt der Salmonellen. Antoine-Emmanuel Saliba, Lei Li, Alexander J. Westermann, Silke Appenzeller, Daphne A. C. Stapels, Leon N. Schulte, Sophie Helaine& Jörg Vogel : Single-cell RNA-seq ties macrophage polarization to growth rate of intracellular Salmonella; Nature Microbiology, 14. November 2016, DOI: 10.1038/nmicrobiol.2016.206 Fehlendes Nitrat macht Wasser braun In großen Teilen Europas und Nordamerikas hat der Rückgang von industriellen Emissionen zu einer geringeren Schadstoffbelastung der Atmosphäre, und damit von Böden und Gewässern in naturnahen Gebieten geführt. Dass diese positive Entwicklung auch negative Begleiterscheinungen haben kann, haben Wissenschaftler des UFZ nun im Fachmagazin Global Change Biology veröffentlicht. Demnach sind sinkende Nitratwerte in den Auenböden rund um die Zuflüsse von Talsperren dafür verantwortlich, dass gelöster organischer Kohlenstoff (DOC) und Phosphat vermehrt freigesetzt werden und sich die Wasserqualität verschlechtert. Musolff, A., Selle, B., Büttner, O., Opitz, M. and Tittel, J. (2016), Unexpected release of phosphate and organic carbon to streams linked to declining nitrogen depositions. Glob Change Biol. doi:10.1111/gcb.13498 http://dx.doi.org/10.1111/gcb.13498 Neue Daten zu Antibiotika-Resistenzen Ein internationales Team von Wissenschaftlern und Klinikern hat erstmals europaweit die Ausbreitung von besonders gefürchteten multiresistenten Enterobakterien untersucht und vergleichbare Daten erhoben. Im Fokus der Studie stehen Klebsiella pneumoniae und Escherichia coli: Darmbakterien, die immer häufiger gegen das Reserveantibiotikum Carbapenem resistent sind. Grundmann H et al European survey of carbapenemase-producing Enterobacteriaceae (EuSCAPE): prevalence of carbapenemase-producing Klebsiella pneumoniae and Escherichia coli Lancet Infect Dis 2016. Doi: 10.1016/S1473-3099(16)30257-2 Warmzeit ist nicht gleich Warmzeit Aufgrund steigender Temperaturen und schmelzender Gletscher werden sich die Wassereigenschaften im Europäischen Nordmeer verändern. Um eine Idee von den Auswirkungen zu erhalten, untersucht die Wissenschaft auch die Entwicklungen in vergangenen Warmzeiten. Doch zwei aktuelle Studien internationaler Forschungsteams zeigen, dass die Wassereigenschaften in den Nordmeeren während verschiedener Warmzeiten durchaus unterschiedlich waren. Thibodeau, B., H. A. Bauch, and T. F. Pedersen, 2016: Stratification-induced variations in nutrient utilization in the Polar North Atlantic during past interglacials. Earth and Planetary Science Letters, http://dx.doi.org/10.1016/j.epsl.2016.09.060 Struwwelpeter-Haare sind ein Gendefekt Manche Kinder leiden unter völlig zersausten Haaren, die sich partout nicht kämmen lassen. Im Deutsc[...]

Erschienen: 21.11.2016
Dauer: 0:27:23

Podcast-Webseite: Episode "WWWW vom 21.11.2016: Zwerchfell, Lupinen und Salmonellen"


WWWW vom 14.11.2016: Stoffwechsel in Pflanzen, Flüchtlinge und kitzlige Ratten

Pflanzenteile genau untersucht Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Heidelberg weisen mit Hilfe von computerbasierten Metabolomanalysen die hohe gewebespezifische Vielfalt von Stoffwechselproduktean in [..

Pflanzenteile genau untersucht Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Universität Heidelberg weisen mit Hilfe von computerbasierten Metabolomanalysen die hohe gewebespezifische Vielfalt von Stoffwechselproduktean in Pflanzen nach. Originalveröffentlichung: Li, D., Heiling, S., Baldwin, I. T., Gaquerel, E. (2016). Illuminating a plant’s tissue-specific metabolic diversity using computational metabolomics and information theory. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, Early Edition, DOI: 10.1073/pnas.1610218113 http://dx.doi.org/10.1073/pnas.1610218113 Atemproblem bei Flüchtlingen keine Lungenentzündung, sondern Benzinvergiftung Von Ggia– Eigenes Werk, CC-BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=45246844 Menschen auf der Flucht sind zahlreichen Gefahren ausgesetzt. Wissenschaftler des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München, der Städtischen Klinikum München GmbH und des Jamaica Hospitals New York berichten nun erstmals in der renommierten medizinischen Fachzeitschrift Lancet über lebensbedrohliche und teilweise tödliche Lungenentzündungen, die wahrscheinlich durch das Trinken von Benzin während der Bootsflucht über das Mittelmeer verursacht wurden. Publikation: Spinner, Christoph D et al. Severe hydrocarbon pneumonitis in African refugees after fuel ingestion. The Lancet , Volume 388 , Issue 10058 , 2350– 2351. DOI: http://dx.doi.org/10.1016/S0140-6736(16)32130-4 Forscher steuern Angst-Nervenzellen Wenn wir Stresssituationen ausgesetzt sind, startet das Gehirn eine Kettenreaktion, die das Herz in Alarmbereitschaft bringt, Angst und Furcht machen sich breit. Unser Körper aktiviert alles, um mit der Situation fertig zu werden – völlig unabhängig davon, ob es sich um den Angriff eines Feindes oder eine Prüfung handelt. Wie wird die Angstkomponente dieser Reaktion gesteuert? Flughafenklos sind schmutzig und da gibt es Bakterien Manchmal frage ich mich, ob man bestimmte Studien wirklich machen muss, wie diese hier: Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Türklinken von Flughafenklos mit Bakterien verschmutzt sind und deshalb die Gefahr besteht, dass diese Bakterien über die ganze Welt verteilt werden. Ist ja völlig neu. Schaumburg F. et al: Airport door handles and the global spread of antimicrobial-resistant bacteria: a cross sectional study. Clinical Microbiology and Infection (in press, available online 23 September 2016); DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cmi.2016.09.010 Kriminelle brechen Regeln eher als Nicht-Kriminelle Was passiert in den Köpfen der Menschen, wenn sie Regeln brechen und warum sind manche Menschen echte Draufgänger, während andere die Regeln immer befolgen? Das haben die Psychologen Dr. Aiste Jusyte vom Forschungsnetzwerk LEAD an der Universität Tübingen und Dr. Roland Pfister von der Universität Würzburg mit weiteren Kollegen in einer Studie untersucht. Dabei haben sie herausgefunden, dass den Menschen, die sich in der Vergangenheit schon nicht an bestimmte Regeln gehalten haben, ein neuer Regelbruch scheinbar allgemein leichter fällt, als den Menschen, die die Regeln normalerweise befolgen. Fand ich jetzt auch nicht so super überraschend vor allem bei dieser Probanden-Gruppe. Publikation: Jusyte, A., Pfister, R., Mayer, S.V., Schwarz, K.A., Wirth, R., Kunde, R.,& Schönenberg, M. (2016). Smooth criminal: Convicted rule-breakers show reduced cognitive conflict during deliberate rule violations. Psychological Research. Advance online publication. DOI: 10.1007/s00426-016-0798-6; http://link.springer.com/article/10.1007/s00426-016-0798-6?view=classic Forscher kitzeln Ratten – für die Wissenschaft Von allen Tastempfindungen ist „Kitzligkeit“ die eigenartigste und am wenigsten verstandene. Warum bringt uns Kitzeln zum Lachen? Warum sind nur bestimmte Körperteile kitzelig? Warum können wir uns nicht selbst kitzeln? Diese Fragen sind alt und haben schon Aristoteles und Charle[...]

Erschienen: 14.11.2016
Dauer: 0:15:23

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Podcast "Wanhoffs Wunderbare Welt der Wissenschaft"