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#ganzohr2017: Treffen der WissenschaftspodcasterInnen in Innsbruck

Von 22. bis 24. September ist es so weit: Das jährliche Treffen der Wissenschaftspodcasterinnen und –podcaster findet wieder statt. Dieses Mal in seiner fünften Ausgabe und zum ersten Mal in Österreich, genauer gesagt in Innsbruck.
Das Treffen versteht sich als Forum für alle Fragen rund um Audio und Wissen(schaft)svermittlung.

Innsbruck. Bild: Christoph Lackner

#ganzohr2017 ist offen für alle Personen, die im Bereich Podcasts und Wissenschaft aktiv sind bzw. aktiv werden möchten oder sich für die Potenziale von „Wissen auf die Ohren“ interessieren – sowohl auf persönlicher als auch auf institutioneller Ebene.
Neben Vorträgen an den beiden Vormittagen wird die dreitägige Veranstaltung auch Raum für Workshops (Vorschläge bitte im Sendegate deponieren) sowie Austausch und Diskussion bieten.
Die Überzeugung, dass Podcasts und Wissen(schaft) einfach ein verdammt gutes Team sind, hat uns – wie ihr wisst – auch zur Gründung dieser kuratierten Plattform bewogen. Die ersten Ideen dazu entstanden auf einem ganzohr-Treffen.

Hier ein Blick in das aktualisierte Programm:

Wir freuen uns auf Vorträge von:
Leonhard Dobusch, Professor am Institut für Organisation und Lernen, vielen auch bekannt als Autor auf netzpolitik.org;

Lothar Bodingbauer, Radio-Macher bei Ö1 und Podcaster der ersten Stunde;

Tine Nowak, Medienpädagogin und Expertin für digitale Bildung, Podcastprojekt: Kulturkapital;

Sebastian Ritterbusch, Mathematiker am KIT und Podcaster im Modellansatz, setzt einen Podcast als Teil der Kommunikation in einem vom BMBF geförderten Projekt ein;

Martin Senn, Professor für Internationale Beziehungen an der Uni Innsbruck; in seinem Podcast-Projekt World PolitiCast berichtet er über seine Forschung;

Stefan Haslinger, Softwareentwickler, Programmierer, Podcaster und Kopf hinter Panoptikum;

Melanie Bartos, Pressereferentin Uni Innsbruck und Podcasterin in „Zeit für Wissenschaft“, Redaktionsteam von wissenschaftspodcasts.de, Podcastpatin.

Ein sehr wichtiger Teil von ganzohr sind aber auch die Workshops, die im Barcamp-Charakter vor Ort im Detail ausgearbeitet werden. Von Anfängern bis hin zu Fortgeschrittenen, grundsätzlichen oder spezifischen – technischen wie inhaltlichen – Fragestellungen soll alles dabei sein. Vorschläge werden bereits vorab im Sendegate gesammelt. Das Community Forum des Sendezentrums sei euch grundsätzlich für Vernetzung und Austausch zu allen Fragen rund um das Podcasting ans Herz gelegt.

Bisher wurden zum Beispiel folgende Themen vorgeschlagen:
Format und Produktion von Podcasts oder: Feature vs. Gespräch – Was eignet sich besser?
Vom Podcast auf die Bühne? Ja, nein, vielleicht?
Der Vortrag von Lothar Bodingbauer ließe sich auch sehr gut in einem Workshop weiter vertiefen zum Beispiel.

Wie gesagt: Ideen immer Willkommen.

Alle weiteren Details findet ihr hier: https://www.uibk.ac.at/congress/ganzohr2017/
Ihr könnt mich jederzeit gerne auf Twitter oder per Mail (melanie.bartos@uibk.ac.at) ansprechen.

Anmeldungen sind natürlich auch jetzt noch möglich!

Bis bald in Innsbruck.

Hashtag: #ganzohr2017

Von der Erlösung. Lothar Bodingbauer über seinen Zugang zur Podcasterei

Die Physikalische Soiree ist eines von vielen Podcastprojekten von Lothar Bodingbauer. Zu finden sind sie unter: http://www.sprechkontakt.at

Breshnew, Andropov, Tschernenko. Mit ihnen hat meine Radiowelt begonnen. Als sie 1982, 1984 und 1985 starben, brachte Radio Moskau auf Kurzwelle stundenlang schwere Musik. Das war ein bisschen gruselig. Ich habe mich als Kind gerne politisch gegruselt. Die Sendungen von Radio Moskau habe ich oft gehört, Sprachkurse, Reportagen über die Störfischerei in Astrachan. Auf Deutsch. Die Stimme des Iran. Stimme der Anden. Alles so Stimmen.

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Martin Fischer: Staatsbürgerkunde – Vom Leben in der DDR

Wer bist du?

Auf der Subscribe 9 in München zu Gast in den BR-Studios.

Mein Name ist Martin Fischer und ich produziere seit 2012 den Podcast Staatsbürgerkunde. Ich habe Medien- und Kommunikationswirtschaft in Ravensburg studiert und nach meinem Studium bis zu meinem Umzug nach Berlin bei Trumpf, einem Laser- und Werkzeugmaschinenunternehmen, im Marketing gearbeitet. In der Hauptstadt arbeite ich jetzt bei Visitate, einem Hersteller für Museumssoftware, und bin dort verantwortlich für Marketing und Pressearbeit.

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Adrian und Max: ABCoholics – Der Informations-Podcast auf Zeit, oder: „Sendung der Maus für Erwachsene“

ABCoholics – Der Informations-Podcast auf Zeit

Habt ihr euch schon mal gefragt, was die Burgundische Pforte ist und was sie für eine Auswirkung auf unser Klima und Ökosystem hat, was Jeans zu einem so besonderen Stoff macht oder wie die Quarzuhr an eurem Handgelenk funktioniert?

Wahrscheinlich nicht, und das ist auch okay. Aber wenn ihr das hättet, wäre euch sicher aufgefallen, dass einem, wenn man erst einmal anfängt darüber nachzudenken, schnell auffällt, dass ganz einfach scheinende Sachverhalte sehr komplexe Ursachen haben können, oder sehr komplex wirkende Dinge ganz einfach zu erklären sind.

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Tine Nowak: Kulturkapital – ein Bildungspodcast

Wer bin ich?

Tine Nowak im National Museum of Scotland.

Mein Name ist Tine Nowak, ich arbeite an der Universität zu Köln am Studiengang Intermedia und am Historischen Museum Frankfurt. In beiden Bereichen beschäftige ich mit „Digitaler Bildung“, zum einen in der Lehre im Bereich Medienpädagogik, zum anderen arbeite ich derzeit an einem Multimediaguide für das Museum, welches im Herbst seinen Neubau eröffnet.

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Henning Krause – Podcasts machen ohne Mikro

Ich bin Henning Krause und bin seit einigen Jahren als Initiator, Redakteur und Kurator mehrerer Wissenschaftspodcasts aktiv. Das Tolle daran ist, dass dies Teil meines Berufs ist: Ich bin Social Media Manager in der Geschäftsstelle der Helmholtz-Gemeinschaft in Berlin. Wir sind eine naturwissenschaftliche, außeruniversitäre Wissenschaftsorganisation und forschen in 18 Zentren in ganz Deutschland.

Henning Krause mit Luftblasen-Demonstrationsexperiment beim Parabelflug 2009. Bild: DLR, CC-BY 3.0

Social Media-Kommunikation (und da zähle ich die Podcasts dazu) halte ich für einen wichtigen und mittlerweile etablierten Teil der Wissenschaftskommunikation und ich sehe sie als Öffentlichkeitsarbeit im klassischen Sinn. Solch digital-interaktive Wissenschaftskommunikation halte ich – wenn gut gemacht – für ein sehr gutes Werkzeug, um die kulturelle Leistung, die die Wissenschaft darstellt, in den gesellschaftlichen Diskurs einzubringen, auch in Zeiten der Diskussion um „fake news“.

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Daniel Meßner: Zeitsprung – Geschichten aus der Geschichte

Wer bin ich?

Daniel Meßner (@meszner), Historiker, arbeite für die Universität Hamburg in der Öffentlichkeitsarbeit und podcaste für die Uni Wien. Mit Zeitsprung mache ich einen wöchentlichen Geschichtspodcast.

Warum Podcasts und wie konnte das überhaupt passieren?

Daniel Meßner, Historiker und Podcaster

Ich bin ziemlich zufällig da reingestolpert und hatte eigentlich keinen Bezug zu Computertechnik oder Netzkulturen.

Wohl habe ich mit Audioaufnahmen für diverse Bandprojekte experimentiert und es existieren noch immer selbstproduzierte Hörspiele mit C64-Geräuschen untermalt (z.B. sagenhaft authentische Explosionsgeräusche, oder „Schnell, in Deckung, da kommt ein Hubschrauber!“), bei denen ich mit einem Freund verzwickte Kriminalfälle gelöst habe.

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Nicolas Wöhrl: »Nur wer fragt, kann verstehen«

Wer bin ich?

Nicolas Wöhrl, bei Twitter @icewalker1974, Physiker an der Uni Duisburg-Essen und Podcaster bei „methodisch inkorrekt!“.

Warum mache ich einen Podcast und warum passen Podcasts und Wissenschaft so gut zusammen?

Nicolas Wöhrl, Physiker und Podcaster

Warum gibt es in Deutschland gefühlt 80 Mio. Fußball-Bundestrainer aber viel weniger, die sich trauen, ähnlich offen über Wissenschaft zu sprechen? Nach unzähligen meisterschaftslosen Jahren als Schalke-Fan kann man mir nicht erzählen, dass Fußball einfach nur weniger komplex ist. Nein, ich denke, es wird allgemein angenommen, dass nur ergraute Professoren und Spezialisten in Elfenbeintürmen über Wissenschaft und Forschung reden dürfen. Aber das ist falsch.

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Martin Rützler: Radiomono, DKG Podcast und GeMa-LuM

Ich bin …

Martin_Wisspod… Martin und arbeite an der Universität Witten/Herdecke. Zwar sind meine Aufgaben inzwischen dort eher verwaltungstechnischer Natur, doch bin ich noch nah genug an den Forscherinnen und Forschern dran, um deren Sorgen und Nöte, doch auch deren Freude an und Begeisterung für ihre Arbeit spüren zu können.

Ich bin zu einer Zeit groß geworden, als im Fernsehen noch „echte“ Wissenschaftssendungen, z.B. „Querschnitt“ mit Hoimar von Ditfurth, oder „Aus Forschung und Technik“ mit Heinrich Schiemann über die Mattscheibe flimmerten. Diese Sendungen hatten mich regelrecht in ihren Bann gezogen. Und ich habe es auch immer sehr gemocht, wenn in der Schule die Projektoren mit dem 16mm-Material vom Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht ratterten. Sogar die Programme des Telekolleg im (einzigen) dritten Fernsehprogramm habe ich mit Interesse verfolgt. Jedenfalls diejenigen mit den naturwissenschaftlichen Themen. Geschickt moderierte Inhalte, nachvollziehbare Modelle, Anschauung, Übertragung in den Alltag: Das hat mir schon immer sehr gefallen. Die Moderatoren dort waren meine Vorbilder. So wollte ich auch mal werden.

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