Der zweite Start vom russischen Weltraumbahnhof Wostotschny endete mit einem Totalverlust. Grund dafür waren falsche Koordinaten im Bordcomputer.
Podcast: Digitale Anomalien
Erschienen: 15.02.2026
Dauer: 00:27:42
Mit dem Weltraumbahnhof Wostotschny wollte Russland seine Unabhängigkeit vom Kosmodrom Baikonur sichern. Dieses gehörte seit dem Ende der Sowjetunion nämlich zu Kasachstan. Der Bau des neuen Kosmodroms Wostotschny war ein Großprojekt, das viele Herausforderungen und Probleme mit sich brachte. Es wurde jedoch, wenn auch mit Verzögerungen, im Jahr 2016 fertiggestellt. Beim ersten Start traten im Vorfeld Probleme auf, die zu einer eintägigen Startverzögerung führten. Ansonsten verlief damals alles nach Plan. Für den zweiten Start war geplant, einen russischen Wettersatelliten sowie 18 Cubesats von internationalen Kunden ins All zu bringen. Doch diese Mission endete mit einem Totalverlust. Die verwendete Sojus-Trägerrakete galt als extrem zuverlässig, und auch die eingesetzte Fregat-Oberstufe war eine bewährte Komponente. Leider hatte man jedoch noch die Koordinaten von Baikonur statt die von Wostotschny in das Navigationssystem der Oberstufe einprogrammiert. Dies führte im Laufe der Mission zu einer fatalen Kurskorrektur, die im Desaster endete. ----- Sprecher & Produktion: Wolfgang Schoch Musik: BACKPLATE von https://josephmcdade.com
Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.