Geologin Diana Hatzenbühler von der Universität Wien analysiert Flutablagerungen in den Donauauen und entdeckt dabei menschliche Spuren - von radiogenen Nukliden bis Mülltonnen.
Podcast: An der Quelle
Erschienen: 20.06.2024
Dauer: 00:39:54
Eine Jahrtausende lange Siedlungsgeschichte, Umweltereignisse, Regulierungen und Kraftwerksbauten haben die Donau, wie wir sie heute kennen, geprägt. Von dem weit verästelten, alpin geprägten Wildfluss zu Zeiten der römischen Siedlungen Vindobona und Carnuntum ist heute zumindest im Wiener Raum nicht mehr viel übrig. Mehr noch als das Wasser oder der Verlauf des Flusses geben Flutablagerungen Aufschluss über die Spuren des Menschen. Im Nationalpark Donauauen untersuchen Diana Hatzenbühler und Michael Weissl im Rahmen des vom WWTF geförderten Projekts „From Romans to the Anthropocene, from Carnuntum to Vienna: An Urban Anthropocene Field Lab“ dafür kiloweise Sedimente, die sie per Fahrrad in ausgedehnten Forschungsausflügen sammeln. Im Interview erzählt Diana Hatzenbühler, was Flutereignisse alles an Daten freigeben, und was sie hofft, in Zukunft noch daraus ablesen zu können. Schon jetzt hat sich gezeigt, dass „selbst in den Tiefen eines Naturschutzgebietes der menschliche Fingerabdruck einfach überall zu finden ist“. Darüber hinaus verrät sie aber auch, was man eine PhD besser nicht fragen sollte und was es mit ihrer Vorliebe für Brot, Bier und tiefe Töne auf sich hat.
Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.
Podcast-Website: Episode "Was die Donau über die Menschheit zu erzählen weiß"