Podcast "BAdW-Cast"

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Episoden: Neueste Episoden


Desinformation vor Wahlen – gefährdet Desinformation die Demokratie?

Gefährdet Desinformation die Demokratie? Darum geht es in dieser Folge des BAdW-Cast, die im Rahmen des interdisziplinären Akademie-Projekts „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ entstanden ist. Projektmitarbeiterin Lau

Gefährdet Desinformation die Demokratie? Darum geht es in dieser Folge des BAdW-Cast, die im Rahmen des interdisziplinären Akademie-Projekts „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ entstanden ist. Projektmitarbeiterin Laura Jung spricht mit dem Rechtsexperten Prof. Dr. Tristan Barczak, der Osteropa-Experte Prof. Dr. Martin Schulze Wessel gibt historische Einblicke. Interview vom 31.08.2021. Zum Inhalt Das neue Akademie-Projekt bringt juristische mit historischen Perspektiven zusammen und beschäftigt sich mit der Frage danach, wie politische Entscheidungen in der Demokratie überhaupt zustande kommen. Somit lenkt es den Fokus weg vom reinen politischen Output, hin auf denjenigen Input, der noch vor dem Treffen von Entscheidungen politische Debatten und Akteure beeinflusst. Innerhalb dieses Forschungsfeldes beschäftigt sich die aktuelle Podcastfolge mit Bezug auf die anstehenden Bundestagswahlen mit der Frage danach, warum Desinformation für Demokratien insbesondere vor Wahlen so problematisch ist – gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und wieso ist Desinformation juristisch so schwer zu fassen? Mit welchen Begriffsdefinitionen lässt sie sich überhaupt greifen und wie unterscheiden von verwandten Phänomenen wie fake news oder bloßen Legenden? Um diese und verwandte Fragen beantworten zu können, interviewt Projektmitarbeiterin Laura Jung den heutigen Gast der Folge, Tristan Barczak, Experte für öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien. Der Historiker Martin Schulze Wessel ergänzt das Interview als Osteuropa-Experte um spannende Einblicke in die Geschichte der Desinformation und der fake news. Am Ende der Folge steht vor allem die Erkenntnis: Das Phänomen der Desinformation wird die moderne Demokratie und die Wissenschaft auch in Zukunft noch beschäftigen. Wer spricht Prof. Dr. Tristan Barczak hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien an der Universität Passau inne.  Prof. Dr. Martin Schulze Wessel hat den Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne und ist Mitglied der BAdW. Ass. iur. Laura Jung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.    Zum Projekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie" Das Forschungsprojekt „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ erforscht exemplarisch die rechtlichen, politisch-gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen und Formen demokratischer Entscheidungsprozesse. Der konzeptionelle Angelpunkt ist dabei der Begriff der „Verfassungskultur“, der hier als Ansatz einer Kulturgeschichte des Politischen verstanden wird und sich auf politisch-konstitutionelle Deutungsmuster bezieht. Das interdisziplinär angelegte Projekt untersucht die Zeit von etwa 1950 bis heute und nimmt dabei unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien und den ostmitteleuropäischen Raum in den Blick. Es vereint Rechts- und Geschichtswissenschaft und fragt nach der Zeitstruktur demokratischer Entscheidungen, der Komplexitätssteigerung, der Repräsentation in der parlamentarischen Demokratie, nach Demokratie und Geschlecht, der Gewaltenteilung und der politischen Sprache. Das Forschungsprojekt ist seit 2021 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) angesiedelt und wird von einem Ausschuss geleitet. Ausschussvorsitzende und Projektleiter sind der Jurist Christian Walter (LMU München) und der Zeithistoriker Andreas Wirsching (LMU München / Institut für Zeitgeschichte). Ein Beirat mit 6 Mitgliedern begleitet und berät den Ausschuss. > Zur Projektseite

Erschienen: 21.09.2021
Dauer: 00:28:21

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Lieblingsstück: Politischer Appell im Postkartenformat

Marketa Spiritova vom Institut für Volkskunde spricht anhand Ihres Lieblingsstücks über Erinnerungskultur im heutigen Tschechien und ihre Arbeit als Ethnologin. Interview vom 18.06.2021. Foto: Myrzik & Jarisch.

Marketa Spiritova vom Institut für Volkskunde spricht anhand Ihres Lieblingsstücks über Erinnerungskultur im heutigen Tschechien und ihre Arbeit als Ethnologin. Interview vom 18.06.2021. Foto: Myrzik & Jarisch. Das Lieblingsstück erscheint parallel auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell".  Wer spricht Dr. Marketa Spiritova ist Privatdozentin am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Interview: Dr. Isabel Leicht, Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber.   

Erschienen: 14.09.2021
Dauer: 00:35:31

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Eine Burnout-Therapie aus byzantinischer Zeit

Gerade heutzutage leiden zahlreiche Menschen an "Burnout". Aber ist der Zustand des körperlich und seelischen Ausgebranntseins ausschließlich ein Gegenwartsphänomen? Privatdozentin Dr.habil. Isabel Grimm-Stadelmann stellt im Podcast die

Gerade heutzutage leiden zahlreiche Menschen an "Burnout". Aber ist der Zustand des körperlich und seelischen Ausgebranntseins ausschließlich ein Gegenwartsphänomen? Privatdozentin Dr.habil. Isabel Grimm-Stadelmann stellt im Podcast die Abhandlung "Über das Seelenpneuma" - verfasst von dem byzantinischen "Chefarzt" Johannes Zacharias - vor, die erstaunliche Ähnlichkeiten zu heutigen Methoden der Burnouttherapie aufweist. Zum Inhalt Johannes Zacharias war eine hoch angesehene Arztpersönlichkeit, die im Byzanz des 14. Jahrhunderts wirkte und vehement eine ganzheitliche Medizinauffassung vertrat, bei der die Philosophie eine essentielle Rolle spielte. Die im Podcast vorgestellte "Burnout-Therapie" lässt sich als Quintessenz seines gesamten medizinischen Schrifttums bezeichnen, denn in ihr werden vielfach geäußerte Prinzipien, Therapiekonzepte und ethische Vorstellungen pointiert zum Ausdruck gebracht. Überliefert ist dieser Schlüsseltext der byzantinischen Gebrauchsliteratur in über dreißig Handschriften, die in dem Forschungprojekt "Johannes Zacharias Aktuarios" ediert und zu einer Kritischen Ausgabe, die erstmals auch später ergänzte Kommentare und Anmerkungen an den Rändern der Handschriften berücksichtigt, gebündelt werden.   Wer spricht PD Dr. phil. Isabel Grimm-Stadelmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU München. An der Bayerischen Akademie der Wissenschaften leitet sie im Rahmen des Forschungsvorhabens "Edition griechischer und lateinischer Texte der Spätantike und des Mittelalters" das DFG-Projekt "Johannes Zacharias Aktuarios". Grimm-Stadelmanns Forschungsschwerpunkte sind: Strukturen transkultureller Überlieferung innerhalb der byzantinischen medizinischen Gebrauchsliteratur, Aspekte "patientenorientierter Heilkunde" im byzantinischen Zeitalter sowie Ärztemigration und Wissenstransfer in der postbyzantinischen Epoche. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Bild: BSB, Cod. Graec. 69, f. 1r (dat. 20.04.1551)

Erschienen: 24.08.2021
Dauer: 1:05:15

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Wissen an der Kette

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bi

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bibliotheken untersuchte. Interview vom 23.09.2020. Zum Inhalt Kettenbücher sind, wie der Name schon sagt, Bücher, die angekettet wurden. Üblicherweise denkt man aus heutiger Perspektive vor allem, man habe sie angekettet, damit sie nicht gestohlen werden. In der Tat waren Bücher sehr wertvoll, die Herstellung der Pergamenthandschriften kostspielig, das Abschreiben zeitaufwendig, der Einband kunstvoll. Die Ankettung sollte die Bücher aber auch zur Verfügung stellen - und das ist der Schwerpunkt von Stefan Laupers Arbeit. Wir bitten Mängel im Ton zu entschuldigen, das Gespräch fand auf Grund der Corona-Pandemie und neuer Verordnungen kurzfristig online, statt in Präsenz, statt.   Wer spricht Dr. Stephan Lauper wurde im Fachbereich Germanistische Mediävistik an der Universität Freiburg (Schweiz) promoviert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Freiburg/Schweiz und in Freiburg im Breisgau tätig. Als Forschungsstipendiat der BAdW arbeitet er an dem Kettenbücher-Vorhaben. Dieses ist in der Akademie eng mit dem Projekt „Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz“ verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geistliche Literatur, Mystik, Literatur und Identität, Editionsphilologie, Paläographie und Kodikologie, Überlieferungsgeschichte, Text und Bild sowie Buch- und Bibliotheksgeschichte. Podcast-Einführung und -interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.  

Erschienen: 19.05.2021
Dauer: 00:27:12

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Woher das Schaf weiß, dass der Wolf gefährlich ist - Der Schellingpreisträger Peter Adamson über Philosophie

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph P

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Adamson gibt Einblicke in einige große Fragestellungen, seine Forschung und die Arbeit an seinem eigenen Podcast "History of Philosophy without any gaps". Bild: Nikos Niotis/flickr. Zum Inhalt Das Gespräch fokussiert sich auf Peter Adamsons Arbeit zur Philosophie der Antike und Spätantike sowie zur Philosophie der islamischen Welt - und die auf beiden Seiten bzw. untereinander behandelten großen philosophischen Fragestellungen. Sein englischsprachiger Podcast "History of Philosophy without any gaps" nimmt allerdings für sich in Anspruch, die Geschichte der gesamten Philosophie völlig lückenlos wiederzugeben: "The series looks at the ideas, lives and historical context of the major philosophers as well as the lesser-known figures of the tradition." Dies erstreckt sich von der griechischen Philosophie, über die Philosophie der Spätantike, die Philosophie der islamischen Welt, mittelalterliche Philosophie, aber auch byzantinische, indische oder afrikanische Philosophie. Eine gekürzte Version des Interviews erscheint in Kürze auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell", Jahrgang 2021 Heft 2 - Ausgabe Nr. 74. Wer spricht Prof. Dr. Peter Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU München und hat zugleich eine Teilprofessur am King's College London inne. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie der Spätantike und der arabischen Tradition. Peter Adamsons Monographien zur arabischen Version Plotins und zur Philosophie al-Kindis werden in der Fachwelt zu den besten Publikationen der letzten Jahrzehnte gezählt. Seit 2016 leitet der Philosophiehistoriker das DFG-Projekt „The Heirs of Avicenna“, das die späteren Jahrhunderte arabischer Philosophie erschließt. Ebenfalls leitet er ein ERC Projekt zu „Animals in Philosophy of the Islamic World“. 2020 erhielt er den Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dieser mit 25.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen. Er ist benannt nach dem Philosophen und Akademiepräsidenten Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775–1854). Podcast-Einführung und Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

Erschienen: 17.05.2021
Dauer: 01:55:58

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Die Urkunden der Kreuzzugsjahre Kaiser Friedrichs II.

Der sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. ist erschienen. Er umfasst die Zeitspanne von Juli 1226 bis Ende 1231 und steht im Zeichen des Kreuzzugs des gebannten Kaisers ins Heilige Land. Wie waren die genauen Umstände? Wie lässt sich das

Der sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. ist erschienen. Er umfasst die Zeitspanne von Juli 1226 bis Ende 1231 und steht im Zeichen des Kreuzzugs des gebannten Kaisers ins Heilige Land. Wie waren die genauen Umstände? Wie lässt sich das anhand von Urkunden ablesen? Und wie sieht die Arbeit mit Urkunden allgemein aus? Dr. Christian Friedl und Dr. des. Katharina Gutermuth geben Einblicke. Zum Inhalt Die im Podcast behandelte Urkunde finden Sie hier. Archivsignatur: Archivio di Stato Venezia, Monastero S. Maria dei Teutonici, busta 2, n. 28 – Diplomnummer 1308. Regest: Friedrich schenkt Hermann, dem Meister des Deutschen Ordens, dessen Ordensbrüdern, deren Nachfolgern und dem Orden ein einst seinem Vorgänger König Balduin gehörendes Haus in Jerusalem mit allem Zube­hör, sechs carrucate Land aus heimgefallenen oder der Krone gehörenden Gütern dortselbst oder anderswo im Gebiet der Stadt sowie ein Haus, das sie vor dem Verlust des Heiligen Landes in Jerusalem besaßen, mit allen Besitzungen, Rechten und frei von allen Abgaben. Datierung: Akkon, 1229 April (21‑30)Ein immer wieder verschobener Kreuzzug, eine politische Hochzeit, ein Kirchenbann. Der neue, sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. befasst sich mit weit mehr als einem typischen Kreuzzug. Aufschluss geben 264 Urkunden sowie drei Nachtragsurkunden für den dritten bzw. fünften Band. Aus dem Heiligen Land sind, teils im Original, 16 Urkunden überliefert. Hinzu kommen Diplome von den Friedensverhandlungen und schließlich der Vertrag von San Germano, der im Sommer 1230 zur Aussöhnung mit Gregor IX. und zur Lösung vom Bann führte. Auch die Weigerung der oberitalienischen Städte, die kaiserlichen Herrschaftsansprüche anzuerkennen, sind in den Urkunden ablesbar. Die zunehmende Effizienz der Verwaltung des Königreichs Sizilien wird in den Excerpta Massiliensia, einer Abschrift aus den kaiserlichen Registern, geschildert. Die detaillierten Verwaltungsmaßnahmen im Regnum Siciliae spiegeln sich in über 40 (teils nur gekürzt überlieferten) Urkunden wider.

Erschienen: 11.05.2021
Dauer: 00:35:46

Podcast-Webseite: Episode "Die Urkunden der Kreuzzugsjahre Kaiser Friedrichs II."


Was verbirgt sich hinter QAnon?

Wenn es um Verschwörungen geht, fällt immer wieder der Name "QAnon". Mythen um Adrenochrom aus Kinderblut, Donald Trump als Helden und Hillary Clinton, Barack Obama oder den Finanzinvestor George Soros als Schurken, finden Millionen Anhä

Wenn es um Verschwörungen geht, fällt immer wieder der Name "QAnon". Mythen um Adrenochrom aus Kinderblut, Donald Trump als Helden und Hillary Clinton, Barack Obama oder den Finanzinvestor George Soros als Schurken, finden Millionen Anhänger:innen in den USA - aber inzwischen vermehrt auch in Deutschland. Wie diese komplexen Erzählungen zusammenhängen und wie QAnon funktioniert und sich laufend weiterentwickelt, entschlüsselt die Verschwörungsexpertin Giulia Silberberger in einem Gastbeitrag vom 07.04.2021 in unserer Reihe "Fakt und Fake". Foto: Geoff Livingston/flickr. Zum Inhalt Woher kommt QAnon, welchen Verschwörungserzählungen hängt die schnellwachsende Bewegung an und wo führt das alles hin? Die Verschwörungsexpertin Giulia Silberberger gibt Einblicke in ein komplexes Gefüge und einige Hinweise dazu, wie man Familienmitglieder oder Freund:innen aus den Kreisen rund um QAnon-Erzählungen oder überhaupt dem Verschwörungsglauben wieder heraus bekommt. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber (BAdW), einführende Geschichte zum Sturm aufs Kapitol: Rüdiger Reinhard (Der goldene Aluhut).  Wer spricht: Giulia Silberberger ist Gründerin und Geschäftsführerin von "Der goldene Aluhut", außerdem Speaker, Workshopleiterin und hauptamtliche Mitarbeiterin. Der goldene Aluhut gUG (haftungsbeschränkt) ist eine gemeinnützige Organisation zur Aufklärung über Verschwörungsideologien, Sekten, ideologischem Missbrauch und Extremismus. Zu den Arbeitsbereichen zählen: die Aufklärung über Facebook und Twitter, in der Presse oder mit der Jahresverleihung für "Der goldene Aluhut"; die Beratung Angehöriger von Verschwörungsideologen, Sektenmitgliedern und Mitgliedern diverser anderer extremistischer Strukturen. Außerdem von Menschen, die sich über verschwörungsideologische Inhalte informieren möchten, oder Unterstützung bei einer Recherche brauchen sowie von Bildungseinrichtungen, die in ihren Unterrichtsprogrammen über Verschwörungsideologien aufklären möchten; die Weiterbildung in Workshops und als Speaker auf Fachtagungen, an Schulen und Universitäten, durch die kostenlose Abgabe von Broschüren (print und digital) sowie mit Infotainment-Shows auf Theaterbühnen. Giulia Silberberger ist Betriebswirtin aus Berlin. Sie stieg 2007 aus der Sekte der Zeugen Jehovas aus und gründete 2014 den Goldenen Aluhut (gemeinnützig seit 2016). Sie engagiert sich heute gegen Verschwörungsideologien, Fake News und ideologischen Missbrauch, sowie für politische Bildung und Medienkompetenz an Schulen und Bildungseinrichtungen. Ihre Fachgebiete sind Psychologie des Verschwörungsglaubens, Sekten & Ideologischer Missbrauch, Dynamik verschwörungsideologischer Szenen in den Sozialen Medien, Case Studies & Monitoring, Antisemitismus & Alternativmedizin, Rechtsesoterik, sog. Anti-Corona-Bewegungen, stochastischer Terrorismus.Rüdiger Reinhardt ist Mediengestalter aus Berlin und seit Januar 2021 als hauptamtlicher Mitarbeiter bei "Der goldene Aluhut" angestellt. Seine Fachgebiete sind das Faktenchecken, Luft-und Raumfahrt, Astronomie, Medizin- und Naturwissenschaften, Alternativmedizin, Impfgegner, Esoterik, Rechtsesoterik, QAnon. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für digitale Kommunikation an der BAdW.   Mehr zu Giulia Silberberger und "Der goldene Aluhut" Kostenlose Broschüren von "Der goldene Aluhut" zum Download Netzpolitik.org. Querdenken kämpft mit Anwalt um den goldenen Aluhut. 16.10.2020 ZDF heute. "Querdenken"-Bewegung -"Heterogen und gefährlich". Interview mit Giulia Silberberger vom 12.10.2020. Deutschlandfunk Nova. Giulia Silberberger von "Der Goldene Aluhut". Verschwörungsmythen:"Eine Spirale,aus der man nicht so schnell wieder rauskommt". 14.09.2020 Deutschlandfunk Kultur. Anti-Corona-Demonstration in Berlin. Sorge vor steigenden Fallzahlen. Giulia Silberberger im Gespräch mit Axel Rahmlow. 01.08.2020. ZDF.de. Verschwörungstheorie. Warum ist QAnon so gefährlich? Video vom 18.06.2020. Netzpolitik.org. Wenn die Eltern plötzlich an Verschwörungstheorien glauben. 13.05.2020. Bundeszentrale für politische Bildung. "Giulia Silberberger über Chemtrails, Illuminaten und die NWO" Video vom 20.03.2017.    

Erschienen: 04.05.2021
Dauer: 00:24:34

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emtpy

 

Erschienen: 07.04.2021
Dauer: keine Angabe

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Lieblingsstück: Die Dialektforscherin Edith Burkhart-Funk über "Knöbl"

Im Südtiroler Ahrntal weiß man, was ein "Knöbl" ist, ein Wort, für das es keine hochdeutsche Entsprechung gibt. Ein Gespräch mit der Dialektologin Edith Burkhart-Funk über Mundart und die Verbindung von Sprache und Heimat in unserer R

Im Südtiroler Ahrntal weiß man, was ein "Knöbl" ist, ein Wort, für das es keine hochdeutsche Entsprechung gibt. Ein Gespräch mit der Dialektologin Edith Burkhart-Funk über Mundart und die Verbindung von Sprache und Heimat in unserer Rubrik "Lieblingsstück". Dr. Edith Burkhart-Funk ist Redaktorin am Bayerischen Wörterbuch (BWB) sowie am Dialektologischen Informationssystem von Bayerisch-Schwaben (DIBS) der BAdW. Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Interview: Lisa Scherbaum. Foto: Myrzik und Jarisch. Das Lieblingsstück erscheint parallel auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell".

Erschienen: 11.03.2021
Dauer: 00:29:51

Podcast-Webseite: Episode "Lieblingsstück: Die Dialektforscherin Edith Burkhart-Funk über "Knöbl""


Gefühlte Wahrheit: Wissenschaftskommunikation zwischen Evidenz und Emotion

Im ersten Podcast der Reihe "Fakt und Fake" spricht Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Julia Serong von unserer Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" im Interview über "gefühlte Wahrheit" bzw. das "postfaktische Zeita

Im ersten Podcast der Reihe "Fakt und Fake" spricht Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Julia Serong von unserer Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" im Interview über "gefühlte Wahrheit" bzw. das "postfaktische Zeitalter". Werden wissenschaftliche Fakten inzwischen mit häufig emotionsgeladenen Behauptungen selbsternannter Expert:innen gleichgestellt? Was kann die Wissenschaftskommunikation tun, um damit zu konkurrieren und dennoch Menschen zu erreichen? Die weiteren Teile der Reihe finden Sie nach Erscheinen jeweils direkt unter diesem Podcast.   Zum Inhalt Wenn Themen und Debatten emotional werden - etwa wenn es um Corona-Maßnahmen oder Impfungen geht - werden Meinungen schnell zu Tatsachen erklärt. Sobald man im Internet auf Gleichgesinnte trifft, wird die eigene Überzeugung bestätigt - evidenzbasiert ist das allerdings nicht. Selbsterklärte Expert:innen finden sich inzwischen auf verschiedenen Kanälen wie YouTube, Facebook oder dem Messenger Telegram und erreichen damit tausende, manchmal zehntausende Menschen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können von so einer Reichweite nur träumen, allerdings findet allmählich ein Umdenken statt, was die Wissenschaftskommunikation angeht. Ehemals stiefmütterlich behandelt, wird die Wichtigkeit inzwischen erkannt und Forscher:innen kommunizieren via Twitter, YouTube oder in Podcasts ihre Ergebnisse bzw. bringen sich in aktuelle öffentliche Debatten ein. Das macht sie allerdings auch angreifbar für Hass und Hetze im Netz. Wie erreicht man die Menschen? Wie können Daten und Fakten es mit hitzigen Reden, "Fake News" und Verschwörungserzählungen aufnehmen? Und wie emotional darf die Wissenschaftskommunikation selbst dabei sein? Wer spricht Dr. Julia Serong ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationwissenschaft und Medienforschung an der LMU München, hier ist einer ihrer Schwerpunkt die Wissenschaftskommunikation. Von 2017 bis 2020 koordinierte sie an der BAdW die

Erschienen: 03.03.2021
Dauer: 00:51:42

Podcast-Webseite: Episode "Gefühlte Wahrheit: Wissenschaftskommunikation zwischen Evidenz und Emotion"


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