Podcast "BAdW-Cast"

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Episoden: Neueste Episoden


DNA, mRNA, Zelltherapie: Neue Wege in der Krebsforschung

Neben den in der Pandemie zu einiger Berühmtheit gelangten mRNA-Impfstoffen werden derzeit viele weitere Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis erforscht, die großes Potential insbesondere für die Krebstherapie haben. Welche Forschungsansätze sind d

Neben den in der Pandemie zu einiger Berühmtheit gelangten mRNA-Impfstoffen werden derzeit viele weitere Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis erforscht, die großes Potential insbesondere für die Krebstherapie haben. Welche Forschungsansätze sind dabei besonders vielversprechend? Und welche Hürden gilt es noch zu überwinden? Der Biophysiker Dr. Klaus Wagenbauer gibt Einblicke in ein dynamisches Feld. Zum Inhalt Unter dem Schlagwort „Immuntherapie“ versucht die Krebsforschung ähnlich wie beim Impfen, das körpereigene Immunsystem zu aktivieren und darauf zu trainieren, Tumorzellen zu bekämpfen. Ein bislang ungelöstes Problem der Immuntherapie liegt aber in der Schwere der Nebenwirkungen, die häufig zu einem Abbruch der Therapie führt. Wie die Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ der TU München an Wegen arbeitet, Nebenwirkungen der Immuntherapie durch DNA-basierte Nanoschalter zu verringern und die Wirksamkeit zu erhöhen, warum Medikamente auf DNA- oder RNA-Basis die Zukunft sein könnten und ob Krebserkrankungen irgendwann heilbar sein werden, erfahren Sie im Podcast. Wer spricht Dr. Klaus Wagenbauer ist Biophysiker und seit 2020 Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW. In der Arbeitsgruppe „Biomolekulare Nanotechnologie“ unter der Leitung von Prof. Dr. Hendrik Dietz forscht er mit seinen Kollegen Dr. Jonas Funke und Dr. Benjamin Kick an DNA-basierten Nanoschaltern zur kontrollierten und lokalen Aktivierung von therapeutischen Antikörpern. Die Arbeitsgruppe hat 2020 den Innovationspreis der BioRegionen erhalten. Interview: Ruth-Maria Zapf, Trainee Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Bild: Prof. Dr. Hendrik Dietz

Erschienen: 23.12.2021
Dauer: 21:09

Podcast-Webseite: Episode "DNA, mRNA, Zelltherapie: Neue Wege in der Krebsforschung"


Gandhāra: Die ältesten Handschriften des Buddhismus

In den 1990er Jahren wurden Handschriftenfunde aus dem Nordwesten Pakistans und den benachbarten Regionen Afghanistans bekannt - der antiken Region Gandhāra. Es handelt sich um die ältesten Handschriften des Buddhismus und die ältesten Handschrift

In den 1990er Jahren wurden Handschriftenfunde aus dem Nordwesten Pakistans und den benachbarten Regionen Afghanistans bekannt - der antiken Region Gandhāra. Es handelt sich um die ältesten Handschriften des Buddhismus und die ältesten Handschriften Südasiens. Diese Handschriften werden im Forschungsvorhaben „Frühbuddhistische Handschriften aus Gandhāra“ ediert und erforscht. Der Arbeitsstellenleiter, Dr. Stefan Baums, gibt Einblicke in dessen Arbeit. Zum Inhalt  Der Buddhismus entstand im vierten Jahrhundert vor Christus im östlichen Indien und ist heute nach dem Christentum, Judentum, Islam und Hinduismus die viertgrößte Religion der Erde. Von Indien aus verbreitete er sich einerseits nach Sri Lanka, andererseits nach Zentralasien und China. Bei dieser zweiten Route spielte die Grenzregion Gandhāra eine zentrale Rolle. Die gefundenen Handschriften werfen ein neues Licht nicht nur auf die frühbuddhistische Literatur, sondern auch auf die Einführung der Schrifttechnik in Südasien. Wer spricht Dr. Stefan Baums ist Arbeitsstellenleiter des Projekts und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Indologie und Tibetologie der LMU München. Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Musik: Road to Afghanistan, Gandhaaramin/Pond 5. Bild: Gandhāra-Mönche, Museum Fünf Kontinente.    Zum Forschungsvorhaben "Frühbuddhistische Handschriften aus Gandhāra" Im Fokus des Vorhabens "Frühbuddhistische Handschriften aus Gandhāra" steht die Bearbeitung der buddhistischen Handschriftenfunde, die seit den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts aus dem Nordwesten Pakistans und den benachbarten Regionen Afghanistans bekannt geworden sind. Gandhāra ist der alte Name für dieses Gebiet, das seinen einstigen Reichtum dem Fernhandel auf der Seidenstraße verdankt und bei der Verbreitung des indischen Buddhismus nach Zentral- und Ostasien eine Schlüsselrolle gespielt hat. Die einzelnen Handschriften werden sukzessive ediert, technischer Mittelpunkt des Vorhabens ist eine ständig aktualisierte Datenbank, die alle Informationen sammelt und verknüpft. Das Vorhaben wird wird im Rahmen des Akademienprogrammes von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften betreut und ist an der Ludwig-Maximilians-Universität in München angesiedelt.   Zum Akademientag 2021 "Ferne Welten ganz nah – Kulturen im Austausch" Der Akademientag 2021 widmet sich am 8. November 2021 unter dem Titel „Ferne Welten ganz nah – Kulturen im Austausch“ der interdisziplinären Auseinandersetzung mit kulturellen Überlieferungen und Praktiken, die sich über Raum und Zeit hinweg in Austausch befinden. Neben Projektpräsentationen aus dem gemeinsamen Forschungsprogramm der Akademien stehen Diskussionsrunden u.a. zu den großen Zukunftsfragen  - gestern und heute - wie Identität, Migration oder Globalisierung auf dem Programm. Die Federführung für den Akademientag 2021 haben die Bayerische Akademie der Wissenschaften und die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften gemeinsam inne. Einmal im Jahr lädt die Akademienunion zum Akademientag, der großen Gemeinschaftsveranstaltung der in der Akademienunion zusammengeschlossenen Mitgliedsakademien. Bei ihrem gemeinsamen Wissenschaftstag präsentieren die Akademien ihre Forschungsarbeit und laden die interessierte Öffentlichkeit zum Dialog. Auf dem Programm stehen Diskussionsrunden mit exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen sowie Präsentationen von Forschungsprojekten aus den Akademien. In einer Projektstraße sind die Besucherinnen und Besucher eingeladen, mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ins Gespräch zu kommen sowie in interaktiven Ausstellungen mehr über die Forschungsprojekte aus dem Akademienprogramm zu erfahren. Am Vormittag finden zudem eigens für Schulklassen konzipierte Workshops zum Akademienprogramm statt. Der Akademientag findet wechselnd an den verschiedenen Akademiestandorten statt, alle zwei Jahre in Berlin.    

Erschienen: 19.10.2021
Dauer: 00:27:09

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emtpy

 

Erschienen: 13.10.2021
Dauer: keine Angabe

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"Wir haben es in der Hand" - Klimaforscherin Julia Pongratz über die Herausforderungen des Klimawandels

Überflutungen, Waldbrände, Hitzetote - angesichts der unübersehbaren Folgen des Klimawandels herrscht einerseits Alarmstimmung, andererseits aber vielerorts auch große Überforderung. Im Podcast bringt Prof. Dr. Julia Pongratz, Mitglied im Forum

Überflutungen, Waldbrände, Hitzetote - angesichts der unübersehbaren Folgen des Klimawandels herrscht einerseits Alarmstimmung, andererseits aber vielerorts auch große Überforderung. Im Podcast bringt Prof. Dr. Julia Pongratz, Mitglied im Forum Ökologie der BAdW, ein wenig Licht ins Dunkel und spricht über innovative Wege, die globale Erwärmung abzumildern. Zum Inhalt Im Gespräch spannt Prof. Dr. Julia Pongratz einen Bogen von den klimatischen Veränderungen in Bayern über globale Prognosen und Modellierungen zur Klimazukunft bis hin zu innovativen Wegen, den klimatischen Wandel einzudämmen. Grundsätzliche Fragestellungen wie „Wie entstehen Extremwetterlagen?“ oder „Warum ist es in Wäldern kühler?“ kommen ebenso zur Sprache wie neue Forschungsansätze, die zur Abmilderung des Klimawandels beitragen könnten. Im Fokus steht außerdem die Frage, welcher Verantwortung sich die Industriestaaten - darunter natürlich auch Deutschland - jetzt und in Zukunft stellen müssen und was jede und jeder Einzelne zu mehr Klimaschutz beitragen kann. Wer spricht Prof. Dr. Julia Pongratz ist Klimaforscherin und Inhaberin des Lehrstuhls für Physische Geographie und Landnutzungssysteme sowie Direktorin des Departments für Geographie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Außerdem leitet sie die Forschungsgruppe „Land Use in the Earth System“ am Max-Planck-Institut für Meteorologie und ist Mitglied des Forums Ökologie der BAdW. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Modellierungen sowie der Landnutzung - also der Frage, inwieweit Veränderungen in der Bebauung, Bewaldung oder Bewirtschaftung von Flächen das Klima beeinflussen. Interview: Ruth-Maria Zapf, Trainee Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Bild: Mareike Richter

Erschienen: 08.10.2021
Dauer: 0:42:41

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Edieren durch die Jahrhunderte. Hieronymus und der Österreichische Bibelübersetzer

Der 30. September ist der Gedenktag des Hl. Hieronymus - Kirchenvater und Bibelübersetzer. Deshalb ist es auch der internationale Tag des Übersetzens. Mit dem Übersetzen der Bibel ist auch ein Mann beschäftigt, dessen Name nicht überliefert ist

Der 30. September ist der Gedenktag des Hl. Hieronymus - Kirchenvater und Bibelübersetzer. Deshalb ist es auch der internationale Tag des Übersetzens. Mit dem Übersetzen der Bibel ist auch ein Mann beschäftigt, dessen Name nicht überliefert ist und der behelfsweise als "Österreichischer Bibelübersetzer" bezeichnet wird. Seinem Schaffen widmet sich heute ein gleichnamiges interakademisches Projekt in Berlin und Augsburg. Dieser Podcast gibt Einblick in dessen Forschungsarbeit. Zum Inhalt  Von Sophronius Eusebius Hieronymus erfährt man Einiges über erfolgreiche Übersetzungsarbeit. Im Verlauf der Geschichte haben verschiedene Übersetzer nicht nur wörtlich Inhalte in andere Sprachen übertragen, sondern sich auch - mehr oder weniger gewinnbringend - selbst in die Texte eingebracht. Was macht eine gute Übersetzung aus? Wie viel darf man vom Original abändern oder an die Sprache der eigenen Zeit angleichen? Und was bedeutet das für Leser und Übersetzerinnen späterer Generationen? Edith Kapeller und Nadine Popst vom Projekt "Der Österreichische Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch" berichten über die wissenschaftliche Tätigkeit des Übersetzens und Edierens. Wer spricht Nadine Popst und Edith Kapeller sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen in der Arbeitsstelle Augsburg des Forschungsprojekts "Der Österreichische Bibelübersetzer". Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Bild: Die schwierige Aufgabe des Bibelübersetzens - Bibelübersetzer Saint Jerome in his study, c. 1530, Pieter Coecke van Aelst and Workshop, Walters Art Museum, gemeinfrei. Zum Projekt "Österreichischer Bibelübersetzer. Gottes Wort deutsch" Das Interakademische Langzeitprojekt „Der Österreichische Bibelübersetzer” der Akademienunion widmet sich der kritischen editorischen Erschließung und Kommentierung der Schriften des Anonymus. Die Trägerschaft der an der Universität Augsburg untergebrachten mehrköpfigen Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Freimut Löser obliegt der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW). Die Arbeitsstelle in Augsburg steht in enger Kooperation mit einer weiteren Arbeitsgruppe an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) in Berlin unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Schubert (Universität Duisburg-Essen) und der stellvertretenden Leitung von Prof. Dr. Jens Haustein (Universität Jena). > Zum Forschungsprojekt > Zum Newsbeitrag "'Gottes Wort deutsch': Mittelalterliche Bibelübersetzer"

Erschienen: 29.09.2021
Dauer: 00:26:08

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Desinformation vor Wahlen – gefährdet Desinformation die Demokratie?

Gefährdet Desinformation die Demokratie? Darum geht es in dieser Folge des BAdW-Cast, die im Rahmen des interdisziplinären Akademie-Projekts „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ entstanden ist. Projektmitarbeiterin Lau

Gefährdet Desinformation die Demokratie? Darum geht es in dieser Folge des BAdW-Cast, die im Rahmen des interdisziplinären Akademie-Projekts „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ entstanden ist. Projektmitarbeiterin Laura Jung spricht mit dem Rechtsexperten Prof. Dr. Tristan Barczak, der Osteropa-Experte Prof. Dr. Martin Schulze Wessel gibt historische Einblicke. Interview vom 31.08.2021. Zum Inhalt Das neue Akademie-Projekt bringt juristische mit historischen Perspektiven zusammen und beschäftigt sich mit der Frage danach, wie politische Entscheidungen in der Demokratie überhaupt zustande kommen. Somit lenkt es den Fokus weg vom reinen politischen Output, hin auf denjenigen Input, der noch vor dem Treffen von Entscheidungen politische Debatten und Akteure beeinflusst. Innerhalb dieses Forschungsfeldes beschäftigt sich die aktuelle Podcastfolge mit Bezug auf die anstehenden Bundestagswahlen mit der Frage danach, warum Desinformation für Demokratien insbesondere vor Wahlen so problematisch ist – gerade im Zeitalter der Digitalisierung. Und wieso ist Desinformation juristisch so schwer zu fassen? Mit welchen Begriffsdefinitionen lässt sie sich überhaupt greifen und wie unterscheiden von verwandten Phänomenen wie fake news oder bloßen Legenden? Um diese und verwandte Fragen beantworten zu können, interviewt Projektmitarbeiterin Laura Jung den heutigen Gast der Folge, Tristan Barczak, Experte für öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien. Der Historiker Martin Schulze Wessel ergänzt das Interview als Osteuropa-Experte um spannende Einblicke in die Geschichte der Desinformation und der fake news. Am Ende der Folge steht vor allem die Erkenntnis: Das Phänomen der Desinformation wird die moderne Demokratie und die Wissenschaft auch in Zukunft noch beschäftigen. Wer spricht Prof. Dr. Tristan Barczak hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Sicherheitsrecht und das Recht der neuen Technologien an der Universität Passau inne.  Prof. Dr. Martin Schulze Wessel hat den Lehrstuhl für Geschichte Ost- und Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München inne und ist Mitglied der BAdW. Ass. iur. Laura Jung ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.    Zum Projekt "Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie" Das Forschungsprojekt „Kulturen politischer Entscheidung in der modernen Demokratie“ erforscht exemplarisch die rechtlichen, politisch-gesellschaftlichen und kulturellen Grundlagen und Formen demokratischer Entscheidungsprozesse. Der konzeptionelle Angelpunkt ist dabei der Begriff der „Verfassungskultur“, der hier als Ansatz einer Kulturgeschichte des Politischen verstanden wird und sich auf politisch-konstitutionelle Deutungsmuster bezieht. Das interdisziplinär angelegte Projekt untersucht die Zeit von etwa 1950 bis heute und nimmt dabei unter anderem die Bundesrepublik Deutschland, Großbritannien und den ostmitteleuropäischen Raum in den Blick. Es vereint Rechts- und Geschichtswissenschaft und fragt nach der Zeitstruktur demokratischer Entscheidungen, der Komplexitätssteigerung, der Repräsentation in der parlamentarischen Demokratie, nach Demokratie und Geschlecht, der Gewaltenteilung und der politischen Sprache. Das Forschungsprojekt ist seit 2021 an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) angesiedelt und wird von einem Ausschuss geleitet. Ausschussvorsitzende und Projektleiter sind der Jurist Christian Walter (LMU München) und der Zeithistoriker Andreas Wirsching (LMU München / Institut für Zeitgeschichte). Ein Beirat mit 6 Mitgliedern begleitet und berät den Ausschuss. > Zur Projektseite

Erschienen: 21.09.2021
Dauer: 00:28:21

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Lieblingsstück: Politischer Appell im Postkartenformat

Marketa Spiritova vom Institut für Volkskunde spricht anhand Ihres Lieblingsstücks über Erinnerungskultur im heutigen Tschechien und ihre Arbeit als Ethnologin. Interview vom 18.06.2021. Foto: Myrzik & Jarisch.

Marketa Spiritova vom Institut für Volkskunde spricht anhand Ihres Lieblingsstücks über Erinnerungskultur im heutigen Tschechien und ihre Arbeit als Ethnologin. Interview vom 18.06.2021. Foto: Myrzik & Jarisch. Das Lieblingsstück erscheint parallel auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell".  Wer spricht Dr. Marketa Spiritova ist Privatdozentin am Institut für Empirische Kulturwissenschaft und Europäische Ethnologie der Ludwig-Maximilians-Universität München und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Volkskunde der Kommission für Bayerische Landesgeschichte bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Interview: Dr. Isabel Leicht, Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber.   

Erschienen: 14.09.2021
Dauer: 00:35:31

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Eine Burnout-Therapie aus byzantinischer Zeit

Gerade heutzutage leiden zahlreiche Menschen an "Burnout". Aber ist der Zustand des körperlich und seelischen Ausgebranntseins ausschließlich ein Gegenwartsphänomen? Privatdozentin Dr.habil. Isabel Grimm-Stadelmann stellt im Podcast die

Gerade heutzutage leiden zahlreiche Menschen an "Burnout". Aber ist der Zustand des körperlich und seelischen Ausgebranntseins ausschließlich ein Gegenwartsphänomen? Privatdozentin Dr.habil. Isabel Grimm-Stadelmann stellt im Podcast die Abhandlung "Über das Seelenpneuma" - verfasst von dem byzantinischen "Chefarzt" Johannes Zacharias - vor, die erstaunliche Ähnlichkeiten zu heutigen Methoden der Burnouttherapie aufweist. Zum Inhalt Johannes Zacharias war eine hoch angesehene Arztpersönlichkeit, die im Byzanz des 14. Jahrhunderts wirkte und vehement eine ganzheitliche Medizinauffassung vertrat, bei der die Philosophie eine essentielle Rolle spielte. Die im Podcast vorgestellte "Burnout-Therapie" lässt sich als Quintessenz seines gesamten medizinischen Schrifttums bezeichnen, denn in ihr werden vielfach geäußerte Prinzipien, Therapiekonzepte und ethische Vorstellungen pointiert zum Ausdruck gebracht. Überliefert ist dieser Schlüsseltext der byzantinischen Gebrauchsliteratur in über dreißig Handschriften, die in dem Forschungprojekt "Johannes Zacharias Aktuarios" ediert und zu einer Kritischen Ausgabe, die erstmals auch später ergänzte Kommentare und Anmerkungen an den Rändern der Handschriften berücksichtigt, gebündelt werden.   Wer spricht PD Dr. phil. Isabel Grimm-Stadelmann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Ethik, Geschichte und Theorie der Medizin an der LMU München. An der Bayerischen Akademie der Wissenschaften leitet sie im Rahmen des Forschungsvorhabens "Edition griechischer und lateinischer Texte der Spätantike und des Mittelalters" das DFG-Projekt "Johannes Zacharias Aktuarios". Grimm-Stadelmanns Forschungsschwerpunkte sind: Strukturen transkultureller Überlieferung innerhalb der byzantinischen medizinischen Gebrauchsliteratur, Aspekte "patientenorientierter Heilkunde" im byzantinischen Zeitalter sowie Ärztemigration und Wissenstransfer in der postbyzantinischen Epoche. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW. Bild: BSB, Cod. Graec. 69, f. 1r (dat. 20.04.1551)

Erschienen: 24.08.2021
Dauer: 1:05:15

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Wissen an der Kette

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bi

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bibliotheken untersuchte. Interview vom 23.09.2020. Zum Inhalt Kettenbücher sind, wie der Name schon sagt, Bücher, die angekettet wurden. Üblicherweise denkt man aus heutiger Perspektive vor allem, man habe sie angekettet, damit sie nicht gestohlen werden. In der Tat waren Bücher sehr wertvoll, die Herstellung der Pergamenthandschriften kostspielig, das Abschreiben zeitaufwendig, der Einband kunstvoll. Die Ankettung sollte die Bücher aber auch zur Verfügung stellen - und das ist der Schwerpunkt von Stefan Laupers Arbeit. Wir bitten Mängel im Ton zu entschuldigen, das Gespräch fand auf Grund der Corona-Pandemie und neuer Verordnungen kurzfristig online, statt in Präsenz, statt.   Wer spricht Dr. Stephan Lauper wurde im Fachbereich Germanistische Mediävistik an der Universität Freiburg (Schweiz) promoviert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Freiburg/Schweiz und in Freiburg im Breisgau tätig. Als Forschungsstipendiat der BAdW arbeitet er an dem Kettenbücher-Vorhaben. Dieses ist in der Akademie eng mit dem Projekt „Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz“ verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geistliche Literatur, Mystik, Literatur und Identität, Editionsphilologie, Paläographie und Kodikologie, Überlieferungsgeschichte, Text und Bild sowie Buch- und Bibliotheksgeschichte. Podcast-Einführung und -interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.  

Erschienen: 19.05.2021
Dauer: 00:27:12

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Woher das Schaf weiß, dass der Wolf gefährlich ist - Der Schellingpreisträger Peter Adamson über Philosophie

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph P

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Adamson gibt Einblicke in einige große Fragestellungen, seine Forschung und die Arbeit an seinem eigenen Podcast "History of Philosophy without any gaps". Bild: Nikos Niotis/flickr. Zum Inhalt Das Gespräch fokussiert sich auf Peter Adamsons Arbeit zur Philosophie der Antike und Spätantike sowie zur Philosophie der islamischen Welt - und die auf beiden Seiten bzw. untereinander behandelten großen philosophischen Fragestellungen. Sein englischsprachiger Podcast "History of Philosophy without any gaps" nimmt allerdings für sich in Anspruch, die Geschichte der gesamten Philosophie völlig lückenlos wiederzugeben: "The series looks at the ideas, lives and historical context of the major philosophers as well as the lesser-known figures of the tradition." Dies erstreckt sich von der griechischen Philosophie, über die Philosophie der Spätantike, die Philosophie der islamischen Welt, mittelalterliche Philosophie, aber auch byzantinische, indische oder afrikanische Philosophie. Eine gekürzte Version des Interviews erscheint in Kürze auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell", Jahrgang 2021 Heft 2 - Ausgabe Nr. 74. Wer spricht Prof. Dr. Peter Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU München und hat zugleich eine Teilprofessur am King's College London inne. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie der Spätantike und der arabischen Tradition. Peter Adamsons Monographien zur arabischen Version Plotins und zur Philosophie al-Kindis werden in der Fachwelt zu den besten Publikationen der letzten Jahrzehnte gezählt. Seit 2016 leitet der Philosophiehistoriker das DFG-Projekt „The Heirs of Avicenna“, das die späteren Jahrhunderte arabischer Philosophie erschließt. Ebenfalls leitet er ein ERC Projekt zu „Animals in Philosophy of the Islamic World“. 2020 erhielt er den Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dieser mit 25.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen. Er ist benannt nach dem Philosophen und Akademiepräsidenten Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775–1854). Podcast-Einführung und Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

Erschienen: 17.05.2021
Dauer: 01:55:58

Podcast-Webseite: Episode "Woher das Schaf weiß, dass der Wolf gefährlich ist - Der Schellingpreisträger Peter Adamson über Philosophie"


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