Podcast "BAdW-Cast"

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Podcast der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag

Episoden: Neueste Episoden


Wissen an der Kette

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bi

Im Mittelalter waren Bücher in Bibliotheken oder Kirchen häufig an eisernen Ketten befestigt. Warum es dabei nicht nur um Schutz vor Diebstahl ging, erklärt der Mediävist Stephan Lauper, der als Forschungsstipendiat der BAdW Kettenbücher und -bibliotheken untersuchte. Interview vom 23.09.2020. Zum Inhalt Kettenbücher sind, wie der Name schon sagt, Bücher, die angekettet wurden. Üblicherweise denkt man aus heutiger Perspektive vor allem, man habe sie angekettet, damit sie nicht gestohlen werden. In der Tat waren Bücher sehr wertvoll, die Herstellung der Pergamenthandschriften kostspielig, das Abschreiben zeitaufwendig, der Einband kunstvoll. Die Ankettung sollte die Bücher aber auch zur Verfügung stellen - und das ist der Schwerpunkt von Stefan Laupers Arbeit. Wir bitten Mängel im Ton zu entschuldigen, das Gespräch fand auf Grund der Corona-Pandemie und neuer Verordnungen kurzfristig online, statt in Präsenz, statt.   Wer spricht Dr. Stephan Lauper wurde im Fachbereich Germanistische Mediävistik an der Universität Freiburg (Schweiz) promoviert und war als wissenschaftlicher Mitarbeiter in Freiburg/Schweiz und in Freiburg im Breisgau tätig. Als Forschungsstipendiat der BAdW arbeitet er an dem Kettenbücher-Vorhaben. Dieses ist in der Akademie eng mit dem Projekt „Mittelalterliche Bibliothekskataloge Deutschlands und der Schweiz“ verbunden. Seine Forschungsschwerpunkte sind Geistliche Literatur, Mystik, Literatur und Identität, Editionsphilologie, Paläographie und Kodikologie, Überlieferungsgeschichte, Text und Bild sowie Buch- und Bibliotheksgeschichte. Podcast-Einführung und -interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.  

Erschienen: 19.05.2021
Dauer: 00:27:12

Podcast-Webseite: Episode "Wissen an der Kette"


Woher das Schaf weiß, dass der Wolf gefährlich ist - Der Schellingpreisträger Peter Adamson über Philosophie

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph P

Von der Philosophie der (Spät-)Antike schlägt der Podcast Brücken zur Philosophie der islamischen Welt. Im Gespräch geht es aber auch um Frauen in der Philosophie, den Ursprung der Wissenschaftsakademien oder Verschwörungsmythen. Der Philosoph Prof. Dr. Peter Adamson gibt Einblicke in einige große Fragestellungen, seine Forschung und die Arbeit an seinem eigenen Podcast "History of Philosophy without any gaps". Bild: Nikos Niotis/flickr. Zum Inhalt Das Gespräch fokussiert sich auf Peter Adamsons Arbeit zur Philosophie der Antike und Spätantike sowie zur Philosophie der islamischen Welt - und die auf beiden Seiten bzw. untereinander behandelten großen philosophischen Fragestellungen. Sein englischsprachiger Podcast "History of Philosophy without any gaps" nimmt allerdings für sich in Anspruch, die Geschichte der gesamten Philosophie völlig lückenlos wiederzugeben: "The series looks at the ideas, lives and historical context of the major philosophers as well as the lesser-known figures of the tradition." Dies erstreckt sich von der griechischen Philosophie, über die Philosophie der Spätantike, die Philosophie der islamischen Welt, mittelalterliche Philosophie, aber auch byzantinische, indische oder afrikanische Philosophie. Eine gekürzte Version des Interviews erscheint in Kürze auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell", Jahrgang 2021 Heft 2 - Ausgabe Nr. 74. Wer spricht Prof. Dr. Peter Adamson ist Professor für spätantike und arabische Philosophie an der LMU München und hat zugleich eine Teilprofessur am King's College London inne. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Philosophie der Spätantike und der arabischen Tradition. Peter Adamsons Monographien zur arabischen Version Plotins und zur Philosophie al-Kindis werden in der Fachwelt zu den besten Publikationen der letzten Jahrzehnte gezählt. Seit 2016 leitet der Philosophiehistoriker das DFG-Projekt „The Heirs of Avicenna“, das die späteren Jahrhunderte arabischer Philosophie erschließt. Ebenfalls leitet er ein ERC Projekt zu „Animals in Philosophy of the Islamic World“. 2020 erhielt er den Schelling-Preis der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Dieser mit 25.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre für herausragende wissenschaftliche Leistungen verliehen. Er ist benannt nach dem Philosophen und Akademiepräsidenten Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling (1775–1854). Podcast-Einführung und Interview: Dr. Laura Räuber, Referentin für Digitale Kommunikation an der BAdW.

Erschienen: 17.05.2021
Dauer: 01:55:58

Podcast-Webseite: Episode "Woher das Schaf weiß, dass der Wolf gefährlich ist - Der Schellingpreisträger Peter Adamson über Philosophie"


Die Urkunden der Kreuzzugsjahre Kaiser Friedrichs II.

Der sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. ist erschienen. Er umfasst die Zeitspanne von Juli 1226 bis Ende 1231 und steht im Zeichen des Kreuzzugs des gebannten Kaisers ins Heilige Land. Wie waren die genauen Umstände? Wie lässt sich das

Der sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. ist erschienen. Er umfasst die Zeitspanne von Juli 1226 bis Ende 1231 und steht im Zeichen des Kreuzzugs des gebannten Kaisers ins Heilige Land. Wie waren die genauen Umstände? Wie lässt sich das anhand von Urkunden ablesen? Und wie sieht die Arbeit mit Urkunden allgemein aus? Dr. Christian Friedl und Dr. des. Katharina Gutermuth geben Einblicke. Zum Inhalt Die im Podcast behandelte Urkunde finden Sie hier. Archivsignatur: Archivio di Stato Venezia, Monastero S. Maria dei Teutonici, busta 2, n. 28 – Diplomnummer 1308. Regest: Friedrich schenkt Hermann, dem Meister des Deutschen Ordens, dessen Ordensbrüdern, deren Nachfolgern und dem Orden ein einst seinem Vorgänger König Balduin gehörendes Haus in Jerusalem mit allem Zube­hör, sechs carrucate Land aus heimgefallenen oder der Krone gehörenden Gütern dortselbst oder anderswo im Gebiet der Stadt sowie ein Haus, das sie vor dem Verlust des Heiligen Landes in Jerusalem besaßen, mit allen Besitzungen, Rechten und frei von allen Abgaben. Datierung: Akkon, 1229 April (21‑30)Ein immer wieder verschobener Kreuzzug, eine politische Hochzeit, ein Kirchenbann. Der neue, sechste Band der Urkunden Kaiser Friedrichs II. befasst sich mit weit mehr als einem typischen Kreuzzug. Aufschluss geben 264 Urkunden sowie drei Nachtragsurkunden für den dritten bzw. fünften Band. Aus dem Heiligen Land sind, teils im Original, 16 Urkunden überliefert. Hinzu kommen Diplome von den Friedensverhandlungen und schließlich der Vertrag von San Germano, der im Sommer 1230 zur Aussöhnung mit Gregor IX. und zur Lösung vom Bann führte. Auch die Weigerung der oberitalienischen Städte, die kaiserlichen Herrschaftsansprüche anzuerkennen, sind in den Urkunden ablesbar. Die zunehmende Effizienz der Verwaltung des Königreichs Sizilien wird in den Excerpta Massiliensia, einer Abschrift aus den kaiserlichen Registern, geschildert. Die detaillierten Verwaltungsmaßnahmen im Regnum Siciliae spiegeln sich in über 40 (teils nur gekürzt überlieferten) Urkunden wider.

Erschienen: 11.05.2021
Dauer: 00:35:46

Podcast-Webseite: Episode "Die Urkunden der Kreuzzugsjahre Kaiser Friedrichs II."


Was verbirgt sich hinter QAnon?

Wenn es um Verschwörungen geht, fällt immer wieder der Name "QAnon". Mythen um Adrenochrom aus Kinderblut, Donald Trump als Helden und Hillary Clinton, Barack Obama oder den Finanzinvestor George Soros als Schurken, finden Millionen Anhä

Wenn es um Verschwörungen geht, fällt immer wieder der Name "QAnon". Mythen um Adrenochrom aus Kinderblut, Donald Trump als Helden und Hillary Clinton, Barack Obama oder den Finanzinvestor George Soros als Schurken, finden Millionen Anhänger:innen in den USA - aber inzwischen vermehrt auch in Deutschland. Wie diese komplexen Erzählungen zusammenhängen und wie QAnon funktioniert und sich laufend weiterentwickelt, entschlüsselt die Verschwörungsexpertin Giulia Silberberger in einem Gastbeitrag vom 07.04.2021 in unserer Reihe "Fakt und Fake". Foto: Geoff Livingston/flickr. Zum Inhalt Woher kommt QAnon, welchen Verschwörungserzählungen hängt die schnellwachsende Bewegung an und wo führt das alles hin? Die Verschwörungsexpertin Giulia Silberberger gibt Einblicke in ein komplexes Gefüge und einige Hinweise dazu, wie man Familienmitglieder oder Freund:innen aus den Kreisen rund um QAnon-Erzählungen oder überhaupt dem Verschwörungsglauben wieder heraus bekommt. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber (BAdW), einführende Geschichte zum Sturm aufs Kapitol: Rüdiger Reinhard (Der goldene Aluhut).  Wer spricht: Giulia Silberberger ist Gründerin und Geschäftsführerin von "Der goldene Aluhut", außerdem Speaker, Workshopleiterin und hauptamtliche Mitarbeiterin. Der goldene Aluhut gUG (haftungsbeschränkt) ist eine gemeinnützige Organisation zur Aufklärung über Verschwörungsideologien, Sekten, ideologischem Missbrauch und Extremismus. Zu den Arbeitsbereichen zählen: die Aufklärung über Facebook und Twitter, in der Presse oder mit der Jahresverleihung für "Der goldene Aluhut"; die Beratung Angehöriger von Verschwörungsideologen, Sektenmitgliedern und Mitgliedern diverser anderer extremistischer Strukturen. Außerdem von Menschen, die sich über verschwörungsideologische Inhalte informieren möchten, oder Unterstützung bei einer Recherche brauchen sowie von Bildungseinrichtungen, die in ihren Unterrichtsprogrammen über Verschwörungsideologien aufklären möchten; die Weiterbildung in Workshops und als Speaker auf Fachtagungen, an Schulen und Universitäten, durch die kostenlose Abgabe von Broschüren (print und digital) sowie mit Infotainment-Shows auf Theaterbühnen. Giulia Silberberger ist Betriebswirtin aus Berlin. Sie stieg 2007 aus der Sekte der Zeugen Jehovas aus und gründete 2014 den Goldenen Aluhut (gemeinnützig seit 2016). Sie engagiert sich heute gegen Verschwörungsideologien, Fake News und ideologischen Missbrauch, sowie für politische Bildung und Medienkompetenz an Schulen und Bildungseinrichtungen. Ihre Fachgebiete sind Psychologie des Verschwörungsglaubens, Sekten & Ideologischer Missbrauch, Dynamik verschwörungsideologischer Szenen in den Sozialen Medien, Case Studies & Monitoring, Antisemitismus & Alternativmedizin, Rechtsesoterik, sog. Anti-Corona-Bewegungen, stochastischer Terrorismus.Rüdiger Reinhardt ist Mediengestalter aus Berlin und seit Januar 2021 als hauptamtlicher Mitarbeiter bei "Der goldene Aluhut" angestellt. Seine Fachgebiete sind das Faktenchecken, Luft-und Raumfahrt, Astronomie, Medizin- und Naturwissenschaften, Alternativmedizin, Impfgegner, Esoterik, Rechtsesoterik, QAnon. Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber, Referentin für digitale Kommunikation an der BAdW.   Mehr zu Giulia Silberberger und "Der goldene Aluhut" Kostenlose Broschüren von "Der goldene Aluhut" zum Download Netzpolitik.org. Querdenken kämpft mit Anwalt um den goldenen Aluhut. 16.10.2020 ZDF heute. "Querdenken"-Bewegung -"Heterogen und gefährlich". Interview mit Giulia Silberberger vom 12.10.2020. Deutschlandfunk Nova. Giulia Silberberger von "Der Goldene Aluhut". Verschwörungsmythen:"Eine Spirale,aus der man nicht so schnell wieder rauskommt". 14.09.2020 Deutschlandfunk Kultur. Anti-Corona-Demonstration in Berlin. Sorge vor steigenden Fallzahlen. Giulia Silberberger im Gespräch mit Axel Rahmlow. 01.08.2020. ZDF.de. Verschwörungstheorie. Warum ist QAnon so gefährlich? Video vom 18.06.2020. Netzpolitik.org. Wenn die Eltern plötzlich an Verschwörungstheorien glauben. 13.05.2020. Bundeszentrale für politische Bildung. "Giulia Silberberger über Chemtrails, Illuminaten und die NWO" Video vom 20.03.2017.    

Erschienen: 04.05.2021
Dauer: 00:24:34

Podcast-Webseite: Episode "Was verbirgt sich hinter QAnon?"


emtpy

 

Erschienen: 07.04.2021
Dauer: keine Angabe

Podcast-Webseite: Episode "emtpy"


Lieblingsstück: Die Dialektforscherin Edith Burkhart-Funk über "Knöbl"

Im Südtiroler Ahrntal weiß man, was ein "Knöbl" ist, ein Wort, für das es keine hochdeutsche Entsprechung gibt. Ein Gespräch mit der Dialektologin Edith Burkhart-Funk über Mundart und die Verbindung von Sprache und Heimat in unserer R

Im Südtiroler Ahrntal weiß man, was ein "Knöbl" ist, ein Wort, für das es keine hochdeutsche Entsprechung gibt. Ein Gespräch mit der Dialektologin Edith Burkhart-Funk über Mundart und die Verbindung von Sprache und Heimat in unserer Rubrik "Lieblingsstück". Dr. Edith Burkhart-Funk ist Redaktorin am Bayerischen Wörterbuch (BWB) sowie am Dialektologischen Informationssystem von Bayerisch-Schwaben (DIBS) der BAdW. Podcast-Intro: Dr. Laura Räuber, Interview: Lisa Scherbaum. Foto: Myrzik und Jarisch. Das Lieblingsstück erscheint parallel auch in unserer Zeitschrift "Akademie Aktuell".

Erschienen: 11.03.2021
Dauer: 00:29:51

Podcast-Webseite: Episode "Lieblingsstück: Die Dialektforscherin Edith Burkhart-Funk über "Knöbl""


Gefühlte Wahrheit: Wissenschaftskommunikation zwischen Evidenz und Emotion

Im ersten Podcast der Reihe "Fakt und Fake" spricht Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Julia Serong von unserer Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" im Interview über "gefühlte Wahrheit" bzw. das "postfaktische Zeita

Im ersten Podcast der Reihe "Fakt und Fake" spricht Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Julia Serong von unserer Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" im Interview über "gefühlte Wahrheit" bzw. das "postfaktische Zeitalter". Werden wissenschaftliche Fakten inzwischen mit häufig emotionsgeladenen Behauptungen selbsternannter Expert:innen gleichgestellt? Was kann die Wissenschaftskommunikation tun, um damit zu konkurrieren und dennoch Menschen zu erreichen? Die weiteren Teile der Reihe finden Sie nach Erscheinen jeweils direkt unter diesem Podcast.   Zum Inhalt Wenn Themen und Debatten emotional werden - etwa wenn es um Corona-Maßnahmen oder Impfungen geht - werden Meinungen schnell zu Tatsachen erklärt. Sobald man im Internet auf Gleichgesinnte trifft, wird die eigene Überzeugung bestätigt - evidenzbasiert ist das allerdings nicht. Selbsterklärte Expert:innen finden sich inzwischen auf verschiedenen Kanälen wie YouTube, Facebook oder dem Messenger Telegram und erreichen damit tausende, manchmal zehntausende Menschen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können von so einer Reichweite nur träumen, allerdings findet allmählich ein Umdenken statt, was die Wissenschaftskommunikation angeht. Ehemals stiefmütterlich behandelt, wird die Wichtigkeit inzwischen erkannt und Forscher:innen kommunizieren via Twitter, YouTube oder in Podcasts ihre Ergebnisse bzw. bringen sich in aktuelle öffentliche Debatten ein. Das macht sie allerdings auch angreifbar für Hass und Hetze im Netz. Wie erreicht man die Menschen? Wie können Daten und Fakten es mit hitzigen Reden, "Fake News" und Verschwörungserzählungen aufnehmen? Und wie emotional darf die Wissenschaftskommunikation selbst dabei sein? Wer spricht Dr. Julia Serong ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationwissenschaft und Medienforschung an der LMU München, hier ist einer ihrer Schwerpunkt die Wissenschaftskommunikation. Von 2017 bis 2020 koordinierte sie an der BAdW die

Erschienen: 03.03.2021
Dauer: 00:51:42

Podcast-Webseite: Episode "Gefühlte Wahrheit: Wissenschaftskommunikation zwischen Evidenz und Emotion"


Lebendiges Kulturgut: Archäozoologische Forschung zum alpinen Schaf

Schafe gehören zu den ersten Nutztieren des Menschen und geben Archäozoologinnen und Archäozoologen deshalb heute aufschlussreiche Einblicke in die allgemeinen Lebensumstände in der Vor-und Frühgeschichte. Simon Trixl ist Forschungsstipendiat an

Schafe gehören zu den ersten Nutztieren des Menschen und geben Archäozoologinnen und Archäozoologen deshalb heute aufschlussreiche Einblicke in die allgemeinen Lebensumstände in der Vor-und Frühgeschichte. Simon Trixl ist Forschungsstipendiat an der BAdW und widmet sich in seiner Arbeit diesem Sonderbereich der Archäologie. Interview vom 23.10.2020. Wer spricht: Dr. Simon Trixl analysiert Tierknochenfunde für verschiedene Projekte. Derzeit ist er Stipendiat an der BAdW und arbeitet dort für das Forschungsvorhaben Vergleichende Archäologie der römischen Alpen- und Donauländer, wo sein Fokus auf alpinen Schafen liegt. Er ist außerdem wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Tierärztlichen Fakultät des Lehrstuhls für Paläoanatomie, Deomestikationsforschung und der Geschichte der Tiermedizin der LMU München. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen: die Archäozoologie der Eisen- und römischen Kaiserzeit, Archäozoologie des Alpenraumes und Tierdeponierungen. Podcast-Einführung und Interview: Dr. Laura Räuber, Foto: © Simon Trixl.Das Interview fand Corona-bedingt via Zoom statt. Wir bitten Mängel in der Tonqualität zu entschuldigen. Es erscheint parallel auch, leicht gekürzt, abgedruckt in unserer Zeitschrift Akademie Aktuell. BAdW-Forschungsstipendien Die Bayerische Akademie der Wissenschaften fördert exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem Stipendium in Höhe von maximal 10.000,- € für die Dauer von drei bis sechs Monaten, deren Forschung von unmittelbarer Relevanz für eines der Akademieprojekte ist. Die Kriterien für eine Bewerbung sind: 1. eine herausragende Promotion sowie 2. eine Forschungsfrage, die im Zusammenhang mit einem Akademieprojekt steht. Die Akademie stellt während der Dauer des Stipendiums einen Arbeitsplatz zur Verfügung. > Zur Ausschreibung 2021

Erschienen: 24.02.2021
Dauer: 00:20:01

Podcast-Webseite: Episode "Lebendiges Kulturgut: Archäozoologische Forschung zum alpinen Schaf"


Ich oder Wir: Prosozialität in Kindern

Was macht uns zu sozialen Wesen und birgt das sogar Vorteile? Wie kann man Kindern "Prosozialität" beibringen und welche Rolle spielen dabei Eltern oder Personen außerhalb der Familie? Darum geht es im neuen Podcast unserer Ad-Hoc-AG &quo

Was macht uns zu sozialen Wesen und birgt das sogar Vorteile? Wie kann man Kindern "Prosozialität" beibringen und welche Rolle spielen dabei Eltern oder Personen außerhalb der Familie? Darum geht es im neuen Podcast unserer Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte". Wer spricht: Prof. Dr. Fabian Kosse ist Professor für angewandte Ökonomie an der LMU München und arbeitet am Institute on Behavior and Inequality (briq) in Bonn. > Zur Homepage von Fabian Kosse Dr. Peter Schwardmann ist Verhaltensökonom und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Volkswirtschaftlichen Fakultät der LMU München. Er ist Mitglied im Jungen Kolleg der BAdW und forscht dort zur Selbstüberschätzung - mehr dazu im Podcast-Interview. Außerdem leitet er eine Nachwuchsforschungsgruppe, auch dazu mehr im Podcast "Können gezielte Informationen Menschen zu klimafreundlicheren Konsumentscheidungen bewegen?". Zudem ist Peter Schwardmann Mitglied in der Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte" der BAdW. > Zur BAdW-Personenseite von Peter Schwardmann > Zur Homepage von Peter Schwardmann Podcast-Einführung: Dr. Laura Räuber   Die Ad-Hoc-AG "Zukunftswerte" Die im Jahre 2019 eingerichtete Ad-hoc-Gruppe „Zukunftswerte“ widmet sich zentralen gesellschaftlichen Werten, die aktuell vielfältigen Herausforderungen ausgesetzt sind, z.B. durch Digitalisierung und durch soziale Medien, durch Nationalismus und Populismus, durch Migration sowie durch die Infragestellung oder den Bedeutungsverlust wertstiftender Institutionen. Drei Paare von Werten stehen im Mittelpunkt und werden als Spannungsfelder analysiert, nämlich Freiheit und Sicherheit, Gemeinschaftsinteresse und Eigeninteresse sowie Multikulturalität und Identität. Die ad hoc-AG beschäftigt sich aus empirischer und normativer Perspektive u. a. mit folgenden Themen: Akzeptanz und Zurückweisung von Werten, Wertevermittlung und Zukunft der Wertevermittlung in gesellschaftlichen Institutionen; historische und kulturelle Verankerung von Werten und deren Transformationen; handlungsleitende und andere Funktionen von Werten. Die Arbeitsgruppe reflektiert und initiiert Forschung zu diesen Fragestellungen und möchte gleichzeitig die gesellschaftliche Debatte zu den o.g. Spannungsfeldern fördern.Sprecher der Arbeitsgruppe sind Andrea Abele-Brehm (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Gemeinschaftsinteresse und Eigeninteresse), Nicole J. Saam (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Freiheit und Sicherheit) und Michael F. Zimmermann (spezifisch befasst mit dem Wertepaar Multikulturalität und Identität).> Zur Projektseite der Ad-Hoc-AG Zukunftswerte

Erschienen: 05.02.2021
Dauer: 00:27:56

Podcast-Webseite: Episode "Ich oder Wir: Prosozialität in Kindern"


Deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel

Über deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel ist heute wenig bekannt. Auch im Wettstreit um den Erwerb von überseeischen Kolonialgebieten war das 1871 gegründete Deutsche Reich im europäischen Vergleich spät dran. Und doch

Über deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel ist heute wenig bekannt. Auch im Wettstreit um den Erwerb von überseeischen Kolonialgebieten war das 1871 gegründete Deutsche Reich im europäischen Vergleich spät dran. Und doch gab es schon früh verschiedene Akteure, die die Geisteshaltung in der deutschen Heimat prägten und den Weg für den deutschen Kolonialismus ebneten. Ein Gastbeitrag der Amerikanistin Dr. Heike Raphael-Hernandez in unserer Reihe "Erinnerungskultur". Zum Inhalt Deutsche Missionare und Forschungsreisende waren ebenso in den transatlantischen Sklavenhandel verwickelt, wie die Handels- und Geldhäuser der Fugger und Welser in Augsburg, der Kaufmann Heinrich Carl von Schimmelmann in Hamburg oder die Brüder Baring in Bremen. Sie alle investierten in das lukrative Geschäft mit afrikanischen Sklav*innen. Abenteurer und Schriftsteller wie Balduin von Möllhausen, Friedrich Gerstäcker oder auch die Frauenrechtlerin und engagierte Gegnerin der Sklaverei, Mathilde Anneke beeinflussten mit ihren Schilderungen deutsche Vorstellungen von Afrikaner*innen. Selbst Anneke konnte sich bei allen guten Anliegen nicht vom weit verbreiteten Stereotyp eines - wie man heute sagen würde - White Saviors (= weißen Retters) lösen, der stets Schwarze aus Notlagen rettet, die dazu selbst nicht im Stande zu sein scheinen. Das alles geschah bereits bevor es eigene deutsche Kolonien gab und dennoch ist heute in der breiten Öffentlichkeit wenig darüber bekannt.   Wer spricht PD Dr. Heike Raphael-Hernandez lehrt und forscht in den American Studies der Universität Würzburg. Eines ihrer ausgewiesenen Forschungsgebiete ist die historische und gegenwärtige afrikanische Diaspora. Für das Projekt „Deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel und die Kolonialgeschichte Afrikas“ hat sie zusammen mit Studierenden der Uni Würzburg und der University of California at Merced ein Forschungsseminar über Black Lives Matter und Menschenrechte im globalen Kontext gestaltet. Zu Ihren weiteren Forschungsinteressen zählen: Black Atlantic Studies, past and present; Caribbean Studies; Global South Diasporas; Early Colonial Studies; Critical Race and Ethnicity Studies; Arab American Studies; Social Movements; American Poverty and Working Class Studies; Migration and Immigration; African Transnational Studies; Film Studies; Visual Culture; Popular Culture sowie Gender Studies   Mehr zum Thema Heike Raphael-Hernandez. Deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel. Bundeszentrale für politische Bildung vom 04.12.2015. "Zum Reichtum durch Sklavenhandel". Interview mit Heike Raphael-Hernandez. Der Spiegel vom 18.06.2020. Was Rassismus von Diskriminierung unterscheidet. Interview mit Heike Raphael-Hernandez. Main Post vom 14.06.2020. Gunnar Lammert-Türk. Sklavenhandel. Was hatte Deutschland damit zu tun? Deutschlandfunk Kultur vom 20.05.2020.    

Erschienen: 08.01.2021
Dauer: 00:31:06

Podcast-Webseite: Episode "Deutsche Verwicklungen in den transatlantischen Sklavenhandel"


Podcast "BAdW-Cast"
Merken
QR-Code