Podcast: BAdW-Cast
Erschienen: 03.03.2021
Dauer: 00:51:42
Im ersten Podcast der Reihe "Fakt und Fake" spricht Kommunikationswissenschaftlerin Dr. Julia Serong von unserer Ad-Hoc-AG "Faktizität der Welt" im Interview über "gefühlte Wahrheit" bzw. das "postfaktische Zeitalter". Werden wissenschaftliche Fakten inzwischen mit häufig emotionsgeladenen Behauptungen selbsternannter Expert:innen gleichgestellt? Was kann die Wissenschaftskommunikation tun, um damit zu konkurrieren und dennoch Menschen zu erreichen? Die weiteren Teile der Reihe finden Sie nach Erscheinen jeweils direkt unter diesem Podcast. Zum Inhalt Wenn Themen und Debatten emotional werden - etwa wenn es um Corona-Maßnahmen oder Impfungen geht - werden Meinungen schnell zu Tatsachen erklärt. Sobald man im Internet auf Gleichgesinnte trifft, wird die eigene Überzeugung bestätigt - evidenzbasiert ist das allerdings nicht. Selbsterklärte Expert:innen finden sich inzwischen auf verschiedenen Kanälen wie YouTube, Facebook oder dem Messenger Telegram und erreichen damit tausende, manchmal zehntausende Menschen. Viele Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können von so einer Reichweite nur träumen, allerdings findet allmählich ein Umdenken statt, was die Wissenschaftskommunikation angeht. Ehemals stiefmütterlich behandelt, wird die Wichtigkeit inzwischen erkannt und Forscher:innen kommunizieren via Twitter, YouTube oder in Podcasts ihre Ergebnisse bzw. bringen sich in aktuelle öffentliche Debatten ein. Das macht sie allerdings auch angreifbar für Hass und Hetze im Netz. Wie erreicht man die Menschen? Wie können Daten und Fakten es mit hitzigen Reden, "Fake News" und Verschwörungserzählungen aufnehmen? Und wie emotional darf die Wissenschaftskommunikation selbst dabei sein? Wer spricht Dr. Julia Serong ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationwissenschaft und Medienforschung an der LMU München, hier ist einer ihrer Schwerpunkt die Wissenschaftskommunikation. Von 2017 bis 2020 koordinierte sie an der BAdW die
Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.