Islam in Bayern - Vortrag zur Studie

Podcast: BAdW-Cast

Erschienen: 06.04.2020
Dauer: keine Angabe

Prof. Dr. Dr. h. c. Mathias Rohe, Akademie-Mitglied und Leiter der Ad hoc-Arbeits­gruppe "Islam in Bayern" stellte 2018 in der BAdW die Ergebnisse der gleichnamigen Studie vor. Im Anschluss an den Vortrag konnten Besucherinnen und Besucher sich mit Matias Rohe und seinen MitarbeiterInnen in einem Worl Café über die Studienergebnisse austauschen. Veranstaltung vom 24.07.2018. Zentrale Ergebnisse der Studie sind sind: Der islamische Religionsunterricht ist ein zentraler Baustein für eine „Kultur der Anerkennung“ und gleichzeitig ein wichtiges Instrument gegen Radikalisierung. Flüchtlinge haben weit weniger enge Beziehungen zu Moscheegemeinden als angenommen: In erster Linie sind sie mit der Bewältigung von Alltagsproblemen beschäftigt.Die Erfahrung neuer Rollenbilder verändert vor allem die Frauen. In Bayern gibt es keine „Paralleljustiz“ mit „Scharia-Gerichten“ – wohl aber Fälle, in denen traditionelle Formen der Streitschlichtung praktiziert werden. Um solche Konflikte besser aufzufangen, werden dringend mehr Sozialarbeiter mit muslimischem Hintergrund benötigt.Salafisten und Islamfeinde polarisieren mit einer aggressiven Rhetorik, sie schaukeln sich mit Hassparolen gegenseitig hoch und bedrohen den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Freistaat. Hierzu sagt Projektleiter Mathias Rohe: „Es darf kein Othering geben, das die Gesellschaft in ein Wir und die Muslime einteilt. Es muss faire Zugangschancen für jeden geben.“ Nur eine „Kultur der Anerkennung“ von Muslimen könne gesellschaftlicher Spaltung entgegenwirken.   > Zur Projektseite der Ad-hoc-Arbeitsgruppe Islam in Bayern > Zur Pressemitteilung "Muslimische Lebenswelten in Bayern heute: Studie "Islam in Bayern" präsentiert Ergebnisse > Zur BAdW-Personenseite von Prof. Dr. Mathias Rohe


Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.

Podcast-Website: Episode "Islam in Bayern - Vortrag zur Studie"

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