Podcast: DAMALS und heute - Der Podcast zur Geschichte
Erschienen: 19.03.2026
Dauer: 01:26:15
Als zuständiger Abteilungsleiter im Reichssicherheitshauptamt wurde Adolf Eichmann zum Organisator des Holocausts. Nach dem Krieg gelang dem SS-Offizier die Flucht nach Argentinien, wo er jahrelang unbehelligt lebte. 1957 leitete der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer dann einen Hinweis, den er von einem KZ-Überlebenden aus Argentinien erhalten hatte, an die Israel-Mission in Köln weiter. Der israelische Geheimdienstchef Isser Harel zögerte zunächst, seine spärlichen Ressourcen für die Jagd nach einem deutschen Kriegsverbrecher zu verwenden. Doch Anfang 1960 lief die Operation an, die den legendären Ruf des Mossad begründen sollte: Agenten entführten Eichmann nach Israel, wo er vor Gericht gestellt, verurteilt und schließlich hingerichtet wurde. Unsere Literaturtipps zur Folge: - Bettina Stangneth: Eichmann vor Jerusalem. Das unbehelligte Leben des Massenmörders, Zürich/Hamburg 2011. - David Cesarani: Eichmann. His Life and Crimes, London 2004. - Zvi Aharoni/Wilhem Dietl: Der Jäger. Operation Eichmann. Was wirklich geschah, Stuttgart 1996. - Deborah E. Lipstadt: The Eichmann Trial, New York 2011. - Rebecca Wittmann (Hg.): The Eichmann Trial Reconsidered, Toronto 2021. - Christian Ernst/Patrick Eser (Hg.): Der Fall Eichmann transnational. Gesellschaftliche und kulturelle Wirkungen in Deutschland, Israel und Südamerika, Berlin/Boston 2024.
Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.
Podcast-Website: Episode "157 - Adolf Eichmann - der Manager des Holocaust"