Zahlreiche Autoren berichteten in der Antike von einem rätselhaften Tier, dass in Indien lebe, ein Horn auf der Stirn trage und so schnell sei, dass es unmöglich sei, ein Exemplar lebend zu fangen. Gelange man jedoch in den Besitz seines Hornes, so schütze dessen Konsum nicht nur vor schweren Krankheiten wie Epilepsie, sondern sogar vor tödlichen Giften. Bis in die Neuzeit fragten sich Gelehrte, was es mit diesem „Monoceros“ oder „Unicornis“, von dem Plinius & Co. schrieben eigentlich auf sich habe, nicht zuletzt deshalb, weil immer wieder vermeintliche „Einhorn-Hörner“ auf dem europäischen Markt angeboten wurden und nicht selten horrende Preise erzielten.
Erschienen: 15.10.2026
Dauer: 00:51:14
Als zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein mysteriöser, maskierter Gefangener in der Pariser Bastille stirbt, haben sich bereits zahlreiche Legenden um ihn gebildet. Wer war der Unbekannte? Und warum durfte niemand wissen, was er wusste? Literaturtipps zur Folge: John Noone, Der Mann hinter der Eisernen Maske, Essen, 2004. Paul Sonnino, The Search for the Man in the Iron Mask. A Historical Detective Story, Lanham / Boulder / New York / London, 2016
Erschienen: 01.10.2026
Dauer: 01:02:11
Weitere Informationen zur Episode "Folge 173 - Der Mann in der eisernen Maske"
Am 12. Dezember 1979 verabschiedeten die Außen- und Verteidigungsminister der NATO den sogenannten Doppelbeschluss. Als Reaktion auf die Modernisierung des sowjetischen Mittelstreckenarsenals sollten 198 amerikanische Pershing-II-Raketen und 464 Cruise Missiles in Westeuropa stationiert werden. Parallel dazu sollten Rüstungskontrollgespräche eingeleitet werden. Gelänge es, in diesen eine Einigung zu erzielen, würde man auf die Stationierung verzichten können, so das Angebot an die Sowjetunion. In der westeuropäischen Öffentlichkeit stieß der Beschluss auf ein geteiltes Echo. Die Anhänger der Friedensbewegung sahen darin eine Gefährdung der Erfolge der Entspannungspolitik und warnten vor einem neuen Wettrüsten.
Erschienen: 17.09.2026
Dauer: 01:10:48
Weitere Informationen zur Episode "Folge 172 - Der NATO-Doppelbeschluss und die Friedensbewegung"
Als die Serie „Star Trek“ die US-amerikanische und schließlich auch die globale Fernsehwelt erobert, vereint sie Technikenthusiasten, Hippies und Bürgerrechtler in ihrer Begeisterung, denn ihre Zukunftsvision gibt Hoffnung, dass sich alle Kämpfe eines Tages auszahlen werden. Literaturtipp zur Folge: Literatur: Roberta E. Pearson / Máire Messenger Davies, Star Trek and American Television, Berkeley / Los Angeles / London, 2014.
Erschienen: 03.09.2026
Dauer: 00:39:58
Weitere Informationen zur Episode "Folge 171 - Star Trek - Die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise"
Unter Königin Johanna „der Wahnsinnigen“ (1479-1555) vereinigten sich die Königreiche Aragon und Kastilien-Leon. Sie war die Mutter von zwei Kaisern und vier Königinnen und nicht zuletzt – des spanisch-habsburgischen Weltreichs. Und doch war sie eine zutiefst unglückliche Person, die durch ihre Eltern und ihren Sohn Karl V. von der Regentschaft ausgeschlossen wurde und den größten Teil ihres Lebens in Gefangenschaft verbrachte.
Erschienen: 20.08.2026
Dauer: 00:55:36
Weitere Informationen zur Episode "Folge 170 - Johanna die Wahnsinnige"
Im 19. Jahrhundert, dem goldenen Zeitalter der Entdeckungsreisen, erfreuen sich abenteuerliche Reiseberichte großer Beliebtheit. Zu den Bestsellern der Zeit gehörte auch ein Buch über Neuguinea aus der Feder von Captain John Lawson. Seine Entdeckungen sorgten bei der britischen Öffentlichkeit für Begeisterung. Doch bei einigen Experten regte sich schnell der Verdacht, dass mit seiner Reise etwas nicht stimmen konnte ... Literaturtipp zur Folge: Chris Ballard, The Art of Encounter: Verisimilitude in the Imaginary Exploration of Interior New Guinea, 1725–1876, in: Margaret Jolly / Serge Tcherkezoff / Darrell Tryon (Hsg.), Oceanic encounters: exchange, desire, violence, Canberra, S. 221-257.
Erschienen: 13.08.2026
Dauer: 00:34:00
Weitere Informationen zur Episode "Folge 169 - Der Tigerjäger"
Als der vermutlich wegen Finanzbetrug exilierte Diogenes in jungen Jahren nach Athen kam, entdeckte er die Philosophie für sich. Seine Überzeugung sollte es werden, dass der Mensch es den Tieren gleichtun und gesellschaftliche Konventionen ablegen müsse. Die Bürger von Athen und Korinth sollten den Bettler-Philosophen fürchten und lieben lernen. Literaturtipp zur Folge: Jean-Manuel Roubineau, The Dangerous Life and Ideas of Diogenes the Cynic, Oxford, 2023.
Erschienen: 30.07.2026
Dauer: 00:48:00
Weitere Informationen zur Episode "Folge 168 - Diogenes der Straßenhund"
Am 13. August 1961 begannen Volkspolizisten und NVA-Soldaten mit der Abriegelung der Sektorengrenzen in Berlin. Auf provisorische Absperrungen folgte der „pioniermäßige Ausbau“ der Grenze. Die Vorbereitung der „Grenzsicherungsmaßnahmen“ war in kürzester Zeit und unter Wahrung strengster Geheimhaltung erfolgt. Im Podcast blicken David und Felix hinter die Kulissen und sprechen über den langwierigen Prozess, der zur Entscheidung für den Mauerbau geführt hat. Es geht um die Rolle des geteilten Deutschlands im globalen Wettbewerb der Systeme, die wirtschaftlichen Probleme der DDR, um Stahl, Kartoffeln, Grenzgänger und lange Gespräche in Moskau.
Erschienen: 16.07.2026
Dauer: 01:46:00
Einer der produktivsten Vertreter der Aufklärung war zweifellos der Publizist Adolph Freiherr Knigge. Neben seinen Hauptwerken schrieb der verarmte Adlige zahllose Rezensionen und Journalbeiträge, in denen er die Jahre vor und nach der Französischen Revolution kommentierte – stets mit dem Ziel, die Gesellschaft grundlegend zu reformieren. Literaturtipp zur Folge: Ingo Hermann, Knigge. Die Biographie. Berlin 2007. Heiko Postma, „Sei, was du bist, immer und ganz“. Über den Aufklärungs-Schriftsteller Adolph Freyherr Knigge (1752–1796). Hannover 2014.
Erschienen: 02.07.2026
Dauer: 01:04:59
Weitere Informationen zur Episode "Folge 166 - Knigge - Höfling, Witzbold, Aufklärer"
In der Geschichte der Fußballweltmeisterschaften markiert das Turnier 1966 in England einen Höhepunkt. Rein fußballerisch gilt das besonders für das Finale. In einem spannenden und hochklassigen Finale besiegte der Gastgeber die westdeutsche Mannschaft im Wembley-Stadion mit 4:2 – auch dank eines Tores, das in die Fußballgeschichte einging. Gleichzeitig war es das erste WM-Finale, das hunderte Millionen Menschen live im Fernsehen sahen, wie überhaupt erstmals alle Spiele im Fernsehen übertragen wurden. Bei der vorherigen WM 1962 hatte es noch jeweils rund 48 Stunden gedauert, ehe die wenigen Filmbänder nach Spielende ihren Weg aus dem fernen Chile bis nach Europa fanden. Nun ermöglichte es das Fernsehen, dass aus bekannten Spielern wie Pelé, Eusebio, Bobby Moore und Franz Beckenbauer globale Superstars wurden. Unsere Literaturtipps zur Folge: - Duncan Hamilton: Answered Prayers. England and the 1966 World Cup, London 2023. - John Hughson (Hg.): England and the 1966 World Cup. A Cultural History, Manchester 2016. Unsere Filmtipps zur Folge: - Goal! (1966) - I Believe in Miracles (2015) - The Damned United (2009) Unser Musiktipp zur Folge: - Baddiel & Skinner & The Lightning Seeds - Three Lions (1996 Version)
Erschienen: 18.06.2026
Dauer: 01:30:25
Weitere Informationen zur Episode "Folge 165 - England 1966 - die erste moderne Fußball-WM"