Im 4. Jahrhundert v. Chr. vollzieht sich in Rom eine ganze Reihe folgenreicher Veränderungen. Im Zentrum dieser Veränderungen steht Appius Claudius Caecus, der als Zensor nicht nur wichtige Reformen auf den Weg bringt, sondern auch Roms erstes Aquädukt und Roms wichtigste Straße bauen lässt. Literaturtipp zur Folge: Michel Humm, Appius Claudius Caecus. La République Accomplie, Athen, 2005.
Erschienen: 30.04.2026
Dauer: 00:34:55
Weitere Informationen zur Episode "Folge 161 - Appius der Blinde"
Anfang der 1930er Jahre erlangten Gangster wie Al Capone, John Dillinger und Bonnie & Clyde in den USA landesweite Bekanntheit. Manche verdankten ihren Aufstieg dem Alkoholschmuggel während der Prohibition, andere setzten auf ein neues Verkehrsmittel – das Automobil – um der Polizei ein Schnippchen zu schlagen. Auf der anderen Seite gelang es dem FBI, dessen Befugnisse in dieser Zeit stetig erweitert wurden, zwar immer wieder, prominente Verbrecher zu fassen, doch mehr als einmal gelang diesen selbst aus den als besonders sicher geltenden Bundesgefängnissen die Flucht. Um ein Exempel zu statuieren, wurde im Jahr 1934 ein besonderes Gefängnis für „Verbrecher der besonders bösartigen und unverbesserlichen Art“ vom Schlage Al Capones und „Machine Gun“ Kellys eröffnet. Gelegen auf einer Insel in der San Francisco Bay, hat sein Name noch heute einen hohen symbolischen Gehalt: Alcatraz. Unser Literaturtipp zur Folge: - David Ward/Gene Kassebaum: Alcatraz. The Gangster Years, Berkeley 2009.
Erschienen: 16.04.2026
Dauer: 01:33:24
Als der Arzt Johann Friedrich Struensee vom dänischen Hof angeworben wurde, um den psychisch erkrankten König Christian VII. zu betreuen, konnte noch niemand ahnen, dass er schon bald die Regierungsgeschäfte übernehmen und eine intensive, wenn auch kurze Ära der Aufklärung in Dänemark-Norwegen einläuten würde. Literaturtipp zur Folge: Ulrik Langen/Frederik Stjernfelt, The World’s First Full Press Freedom. The Radical Experiment of Denmark-Norway 1770–1773. Berlin/Boston 2022. Sergio Ospazi, Der Struensee-Komplex. Johann Friedrich Struensee in historischen, literarischen und filmischen Zeugnissen. München 2018.
Erschienen: 02.04.2026
Dauer: 00:40:14
Weitere Informationen zur Episode "Folge 159 - Der Hofarzt, der Dänemark regierte"
Im Krieg pflegten die Nazi-Oberen den Mythos der Wunderwaffen, die es ermöglichen würden, auch noch im letzten Kriegsjahr das Steuer herumzureißen. Mythen dieser Art und das große Vertrauen in die Fähigkeiten deutscher Ingenieure brachten kurz nach dem Krieg bisweilen fantastische Legenden hervor - wie jene, dass die Nazis Flugscheiben gebaut hatten, die man entsprechend mit den populär werdenden UFU-Sichtungen in Verbindung brachte ... Literaturtipp zur Folge: Gerhard Wiechmann. Von der deutschen Flugscheibe zum Nazi-UFO. Metamorphosen eines medialen Phantoms 1950-2020, Paderborn, 2022.
Erschienen: 26.03.2026
Dauer: 00:36:00
Weitere Informationen zur Episode "Folge 158 - Die Mond-Nazis und die Reichsflugscheibe"
Als zuständiger Abteilungsleiter im Reichssicherheitshauptamt wurde Adolf Eichmann zum Organisator des Holocausts. Nach dem Krieg gelang dem SS-Offizier die Flucht nach Argentinien, wo er jahrelang unbehelligt lebte. 1957 leitete der hessische Generalstaatsanwalt Fritz Bauer dann einen Hinweis, den er von einem KZ-Überlebenden aus Argentinien erhalten hatte, an die Israel-Mission in Köln weiter. Der israelische Geheimdienstchef Isser Harel zögerte zunächst, seine spärlichen Ressourcen für die Jagd nach einem deutschen Kriegsverbrecher zu verwenden. Doch Anfang 1960 lief die Operation an, die den legendären Ruf des Mossad begründen sollte: Agenten entführten Eichmann nach Israel, wo er vor Gericht gestellt, verurteilt und schließlich hingerichtet wurde. Unsere Literaturtipps zur Folge: - Bettina Stangneth: Eichmann vor Jerusalem. Das unbehelligte Leben des Massenmörders, Zürich/Hamburg 2011. - David Cesarani: Eichmann. His Life and Crimes, London 2004. - Zvi Aharoni/Wilhem Dietl: Der Jäger. Operation Eichmann. Was wirklich geschah, Stuttgart 1996. - Deborah E. Lipstadt: The Eichmann Trial, New York 2011. - Rebecca Wittmann (Hg.): The Eichmann Trial Reconsidered, Toronto 2021. - Christian Ernst/Patrick Eser (Hg.): Der Fall Eichmann transnational. Gesellschaftliche und kulturelle Wirkungen in Deutschland, Israel und Südamerika, Berlin/Boston 2024.
Erschienen: 19.03.2026
Dauer: 01:26:15
Weitere Informationen zur Episode "157 - Adolf Eichmann - der Manager des Holocaust"
Als Makarios Kykkokis zu Zyperns Erzbischof erhoben wird, bekennt er sich sofort zum Kurs seiner Vorgänger: Zypern soll aus dem britischen Empire gelöst und Griechenland angeschlossen werden. Für Makarios beginnt nun ein Machtkampf mit London und ein Ringen um internationale Aufmerksamkeit. Literaturtipp zur Folge: Christos P. Ioannides, Cyprus under British Colonial Rule. Culture, Politics, and the Movement towards Union with Greece, 1878-1954, Lanham / Boulder / New York / London, 2019. Tozun Bahcheli, Greek-Turkish Relations Since 1955, Boulder / San Francisco / London, 1990. Stefan Maximilian Brenner, Die NATO im griechisch-türkischen Konflikt 1954 bis 1989, Berlin / Boston, 2017.
Erschienen: 05.03.2026
Dauer: 00:48:04
Weitere Informationen zur Episode "Folge 156 - Der Erzbischof und der Zypernkonflikt"
In der neuen Podcast-Folge sprechen David und Felix über den legendären Schweizer Nationalhelden Wilhelm Tell. Im Laufe der Jahrhunderte avancierte Tell zum Inbegriff des Tyrannenmörders, der von Jakobinern, Philhellenen und Bolschewisten gleichermaßen verehrt und zum Vorbild erkoren wurde. Dabei bereitete Tell Schriftstellern und Historikern gleichermaßen Kopfzerbrechen. Den einen fiel es schwer, das ganz und gar unritterliche Attentat aus dem Hinterhalt in der Hohlen Gasse bei Küssnacht zu rechtfertigen. Die anderen konnten spätestens im 19. Jahrhundert nicht mehr übersehen, dass in den mittelalterlichen Quellen weder vom Schützen Tell noch vom tyrannischen Vogt Gessler auch nur die geringste Spur zu finden ist… Unsere Literaturtipps zur Folge: - Liliy Stunzi (Hg.): Tell. Werden und Wandern eines Mythos, Bern/Stuttgart 1973. - Jean-François Bergier: Wilhelm Tell. Realität und Mythos, Zürich 2012. - Michael Blatter/Valentin Groeber: Wilhelm Tell. Import-Export. Ein Held unterwegs, Baden 2016. Und natürlich: - Friedrich Schiller: Wilhelm Tell - Max Frisch: Wilhelm Tell für die Schule
Erschienen: 19.02.2026
Dauer: 00:38:50
Weitere Informationen zur Episode "Folge 155 - Wilhelm Tell"
Das Haus Hohenzollern war eine der bedeutendsten deutschen Dynastien überhaupt. Als Markgrafen von Brandenburg, Herzöge von Preußen, Könige in Preußen und deutsche Kaiser prägten Herrscher wie Herzog Albrecht I., der „Soldatenkönig“ Friedrich Wilhelm I., Friedrich II. „der Große“ und der letzte deutsche Kaiser Wilhelm II. den Lauf der Geschichte. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Für den nachhaltigen Einfluss der Dynastie nicht weniger relevant waren Frauen wie Sophia von Brandenburg oder Sophie von der Pfalz, die Netzwerke und Kontakte zu anderen Höfen pflegten, durch strategische Eheschließungen Bündnisse absicherten oder einfädelten und deren Wirken für die Außenwahrnehmung des Hauses nicht weniger wichtig war als das der jeweils regierenden Männer.
Erschienen: 12.02.2026
Dauer: 00:29:19
Weitere Informationen zur Episode "Folge 154 - Sophia von Brandenburg"
Seit dem erfolgreichen Befreiungskampf der Sklaven werden in Haiti demokratische Entwicklungen regelmäßig von Diktatoren unterbrochen. Die Dynastie der Duvaliers trägt Mitte des 20. Jahrhunderts maßgeblich zur Verfestigung dieses Zustandes bei. Mit Staatsterror und Korruption unterwerfen sie sich das Land. Literaturtipp zur Folge: Jean-Germain Gros, State Failure. Underdevelopment, and Foreign Intervention in Haiti. New York/Oxon 2012. James Ferguson, Papa Doc, Baby Doc. Haiti and the Duvaliers. Ox- ford/New York 1987.
Erschienen: 29.01.2026
Dauer: 01:08:53
Weitere Informationen zur Episode "Folge 153 - Papa Doc und Baby Doc - die Duvalier-Diktatur"
Die Borgia waren die vielleicht berüchtigtste Adelsfamilie der Renaissance. Ihr zweifelhafter Ruf war dabei nicht allein ein Produkt der effektiven Propaganda ihrer Gegner, ihr kreativer Umgang mit den Normen und Gewohnheiten ihrer Zeit trug mindestens ebenso sehr dazu bei. Im Podcast reden David und Felix vor allem über Lukrezia Borgia, die Tochter Papst Alexanders VI., deren Leben lange von den politischen Winkelzügen ihres Vaters und den Ambitionen ihres Bruders Cesare geprägt wurde, ehe sie sich als Herzogin von Ferrara den Respekt ihrer Zeitgenossen erarbeiten konnte. Unser Literaturtipp zur Folge: - Friederike Hausmann: Lucrezia Borgia. Glanz und Gewalt. Eine Biographie, München 2019.
Erschienen: 15.01.2026
Dauer: 01:42:34