with Prof. Sébastien Calvignac-Spencer
A virus that is transmitted from birds to cattle on another continent. Then: the first human was infected with this virus. How did that happen? The virus has evolved. Adapted. To a different host. And the evolution continues. Suddenly, people are no longer infecting animals, but: each other? It sounds like an apocalyptic scenario, but we have all experienced how real this scenario can suddenly become. And a few years later, life is back to normal. Just with one more virus that can make us ill. This can and will happen again and again, but in order for us to be prepared and NOT have an apocalypse, we need to know as much as possible about which viruses are on the move and how they are changing. And this is what Professor Sébastien Calvignac-Spencer is doing at the Helmholtz Institute for One Health in Greifswald. He not only looks at the pathogens, but also at how changes in the environment and nature - including those caused by us - influence how pathogens have developed in the past. Sébastien Calvignac-Spencer heads the ‘Evolution of Pathogens’ working group and uses genetic changes to retrospectively analyse what could have caused this change. This allows valuable conclusions to be drawn about how today's pathogens could develop. I will now be talking to Sébastien Calvignac-Spencer about how predictions can be made from this and what they are.
Erschienen: 14.10.2024
Dauer: 00:35:18
mit Prof. Sébastien Calvignac-Spencer
Erst noch weit weg: Ein Virus, das auf einem anderen Kontinent von Vögeln auf Rinder übertragen wird. Dann: der erste Mensch hat sich mit diesem Virus infiziert. Wie konnte das passieren? Das Virus hat sich entwickelt. Angepasst. An einen anderen Wirt. Und die Entwicklung geht weiter. Plötzlich stecken sich bald Menschen nicht mehr an Tieren an, sondern: sich gegenseitig?. Es klingt wie ein apokalyptisches Szenario, aber wir haben alle erlebt, wie real dieses Szenario auf einmal werden kann. Und ein paar Jahre später ist das Leben wieder normal. Nur mit einem Virus mehr, dass uns krank machen kann. Das kann und wird immer wieder passieren, aber damit wir darauf vorbereitet sind und KEINE Apokalypse bekommen, müssen wir so gut wie möglich Bescheid wissen, welche Viren unterwegs sind und wie sie sich verändern. Und das macht Professor Sébastien Calvignac-Spencer am Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald. Hier wird nicht nur auf die Krankheitserreger geguckt, sondern auch wie Veränderungen der Umwelt, der Natur – auch von uns hervorgerufen – beeinflussen, wie sich Krankheitserreger in der Vergangenheit entwickelt haben. Sébastien Calvignac-Spencer leitet die Arbeitsgruppe „Evolution von Krankheitserregern“ und untersucht anhand genetischer Veränderungen Rrückwirkend, was diese Veränderung verursacht haben könnte. Daraus lassen sich nämlich wertvolle Schlüsse ziehen, wie sich heutige Krankheitserreger weiterentwickeln könnten. Wie man daraus Vorhersagen treffen kann und welche das sind – darüber spreche ich unter anderem jetzt mit Sébastien Calvignac-Spencer.
Erschienen: 14.10.2024
Dauer: 00:40:02
Weitere Informationen zur Episode "Evolution von Krankheitserregern"
with Dr Lisa Osbelt and Prof Till Strowig
Digestive problems are on the rise - every 2nd to 3rd adult is now affected. And they are DIRECTLY linked to our modern way of life: What makes life easier for us is ruining our bodies: fast food, sitting at work - in the car - on the couch, the need to exercise is decreasing more and more. You can have everything delivered to your home - even the weekly shop. And if something does pinch and tweak, then perhaps we need to take our bums to the doctor. And then there's often: medication, e.g. antibiotics. And all of this harms our tiny little flatmates. After all, we are not alone in our bodies: the huge community of microorganisms in our gut keeps us healthy. And when things go wrong, we get sick. And not just a little: Disorders of our microbiome could be the trigger for morbid obesity, diabetes, inflammatory bowel diseases and even depression or cancer. Dr Lisa Osbelt-Block knows this. She conducts research at the HZI in the ‘Microbial Immune Regulation’ research group headed by Prof Till Strowig and is fascinated by our little fellow inhabitants. Today we are talking about how our microbiome keeps our body healthy and what happens when it is not in order. We also talk about current research into the microbiome and how the findings can be used to treat diseases. And: today there's also a bit of service: namely what each and every one of us can or should not do to keep our microbiome fit and thus ourselves healthy. Transparency notice: The podcast contains AI-generated audio material.
Erschienen: 16.07.2024
Dauer: 00:23:11
Weitere Informationen zur Episode "Our microbiome and how it keeps us healthy"
mit Dr. Lisa Osbelt und Prof. Till Strowig
Verdauungsprobleme nehmen zu – mittlerweile ist jede 2.bis 3. erwachsene Person betroffen. Und die hängen DIREKT mit unserer modernen Lebensweise zusammen: Was uns das Leben leichter macht, macht unseren Körper kaputt: Fast Food, sitzen im Job – im Auto – auf der Couch, die Notwendigkeit, sich zu bewegen, nimmt immer mehr ab. Alles kann man sich nach Hause liefern lassen – selbst den Wocheneinkauf. Und wenn dann doch mal etwas zwickt und zwackt: Ja dann müssen wir vielleicht doch mal unseren Hintern zum Arzt bewegen. Und da gibt’s dann oft: Medikamente, z. B. Antibiotika. Und all das schadet unseren winzig kleinen Mitbewohnern. Denn wir sind ja nicht allein in unserem Körper: Die riesige Mikroorganismen WG in unserem Darm hält uns gesund. Und wenn da der Haussegen schief hängt, werden wir krank. Und nicht nur so ein bisschen: Für krankhaftes Übergewicht, Diabetes, entzündliche Darmerkrankungen und sogar Depressionen oder Krebs könnten Störungen unseres Mikrobioms der Auslöser sein. Das weiß Dr. Lisa Osbelt-Block. Sie forscht an HZI in der Forschungsgruppe „Mikrobielle Immunregulation“ unter der Leitung von Prof. Till Strowig und ist fasziniert von unseren kleinen Mitbewohnern. Wir sprechen heute darüber, wie unser Mikrobiom unseren Körper gesund hält und was passiert, wenn es nicht in Ordnung ist. Außerdem über die aktuelle Forschung zum Mikrobiom und darüber wie man die Erkenntnisse bei der Behandlung von Krankheiten nutzen kann. Und: heute gibt’s auch ein bisschen Service: nämlich was jeder und jede von uns selbst tun kann oder lassen sollte, um unser Mikrobiom fit und damit uns gesund zu halten.
Erschienen: 16.07.2024
Dauer: 00:42:04
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An interview with Professor Thomas Pietschmann
Depending on where you are travelling, different viruses are on the move, some of which can cause life-threatening illnesses. Either through contaminated water or food or through insects that can transmit them when bitten. They can spread all over the world due to climate change, travelling and global transport chains. We have all experienced what this can mean in recent years. What can help: Vaccines and other medicines that help our immune system to fight off these pathogens. Finding them is not so easy. For Professor Thomas Pietschmann, head of the Institute of Experimental Virology at TWINCORE and spokesperson for the "Infection Research" research programme at the HZI, this means: challenge accepted! The conversation is about viruses, how important vaccines are, how difficult the search for them is and how important interdisciplinarity is here. Transparency notice: The podcast contains AI-generated audio material.
Erschienen: 31.05.2024
Dauer: 00:17:28
Weitere Informationen zur Episode "Vaccines against viruses - protection against diseases"
Ein Gespräch mit Professor Thomas Pietschmann
Je nachdem, wohin man reist, sind unterschiedliche Viren unterwegs, die zum Teil lebensbedrohliche Erkrankungen auslösen können. Entweder durch verunreinigtes Wasser oder Lebensmittel oder durch Insekten, die sie bei einem Stich übertragen können. Durch den Klimawandel, durch das Reisen und globale Transportketten können sie sich in der ganzen Welt verbreiten. Was das bedeuten kann, haben wir alle in den letzten Jahren schon mal erlebt. Was dagegen hilft: Impfstoffe und andere Medikamente, die unserem Immunsystem helfen, diese Erreger abzuwehren. Die zu finden, ist gar nicht so leicht. Für Professor Thomas Pietschmann, dem Leiter des Instituts für experimentelle Virologie am TWINCORE und Sprecher des Forschungsprogramms „Infektionsforschung“ am HZI heißt das: Challenge accepted! Im Gespräch geht es um Viren, darüber, wie wichtig Impfstoffe sind und wie schwierig die Suche danach ist und wie wichtig hier Interdisziplinarität ist.
Erschienen: 31.05.2024
Dauer: 00:29:01
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mit Prof. Dr. Christine Beemelmanns
Die Abteilung „Antiinfectiva aus Microbiota“ von Prof. Christine Beemelmanns fokussiert sich auf die Identifizierung und funktionelle Analyse von neuartigen anti-infektiven Naturstoffen aus mikrobiellen Gemeinschaften. Ko-Kultivierungsstudien sowie zellbasierte Assays in Kombination mit chemisch-analytischen und molekularbiologischen Methoden werden zur Evaluierung neuer mikrobieller Naturstoff-Produzenten verwendet. Zur Strukturaufklärung der sekretierten Naturstoffe wendet die Gruppe etablierte und innovative metabolomische, aktivitäts- und genomgeleitete Methoden an. Basierend auf den isolierten Naturstoffen erfolgt die funktionale Analyse und Evaluierung ihres Wirkspektrums. Die Abteilung hat ihren Sitz am Helmholtz-Institut für Pharmazeutische Forschung Saarland (HIPS) in Saarbrücken, einem Standort des HZI in Kooperation mit der Universität des Saarlandes. Die Verbreitung von Antibiotika-resistenten humanpathogenen Bakterien ist eine zunehmende Bedrohung für die menschliche Gesundheit. Daher sind die Entwicklung neuer Anti-Infektiva sowie ein verbessertes Verständnis ihrer Funktion und Wirkungsweise dringend notwendig. Eine vielversprechende Quelle für neue Wirkstoffe sind Mikroorganismen. Mikrobielle Gemeinschaften (Mikrobiota / Mikrobiom) setzen sich aus einer Vielzahl verschiedener Bakterien, Pilze und Vertreter ein- und wenigzelliger Eukaryoten sowie Viren, zusammen. Diese Gemeinschaften befinden sich unter anderem auf menschlichen, tierischen und pflanzlichen Gewebeoberflächen, wo sie essenzielle Funktionen für den Wirt einnehmen können. Die Zusammensetzung der Mikrobiota korreliert in vielen Fällen mit ihrer Lokalisation und damit ihrer Funktion. Mikroorganismen regulieren und manipulieren ihr Zusammenleben durch die Aussendung von bioaktiven Naturstoffen. Mikrobielle Naturstoffe können antibiotisch wirken, um die Produzenten zu schützen, können aber auch als zelluläres Signal wirken, als Morphogen für den Wirtsorganismus oder als Nährstoff verstoffwechselt werden. Die chemischen Strukturen vieler dieser Naturstoffe sind jedoch unbekannt, und damit sind ihre natürliche Funktion sowie ihr Einfluss auf die Mikrobiota und mögliche Anwendungspotenziale bis heute nur sehr wenig erschlossen. Da Naturstoffe wichtige Funktionen in mikrobiellen Interaktionen spielen, ist ihre Produktion eng mit der Zusammensetzung der Mikrobiota verknüpft. Die Beemelmanns-Gruppe analysiert repräsentative mikrobielle Gemeinschaften, um diesen chemischen Raum zu erschließen.
Erschienen: 23.04.2024
Dauer: 00:23:32
Weitere Informationen zur Episode "Anti-infektive Naturstoffe"
with Prof. Dr. Christine Beemelmanns
The department "Anti-infectives from Microbiota" of Prof Christine Beemelmanns focuses on the identification and functional analysis of novel anti-infective natural products from microbial communities. Co-cultivation studies and cell-based assays in combination with chemical-analytical and molecular biological methods are used to evaluate new microbial natural product producers. The group uses established and innovative metabolomic, activity- and genome-guided methods to elucidate the structure of the secreted natural products. Based on the isolated natural products, the functional analysis and evaluation of their spectrum of activity is carried out. The department is based at the Helmholtz Institute for Pharmaceutical Research Saarland (HIPS) in Saarbrücken, a site of the HZI in co-operation with Saarland University. The spread of antibiotic-resistant human pathogenic bacteria is an increasing threat to human health. The development of new anti-infectives and a better understanding of their function and mode of action are therefore urgently needed. Microorganisms are a promising source of new active substances. Microbial communities (microbiota / microbiome) are made up of a large number of different bacteria, fungi and representatives of unicellular and few-celled eukaryotes as well as viruses. These communities are found on human, animal and plant tissue surfaces, among others, where they can fulfil essential functions for the host. In many cases, the composition of the microbiota correlates with its localisation and thus its function. Microorganisms regulate and manipulate their coexistence by emitting bioactive natural substances. Microbial natural products can have an antibiotic effect to protect the producers, but can also act as a cellular signal, as a morphogen for the host organism or be metabolised as a nutrient. However, the chemical structures of many of these natural substances are unknown, which means that their natural function, their influence on the microbiota and their potential applications are still poorly understood. As natural products play important roles in microbial interactions, their production is closely linked to the composition of the microbiota. The Beemelmanns group analyses representative microbial communities to explore this chemical space. Transparency notice: The podcast contains AI-generated audio material.
Erschienen: 23.04.2024
Dauer: 00:11:51
Weitere Informationen zur Episode "Anti-infective natural substances"
mit Dr. Berit Lange
Erinnert ihr euch noch an den Winter 2022? Die Kinder-Intensivstationen waren voll von Babies und kleinen Kindern, die kaum Luft bekamen. Denn durch die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in den zwei Wintern davor, hatten viele Kinder noch nicht ihre erste RSV-Infektion durchgemacht. Deshalb gab es viele Kinder, die auf einmal krank waren und damit auch mehr als sonst, die schwer krank waren. Für Säuglinge unter 3 Monaten ist das Respiratorische Synzytialvirus besonders schlimm. Denn es kann zu schweren Lungenentzündungen führen – und manchmal bleiben lebenslange Folgeschäden. Ein Beispiel dafür, wie schnell sich Erreger ausbreiten können. Und genau das ist das Spezialgebiet von Dr. Berit Lange – der (kommissarischen) Leiterin der Abteilung Epidemiologie und Leiterin der Forschungsgruppe klinische Epidemiologie hier am HZI.
Erschienen: 20.03.2024
Dauer: 00:35:33
Weitere Informationen zur Episode "Pandemic Resilience – Nach der Pandemie ist vor der Pandemie"
Dr. Berit Lange
Do you remember the winter of 2022? The paediatric intensive care units were full of babies and small children who could barely breathe. This was because the measures taken to combat the coronavirus pandemic in the two previous winters meant that many children had not yet had their first RSV infection. As a result, there were many children who were suddenly ill and therefore more than usual who were seriously ill. The respiratory syncytial virus is particularly bad for babies under 3 months of age. This is because it can lead to severe pneumonia - and sometimes life-long consequential damage remains. An example of how quickly pathogens can spread. And this is precisely the area of expertise of Dr Berit Lange - the (acting) head of the Department of Epidemiology and head of the Clinical Epidemiology research group here at the HZI.
Erschienen: 20.03.2024
Dauer: 00:11:17
Weitere Informationen zur Episode "Pandemic Resilience – The next pandemic is coming"