Sprache verhandeln

Sprache findet an Schulen überall statt und "passiert" nicht einfach in einer dunklen Ecke am Gang. Welche Sprachen gesprochen werden, wird ausverhandelt und hat eine enorme poltische Bedeutung. Gespräch mit der Linguistin Judith Purkarthofer.

Podcast: Lobster und Tentakel – Gespräche über das Lernen

Erschienen: 18.09.2013
Dauer: 01:44:47

Sprache ist politisch, und Sprache ist ein Prozess. Die Linguistin Judith Purkarthofer erzählt über ihre Arbeit als Sprachwissenschaftlerin, die auch an Schulen stattfindet. Sprache muss oft verhandelt werden und hat immer auch eine politische Komponente. Welche Sprachen sind erlaubt, willkommen und erwünscht. Es entstehen Sprachregimes. So erwünscht die Mehrsprachigkeit im allgemeinen ist, muss ein vielsprachiger Hintergrund besonders in Schulen oft als Sündenbock herhalten. Eine gute Ausbildung von Lehrenden hilft, die vielen Sprachen als Quelle für Verständigung und Selbstbewusstsein zu erhalten. In der ersten Ausgab von "Lob und Tadel" spricht Judith Purkarthofer mit Lothar Bodingbauer über die Zusammenhänge von Sprache und Raum, Mehrsprachigkeit, Sprachbiographien, Macht und Sprache, Spracherwerb, und erzählt von Sprachprojekten in Voksschulen, die die Vielsprachigkeit mit der Vielfalt des Naturerlebens zusammenbringen. Sie selbst ist während ihrer Volksschulzeit vom Steirischen Sprachraum in das Salzkammergut übergewechselt – ein prägendes Erlebnis. Ein Ausschnitt aus diesem Gespräch wird am Montag, 23. September im ORF Österreich 1 Radioprogramm "Moment Leben Heute" ausgestrahlt. Links: Judith Purkarthofer | ORF Radio Ö1 | Naturfreunde International


Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.

Podcast-Website: Episode "Sprache verhandeln"

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