Mikrobielle Kompassnadel
Podcast: MicrobeThingsMacro - Mikroben ganz groß!
Erschienen: 28.04.2026
Dauer: keine Angabe
Bakterien, die sich am Erdmagnetfeld orientieren? Ja, die gibt es wirklich. In der heutigen Folge von MicrobeThingsMacro – Mikroben ganz groß! beschäftigen wir uns mit Magnetospirillum gryphiswaldense. Hört gerne rein und lernt, wie das Bakterien entdeckt wurde, wie und warum es magnetisch ist und was das alles mit Leben auf dem Mars und der Medizintechnologie der Zukunft zu tun hat. Kapitel 00:00 – Intro 01:27 – Erste Beschreibungen von Magnetospirillum 03:56 – Die Entdeckung von Magnetospirillum gryphiswaldense 05:00 – Magnetosomen – Wie der Magnetsinn in Bakterien funktioniert 08:07 – Magnetosomen als Zeichen von Leben im All? 09:26 – Magnetospirillum in der aktuellen Forschung 11:02 – Fazit & Verabschiedung Was ihr in dieser Folge lernen konntet… Magnetospirillum gryphiswaldense ist ein Bakterium, dass sich entlang des Erdmagnetfelds ausrichten kann. Die korkenzieherförmige Mikrobe nutzt dafür eine Kette von eisenhaltigen Magnetitkristallen, die in sogenannten Magnetosomen zu Stabmagneten werden. Entlang der Feldlinien kann sich Magnetospirillum in Gewässern in weniger sauerstoffhaltige Schichten bewegen. Hier findet es seine idealen Wachstumsbedingungen. Magnetosomen finden vielseitige Anwendung in der medizinischen Forschung - ob als Kontrastmittel, zur Steuerung von Mikrorobotern, oder in der Tumortherapie. Sogar im Gestein eines Marsmeteoriten wurden schon Magnetosomen-ähnliche Strukturen gefunden. Die Folge zum Nachlesen findet ihr hier. Links & weitere Infos Mikrobe des Jahres 2019 / VAAM - Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie e.V. Video von Magnetospirillen unter dem Mikroskop Entdeckung und Erstbeschreibung von Magnetospirillum Bellini, S. (2009), Chinese J. Oceanol. Limnol., 27(1), pp. 3–5. Blakemore, R. (1975), Science, 190(4212), pp. 377–379. Maratea, D. and Blakemore, R.P. (1981), Int. J. Syst. Evol. Microbiol., 31(4), pp. 452–455. Schleifer, K.H. et al. (1991), Syst. Appl. Microbiol., 14(4), pp. 379–385. Bildung und Funktionsweise der Magnetosomen Schüler, D. (1999), J. Mol. Microb. Biotech., 1(1), pp. 79–86. Blakemore, R.P. and Frankel, R.B. (1981), Sci. Am., 245(6), pp. 58–65. Magnetosomen in Marsgestein Friedmann, E.I. et al. (2001), Proc. Natl. Acad. Sci. U. S. A., 98(5), pp. 2176–2181. Magnetospirillum in der Bioremediation Krawczyk-Bärsch, E. et al. (2022), J. Hazard. Mater., 437, p. 129376. Hat dir diese Folge gefallen? Abonniere MicrobeThingsMacro, um keine Episode zu verpassen. Merch gibt es in meinem Spreadshop! Hinterlasse gerne eine Bewertung – das hilft, mehr Menschen für die Welt der Mikroben zu begeistern.
Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.