"Die Gesundheitsversorgung in Afrika ist nicht nur schlecht, sondern sie ist es auch schon lange", sagt Klaus Schlichte, Professor für Internationale Beziehungen und Weltgesellschaft an der Uni Bremen.
Podcast: PolitikWissen
Erschienen: 21.04.2020
Dauer: 00:33:11
Mit ihm haben wir über die derzeitige Lage im Globalen Süden gesprochen. "Je schlechter das Gesundheitssystem, desto repressiver die Reaktion", so bringt Prof. Klaus Schlichte die bisherigen weltweiten Corona-Maßnahmen auf den Punkt. Und weiter: "Die einschränkende, repressive Politik ist derzeit in den meisten Staaten des Globalen Südens die dominante." Die Staaten Afrikas hätten zwar schon organisatorische Erfahrung mit der Bekämpfung von Seuchen, allerdings würden vielerorts vor allem die Ressourcen fehlen. Weitere wirtschaftliche Probleme sind laut Schlichte vor allem der ausfallende Tourismus und - was ökonomisch viel wichtiger ist - die ausbleibenden Labor Remittances, also Rücküberweisungen von afrikanischen Migrantinnen und Migranten im Globalen Norden: "Mit dem Einbruch der Labor Remittances bricht auch die wichtigste Devisenquelle afrikanischer Ökonomien ein." Das Gespräch wurde am 20.04.2020 als Onlinetelefonat durchgeführt und aufgezeichnet. Bild: Pixabay.com/Institut für Politikwissenschaft. ---- This podcast gives the views of the author(s), and not the position of the Department of Political Science, University of Innsbruck. This work by the Department of Political Science, University of Innsbruck, is licensed under a Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives 4.0 International (CC BY-NC-ND 4.0).
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Podcast-Website: Episode "Sonderreihe Corona 6: Afrika - droht eine humanitäre Katastrophe?"