Podcast "Raumcast"

Der Podcast zum öffentlichen Raum

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Gemeinsam Einsam (RAUMCAST 01/2020)

36 Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich …

36 Millionen Menschen in Deutschland fühlen sich manchmal oder ständig einsam. Welche psychologischen Faktoren spielen dabei eine Rolle? Durch was zeichnet sich eine menschenfreundliche Stadt aus? Welche Angebote gibt es, um sich mit anderen Menschen zu vernetzen? In dieser Folge des Raumcasts beschäftigen wir uns mit Einsamkeit in der Großstadt.

Erschienen: 09.01.2020
Dauer: 00:20:45

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Soziale Netzwerke: Orte der Öffentlichkeit? (RAUMCAST 12/2019)

Abseits der gebauten Umwelt suchen wir im Interne…

Abseits der gebauten Umwelt suchen wir im Internet nach Orten der Öffentlichkeit. Gibt es öffentliche Räume im Netz? Sind Soziale Netzwerke Teil des öffentlichen Raums? Mit dem netzpolitischen Aktivisten Markus Beckedahl sprechen wir über Rechte und Pflichten in sozialen Netzwerken, Datensouveränität und digitale Selbstverteidigung. Das Interview führt uns zu der Frage: Müssen wir das Netz abschaffen und neu bauen? Am Anfang stand die Frage: Gibt es öffentliche Räume im Netz? Bei unseren Diskussionen ergaben sich zwei Probleme: Wir konzeptualisierten den „öffentlichen Raum“ völlig unterschiedlich. Außerdem fiel es uns schwer, die Konzepte „öffentlicher Raum“ und „Öffentlichkeit“ voneinander zu trennen. Ein Blick in die Literatur ergab: Meist wird der öffentliche Raum in Abgrenzung zum privaten definiert oder zwischen privater Sphäre und staatlicher Autorität verortet. Beschrieben wird er als kommunikativer Ort, an dem gesellschaftliche Aushandlungsprozesse stattfinden. Es ist der Ort, an dem sich die Öffentlichkeit konstituiert. Diese Öffentlichkeit beschreibt Jürgen Habermaß (1992: 436) als ein Netzwerk für die Kommunikation von Inhalten und Stellungnahmen, also von Meinungen. (Das klang für uns bereits nach Sozialen Netzwerken!) Über die Bedeutung der Öffentlichkeit für eine demokratische Gesellschaft herrschte stiller Konsens. Noch etwas fiel uns auf: Der öffentliche Raum ist umkämpft! Wir dachten an den Syntagma-Square in Athen, den Tahrir in Kairo und den Maidan in Kiew. Offenbar ist der öffentliche Raum auch Ort von Protest und Emanzipation. Doch der Protest verlagert sich zunehmend in die digitale Sphäre. Politische Debatten und ideologische Kämpfe werden in den Sozialen Netzwerken ausgetragen – oder dort zumindest organisiert. Im Zuge des Arabischen Frühlings erlebten die einstigen Netz-Utopien Konjunktur. Bei der Mobilisierung der Leute waren die Sozialen Netzwerke von entscheidender Bedeutung. Einige sprachen sogar von einer „Facebook-Revolution“. Erfüllen Plattformen wie Facebook die Funktionen des öffentlichen Raums? Sind Soziale Netzwerke Orte der Öffentlichkeit? - Das haben wir den netzpolitischen Aktivisten Markus Beckedahl gefragt. Als Gründer von netzpolitik.org und Mitbegründer der re:publika ist er Experte für digitale Gesellschaft und das Web 2.0. Im Gespräch wurde uns klar: Auch dieser Raum ist umkämpft. Wieder stellen sich die Fragen nach Zugänglichkeit, Zuständigkeit und Ressourcenverteilung. Wie würdet ihr den öffentlichen Raum 2.0 gestalten? Habt ihr Markus Vorschläge dazu im Podcast gehört? Was haltet ihr davon? Wie bedanken uns bei Markus Beckedahl für das Interview und bei euch fürs Zuhören!

Erschienen: 10.12.2019
Dauer: 00:26:53

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Werbung im öffentlichen Raum (RAUMCAST 11/2019)

Werbung umgibt uns nicht nur im Internet tagtägli…

Werbung umgibt uns nicht nur im Internet tagtäglich und ununterbrochen. Jedes Mal, wenn wir das Haus verlassen, sind wir mit ihr konfrontiert - ob großformatige digitale Werbeanlagen, Plakate an Zäunen, sich drehende Litfaßsäulen, sogenanntes “Fahrgastfernsehen” in der Bahn, an Bushäuschen, auf Bussen selbst, Hinweise unter Uhren ... wir könnten diese Aufzählung endlos fortsetzen. Werbung überlagert oft die eigentliche Gestaltung der Stadt - der öffentliche Raum ist durchsetzt von Werbung und sie ist kaum wegzudenken. Oder doch? In Berlin setzt sich die Initiative “Berlin werbefrei” dafür ein und selbst Teile der Verwaltung räumen einer werbefreien Stadt Zukunftsperspektiven ein. Aber - was ist eigentlich genau Werbung? Was unterscheidet Werbung von Information? Und gibt es “gute” und “schlechte” Werbung? Wer darf darüber entscheiden, wo welche Werbung hängt? Und was sagt die Werbebranche selbst dazu? Um uns diesen Fragen zu nähern, haben wir uns mit den Mechanismen der Werbung beschäftigt und uns den Umgang der Verwaltung mit Außenwerbung in Berlin einmal genauer angeschaut. Dafür haben wir mit Claudia Reich-Schilcher aus der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und mit Vicki von der Initiative “Berlin werbefrei” gesprochen. Die Werbeindustrie, darunter der Zentralverband der Außenwerbung und der Berliner Platzhirsch, die Wall AG, wollte sich unseren Fragen leider nicht stellen. Trotz vieler Antworten und interessanten Fakten bleiben aber natürlich auch einige Fragen offen oder lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven auch unterschiedlich beantworten. An der Folge beteiligt waren Ann Sophie Felisiak, Valentin Kranz, Carolin Lichtenstein, Thomas Nguyen und Moritz Wühr.

Erschienen: 11.11.2019
Dauer: 00:24:01

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Wo bekomm ich Drogen in Berlin? (RAUMCAST 10/2019)

In dieser Folge unseres wissenschaftlichen Podcas…

In dieser Folge unseres wissenschaftlichen Podcasts befassen wir uns mit dem größten Drogenumschlagplatz Berlins. Es geht natürlich um den Görlitzer Park! Warum er überhaupt entstanden ist und wie damit umgegangen wird - das wollen Karina, Tim und Günes heute für euch klären. Sie haben unter anderem mit dem Parkrat Lorenz Rollhäuser über die Situation gesprochen. Entstanden ist der Park aus der Forderung der Hausbesetzerszene in den Achtzigern. Das ehemalige Bahngelände wurde nach der Wende zu einer Grünanlage. Zu einem der größten Drogenumschlagsplätze Berlins entwickelte sich der Park jedoch erst Anfang der 2000er Jahre. Vor allem Männer afrikanischer Herkunft breiteten sich über viele Bereiche des Parks aus und boten Drogen an. Die Anzahl an Händlern stieg mit der Zuzugswelle seit 2015 noch einmal deutlich an. An schönen Sommertagen verkaufen nun bis zu 250 Menschen im Görlitzer Park Drogen. Wusstest du, dass der Görlitzer Park zu den acht kriminalitätsbelasteten Orten Berlins gehört? Die Polizei darf hier auch ohne konkreten Verdacht Personenkontrollen und -durchsuchungen durchführen. Das Problem daran ist, dass dadurch “racial profiling” möglich gemacht wird. Das betrifft nicht nur Dealer im Görlitzer Park, sondern auch die Anwohner. Immer wieder kommt es aber auch zu Konflikten zwischen den Nutzergruppen. Deswegen wurde schon lange versucht, eine Interessenvertretung für die verschiedenen Gruppen zu bilden. 2013 gab es im Park eine Veranstaltung mit anschließenden Arbeitsgruppen, die von den Grünen organisiert war. Ziel war es auch gewesen Präsenz im Park zu zeigen, damit nicht mehr das ,,Recht des Stärkeren’’ gelte. Lorenz Rollhäuser war als Anwohner auch damals schon dabei. Seiner Meinung nach hat eben jeder das Recht den Park zu nutzen, aber nicht jedes Verhalten sollte toleriert werden, sodass keine Gruppen ausgeschlossen werden. Die Initiative wollte auch das Sicherheitsgefühl der Leute verbessern und Ansprechpartner stellen. Weil Nutzungskonflikte zugenommen haben brauche man eine Art Moderator, was die Initiative dann auch gleich in ihrem Konzept festgehalten hat. Daraus ist dann auch der Parkrat entstanden. Was eben ganz besonders am Görli ist, sind die dadurch entstandenen Akteure im Park: Der Parkmanager, der auch gerne mal Parkranger genannt wird, soll die Parkläufer und Sozialarbeit koordinieren. Parkläufer haben nämlich einen entscheidenden Vorteil gegenüber Polizisten: Sie sind nicht dem Legalitätsprinzip unterlegen, das heißt, sie müssen nicht jedem Vergehen nachgehen. Man kann den Görlitzer Park nicht einfach angehen, indem man fragt: Wie wird man die Dealer los? Die Frage sollte erst mal lauten: Wer dealt da eigentlich? Dazu erzählen wir euch die Geschichte von Ismael, auf die wir bei der Recherche gestoßen sind. Der Görlitz Park ist mehr als nur Drogenszene. Der Schmuckgarten, der Kinderbauernhof, die grüne Bühne und die Freiflächen ziehen ganz unterschiedliche Nutzer in den Park. Er zeigt zwar jede Menge Einzelschicksale auf, die allein betrachtet erstmal ein schlechtes Licht durchschimmern lassen, jedoch steckt auch hinter jedem Dealer eine Person, die meistens gezwungen ist so Ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Dennoch muss man die Ängste der Anwohner ernst nehmen und versuchen, für jede Nutzergruppe des Parks eine konfliktfreie Lösung zu finden.

Erschienen: 10.10.2019
Dauer: 00:16:28

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Carsharing (RAUMCAST 06/19)

In this episode we will taking a closer look to t…

In this episode we will taking a closer look to the topic of carsharing and discuss the use of carsharing varies. ========== We are sure you have heard of car sharing before! Especially living in big cities car sharing is everywhere and in the 21st century it is almost as common as using public transport. So letʼs get into it and take a closer look at car sharing and itʼs history. Even though car sharing seems to be fairly new phenomenon, it had actually been around as long as motorized vehilces have been invented. Even though there was no specific name for the act of sharing vehilces, people would use their own cars to give friends and family a ride. It was not until 1948 that it developed into a business idea and Switzerland launched itʼs first car sharing initiative called Sebstfahrergemeinschaft (engl. self-driving community), which is considered as the first wave of car sharing. The second wave didnʼt occur until the 1980ʼs when Germany officially introduced itʼs car sharing system StattAuto, which translates to instead of a car/city car. The main idea entailed a cost-efficient and environmentally friendly alternative to owning your private car and therefore offering the use of different vehicles for a limited period of time to get from point A to point B for less money than getting car from a car rental place. Today, living in a digital world with the internet and mobile Apps always available, we now have the opportunity to take advantage of the car sharing systems in a whole new way. Lorenzo Rossi, the head of marketing for the car sharing company Free2Move, describes the sharing system as a popular alternative amongst the younger demographic. Ironically, people living in bigger cities use car sharing systems more often than people in suburban areas, even though the public transport systems also provides a great alternative to owning private vehicles. In our podcast we also discuss in detail the difference of use of car sharing systems in Germany, Italy, India and Great Britain. We feel that car sharing has the potential to be really successful as a full blown alternative. But at the same time, we also have to acknowledge the fact that car sharing has to improve further to actually appeal to the vast majority of people who know about it but are reluctant to use it. As we have mentioned in our podcast, an average of only 2% of the population use car sharing regularly and many use car sharing not as an alternative to owning their own car but as an alternative to using public transportation. The trend however looks promising and it is a good sign that people are willing to move away from owning cars to promote a more clean environment. We really hope that this trend keeps continuing and as we are not far away from a future where we no longer depend on non renewable resources, the future for car sharing and the environment looks promising! We want to thank Lorenzo Rossi for his time and effort. Arlina Benson, Jennifer Ruthe, Limnash Mohammed Ali, Riccardo Topazzini Blog Post

Erschienen: 23.06.2019
Dauer: 00:39:18

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In Deutschland muss niemand auf der Straße leben (...oder?) Leben im Öffentlichen (RAUMCAST 05/2019)

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema …

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema Obdachlosigkeit im öffentlichen Raum und wie dies in unserer Gesellschaft aufgefasst wird. ========== Wie kann es passieren, dass so viele Menschen in einem Sozialstaat wie Deutschland auf der Straße leben? Wie kann eine Gesellschaft so etwas zulassen? Wieso gehen wir in unserem Alltag so ignorant mit obdachlosen Menschen und ihrer sichtbaren Armut um? Welche Fragen müssen wir uns stellen, um etwas zu verändern? Was genau muss sich eigentlich verändern? Wer trägt welche Verantwortung? Und was kann der*ie Einzelne tun? Mit all diesen Fragen und noch einigen mehr haben wir uns in dieser Episode des Raumcasts beschäftigt. Einige konnten wir im Verlauf unserer Recherchen und Gespräche beantworten, für andere müssen wir als Gesellschaft noch Antworten finden. Wir finden, dass es wichtig ist, sich überhaupt erstmal mit dem Thema zu beschäftigen. Im Rahmen unserer Recherchen waren wir auf einer der Führungen, die von dem Verein Querstadtein organisiert wird. Bei diesen Führungen erzählen ehemalige obdachlose Menschen von ihrem Leben auf der Straße. Dabei haben wir André Hoek kennengelernt, der etwa zwei Jahre in Berlin auf der Straße gelebt hat. Heute ist er Sozialarbeiter und setzt sich mit viel Energie für eine Verbesserung der Lebenslage obdachloser Menschen in Berlin ein. Seine Geschichte und was er von der Lebensrealität obdachloser Menschen berichtete, hat uns sehr betroffen gemacht. Er hat uns erzählt, wie man als obdachloser Mensch den öffentlichen Raum wahrnimmt, warum Obdachlosigkeit eigentlich ein Vollzeitjob ist und wie in Deutschland an obdachlosen Menschen Menschenrechte gebrochen werden. Nach dem Gespräch mit André Hoek wollten wir von Dr. Prof. Susanne Gerull wissen, warum obdachlose Menschen so stark stigmatisiert und ausgegrenzt werden und ob jeder obdachlos werden kann. Susanne Gerull ist Professorin für Theorie und Praxis der Sozialen Arbeit mit den Schwerpunkten Armut, Arbeitslosigkeit, Wohnungslosigkeit und niedrigschwellige Sozialarbeit an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Sie hat sich in ihrer Arbeit umfassend mit Obdachlosigkeit auseinandergesetzt und hat uns viele gute Ideen mit auf den Weg gegeben. Sie hat uns erklärt, welche Strategien in anderen Ländern gut funktionieren, warum es so wichtig ist, eine eigene Wohnung zu haben und warum es so schwer ist, aus der Obdachlosigkeit herauszukommen. Mit der Berliner Senatorin für Arbeit und Soziales, Elke Breitenbach von der Partei DIE LINKE, haben wir über die Sicht der Politik auf Obdachlosigkeit, das aktuelle Hilfesystem und über mögliche und notwendige Schritte gesprochen. Wir hoffen, dass diese Episode ein Anstoß ist, sich mit dem Thema Obdachlosigkeit ein bisschen genauer zu beschäftigen.

Erschienen: 24.05.2019
Dauer: 00:37:13

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Fahrradstadt (RAUMCAST 04/2019)

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema …

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema der Fahrradstadt und hören und dazu die Meinungen von Experten an. ========== Fahrradstadt Die Moderatoren Frederic und Greta diskutieren mit den Gästen Prof. Andreas Knie und Prof. Oliver Schwedes über Chancen, Möglichkeiten und die aktuellen Defizite der Stadt Berlin auf dem Weg zu einer Fahrradstadt. Berlins Straßen sind überwiegend auf den Autoverkehr ausgerichtet. Motorisierte Fahrzeuge genießen nach wie vor eine Vormachtstellung gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern. Insgesamt 58% der Verkehrsflächen in Berlin sind für das Autos reserviert. Davon entfallen 19% auf parkende Flächen. Prof. Andreas Knie kritisiert das unhinterfragte Dasein parkender Autos im öffentlichen Raum. Er spricht von einer Okkupierung des öffentlichen Raums durch Privateigentum und meint damit die Enteignung der Straße durch private Stehzeuge, die bis zu 23h am Tag stehen. Dabei könnte der öffentliche Raum viel sinnvoller genutzt werden. Letztes Jahr wurde das erste Mobilitätsgesetz bundesweit in Berlin verabschiedet. Das unter anderem mit seinem Radverkehrsteil einen wichtigen Part in der Mobilitätswende darstellt. Nicht nur bei unseren Nachbarn in Amsterdam oder Kopenhagen, auch die Anzahl der Radverkehrsteilnehmer in Berlin steigt signifikant. Gleichzeitig sind die äußeren Bedingungen vor Ort aber ganz andere. Als Fahrradfahrer in Berlin ist man täglich den Gefahren des motorisierten Straßenverkehrs ausgesetzt. Zu schmale Radstreifen, teilweise sind gar keine vorhanden oder es müssen unübersichtliche Kreuzungen passiert werden. Der Kampf um Raum auf der Straße ist hart umkämpft, die Fahrsicherheit für nicht-motorisierte Verkehrsteilnehmer ist dadurch vehement eingeschränkt, der Gewinner bleibt nach wie vor das Auto. Die Existenz einer gesamtgesellschaftlichen Lösung steht noch in den Sternen. Ein sinnvoller Anfang wäre jedoch die Eindämmung des Autoverkehrs, intelligent angelegte Radwege, eine andere Autokultur und ein guter öffentlicher Nahverkehr. Mit dem Mobilitätsgesetz soll der Radverkehr in Zukunft strukturell gefördert werden. Mit dem Ausbau des Radverkehrsnetzes will man mehr Menschen dazu bringen auf das Fahrrad umzusteigen, für Sicherheit zu sorgen und eine gute Infrastruktur zu schaffen. Zudem soll ein nachfrageorientiertes Angebot an Leihfahrrädern geschaffen, Fahrradabstellanlagen aufgestellt und die Nutzung von Lastenrädern ausgeweitet werden. Diese umfangreichen verkehrspolitischen Maßnahmen würden zu einer nachhaltigen Stadtmobilität beitragen und für eine gerechtere Flächenverteilung des öffentlichen Raums sorgen. Mehr zu dem Thema: https://www.clevere-staedte.de/files/tao/img/blog-news/dokumente/2014-08-05_Flaechen-Gerechtigkeits-Report.pdf https://www.ziv-zweirad.de/fileadmin/redakteure/Downloads/PDFs/radverkehr-in-zahlen.pdf https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/mobilitaet-in-deutschland.html

Erschienen: 23.04.2019
Dauer: 00:22:09

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Berliene Maja - Insektenfreundliche Städte (RAUMCAST 03/2019)

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema …

In dieser Episode befassen wir uns mit dem Thema der insektenfreundliche Stadt und wie wichtig Insekten für die Stadt wirklich sind. ========== Berliene Maja Insekten sterben in den Städten aus. Nach der Krefelder Studie ist in den letzten 30 Jahren die Biomasse von Fluginsekten über 75% zurückgegangen. Außerdem sind deutschlandweit 25% der Insektenarten vom Aussterben bedroht. Brauchen wir Menschen überhaupt Insekten? Über diese und weitere spannende Fragen haben wir mit dem Wildbienenexperten Dr. Schmid – Egger und der Geoökologin und Gastprofessorin an der TU Sonja Knapp geredet. Wir haben festgestellt, jetzt ist Zeit zu handeln. Betrachteter Raum: Die Stadt Die Stadt ist wichtig für Insekten, da es viele unterschiedliche Flächen auf engem Raum gibt. Laut Sonja Knapp besitzen Städte eine große Heterogenität und biologische Vielfalt. Damit gemeint sind die unterschiedlichen Parks, Gärten, Bahnhöfe und Gewerbegebiete. Jedoch gibt es viele Probleme für Insekten in der Stadt. Diese sind vor allem die immense Lichtbelastung, die zunehmende Bebauung von Brachflächen und stark befahrene Straßen. Bedeutung von Artenvielfalt Artenvielfalt ist ein Maß für die Vielfalt biologischer Arten innerhalb eines Lebensraums. Wir müssen uns mit der Artenvielfalt beim Thema Insektenschutz auseinandersetzen, da auch 25% aller Insektenarten in Deutschland auf der roten Liste stehen. Durch Faktoren wie veränderte Landnutzung, Klimaveränderung, Stickstoffbelastung von Gewässern und nicht heimische Pflanzen steigt die Chance, dass Insektenarten aussterben. Dabei haben wir Menschen doch die kulturelle und ethische Verantwortung, die Artenvielfalt zu schützen, wie Prof. Dr. Schmid – Egger meint. Biomasse von Insekten Die Biomasse von Insekten ging in Deutschland in den letzten 30 Jahren um über 75% zurück, wie in der Krefelder Studie festgestellt wurde. Dadurch ergeben sich Probleme, beispielsweise bei der Bestäubung von Nutzpflanzen, bei der Nahrungssuche von Wildtieren und beim Zersetzen organischer Substanzen. Umsetzung/Förderung Unsere Interviewpartner sind sich einig, dass bereits bekannt ist wie man Artenvielfalt schützen kann. Jedoch ist die Politik bei der Umsetzung ihrer Meinung nach zu langsam. So müsse bereits heutzutage bei der Bebauung von Flächen die Artenvielfalt berücksichtigt werden. Die lässt sich in Parks und Gärten mit Laub, Steinen und Holz erreichen. Außerdem sollte bei der Planung darauf geachtet werden, genügend Blühflächen zu erhalten. Konkrete Beispiele, wie Insekten in der Stadt gefördert werden, sieht man bei dem Projekt „Berlin blüht auf“. Bei diesem Projekt sollen artenreiche Blumenwiesen angelegt werden, um Nisthabitate zu schaffen. Eigeninitiative zur Insektenförderung Jetzt seid ihr gefragt! Wenn ihr ebenfalls Insektenschützer*innen werden wollt, haben wir für euch ein paar wertvolle Tipps zusammengetragen: 1) Unseren Podcast hören und teilen. 2) So könnt ihr auf eurem Garten und Balkon heimische, offenblütige und langblühende Pflanzen anpflanzen. Dabei ist besonders wichtig, auf die unterschiedlichen Blütezeiten zu achten, damit die Insekten vom Frühling bis Herbst genügend Pollen finden können. 3) Insektenhotels bauen und ökologische Nischen entstehen lassen, z.B. in altem Holz oder in alten Mauern. 4) Bildungsarbeit leisten und mit Freunden über Insekten sprechen. Wir bedanken uns bei Prof. Sonja Knapp und Dr. Schmidt – Egger für ihre Zeit und bei Euch fürs Zuhören. Vielen Dank für die Bluuuumen! Wenn es euch gefallen hat, dann lasst euren grünen Daumen hier und hört nächsten Monat wieder rein.

Erschienen: 24.03.2019
Dauer: 00:30:07

Podcast-Webseite: Episode "Berliene Maja - Insektenfreundliche Städte (RAUMCAST 03/2019)"


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