Podcast: Sone/Solche: Wie Menschen sich unterscheiden – und wie die Kulturwissenschaften dazu forschen
Erschienen: 05.09.2025
Dauer: keine Angabe
Tiere fressen und Menschen essen. Aber warum eigentlich? Und seit wann ist das so? Fragen wie diese können uns Tier-Mensch-Linguistinnen wie Damaris Nübling, Theresa Schweden und Lena Späth beantworten. Aber nicht nur diese. Die drei verraten uns auch, warum wir über Haustiere ganz anders sprechen als über Nutz- und Wildtiere und was wir aus Begriffen wie „Hundewetter“ und „bärenstark“ über die Geschichte unserer Beziehung zu Tieren lernen können. Und was bedeutet unsere enge Beziehung zu unseren Haustieren für deren Namengebung?Wir sprechen auch über das grammatische Geschlecht von Tieren. Wusstet ihr, dass Tiere, die wir als größer und aktiver wahrnehmen, eher maskulines, kleinere, weniger aktiv wirkende Tiere eher feminines Genus haben?Und dass die Kategorie „Tier“ im Mittelhochdeutschen noch deutlich kleiner war und nur große Landtiere bezeichnete? Überhaupt: Warum sortieren wir so unterschiedliche Tiere wie Asseln und Affen in eine Kategorie, während der Mensch dem Affen doch deutlich ähnlicher ist als einer Assel, sich aber durch eine eigene Bezeichnung von den Primaten, denen er angehört, absetzt? 00:00:00: Vorstellungen00:02:14: Tier-Mensch-Linguistik00:03:31: Von Maskulin zu Feminin00:06:45: Wie grenzen wir uns von Tieren ab? 00:12:44: Tiernamen00:18:29: Menschennamen00:19:50: Tiervergleiche00:24:10: Käferin und Igelin00:28:00: Wie entwickelt sich die Tier-Mensch-Grenze? 00:31:21: Die Begriffe „Tier“ und „Mensch“00:35:06: Tierethik und Nutztiere00:37:46: Warum Humandifferenzierung? 00:39:49: Schluss Damaris Nübling, Theresa Schweden und Lena Späth arbeiten gemeinsam im Projekt „Sprachliche Humandifferenzierung“ und erforschen dort diese und weitere Themen. Wenn ihr euch weiter informieren wollt, könnt ihr Episode 1 dieses Podcasts anhören. In der Folge „Katzenmami und Hundemama“ mit Miriam Lind erfahrt ihr mehr über Hunde und Katzen auf Social Media. Und in Folge 11 „Albinismus – Perspektiven und Erfahrungen aus Ethnologie und Linguistik“ spricht Theresa Schweden über das Sprechen über Behinderungen, insbesondere Albinismus. Lesenswert zum Thema ist: Nübling, Damaris (2022): Linguistische Zugänge zur Tier/Mensch-Grenze. In: Lind, Miriam (ed.): Mensch – Tier – Maschine. Sprachliche Praktiken an und jenseits der Außengrenze des Humanen. Bielefeld: Transcript Verlag, 27-76.
Zur Mensch/Tier-Abgrenzung empfehlen wir im gleichen Band: Späth, Lena (2022): Wir und Die. Zur Diachronie der lexikalischen Basisunterscheidung Mensch vs. Tier. In: Lind, Miriam (ed.): Mensch – Tier – Maschine. Sprachliche Praktiken an und jenseits der Außengrenze des Humanen. Bielefeld: Transcript Verlag, 77-105. Damaris Nübling hat auch gemeinsam mit Antje Dammel und Mirjam Schmuck zwei Bände zu Tiernamen herausgegeben: Eine Ausgabe beschäftigt sich mit Haustieren und eine mit Nutztieren . Über uns und unsere Arbeit bleibt ihr bei Instagram und Bluesky auf dem Laufenden.Host: Friederike Brinker (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Producer: Christian Albrecht (Zentrum für audiovisuelle Produktion)Wissenschaftliche Hilfskraft: Tamara Vitzthum (Sonderforschungsbereich 1482 Humandifferenzierung)Der SFB 1482 Humandifferenzierung ist an der Johannes Gutenberg-Universität und dem Institut für Europäische Geschichte in Mainz angesiedelt. Für Feedback, Fragen und Vorschläge schreibt mir gern eine E-Mail: sfb1482.kommunikation@uni-mainz.deFotos: Stephanie Füssenich (Lena Späth), Privat (Damaris Nübling und Theresa Schweden)Weitere Informationen und umfangreichere Shownotes gibt es ggf. auf der Podcast-Website.
Podcast-Website: Episode "Wie der Schneck zur Schnecke wurde – Tier-Mensch-Linguistik im Gespräch"