Die Innenstadt neu erfinden – aber bitte gemeinsam!
Aktuell lockt das Weihnachtsgeschäft die Menschen in die Innenstädte. Doch wann waren wir zuletzt gern in unserer Innenstadt? Nicht zum Shoppen, Durchqueren oder um etwas zu erledigen – sondern, um zu bleiben? Mit dieser Frage greifen wir die Debatten um die Innenstadtentwicklung nochmals auf. Anlass dazu war die **SRL-Jahrestagung 2025** „Die Mitte gemeinsam denken – neue Partnerschaften, neue Wege“ in Oberhausen, bei der intensiv darüber gesprochen wurde, wie Innenstädte sich wandeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Innenstädte sind längst keine reinen Konsumorte mehr. Handel allein trägt nicht mehr. Gleichzeitig prallen hier unterschiedlichste Interessen aufeinander: Kommunen mit knappen Ressourcen, Eigentümer:innen zwischen Renditedruck und Überforderung, engagierte Initiativen, Kulturschaffende, Wissenschaft. **In dieser Folge diskutieren wir:** _welche unterschiedlichen Eigentümer:innen es gibt, die plötzlich wach, aber oft ratlos sind _wie Kultur- und Kreativwirtschaft den Leerstand zwischennutzen und in Möglichkeitsräume verwandeln _welche Rolle die Wissenschaft bei der Entwicklung der Innenstadt spielen kann _weshalb Beziehungsarbeit wirksamer sein kann als das nächste große Konzeptpapier. Es geht nicht um die perfekte Lösung, sondern um situationsspezifische Kooperation, Koproduktion und das Aushandeln von Unterschieden zwischen Ökonomie und Gemeinwohl. Oder anders gesagt: Die Innenstadt wird nicht „gerettet“. Sie wird neu verhandelt – schrittweise von Akteur zu Akteurin. **Mit dabei sind:** • Prof. Dr.-Ing Thomas Krüger, HafenCity Universität Hamburg (HCU), Stadtplanung: FG Projektentwicklung und Projektmanagement • Prof. Dr. Martin Florack, Stadt Oberhausen, Geschäftsführer des Wissenschaftscampus NRW (WICA), Leitung des Bereichs Integrierte Stadtentwicklung und Statistik • Silvia Haas, StadtLandkoproduktiv – Partizipation, Koproduktion, Moderation, Leipzig, SRL • Maik Bußkamp, SRL-Vorstandsmitglied, Stadtplanungsamt Stuttgart • O-Töne aufgenommen mit Susanne Jahn (ca. min 12:45), Robert Barbarino (ca. min 25:25), Eva Glas (ca. min 39:05), Lara Heinkel: (ca. 1:00:00h), Moritz Maikämper (ca. 1:18:25h) Jetzt reinhören auf www.stadtrederei.com oder überall, wo es Podcasts gibt und mit uns die Frage bewegen: weshalb die Zukunft unserer Innenstädte vor allem eine Frage der Zusammenarbeit ist. Wir wünschen allen Zuhörenden ein entspanntes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI **Shownotes** SRL e.V. (2025) (Hg.): Innenstadtentwicklung – integriert planen, Kräfte bündeln, Stadt neu beleben. Planerin - Mitgliederzeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Heft 5/25, https://www.srl.de/publikationen/planerin/aktuelles-heft.html **Moderation: ** Christine Grüger und Fee Thissen **Schnitt:** Henriette Frye und Fee Thissen
Erschienen: 18.12.2025
Dauer: 01:35:57
Weitere Informationen zur Episode "#43 Die Mitte gemeinsam denken - neue Partnerschaften, neue Wege"
Eine Folge über Stadt, Wandel und die Frage: Wie retten wir unsere Mitte?
Leere Schaufenster, geschlossene Läden, graue Plätze – war’s das mit den Innenstädten? Um die Innenstädte nach Corona zu beleben, hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ 2022 ins Leben gerufen. Rund 218 Kommunen haben Fördermittel beantragt. Über 250 Millionen Euro wurden für die Förderphase bereitgestellt. Die meisten Projekte starteten im Sommer 2022 und laufen bis November 2025. Für einige Kommunen und Städte war das der Anstoß, sich dem Strukturwandel der Innenstädte zu stellen. Andere haben die finanziellen Mittel genutzt, um ihre bestehenden Ideen schneller umsetzen zu können. Am Beispiel der Stadt Offenbach haben wir uns gefragt, was die Stadt anders macht. Wie sie es schafft, ihre Innenstadt zielgerichtet zu entwickeln und was dazu nötig ist. Ob eher Immobilienentwicklung und langfristige Projekte angesagt sind oder eher aufs Experimentieren mit Zwischennutzungen und eine enge Zusammenarbeit mit vielen Akteuren ausprobiert wird. Wie arbeitet es sich mit anderen Fachämtern, mit Eigentümer:innen und Kreativen: eher langwieriges Zuständigkeitsgerangel und Genehmigungsprozesse oder eine „Task Force Innenstadt“? Wir sprechen über Kaufhäuser als Dritte Orte, Räume zum Ausprobieren und darüber, wie aus einem ehemaligen Polizeiladen ein Treffpunkt für die ganze Stadt wurde. In dieser Folge diskutieren wir: > Was wirkt wirklich? > Wie haben Bürger:innen, Händler, Künstler und Eigentümer mitgemacht? > Was mußte alles koordiniert werden? > Und: wie nachhaltig sind die Projekte? Unser Gast: Rebecca Leudesdorff, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Projektmanagerin – Agentur Mitte, Gesamtkoordination Zukunftskonzept Innenstadt Viel Freude beim Hören – und wie immer ist Euer Feedback willkommen! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI Moderation: Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen
Erschienen: 03.12.2025
Dauer: 00:47:22
Weitere Informationen zur Episode "#42 - Plan.Prozess.Zukunft: Innenstadtentwicklung Offenbach"
Wie limitierte Ressourcen Städtebau und Stadtentwicklung verändern
Erschienen: 16.09.2025
Dauer: 00:57:46
Kommunalpolitisches Mandat: Traumjob oder zum Davonlaufen?
Der Beruf der Bürgermeister:innen scheint immer unattraktiver zu werden. In Rheinland-Pfalz sind aktuell 53 offene Bürgermeisterstellen, zumeist in ländlichen Gebieten (in: KOMMUNAL Newsletter vom 8. August) Auch in Großstädten werden händeringend Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt gesucht. Woran liegt das? Wir fragen einen Oberbürgermeister, der nicht mehr zur Wahl antreten wird und sprechen mit ihm offen darüber, was dieses Amt an Rollenverständnis, Haltung, systemischem Denken und Kompetenzen braucht. Seine Antwort: „Ein Zehnkämpfer ist gefordert!“ Unser Gast: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, ehemaliger Präsident und Geschäftsführer des ‚Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie‘ ist unser Gesprächspartner und reflektiert seine Motivation, seine Erfahrungen und Innenansichten des Amtes: _Wie ist es ihm als Oberbürgermeister ergangen? _Wie hart ist das politische Geschäft aus der Sicht eines Transformationsmanagers? _Was muss ein:e Oberbürgermeister:in für Kompetenzen mitbringen? _Wie kann der Job des OB attraktiver werden?
Erschienen: 11.09.2025
Dauer: 00:44:22
Weitere Informationen zur Episode "KG#07 - Auf einen Kaffee mit...Uwe Schneidewind"
Urbane Praktiken des Wandelns - radikal oder in kleinen Schritten?
In unserer dritten Episode der Stadtrederei-Trilogie blicken wir mit zwei Gästen auf den 9. Hochschultag, die mitten im Geschehen waren: _Judith Nurmann, Architects4future und _Prof. Mario Tvrtkovic, wissenschaftlicher Sekretär bei der DASL. Gemeinsam sprechen wir über drängende Fragen der Stadtentwicklung in multiplen Krisen und radikale wie auch pragmatische Handlungsansätze. Wie gestalten wir den Wandel: mutig und disruptiv oder Schritt für Schritt? Klar ist: Die Zeit drängt. Zu oft verharren wir in unseren beruflichen und sozialen Blasen, während komplexe Herausforderungen nach Verständigung und breiter Kommunikation sowie gemeinsamem Tun verlangen. Nurmann und Tvrtkovic meinen, dass tiefgreifende Veränderungen an den Wurzeln des Problems angepackt werden müssen. Symptombehandlung sei zu wenig. Deshalb sind Zukunftskompetenzen gefragt: Kommunikation, Kollaboration, Kooperation und eine gute Portion Mut und Wille. In der Stadtplanung, in der Lehre und im politischen Handeln. Hört rein in Episode 3 – für alle, die Stadt nicht nur planen, sondern bewegen wollen.
Erschienen: 30.07.2025
Dauer: 00:38:23
Weitere Informationen zur Episode "#40 Gemeinsam wirken - voraus"
Was braucht es, damit unsere Städte und Dörfer lebensfreundlicher, gerechter und schöner werden? In der zweiten Folge der Trilogie begleiten wir den 9. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Berlin. Keine trockene Konferenz, sondern ein Treffen, in dem sich Studierende, Lehrende, Stadtverwaltungen und engagierte Menschen zusammenkommen, um über die Zukunft unserer Städte und Gemeinden intensiv zu diskutieren und echte Tatkraft zu entwickeln. Was Ihr hört: Eine Tischtennisplatte als Stadtidee: Wie Studierende ihren 'grauen' Campusplatz mit einfachsten Mitteln in einen beliebten Treffpunkt verwandelt haben – ohne Genehmigung, aber mit Erfolg. Was Studierende in Dörfern verändern: Warum junge Menschen eine Woche lang in kleine Orte ziehen, mit den Menschen sprechen und gemeinsam neue Ideen fürs Dorfleben entwickeln. Was Stadtverwaltungen und Hochschulen voneinander lernen können: Warum wir Verwaltung nicht nur als 'Bürokratie' sehen sollten – und was nötig ist, damit junge Menschen Lust bekommen, in der Stadtentwicklung mitzumischen. Und die große Frage: Müssen wir unsere Städte radikal verändern – oder reicht es, im Kleinen anzufangen? In kurzen Gesprächen erzählen junge Stadtmacher:innen, Lehrende und Organisator:innen, was sie bewegt, was sie ausprobiert haben – und was alle anderen daraus lernen können. Ob Ihr selbst studiert, gerade einen Job sucht, in einer Stadt oder auf dem Land lebt, ob Ihr Euch für Veränderung interessiert oder einfach neugierig seid: Diese Folge zeigt, wie viel Gestaltungskraft in jedem von uns steckt. Wir sprechen mit: _Tion Kudlek ab min 4:35 _Canan Celik ab min 7:45 _Britta Rösener und Friederike Macher ab min 23:35 _Fiona Sanneh und Lennart Mönnekes ab min 32:05 _Maresa Pflanz, Philip Karnatz und Jan Nissen ab min 41:35 _Almut Wolff ab min 53:50 _Laureen Nievel ab min 58:15 Moderation: Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen
Erschienen: 23.07.2025
Dauer: 01:09:36
Weitere Informationen zur Episode "#39 Gemeinsam wirken - vor Ort"
Wie gelingt Stadtentwicklung, wenn Ressourcen (u.a. Personal, Finanzen, Flächen) knapp sind? Was bedeutet „gemeinsam wirken“ in der Praxis und mit der Wissenschaft? Wie wecken wir bei Studierenden Interesse für den ländlichen Raum? In dieser Episode sprechen wir über die wachsenden Anforderungen an kleinere Kommunen und welche Rahmenbedingungen sie benötigen. Vordringlich wird die Frage des Vertrauens behandelt: wie kann dieses bei Bürger:innen in Politik und Verwaltung wiedergewonnen werden und inwieweit können Hochschulen Brückenbauer zwischen Forschung und Praxis sein? Ein kluges Gespräch über Verantwortung, Zumutungen – sowie über die Bedeutung der Begegnung und des guten Gesprächs, um Stadtentwicklung mit Haltung umzusetzen. Der Podcast wird im Rahmen des 9. Hochschultags der Nationalen Stadtentwicklungspolitik von der DASL und dem Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen gefördert. In dieser Episode diskutieren Marco Beckendorf (Bürgermeister Wiesenburg/Mark), Dr. Ute Symanski (Organisationssoziologin, futurWIR –Beratung für Politik und Wissenschaft, Köln) und Prof. Dr. Barbara Engel (Karlsruher Institut für Technologie und Präsidiumsmitglied der DASL). Moderation: Dr. Christine Grüger / Dr. Fee Thissen
Erschienen: 26.05.2025
Dauer: 00:42:07
Weitere Informationen zur Episode "#38 – Gemeinsam wirken und Stadt (ver)wandeln."
Die erste Live-Veranstaltung der STADTREDEREI fand in Freiburg am 2. April 2025 statt. Eingeladen waren Dr. Julia Reuschenbach, Politikwissenschaftlerin und Korbinian Frenzel, Radiojournalist des DLF Kultur, um ihr Buch „Defekte Debatten- warum wir als Gesellschaft besser streiten“ vorzustellen. Es war ein inspirierender Abend mit klaren Botschaften. 85 Menschen kamen zusammen und hörten aufmerksam zu, wie eine konstruktive Gesprächskultur im Privaten und Beruflichen wieder entstehen kann. Informativ, unterhaltsam und mit beeindruckender Klarheit zeigte das Autorenteam die Zusammenhänge und Wirkungen von defekten Debatten auf- und schlug vor wie sich diese ‚reparieren‘ lassen.
Erschienen: 29.04.2025
Dauer: 01:18:01
Weitere Informationen zur Episode "#37 Kaputte Kommunikation: Wege zum konstruktiven Streiten"
Was entsteht, wenn Leerstand auf kreative Köpfe trifft, wenn alte Metzgereien zu Begegnungsorten werden – und wenn Umbaukultur mehr meint als Architektur? Anlässlich des fünften Firmenjubiläums von „Urbane Transformation“ diskutieren Stadtmacher:innen, Wissenschaftler:innen und Engagierte in einer Live-Episode, was das Gelsenkirchener UmBauLabor so besonders macht: Wie erreicht man Menschen im Quartier, um Umbaukultur alltagstauglich zu vermitteln? Wie wird Umbauen zum erlebbaren Experiment? Und warum geht das manchmal im Ruhrgebiet, was anderswo kaum denkbar scheint? Zwischen cleverer Ressourcennutzung, Kreislaufwirtschaft und überraschenden Begegnungen entsteht hier ein Baustein zur Quartiersentwicklung – gemeinsam mit Menschen, die vor Ort leben und experimentierfreudig mitgestalten.
Erschienen: 16.04.2025
Dauer: 00:49:28
Wie beschreibt ein Wirtschaftsmagazin die aktuelle Wohnungskrise? Welche Themen, Perspektiven und gute Beispiele werden genannt? Worin unterscheiden sich die Darstellungen in diesem Heft von denen in üblichen Fachzeitschriften? Das wollten wir genau wissen und haben zum gemeinsamen Kaffeegespräch die Redakteurin des Wirtschaftsmagazins brand eins, Redakteurin Susanne Schäfer eingeladen. Wir sprechen über originelle Geschichten zum Bauen und Wohnen und einen besonderen Zugang, um eines der größten Probleme unserer Zeit zu vermitteln.
Erschienen: 11.03.2025
Dauer: 00:32:26