Was wird aus dem § 3 (1) BauGB, der bisher der Grundpfeiler für eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung in der Bauleitplanung war? Wenn das neue „Gesetz zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrecht“ auf „Beschleunigung“, „Vereinfachung“ und „Vermeidung von wiederholten Beteiligungen“ abzielt, wird der Dialog mit der Öffentlichkeit nur noch „Kür“ und nicht mehr „Pflicht“ sein? Wann findet eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung überhaupt statt und welche Bedeutung hat (oder gewinnt) die sogenannte „Phase 0“? Diese Fragen diskutieren wir mit unseren Gästen: • Christian Plöhn; Leiter des Amtes für Stadtentwicklung und Stadtplanung der Stadt Heidelberg und • Dr. iur. Henning Jäger, Stellv. Geschäftsbereichsleiter Städtebau/Bauleitplanung (FB61/4) Stadt Dortmund Shownotes: Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) (Hg.) (2026): Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung des Städtebau- und Raumordnungsrechts (https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/DE/baugb-upgrade/baugb-upgrade.html Zugriff im Juni/Juli2026) Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) (Hg.) (2026): Kabinett bringt Baugesetzbuch-Upgrade auf den Weg (https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2026/05/BauGB.html?nn=43010 Zugriff im Juni/Juli2026) Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) (Hg.) (2026): 93 Stellungnahmen zum Download (https://www.bmwsb.bund.de/SharedDocs/gesetzgebungsverfahren/DE/baugb-upgrade/baugb-upgrade.html Zugriff im Juni/Juli2026) Ronja Decker, Klaus Selle (2023): Neue Blicke auf frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Alltag der Stadtentwicklung. vhw Schriftenreihe Nr. 40 …und vier detail- und abbildungsreiche Arbeitspapiere dazu auf www.netzwerk-stadt.eu Ronja Decker, Klaus Selle, Fee Thissen (2025): Digitale Öffentlichkeitsbeteiligung in der Bauleitplanung - Entwicklung und Stand heute. In: vhw werkSTADT Nr. 76, Aug 2025.https://www.vhw.de/fileadmin/user_upload/08_publikationen/werkSTADT/PDF/vhw_werkSTADT_Digitale_OEffentlichkeitsbeteiligung_in_der_Bauleitplanung_Nr._76.pdf Moderation: Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen Technik & Schnitt: Katharina Stommel
Erschienen: 29.07.2026
Dauer: 00:50:59
Wenn über lebendige Innenstädte gesprochen wird, geht es meist um Leerstände, Aufenthaltsqualität, Einzelhandel und neue Nutzungskonzepte. Doch sprechen wir eigentlich genug über diejenigen, die sie vielerorts längst prägen? Für unsere neue Podcastfolge sind wir nach Mannheim gefahren – auf den Mannheimer Marktplatz. Was früher vor allem mit Konflikten verbunden wurde, vermarktet die Wirtschaftsförderung heute selbstbewusst als „Klein Istanbul“. Wie kam es zu diesem Perspektivwechsel? Die Antwort beginnt mit Zuhören. Die Stadt sucht den direkten Kontakt zu migrantischen Unternehmern, interessiert sich für ihre Bedürfnisse und entwickelt gemeinsam mit ihnen Projektideen und setzt auch bei Konflikten wie etwa um Autoposing, bei Gerüchen oder Lärm – auf individuelle Lösungen statt Verbote. So wächst Vertrauen, die Händler übernehmen Verantwortung und gestalten ihre Umgebung aktiv mit. Übersehen viele Förderprogramme eine Unternehmensgruppe, die unsere Innenstädte längst mitträgt? Ist die enge Zusammenarbeit mit migrantischen Netzwerken und der Stadtverwaltung möglichweise ein Vorbild für die multikulturelle Innenstadt? Darüber sprechen wir mit dem Innenstadtbeauftragten Petar Drakul sowie Christiane Ram, und Penelope Wasylyk von der Mannheimer Wirtschaftsförderung. Shownotes David, A.; Terstriep, J.; Sänger, R. (2024). Migrant:innenökonomie in der Stadt Essen. Ergebnisbericht des Projekts MIRAN im Auftrag der Stadt Essen, https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/0115_1/newsletter_5/sonstiges_1/2024-04-17_Miran_Ergebnisbericht.pdf Räuchle, Charlotte (2021): Migrantische Ökonomien in Deutschland, in: Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), https://www.bpb.de/themen/migration-integration/kurzdossiers/344334/migrantische-oekonomien-in-deutschland/ Seufert, Jonas (2024): Innenstadt Heilbronn: Schöner ohne Döner? In: der ZEIT Nr. 43/2024, aktualisiert am 14. Oktober 2024, 13:49 Uhr https://www.zeit.de/2024/43/innenstadt-heilbronn-kebablaeden-obergrenze-vielfalt Stadt Mannheim, Fachbereich Demokratie und Strategie (2024): FUTURAUM Stadt Mannheim, Ergebnisse und Erfahrungen 2022-2025 https://mannheim-gemeinsam-gestalten.de/futuraum vhw e.V. (Hg.) (2019): Der Marktplatz in Mannheim. Bedeutung, Nutzung, Handlungsbedarf – eine multiperspektivische Fallstudie. In: Öffentliche Räume im Zentrum der Städte. Nutzung, Bedeutung und Entwicklung, vhw Schriftenreihe 14, https://www.netzwerk-stadt.eu/Downloads/Publikationen/vhw_Schriftenreihe_Nr._14.pdf Moderation: Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen Schnitt: Henriette Frye & Katharina Stommel
Erschienen: 09.07.2026
Dauer: 00:48:54
Warum fühlen sich manche Städte sicher, lebendig und alltagstauglich an – und andere nicht? Wer wird bei Stadtplanung mitgedacht? Und was hat feministische Planung eigentlich mit Schattenplätzen, sicheren Wegen, Radverkehr oder der ‚15-Minuten-Stadt‘ zu tun? Viele Debatten, die heute selbstverständlich wirken, haben ihre Wurzeln in der feministischen Stadtplanung. Doch was ist aus den Ideen des ‚Genderplanning‘ der 1990er-Jahre geworden? Wie prägt feministische und gendergerechte Planung heute unsere Städte? Darüber sprechen wir mit der Soziologin Dr. Nina Schuster und der Wiener Planungsexpertin Eva Kail, die über Jahrzehnte konkrete Veränderungen in der Stadtentwicklung Wiens mitgestaltet hat, u.a. für die Seestadt Aspern. Im Podcast geht es unter anderem um: • warum feministische Planung mehr ist als ‚Frauenthemen‘ • wie feministische Perspektiven Stadtplanung verändert haben: von Barrierefreiheit, über Rad- und Fußverkehr bis hin zur ‚15-Minuten-Stadt‘ • welche aktuellen Herausforderungen im Mittelpunkt stehen: Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und lebenswerte Dichte. Dabei wird deutlich: Viele aktuelle Debatten um Klima und Gesundheit in der Stadt sind eng mit feministischen Anliegen verbunden. Eine Folge über Stadtplanung als Gesellschaftsaufgabe und darüber, für wen unsere Städte eigentlich konzipiert und entwickelt werden. Shownotes Autor*innenkollektiv Geographie und Geschlecht (2021): Handbuch Feministische Geographien. Arbeitsweisen und Konzepte. Opladen, Berlin, Toronto: Barbara Budrich. Dellenbaugh-Losse, Mary (2024): Gendergerechte Stadtentwicklung, Wiesbaden, Springer Gabler Verlag Feministisches Kollektiv (Hg.) (2008): Street harassment. Machtprozesse und Raumproduktion. Wien: Mandelbaum-Verlag. Grüger, Christine (2000): Nachhaltige Regionalplanung und Gender planning. Das Beispiel der Regionalplanung beim VRS, Dortmund Huning, Sandra (2018): Feminismus und Stadt. In: Dieter Rink/Annegret Haase (Hg.), Handbuch Stadtkonzepte. Analysen, Diagnosen, Kritiken und Visionen. Opladen: Barbara Budrich, S. 107-128. Kern, Leslie (2024): Feminist City. Münster: Unrast. Stadt Wien (2013): Handbuch „Gender Mainstreaming in der Stadtplanung und Stadtentwicklung“, Werkstattbericht 139, 2013, https://www.digital.wienbibliothek.at/urn/urn:nbn:at:AT-WBR-707526 Stadt Wien (2025) Frauengerechte Stadt. Bausteine und Tipps aus der Praxis. Online verfügbar: https://www.urbanforum.at/wp-content/uploads/2025/10/UrbanForum_Buch_Handbuch_Frauengerechte-Stadtentwicklung_210x275mm_v11_Web.pdf TU München (Hg.) (2025): „Raumpilot*in - gendergerechter Städtebau, Handbuch für Planer*innen“, TU München, Online verfügbar: https://doi.org/10.14459/2025md1798818 Zibell, Barbara (2021): „Care-Arbeit räumlich denken“ feministische Perspektiven auf Planung und Entwicklung, eFeF Verlag, Im neu überarbeiteten Handbuch Stadtsoziologie (Hg. von Frank Eckardt, 2026, Wiesbaden: Springer VS) sind folgende Artikel zu queeren und feministischen Perspektiven zu finden: Schuster, Nina: Queer Spaces (S. 957-982) Sarah Klosterkamp: Feministische Stadt (S. 1153-1172) Sabine Knierbein/Angelika Gabauer/Henrik Lebuhn: Die Sorgende Stadt (S. 1247-1268) Weiterführende Links zu Netzwerken und Initiativen: https://www.haw-kiel.de/genderarchland https://architektinnen-initiative.de/ https://www.rvr.ruhr/politik-regionalverband/ueber-uns/gleichstellung/frauennetzwerk/ https://wia-festival.de/ Weiterführende Hinweise: Der Bayerische Ministerrat hat Regelungen zur geschlechtergerechten Sprache in den Behörden des Freistaates beschlossen. Darunter fallen neben den Verwaltungen des Freistaats auch staatliche Schulen und Hochschulen. Dazu hat er § 22 Abs. 5 der Allgemeinen Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern (AGO) geändert. Dort heißt es: „Mehrgeschlechtliche Schreibweisen durch Wortbinnenzeichen wie Genderstern, Doppelpunkt, Gender-Gap oder Mediopunkt sind unzulässig.“(Quelle: KMS V.4-BS4402.5.6a.15018 vom 20.03.2024) Explizit zulässig ist
Erschienen: 21.05.2026
Dauer: 00:48:43
Weitere Informationen zur Episode "#44 Wie feministisch kann eine Stadt sein?"
Der Bauturbo: wird das Bauen wirklich schneller?
Der **Bauturbo** ist da und mit ihm die Erwartung, dass nun das Bauen schneller geht und die Bauwirtschaft angekurbelt wird. Aber ist das wirklich so? Oder eher…anders? In unserem achten Kaffeegespräch sprechen wir darüber mit **Christian Plöhn, Stadtplanungsamtsleiter der Stadt Heidelberg**. Ein Gespräch über den Versuchsparagrafen, Fristen, Freiwilligkeit, nachbarliche Interessen und Fehlerkultur. Gleich zu Beginn macht Christian Plöhn klar: Ein „Bauturbo“ ist das eigentlich nicht. Treffender wäre: ein Bebauungsplan-Umgehungsgesetz. Was das konkret für Kommunen bedeutet – darüber reden wir bei Kaffee, Tee und klaren Worten. Darum geht’s im Podcast: _Umgang mit dem Bauturbo: Wie gehen Kommunen aktuell damit um – insbesondere kleinere und mittlere Städte ohne eigene Fachbehörden? _Planungskultur unter Druck: Wie passt der sogenannte Bauturbo zu den Leitplanken des BauGB – Gemeinwohl, Nachhaltigkeit, Beteiligung, Ausgleich? _Entbürokratisierung in der Praxis: Welche Schritte in Planungsverfahren lassen sich wirklich vereinfachen – und wo wird es heikel? Wie ist mit Fristen umgehen? Was geht ab jetzt schneller oder einfacher? (Umgang mit Gutachten und Fachbeiträgen, Öffentlichkeitsbeteiligung, Gremienabsprachen) _Öffentlichkeitsbeteiligung & Artenschutz: Wie wird zukünftig mit Abweichungen vom Bebauungsplan umgegangen, wenn nachbarliche Interessen „gewürdigt“ werden sollen – und gleichzeitig Zeitdruck herrscht? _Phase 0: Worauf sollen kleinere und mittlere Kommunen im Umgang mit dem Bauturbo achten (frühzeitige Klärung, Zieldiskussion und Strukturierung)? _Und: Wo kann ich mich schlau machen – wen kann ich fragen? Ein Gespräch für alle, die mit dem neuen Planungsinstrument umgehen müssen und auf planerische Realität treffen. Jetzt reinhören auf **www.stadtrederei.com** oder überall, wo es Podcasts gibt. Viel Freude beim Hören – und wie immer ist Euer Feedback willkommen! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI **Konzeption und Moderation: **Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen **Shownotes** Bauwende Allianz (2026): BauTurbo Umsetzungslabor. (Online verfügbar unter https://bauwende-allianz.org/bau-turbo-umsetzungslabor/ Zugriff am 12.02.2026) Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) (Hg.) (2025): Verfahrensbeschleunigung der Bauleitplanung. Digitale Instrumente und Prozessoptimierungen für effiziente Bebauungsplanverfahren, Bonn 2025 Deutscher Bundestag (o.J.): Gesetz zur Beschleunigung des Wohnungsbaus und zur Wohnraumsicherung., BGBl. 2025 Nr. 257 vom 29.10.2025 (Online verfügbar unter https://dip.bundestag.de/vorgang/gesetz-zur-beschleunigung-des-wohnungsbaus-und-zur-wohnraumsicherung/323372 Zugriff am 12.2.2026) Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, Pressestelle (2025): Neue Bauordnung. Hamburg macht das Bauen zum neuen Jahr schneller und einfacher: die neue Hamburgische Bauordnung tritt in Kraft, Pressemitteilung vom 22.12.2025 Joachim Röderer (2026): Freiburgs Baubürgermeister Martin Haag: „Der Bauturbo ist kein Gamechanger“. Interview in der Badischen Zeitung vom 3.1.2026 (Online verfügbar https://www.badische-zeitung.de/freiburgs-baubuergermeister-martin-haag-der-bauturbo-ist-kein-gamechanger Zugriff am 12.02.2026) Schwarz, Philipp (2025): Unerhört! Was uns die Bauturbo-Debatte über den Stand der Planung verraten kann. In: PLANERIN Heft 6_25, S. 58-59 Initiative von Praktiker:innen der „Rheinschiene“ (2025): Impulse für eine leistungsfähige und schnelle Bauleitplanung. Ein Arbeitspapier für die Planungspraxis, Bonn (Online verfügbar: https://www.akbw.de/fileadmin/download/Freie_Dokumente/Berufspolitik/Leitfaden/20251001_Bauleitplanung_beschleunigen.pdf Zugriff am 12.02.2026) Ziegenbein, Brigitte (2025): Zwischen „Bauturbo“ und „Gesundheitsgerechtigkeit“. Gestalten oder Verwalten in Leipzig? In: vhw FWS 5 / Sept.-Okt. 2025, S. 238-242
Erschienen: 12.02.2026
Dauer: 00:54:18
Weitere Informationen zur Episode "KG#08 - Auf einen Kaffee mit...Christian Plöhn"
Die Innenstadt neu erfinden – aber bitte gemeinsam!
Aktuell lockt das Weihnachtsgeschäft die Menschen in die Innenstädte. Doch wann waren wir zuletzt gern in unserer Innenstadt? Nicht zum Shoppen, Durchqueren oder um etwas zu erledigen – sondern, um zu bleiben? Mit dieser Frage greifen wir die Debatten um die Innenstadtentwicklung nochmals auf. Anlass dazu war die **SRL-Jahrestagung 2025** „Die Mitte gemeinsam denken – neue Partnerschaften, neue Wege“ in Oberhausen, bei der intensiv darüber gesprochen wurde, wie Innenstädte sich wandeln müssen, um zukunftsfähig zu bleiben. Innenstädte sind längst keine reinen Konsumorte mehr. Handel allein trägt nicht mehr. Gleichzeitig prallen hier unterschiedlichste Interessen aufeinander: Kommunen mit knappen Ressourcen, Eigentümer:innen zwischen Renditedruck und Überforderung, engagierte Initiativen, Kulturschaffende, Wissenschaft. **In dieser Folge diskutieren wir:** _welche unterschiedlichen Eigentümer:innen es gibt, die plötzlich wach, aber oft ratlos sind _wie Kultur- und Kreativwirtschaft den Leerstand zwischennutzen und in Möglichkeitsräume verwandeln _welche Rolle die Wissenschaft bei der Entwicklung der Innenstadt spielen kann _weshalb Beziehungsarbeit wirksamer sein kann als das nächste große Konzeptpapier. Es geht nicht um die perfekte Lösung, sondern um situationsspezifische Kooperation, Koproduktion und das Aushandeln von Unterschieden zwischen Ökonomie und Gemeinwohl. Oder anders gesagt: Die Innenstadt wird nicht „gerettet“. Sie wird neu verhandelt – schrittweise von Akteur zu Akteurin. **Mit dabei sind:** • Prof. Dr.-Ing Thomas Krüger, HafenCity Universität Hamburg (HCU), Stadtplanung: FG Projektentwicklung und Projektmanagement • Prof. Dr. Martin Florack, Stadt Oberhausen, Geschäftsführer des Wissenschaftscampus NRW (WICA), Leitung des Bereichs Integrierte Stadtentwicklung und Statistik • Silvia Haas, StadtLandkoproduktiv – Partizipation, Koproduktion, Moderation, Leipzig, SRL • Maik Bußkamp, SRL-Vorstandsmitglied, Stadtplanungsamt Stuttgart • O-Töne aufgenommen mit Susanne Jahn (ca. min 12:45), Robert Barbarino (ca. min 25:25), Eva Glas (ca. min 39:05), Lara Heinkel: (ca. 1:00:00h), Moritz Maikämper (ca. 1:18:25h) Jetzt reinhören auf www.stadtrederei.com oder überall, wo es Podcasts gibt und mit uns die Frage bewegen: weshalb die Zukunft unserer Innenstädte vor allem eine Frage der Zusammenarbeit ist. Wir wünschen allen Zuhörenden ein entspanntes Weihnachtsfest, erholsame Feiertage und einen guten Start ins Neue Jahr! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI **Shownotes** SRL e.V. (2025) (Hg.): Innenstadtentwicklung – integriert planen, Kräfte bündeln, Stadt neu beleben. Planerin - Mitgliederzeitschrift für Stadt-, Regional- und Landesplanung, Heft 5/25, https://www.srl.de/publikationen/planerin/aktuelles-heft.html **Moderation: ** Christine Grüger und Fee Thissen **Schnitt:** Henriette Frye und Fee Thissen
Erschienen: 18.12.2025
Dauer: 01:35:57
Weitere Informationen zur Episode "#43 Die Mitte gemeinsam denken - neue Partnerschaften, neue Wege"
Eine Folge über Stadt, Wandel und die Frage: Wie retten wir unsere Mitte?
Leere Schaufenster, geschlossene Läden, graue Plätze – war’s das mit den Innenstädten? Um die Innenstädte nach Corona zu beleben, hat das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) das Programm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ 2022 ins Leben gerufen. Rund 218 Kommunen haben Fördermittel beantragt. Über 250 Millionen Euro wurden für die Förderphase bereitgestellt. Die meisten Projekte starteten im Sommer 2022 und laufen bis November 2025. Für einige Kommunen und Städte war das der Anstoß, sich dem Strukturwandel der Innenstädte zu stellen. Andere haben die finanziellen Mittel genutzt, um ihre bestehenden Ideen schneller umsetzen zu können. Am Beispiel der Stadt Offenbach haben wir uns gefragt, was die Stadt anders macht. Wie sie es schafft, ihre Innenstadt zielgerichtet zu entwickeln und was dazu nötig ist. Ob eher Immobilienentwicklung und langfristige Projekte angesagt sind oder eher aufs Experimentieren mit Zwischennutzungen und eine enge Zusammenarbeit mit vielen Akteuren ausprobiert wird. Wie arbeitet es sich mit anderen Fachämtern, mit Eigentümer:innen und Kreativen: eher langwieriges Zuständigkeitsgerangel und Genehmigungsprozesse oder eine „Task Force Innenstadt“? Wir sprechen über Kaufhäuser als Dritte Orte, Räume zum Ausprobieren und darüber, wie aus einem ehemaligen Polizeiladen ein Treffpunkt für die ganze Stadt wurde. In dieser Folge diskutieren wir: > Was wirkt wirklich? > Wie haben Bürger:innen, Händler, Künstler und Eigentümer mitgemacht? > Was mußte alles koordiniert werden? > Und: wie nachhaltig sind die Projekte? Unser Gast: Rebecca Leudesdorff, Wirtschaftsförderung und Liegenschaften, Projektmanagerin – Agentur Mitte, Gesamtkoordination Zukunftskonzept Innenstadt Viel Freude beim Hören – und wie immer ist Euer Feedback willkommen! Herzliche Grüße Euer Team der STADTREDEREI Moderation: Dr. Christine Grüger, Dr. Fee Thissen
Erschienen: 03.12.2025
Dauer: 00:47:22
Weitere Informationen zur Episode "#42 - Plan.Prozess.Zukunft: Innenstadtentwicklung Offenbach"
Wie limitierte Ressourcen Städtebau und Stadtentwicklung verändern
Erschienen: 16.09.2025
Dauer: 00:57:46
Kommunalpolitisches Mandat: Traumjob oder zum Davonlaufen?
Der Beruf der Bürgermeister:innen scheint immer unattraktiver zu werden. In Rheinland-Pfalz sind aktuell 53 offene Bürgermeisterstellen, zumeist in ländlichen Gebieten (in: KOMMUNAL Newsletter vom 8. August) Auch in Großstädten werden händeringend Kandidaten für das Oberbürgermeisteramt gesucht. Woran liegt das? Wir fragen einen Oberbürgermeister, der nicht mehr zur Wahl antreten wird und sprechen mit ihm offen darüber, was dieses Amt an Rollenverständnis, Haltung, systemischem Denken und Kompetenzen braucht. Seine Antwort: „Ein Zehnkämpfer ist gefordert!“ Unser Gast: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Oberbürgermeister der Stadt Wuppertal, ehemaliger Präsident und Geschäftsführer des ‚Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie‘ ist unser Gesprächspartner und reflektiert seine Motivation, seine Erfahrungen und Innenansichten des Amtes: _Wie ist es ihm als Oberbürgermeister ergangen? _Wie hart ist das politische Geschäft aus der Sicht eines Transformationsmanagers? _Was muss ein:e Oberbürgermeister:in für Kompetenzen mitbringen? _Wie kann der Job des OB attraktiver werden?
Erschienen: 11.09.2025
Dauer: 00:44:22
Weitere Informationen zur Episode "KG#07 - Auf einen Kaffee mit...Uwe Schneidewind"
Urbane Praktiken des Wandelns - radikal oder in kleinen Schritten?
In unserer dritten Episode der Stadtrederei-Trilogie blicken wir mit zwei Gästen auf den 9. Hochschultag, die mitten im Geschehen waren: _Judith Nurmann, Architects4future und _Prof. Mario Tvrtkovic, wissenschaftlicher Sekretär bei der DASL. Gemeinsam sprechen wir über drängende Fragen der Stadtentwicklung in multiplen Krisen und radikale wie auch pragmatische Handlungsansätze. Wie gestalten wir den Wandel: mutig und disruptiv oder Schritt für Schritt? Klar ist: Die Zeit drängt. Zu oft verharren wir in unseren beruflichen und sozialen Blasen, während komplexe Herausforderungen nach Verständigung und breiter Kommunikation sowie gemeinsamem Tun verlangen. Nurmann und Tvrtkovic meinen, dass tiefgreifende Veränderungen an den Wurzeln des Problems angepackt werden müssen. Symptombehandlung sei zu wenig. Deshalb sind Zukunftskompetenzen gefragt: Kommunikation, Kollaboration, Kooperation und eine gute Portion Mut und Wille. In der Stadtplanung, in der Lehre und im politischen Handeln. Hört rein in Episode 3 – für alle, die Stadt nicht nur planen, sondern bewegen wollen.
Erschienen: 30.07.2025
Dauer: 00:38:23
Weitere Informationen zur Episode "#40 Gemeinsam wirken - voraus"
Was braucht es, damit unsere Städte und Dörfer lebensfreundlicher, gerechter und schöner werden? In der zweiten Folge der Trilogie begleiten wir den 9. Hochschultag der Nationalen Stadtentwicklungspolitik in Berlin. Keine trockene Konferenz, sondern ein Treffen, in dem sich Studierende, Lehrende, Stadtverwaltungen und engagierte Menschen zusammenkommen, um über die Zukunft unserer Städte und Gemeinden intensiv zu diskutieren und echte Tatkraft zu entwickeln. Was Ihr hört: Eine Tischtennisplatte als Stadtidee: Wie Studierende ihren 'grauen' Campusplatz mit einfachsten Mitteln in einen beliebten Treffpunkt verwandelt haben – ohne Genehmigung, aber mit Erfolg. Was Studierende in Dörfern verändern: Warum junge Menschen eine Woche lang in kleine Orte ziehen, mit den Menschen sprechen und gemeinsam neue Ideen fürs Dorfleben entwickeln. Was Stadtverwaltungen und Hochschulen voneinander lernen können: Warum wir Verwaltung nicht nur als 'Bürokratie' sehen sollten – und was nötig ist, damit junge Menschen Lust bekommen, in der Stadtentwicklung mitzumischen. Und die große Frage: Müssen wir unsere Städte radikal verändern – oder reicht es, im Kleinen anzufangen? In kurzen Gesprächen erzählen junge Stadtmacher:innen, Lehrende und Organisator:innen, was sie bewegt, was sie ausprobiert haben – und was alle anderen daraus lernen können. Ob Ihr selbst studiert, gerade einen Job sucht, in einer Stadt oder auf dem Land lebt, ob Ihr Euch für Veränderung interessiert oder einfach neugierig seid: Diese Folge zeigt, wie viel Gestaltungskraft in jedem von uns steckt. Wir sprechen mit: _Tion Kudlek ab min 4:35 _Canan Celik ab min 7:45 _Britta Rösener und Friederike Macher ab min 23:35 _Fiona Sanneh und Lennart Mönnekes ab min 32:05 _Maresa Pflanz, Philip Karnatz und Jan Nissen ab min 41:35 _Almut Wolff ab min 53:50 _Laureen Nievel ab min 58:15 Moderation: Dr. Christine Grüger & Dr. Fee Thissen
Erschienen: 23.07.2025
Dauer: 01:09:36
Weitere Informationen zur Episode "#39 Gemeinsam wirken - vor Ort"