Ein Gespräch zu Seuchen, Corona, Wissen und dem Umgang mit dem Risiko einer gegenwärtigen Krise.
Aktuell zur Corona-Krise unterhalte ich mich mit Dr. Gunnar Jeremias und Hares Sarwary vom Carl Friedrich von Weizäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg. Wir sprechen über Biowaffen, Potenziale sozialer Disruption, Krankheit als Sicherheitsrisiko, über die Möglichkeiten von Resilienz in der Gesellschaft, den Umgang mit Wissen und Nicht-Wissen in einer Krise, ausgelöst von einem unbekannten, nicht erforschten Virus, die Rolle von Experten und ihren Vorhersagen und wie wir aktuell mit der Lage umgehen – wir geben keine Tipps zur Bewältigung der Krise, sondern schauen auf diese aus sozialwissenschaftlicher Perspektive um mögliche gesellschaftliche Dynamiken besser zu verstehen. Andere Perspektiven sind jenseits des Alltags im noch-nicht-ganz-Ausnahmezustand möglich und auch darüber muss, bei aller aktuellen und notwendigen Krisenbewältigung, gesprochen werden.
Erschienen: 18.03.2020
Dauer: 01:20:04
Weitere Informationen zur Episode ""Corona und die Stunde des nicht-wissenden Experten""
Die Welt der Künstlichen Intelligenz und welche Fragen sich für eine kritische Wissenschaft ergeben – ein Gespräch mit Prof. Dr. Judith Simon, Philosophin an der Universtität Hamburg
Ist KI mehr als nur ein Hype? Oder was genau gilt es zu beachten, worüber sollte man sich beim Thema KI Gedanken machen? Darüber spreche ich mit Judith Simon, die als Philosophin am Fachbereich Informatik der Uni Hamburg Ethik in der Informationstechnologie lehrt. Wir unterhalten uns darüber, ob KI träumen kann, was der Transhumanismus will, wie es um die Gerechtigkeit bei Algorithmen steht, Machinen wie Ich von Ian McEwan und die Grenzen wissenschaftlicher Politikberatung im allgemeinen und bei KI im Speziellen. Diese Podcast-Ausgabe ist der Start einer kleinen Reihe von Interviews und Gesprächen zum Thema KI im speziellen und unsere digitale Um- und Lebenswelt im Allgemeinen. Eine Liste mit Lesetipps, die im Podcast angesprochen worden sind, findet sich hier im Blog weiter unten.
Erschienen: 28.02.2020
Dauer: 00:42:22
Weitere Informationen zur Episode "Gespräche und Interviews zu KI und digitaler Umwelt, 1"
Ein Interview mit Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink zu Science Fiction als Mittel wissenschaftlicher Lehre und warum über Technik sprechen immer wichtig ist. Interview vom 3.12.2019.
Die beiden Wissenschaftler Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink haben im Wintersemester 2019-20 eine Filmreihe zu Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft organisiert. Ich war eingeladen anlässlich des Film "Anon" zu Überwachung zu diskutieren, siehe auch die Folge 11 der Berichte aus Panoptopia. Nun habe ich mit den beiden auch ein Interview über ihre Motivation und Intentionen für die Reihe gemacht und mit Ihnen dabei über die Rolle von Science Fiction in der Hochschullehre gesprochen, über neue Lehrformate, unsere zum Teil enttäuschten Erwartungen und Hoffnungen, die sich mit dem Internet verbinden – aber auch über die generationsbedingte Wahrnehmung von Technik, ihre Nutzung und Bewertung im Kontext von Biographien und der jeweiligen Zeit ihrer Entstehung und technikbiographischen Höhepunkte. Und wir haben darüber gesprochen, warum es wichtig ist, auch mit eher technisch-orientierten Studierenden über gesellschaftliche Konsequenzen, über Technik als Kultur und die Welt als Konstruktion zu sprechen.
Erschienen: 04.02.2020
Dauer: 00:42:59
Weitere Informationen zur Episode "BaP12: Science Fiction und warum man über Technik reden muss"
Der Film "Anon" – Anlass für eine Diskussion mit Florian Zappe, Axel Dürkop, Lars Schmeink, Nils Zurawski sowie dem Kinopublikum, 19.11.2019.
Im Rahmen des Projekts "Zukunft - Gesellschaft - Technologie" der Kollegen Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink von den Hamburger Universitäten HCU und TUHH, welches u.a. eine Filmreihe im Hamburger Abaton-Kino beinhaltete, gab es am 19.11.2019 eine Vorführung des Films "Anon" (Regie: Andrew Niccol, 2014), im Anschluss eine anschließende Diskussion mit mir, den beiden Hamburger Kollegen sowie Dr. Florian Zappe von der Uni Göttingen. Wir haben uns zusammen mit dem engagierten Publikum intensiv über den Film, die von ihm aufgeworfenen Fragen nach Wahrheit, Wissen, Identität, Anonymität, Schutz vor Überwachung, der schützenden Macht des Kollektivs und möglichen Wegen aus der allgegenwärtigen Überwachung diskutiert und gedacht. In dieser Ausgabe der BaP habe ich die interessantesten Fragen und Antworten zusammengeschnitten. Ihr könnt hier gewissenmaßen den Wissenschaftlern beim Denken und dem Formulieren neuer Ideen und Gedanken zuhören. Selbstverständlich gibt es keine Lösung der grassierenden Überwachung in unserem digitalen Alltag, aber eine Reflexion darüber, welche Aspekte besonders wichtig sind und warum Datenschutz nicht immer der beste Weg ist, über alternative Möglichkeiten nachzudenken, sondern die Kulturen der Überwachung, als auch die Technikkulturen um diese herum von elementarer Bedeutung sind.
Erschienen: 06.01.2020
Dauer: 01:00:02
Weitere Informationen zur Episode "BaP11: Identität und Anonymität in einer überwachten Welt"
Kurzrezension von Edward Snowdens Biographie und ein Interview zu Gefährdern und Predictice Policing mit Timo Grossenbacher.
Diese Folge enthält ein Interview mit dem Journalisten Timo Grossenbacher über Predictive Policing, seine Arbeit zu dem Thema und warum es so schwierig ist den richtigen Gefährder zu finden. Das Interview entstand am 29.1.2019 anlässlich der Preisverleihung des Surveillance-Studies-Journalistenpreises in Hamburg, den er gewonnen hat. Außerdem erzähle ich etwas zur Biographie von Edward Snowden und warum diese eine Empfehlung wert ist.
Erschienen: 05.12.2019
Dauer: 00:20:03
Weitere Informationen zur Episode "BaP10: Gefährder, Verdacht und Edward Snowden"
Interview mit Daniel Moßbrucker (28.1.2019), Surveillance Studies-Preisträger 2019 für einen wissenschaftlichen Artikel zum Darknet.
Daniel Moßbrocker ist Journalist und hat lange für Reporter ohne Grenzen gearbeitet und sich dabei vor allem auch um Internetschulungen für Journalisten gekümmert hat. Anlässlich der Verleihung des Preises habe ich mich mit ihm über das Darknet, die Bedeutung von Anonymität für Journalisten und seinen Arbeit unterhalten. Volker Lilienthal, Professor für Journalistik an der Uni Hamburg, hat die Laudatio gehalten und stellt uns Daniel Moßbrucker und seine Arbeit vor dem Interview vor.
Erschienen: 07.11.2019
Dauer: 00:42:57
Weitere Informationen zur Episode "BaP9: Darknet und Journalismus"
Über Doping, Betrug im Sport, Kontrollen und die Gesundheit von AthletInnen. Ein Gespräch mit Ralf Meutgens., Teil 2
Der designierte neue Chef der WADA sieht kein Problem darin, Geheimdienste im Kampf gegen das Doping einzusetzen. So äußerte er sich in einem Interview mit der FAZ am 12.9.2019. Da muss man schon ein wenig schlucken und ich frage mich, wie sinnvoll solche Drohgebärden und der dahinter stehende Ansatz von Aufklärungsarbeit im Bereich von Anti-Doping ist. Oder ist das schon die Kapitulation oder die Offenlegung worum es den Funktionären tatsächlich geht: Austauschbare AthletInnen für eine Kapitalisierung? Wie sinnvoll Kontrollen sind, was das mit der Gesundheit der SportlerInnen zu tun hat und wieso kein Ende des Doping in Sicht ist, bespreche ich mit dem Journalisten Ralf Meutgens, seit Jahren einer der profiliertesten Kenner der Szene und einer ihrer schärfsten Kritiker. Sport ist voller Widersprüche, die AthletInnen sitzen dabei meist am kürzeren Hebel und haben wenig Chancen sich zu wehren.
Erschienen: 24.09.2019
Dauer: 00:29:44
Weitere Informationen zur Episode "BaP8: Doping und Dopingkontrollen, Teil 2"
Über Doping, Betrug im Sport, Kontrollen und die Gesundheit von AthletInnen. Ein Gespräch mit Ralf Meutgens., Teil 1
Er ist immer dabei: der Verdacht auf Doping. Bei der Tour de France, beim Schwimmen, Biathlon und eigentlich bei allen Wettbewerben. Je mehr zu gewinnen ist, desto wahrscheinlicher das betrogen wird. Kontrollen können nur einen kleinen Teil herausfischen – dabei stellen sie alle AthletInnen unter einen Generalverdacht. Wie sinnvoll Kontrollen sind, was das mit der Gesundheit der SportlerInnen zu tun hat und wieso kein Ende des Doping in Sicht ist, bespreche ich mit dem Journalisten Ralf Meutgens, seit Jahren einer der profiliertesten Kenner der Szene und einer ihrer schärfsten Kritiker. Sport ist voller Widersprüche, die AthletInnen sitzen dabei meist am kürzeren Hebel und haben wenig Chancen sich zu wehren.
Erschienen: 28.08.2019
Dauer: 00:26:34
Weitere Informationen zur Episode "BaP7: Doping und Dopingkontrollen, Teil 1"
Ethnographische Forschung bei und mit der Polizei. Interview mit und Vortrag von Christiane Howe.
Warum sollte man eine Ethnographie der Polizei machen? In ihrem Vortrag, gehalten am 21. Januar 2019 in der Ringvorlesung "Polizei", geht die Soziologin Christiane Howe der Frage nach, was es bedeutet, wenn man die Polizei bei ihrer Arbeit begleitet und ihnen dabei "auf die Finger schaut". Man gewinnt Einblicke, aber man kommt den PolizistInnen auch näher und kann sich in ihre Logik eindenken, warum wie wann gehandelt wird. Zusätzlich zu dem Vortrag, in dem sie Ergebnisse ihrer Feldarbeit vorgestellt hat, spricht sie im Interview über die Hintergründe der Forschung und über die Bedeutung von Ethnographie für solche Studien. Zusammen mit anderen KollegInnen ist Christiane Howe Herausgeberin des Bandes "Polizeilicher Kommunitarismus. Eine Praxisforschung urbaner Kriminalprävention" (2017).
Erschienen: 29.07.2019
Dauer: 00:44:10
Weitere Informationen zur Episode "BaP6: Flanierende Polizeiarbeit"
Ein Bericht vom Filmfestival Tübinale 2019 aus Tübingen, die dort am 13.5.2019 stattgefunden hat; ein Interview mit Dietmar Kammerer und weitere Stimmen von Tagung und Festival, u.a. mit den Macherinnen des Gewinnerfilms.
Erschienen: 25.06.2019
Dauer: 00:35:51
Weitere Informationen zur Episode "BaP5: Tübinale 2019, Surveillance 2.0"