Podcast "Berichte aus Panoptopia"

Der Podcast zu Überwachung, Kontrolle und Gesellschaft

Die Berichte aus Panoptopia versammeln Interviews, Essays, Kommentare und gegebenenfalls auch Vorträge aus dem Themensprektrum Überwachung, Kontrolle, Technologie und den Verknüpfungen dieser Aspekte und Phänome mit Gesellschaft.

Episoden: Neueste Episoden


"Ist das wirklich alles, was sie wissen?"

Eine kleine Betrachtung des Datenschutzes anhand einer Forschungsnotiz aufgrund einer Datenabfrage bei Unternehmen und staatlichen Stellen.

Eine EU-Direktive und in der Folge auch die DGSVO erlauben es Individuen Unternehmen und staatliche Stellen nach den über sie erhoben Daten anzufragen und darüber Auskunft zu erhalten. In einem Forschungsprojekt (EU, IRISS, 2012-2015, also noch vor der DGSVO) haben wir davon im Selbstversuch Gebrauch gemacht. Eine interessante Übung, die durchaus Fragen offen lässt. Für den HAW HH Science Slam habe ich dazu eine kurze Notiz gefertigt, die kurz und knapp davon erzählt – und gezeigt, wieso eine solche Forschung vor allem zum Nachdenken über Verschwörung anregen kann.

Erschienen: 05.04.2021
Dauer: 00:09:48

Podcast-Webseite: Episode ""Ist das wirklich alles, was sie wissen?""


BaP24: Polizei im Alltag

"Die Wache" – ein Film von Eva Wolf. Ich sprach mit der Regisseurin (am 25.1.2021) über den Film, die Dreharbeiten und die Polizei.

"Die Wache" ist eine dokumentarische Langzeitbeobachtung auf einer Polizeiwache in Münster. Er zeigt den Alltag der Polizei, oft sehr unspektakulär, manchmal langweilit. Gespräche der Beamt:innen während der Schichten, Reflexionen und das Normale kennzeichnen den Film. Im Gespräch mit Eva Wolf spreche ich über mögliche Kritik an dieser Darstellung, denn es geht nicht um Rassismus oder Gewalt, was die Dreharbeiten besonders macht, wie es ist im Feld Polizei als Filmemacherein oder Forscher zu arbeiten und warum auch solche Darstellungen nicht nur ihre Berechtigung haben, sondern für eine kritische Auseinandersetzung mit der Polizei wichtig sind.

Erschienen: 12.02.2021
Dauer: 00:26:18

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Über die vermeintliche Krise der Disziplinargesellschaft

Ein Gespräch mit dem Journalitsten Adrian Lobe (Autor von "Speichern und Strafen", 2019) über Disziplin, Gesellschaft unter Corona und die Digitalisierung als neuer Zuchtmeister der Massen.

Macht Staat Disziplin, so betitelte Adrian Lobe in der Taz vom 16.11. einen Artikel, in dem er sich Gedanken darüber macht, wie diszipliniert wir doch alle in der Corona-Krise sind. Ob das gut ist und der Staat hier mit einen Forderungen übergriffig agiert, oder warum die eigentlichen Technologien der Macht nicht länger in staatlichem Handeln, sondern in den Formen der Digitalisierung stecken, darüber geht unser Gespräch. Was hat also das Virus mit autonomen Fahren, die Politik des Neoliberalismus mit der Pandemie, die Disziplin mit unseren demokratischen Freiheiten zu tun? Zwischen diesen Polen erstreckt sich unser Diskurs über Disziplin, Demokratie und die digitale Zukunft.

Erschienen: 10.12.2020
Dauer: 01:07:33

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Wem nützen Gefängnisse?

Im Gespräch mit Thomas Galli, ehemaliger Gefängnisleiter und Rechtsanwalt, erörteren wir die Utopie einer Welt ohne Gefängnisse.

Gefängnisse machen die meisten Menschen nicht besser, im Zweifel schlechter. Auf jeden Fall verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck, nämlich den einer Besserung der Inhaftierten. Mit dem Rechtsanwalt, Kriminologen und ehemaligen Gefängnisdirektor Thomas Galli spreche ich über das Gefängnis als Idee, die Utopie einer gefängnislosen Welt, warum dieses eine Herausforderung für Gesellschaft wäre und was sich generell ändern müsste, damit so eine Idee überhaupt umsetzbar wäre. Das Gefängnis ist eine Erfindung der Moderne, Haftstrafen nicht der einzige Weg mit Delinquenz umzugehen, die letztlich auch nur ein Ausdruck einer gesellschaftlichen Lage ist. Diese Folge beschäftgit sich so mit die beiden Namensgebern des Podcast, dem Panoptikum und der Utopie. Wir diskutieren daran die Folgen für die Gesellschaft und welche Alternativen zur klassischen Gefängnisstrafe es möglicherweise geben kann oder bereits gibt.

Erschienen: 08.11.2020
Dauer: 00:41:47

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Narration und Leitmotive von Poe bis Auster

Ein Gespräch mit Nicole Falkenhayner (Uni Freiburg) und Florian Zappe (Uni Göttingen) zu Überwachung in Literatur und Kulturwissenschaft und andere Perspektiven auf ein allgegenwärtiges Thema.

Von E.A. Poe bis Paul Austers und mit vielen Stationen dazwischen – die Liste, in der Überwachung ein zentrales Thema ist oder auch nur angeschnitten wird in der Literatur der Welt ist groß. Mit der Anglistin Nicole Falkenhayner und dem Amerikanisten Florian Zappe spreche ich über dominante Narrative, mögliche Alternativen, alte und neue Bilder der Überwachung, über die Magie der KI, aufdringliche Erzählungen im allgemeinen und Überwachungsmotive bei Charles Dickens. Wir erörtern die Möglichkeiten von literarischen Erzählungen in Literatur und Film und wollen so der Disskussion eine weitere, oft vergessene Dimension hinzufügen.

Erschienen: 23.09.2020
Dauer: 01:07:36

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Künstliche Intelligenz ist nicht emotional!

Auf der Suche nach dem Wesen der künstlichen Intelligenz spreche ich mit dem Medienwissenschaftler Roberto Simanowski zu tödlichen Algorithmen, Emotionen, Demokratie und warum wir weniger aufgeregt sein sollten angesichts dieser Technologien.

Im Interview mit dem Medien- und Kulturwissenschaftler Roberto Simanowski sprechen wir über sein Buch Todesalgorithmus, über autonomes Fahren und warum damit allein keine Verkehrswende zu schaffen ist, welche Form der Ethik zur Beurteilung angemessen ist, den Unfall als Logik von Technologie, künstliche Intelligenz und ihre Rolle in einer Demokratie, die Konsequenzen von Technologie und den Algorithmus als Medium sowie dessen Ästhetik. Wir erörtern auch die Frage, ob KI träumen kann und wieso möglicherweise ein wichtiger Aspekt die Emotionen sind, die einer KI zu ihrer vermeintlichen Vollkommenheit fehlen.

Erschienen: 19.08.2020
Dauer: 01:00:13

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Warum müssen Roboter überhaupt wie Menschen sein?

Ein Gespräch über Cyborgs, Roboter, sprechende Autos, denkende Brücken und was den Menschen von den Robotern unterscheidet.

Im Gespräch mit dem Philosophen Michael Nagenborg von der Universität Twente in den Niederlanden, spreche ich über Roboter als materielle Formen künstlicher Intelligenzen. Sie sehen möglicherweise so aus wie wir, so stellen wir uns Roboter auf jeden Fall vor. Aber warum eigentlich und wem hilft oder nützt das? Wir sprechen über denkende Brücken und warum 3D-Drucker auch Roboter sein können, warum Autos noch Lenkräder haben, was den Terminator mit dem Übermenschen verbindet und warum wir glauben oder befürchten der Mensch würde durch Roboter ersetzt. Verlieren wir die Kontrolle oder behaupten wir unsere Stellung auf dieser Erde? Und wann sind Roboter eigentlich wie Menschen und kann man sie dann auch diskriminieren? Wichtige Fragen für ein uraltes Thema der Menscheit: der künstliche Mensch mit einer künstlichen Intelligenz. Aber was wäre gewonnen und wovon reden wir eigentlich wirklich – das ergünden wir in dem Gespräch.

Erschienen: 13.07.2020
Dauer: 00:57:16

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Welche Utopien wünschen sich künstliche Intelligenzen?

Von Utopien, Informatikern und wie man das "Gute" ergründet. Ein Gespräch mit Susanne Draheim und Kai von Luck, Teil 2.

Mit der Soziologin Susanne Draheim und dem Informatiker Kai von Luck, beide vom Creative Space for Technical Innovations an der HAW in Hamburg, rede ich im zweiten Teil unseres Gespräches über die Angst von Künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden, über Informatiker und ihre Weltsicht, die Möglichkeit neuer Utopien, die sich aus und durch neue Technologien ergeben, welche neuen Gesellschaftsmodelle wir für die Zukunft entwickeln müssen und warum es sich lohnt über seine eigene Arbeit und deren Wirkung in der Welt nachzudenken. Beim letzten Punkt sprechen wir vor allem über die Konsequenzen, welche die Entwicklung von Technik haben kann, was Dual Use damit zu tun hat und wie man mit welchen Argumenten umgehen kann. Ein provokanter Austausch von drei sehr gut auflegten WissenschaftlerInnen.

Erschienen: 15.06.2020
Dauer: 00:53:05

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KI als Religion und die Idee der Informatik

Von Künstlicher Intelligenz und wie man zwischen Soziologie und Informatik vermitteln kann. Ein Gespräch mit Susanne Draheim und Kai von Luck, Teil 1.

Im Gespräch mit der Soziologin Susanne Draheim und dem Informatiker Kai von Luck, beide von der HAW Hamburg erörtern wir wie die Informatik als generelle "problem solving mashine" an Lösungen arbeit, was die Soziologie damit zu tun hat, warum Informatikstudenten sich möglicherweise einen KI-Gott wünschen und welche Metaphern von Computern sinnvoll und welche für eine weiterführende Analyse von der technisierten Welt, in der wir leben, eher hinderlich sind. Kontrovers und provoktiv streiten sich zwei SoziologInnen und ein Informatiker über KI und warum wir keine Angst vor ihr haben sollten, auch wenn sie droht menschliche Aufgaben zu ersetzen und Menschen in vielen Bereichen überflüssig zu machen. Es gibt eine Kultur der KI, die es unbedingt zu beachten gilt. Sie nur als Technologien zu sehen, verleitet zu falschen Schlüssen und Hoffnungen. Technik ist auch Kultur und somit Symbol, Bedeutung und somit eine gesellschaftliche Tatsache.

Erschienen: 13.05.2020
Dauer: 00:46:54

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Die Coronamaßnahmen waren damals nicht "denkmöglich"!

Ein Gespräch mit Kevin Hall über Pandemie, Pandemiepläne, Krisenkommuikation und warum gemachte Pläne nicht immer auf die dafür gedachte Krise passen müssen.

Kevin Hall, Biochemiker, Soziologe und Kulturanthropologe hat zu Überwachung und Sichtbarkeitsregimen anhand von Influenzapandemien geforscht und promoviert. An Corona hat er bei Abgabe im letzten Jahr dabei nicht gedacht. Mit vielen seiner Erkenntnisse allerdings lassen sich auch Entwicklungen in der gegenwärigen Corona-Krise beleuchten. Wir unterhalten uns über Pandemiepläne, Überwachung von Krankheiten, Gesundheit und Sicherheit, wie man als Verantwortliche besten darüber kommuniziert und darüber welche Vorteile es bringt wirklich interdisziplinär zu arbeiten und zu denken. Übersetzungsleistungen zwischen Natur- und Sozial/Geisteswissenschaften sind in einer Situation wie der jetzigen wichtiger denn je – leider noch viel zu wenig verbreitet.

Erschienen: 07.04.2020
Dauer: 00:52:08

Podcast-Webseite: Episode "Die Coronamaßnahmen waren damals nicht "denkmöglich"!"


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