Podcast "Berichte aus Panoptopia"

Der Podcast zu Überwachung, Kontrolle und Gesellschaft

Die Berichte aus Panoptopia versammeln Interviews, Essays, Kommentare und gegebenenfalls auch Vorträge aus dem Themensprektrum Überwachung, Kontrolle, Technologie und den Verknüpfungen dieser Aspekte und Phänome mit Gesellschaft.

Episoden: Neueste Episoden


Künstliche Intelligenz ist nicht emotional!

Auf der Suche nach dem Wesen der künstlichen Intelligenz spreche ich mit dem Medienwissenschaftler Roberto Simanowski zu tödlichen Algorithmen, Emotionen, Demokratie und warum wir weniger aufgeregt sein sollten angesichts dieser Technologien.

Im Interview mit dem Medien- und Kulturwissenschaftler Roberto Simanowski sprechen wir über sein Buch Todesalgorithmus, über autonomes Fahren und warum damit allein keine Verkehrswende zu schaffen ist, welche Form der Ethik zur Beurteilung angemessen ist, den Unfall als Logik von Technologie, künstliche Intelligenz und ihre Rolle in einer Demokratie, die Konsequenzen von Technologie und den Algorithmus als Medium sowie dessen Ästhetik. Wir erörtern auch die Frage, ob KI träumen kann und wieso möglicherweise ein wichtiger Aspekt die Emotionen sind, die einer KI zu ihrer vermeintlichen Vollkommenheit fehlen.

Erschienen: 19.08.2020
Dauer: 01:00:13

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Warum müssen Roboter überhaupt wie Menschen sein?

Ein Gespräch über Cyborgs, Roboter, sprechende Autos, denkende Brücken und was den Menschen von den Robotern unterscheidet.

Im Gespräch mit dem Philosophen Michael Nagenborg von der Universität Twente in den Niederlanden, spreche ich über Roboter als materielle Formen künstlicher Intelligenzen. Sie sehen möglicherweise so aus wie wir, so stellen wir uns Roboter auf jeden Fall vor. Aber warum eigentlich und wem hilft oder nützt das? Wir sprechen über denkende Brücken und warum 3D-Drucker auch Roboter sein können, warum Autos noch Lenkräder haben, was den Terminator mit dem Übermenschen verbindet und warum wir glauben oder befürchten der Mensch würde durch Roboter ersetzt. Verlieren wir die Kontrolle oder behaupten wir unsere Stellung auf dieser Erde? Und wann sind Roboter eigentlich wie Menschen und kann man sie dann auch diskriminieren? Wichtige Fragen für ein uraltes Thema der Menscheit: der künstliche Mensch mit einer künstlichen Intelligenz. Aber was wäre gewonnen und wovon reden wir eigentlich wirklich – das ergünden wir in dem Gespräch.

Erschienen: 13.07.2020
Dauer: 00:57:16

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Welche Utopien wünschen sich künstliche Intelligenzen?

Von Utopien, Informatikern und wie man das "Gute" ergründet. Ein Gespräch mit Susanne Draheim und Kai von Luck, Teil 2.

Mit der Soziologin Susanne Draheim und dem Informatiker Kai von Luck, beide vom Creative Space for Technical Innovations an der HAW in Hamburg, rede ich im zweiten Teil unseres Gespräches über die Angst von Künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden, über Informatiker und ihre Weltsicht, die Möglichkeit neuer Utopien, die sich aus und durch neue Technologien ergeben, welche neuen Gesellschaftsmodelle wir für die Zukunft entwickeln müssen und warum es sich lohnt über seine eigene Arbeit und deren Wirkung in der Welt nachzudenken. Beim letzten Punkt sprechen wir vor allem über die Konsequenzen, welche die Entwicklung von Technik haben kann, was Dual Use damit zu tun hat und wie man mit welchen Argumenten umgehen kann. Ein provokanter Austausch von drei sehr gut auflegten WissenschaftlerInnen.

Erschienen: 15.06.2020
Dauer: 00:53:05

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KI als Religion und die Idee der Informatik

Von Künstlicher Intelligenz und wie man zwischen Soziologie und Informatik vermitteln kann. Ein Gespräch mit Susanne Draheim und Kai von Luck, Teil 1.

Im Gespräch mit der Soziologin Susanne Draheim und dem Informatiker Kai von Luck, beide von der HAW Hamburg erörtern wir wie die Informatik als generelle "problem solving mashine" an Lösungen arbeit, was die Soziologie damit zu tun hat, warum Informatikstudenten sich möglicherweise einen KI-Gott wünschen und welche Metaphern von Computern sinnvoll und welche für eine weiterführende Analyse von der technisierten Welt, in der wir leben, eher hinderlich sind. Kontrovers und provoktiv streiten sich zwei SoziologInnen und ein Informatiker über KI und warum wir keine Angst vor ihr haben sollten, auch wenn sie droht menschliche Aufgaben zu ersetzen und Menschen in vielen Bereichen überflüssig zu machen. Es gibt eine Kultur der KI, die es unbedingt zu beachten gilt. Sie nur als Technologien zu sehen, verleitet zu falschen Schlüssen und Hoffnungen. Technik ist auch Kultur und somit Symbol, Bedeutung und somit eine gesellschaftliche Tatsache.

Erschienen: 13.05.2020
Dauer: 00:46:54

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Die Coronamaßnahmen waren damals nicht "denkmöglich"!

Ein Gespräch mit Kevin Hall über Pandemie, Pandemiepläne, Krisenkommuikation und warum gemachte Pläne nicht immer auf die dafür gedachte Krise passen müssen.

Kevin Hall, Biochemiker, Soziologe und Kulturanthropologe hat zu Überwachung und Sichtbarkeitsregimen anhand von Influenzapandemien geforscht und promoviert. An Corona hat er bei Abgabe im letzten Jahr dabei nicht gedacht. Mit vielen seiner Erkenntnisse allerdings lassen sich auch Entwicklungen in der gegenwärigen Corona-Krise beleuchten. Wir unterhalten uns über Pandemiepläne, Überwachung von Krankheiten, Gesundheit und Sicherheit, wie man als Verantwortliche besten darüber kommuniziert und darüber welche Vorteile es bringt wirklich interdisziplinär zu arbeiten und zu denken. Übersetzungsleistungen zwischen Natur- und Sozial/Geisteswissenschaften sind in einer Situation wie der jetzigen wichtiger denn je – leider noch viel zu wenig verbreitet.

Erschienen: 07.04.2020
Dauer: 00:52:08

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"Wäre jetzt nicht die perfekte Zeit um zu Dopen?"

Ein Gespräch mit Marcel Scharf über Sport und Doping in Zeiten der Corona-Pandemie, vom 21.3.2020

"Wäre jetzt nicht die perfekte Zeit um zu Dopen?" Marcel Scharf, Mitherausgeber des Sammelbandes "Kritik des Anti-Doping" und ich unterhalten uns über die Konsequenzen für den Anti-Doping-Kampf anlässlich der gegenwärtigen Situation mitten in der Corona-Pandemie. Was bedeutet das für die Kontrollpraktiken, was für Lücken ergeben sich im System, und wie stehen die Sportler ganz allgemein momentan da – das sind die Fragen mit denen wir uns u.a. beschäftigen. Aber auch mit dem Umgang des IOC hinsichtlich der (mittlerweile abgesagten) Olympischen Spiele, der Notwendigkeit mündiger Athleten, Möglichkeiten ihrer Unabhängigkeit im System, eine klügere Finanzierung der Athlet*innen durch ein bedindgungsloses Grundeinkommen und die Chancen, die sich aus der jetzigen Absage und den Diskussionen ergeben könnten. Nur einen Rücktritt von Thomas Bach sehen wir beide nicht. Die Beharrungskräfte im organisierten Sport auf dieser Ebene sind zu groß … noch.

Erschienen: 25.03.2020
Dauer: 00:37:21

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"Corona und die Stunde des nicht-wissenden Experten"

Ein Gespräch zu Seuchen, Corona, Wissen und dem Umgang mit dem Risiko einer gegenwärtigen Krise.

Aktuell zur Corona-Krise unterhalte ich mich mit Dr. Gunnar Jeremias und Hares Sarwary vom Carl Friedrich von Weizäcker-Zentrum für Naturwissenschaft und Friedensforschung an der Universität Hamburg. Wir sprechen über Biowaffen, Potenziale sozialer Disruption, Krankheit als Sicherheitsrisiko, über die Möglichkeiten von Resilienz in der Gesellschaft, den Umgang mit Wissen und Nicht-Wissen in einer Krise, ausgelöst von einem unbekannten, nicht erforschten Virus, die Rolle von Experten und ihren Vorhersagen und wie wir aktuell mit der Lage umgehen – wir geben keine Tipps zur Bewältigung der Krise, sondern schauen auf diese aus sozialwissenschaftlicher Perspektive um mögliche gesellschaftliche Dynamiken besser zu verstehen. Andere Perspektiven sind jenseits des Alltags im noch-nicht-ganz-Ausnahmezustand möglich und auch darüber muss, bei aller aktuellen und notwendigen Krisenbewältigung, gesprochen werden.

Erschienen: 18.03.2020
Dauer: 01:20:04

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Gespräche und Interviews zu KI und digitaler Umwelt, 1

Die Welt der Künstlichen Intelligenz und welche Fragen sich für eine kritische Wissenschaft ergeben – ein Gespräch mit Prof. Dr. Judith Simon, Philosophin an der Universtität Hamburg

Ist KI mehr als nur ein Hype? Oder was genau gilt es zu beachten, worüber sollte man sich beim Thema KI Gedanken machen? Darüber spreche ich mit Judith Simon, die als Philosophin am Fachbereich Informatik der Uni Hamburg Ethik in der Informationstechnologie lehrt. Wir unterhalten uns darüber, ob KI träumen kann, was der Transhumanismus will, wie es um die Gerechtigkeit bei Algorithmen steht, Machinen wie Ich von Ian McEwan und die Grenzen wissenschaftlicher Politikberatung im allgemeinen und bei KI im Speziellen. Diese Podcast-Ausgabe ist der Start einer kleinen Reihe von Interviews und Gesprächen zum Thema KI im speziellen und unsere digitale Um- und Lebenswelt im Allgemeinen. Eine Liste mit Lesetipps, die im Podcast angesprochen worden sind, findet sich hier im Blog weiter unten.

Erschienen: 28.02.2020
Dauer: 00:42:22

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BaP12: Science Fiction und warum man über Technik reden muss

Ein Interview mit Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink zu Science Fiction als Mittel wissenschaftlicher Lehre und warum über Technik sprechen immer wichtig ist. Interview vom 3.12.2019.

Die beiden Wissenschaftler Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink haben im Wintersemester 2019-20 eine Filmreihe zu Wissenschaft, Technologie und Gesellschaft organisiert. Ich war eingeladen anlässlich des Film "Anon" zu Überwachung zu diskutieren, siehe auch die Folge 11 der Berichte aus Panoptopia. Nun habe ich mit den beiden auch ein Interview über ihre Motivation und Intentionen für die Reihe gemacht und mit Ihnen dabei über die Rolle von Science Fiction in der Hochschullehre gesprochen, über neue Lehrformate, unsere zum Teil enttäuschten Erwartungen und Hoffnungen, die sich mit dem Internet verbinden – aber auch über die generationsbedingte Wahrnehmung von Technik, ihre Nutzung und Bewertung im Kontext von Biographien und der jeweiligen Zeit ihrer Entstehung und technikbiographischen Höhepunkte. Und wir haben darüber gesprochen, warum es wichtig ist, auch mit eher technisch-orientierten Studierenden über gesellschaftliche Konsequenzen, über Technik als Kultur und die Welt als Konstruktion zu sprechen.

Erschienen: 04.02.2020
Dauer: 00:42:59

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BaP11: Identität und Anonymität in einer überwachten Welt

Der Film "Anon" – Anlass für eine Diskussion mit Florian Zappe, Axel Dürkop, Lars Schmeink, Nils Zurawski sowie dem Kinopublikum, 19.11.2019.

Im Rahmen des Projekts "Zukunft - Gesellschaft - Technologie" der Kollegen Axel Dürkop und Dr. Lars Schmeink von den Hamburger Universitäten HCU und TUHH, welches u.a. eine Filmreihe im Hamburger Abaton-Kino beinhaltete, gab es am 19.11.2019 eine Vorführung des Films "Anon" (Regie: Andrew Niccol, 2014), im Anschluss eine anschließende Diskussion mit mir, den beiden Hamburger Kollegen sowie Dr. Florian Zappe von der Uni Göttingen. Wir haben uns zusammen mit dem engagierten Publikum intensiv über den Film, die von ihm aufgeworfenen Fragen nach Wahrheit, Wissen, Identität, Anonymität, Schutz vor Überwachung, der schützenden Macht des Kollektivs und möglichen Wegen aus der allgegenwärtigen Überwachung diskutiert und gedacht. In dieser Ausgabe der BaP habe ich die interessantesten Fragen und Antworten zusammengeschnitten. Ihr könnt hier gewissenmaßen den Wissenschaftlern beim Denken und dem Formulieren neuer Ideen und Gedanken zuhören. Selbstverständlich gibt es keine Lösung der grassierenden Überwachung in unserem digitalen Alltag, aber eine Reflexion darüber, welche Aspekte besonders wichtig sind und warum Datenschutz nicht immer der beste Weg ist, über alternative Möglichkeiten nachzudenken, sondern die Kulturen der Überwachung, als auch die Technikkulturen um diese herum von elementarer Bedeutung sind.

Erschienen: 06.01.2020
Dauer: 01:00:02

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Podcast "Berichte aus Panoptopia"
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