Podcast "Berichte aus Panoptopia"

Der Podcast zu Überwachung, Kontrolle und Gesellschaft

Die Berichte aus Panoptopia versammeln Interviews, Essays, Kommentare und gegebenenfalls auch Vorträge aus dem Themensprektrum Überwachung, Kontrolle, Technologie und den Verknüpfungen dieser Aspekte und Phänome mit Gesellschaft.

Episoden: Neueste Episoden


"Smart City ist ein fast nostalgischer Begriff"

Im Gespräch mit dem Landschaftsarchitekten und Technologieforscher Martin Kohler erkunde ich die Stadtplanung der klassischen Moderne und warum die Smart City von heute mehr sein muss als nur eine technologische Idee.

Mit Martin Kohler vom Creative Space for Technical Innovations an der HAW Hamburg erkunde ich Stadtutopien der Moderne und was aus ihnen geworden ist, wie neue Utopien von smarten und vor allem nachhaltigen Städten aussehen können, welche Rolle Technologie dabei spielen sollte – und häufig es bisher noch nicht tut – warum auch ein kleines Projekt wie "Klimafreundliches Lokstedt" eine Bedeutung über den Stadtteil hinaus hat, und inwiefern der Begriff der Smart City viel zu eng gedacht wird und die Kulturtechnik des Tauschens noch ganz am Anfang steht – trotz vieler Apps und Startup-Ideen dazu.

Erschienen: 25.11.2021
Dauer: 00:59:21

Podcast-Webseite: Episode ""Smart City ist ein fast nostalgischer Begriff""


China: Der konsumistische Polizeistaat, Teil 2 des Interviews mit Christoph Giesen

Im zweiten Teil des Interviews mit Christoph Giesen sprechen wir über den konsumistischen Charaktier des chinesischen Polizeistaates und warum die Führung so unentspannt ist, wenn sie angezweifelt wird.

Im zweiten Teil des Gesprächs unterhalten wir uns über die industrielle Expansionspolitiks Chinas, warum sie wachsen müssen, welchee Motivation die Führung antreibt, wie ein konsumistischer Kommunismus funktioniert und welczhe Zukunft so ein Modell haben könnte. Außerdem frage ich Christoph Giesen, ob der Korrespondentenjob in China ein Traumjob ist – und erhalte eine sehr differenzierte Antwort. Christoph Giesen ist China-Korrepondent der Süddeutschen Zeitung und Preisträger des Surveillance Studies-Preises 2021. Anlässlich seines prämierten Artikel habe ich mit ihm ein Gespräch über Chinas industriellen Polizei- und Kontrollstaat geführt.

Erschienen: 18.10.2021
Dauer: 00:38:36

Podcast-Webseite: Episode "China: Der konsumistische Polizeistaat, Teil 2 des Interviews mit Christoph Giesen"


"Die werden patzig, wenn sie bedroht werden" – China, die KP und die Strategie totaler Kontrolle, Teil 1

Im Gespräch mit Christoph Giesen erörtere ich den Überwachungsapparat Chinas und wie die KP darum ringt, die Kontrolle zu behalten. Teil 1

Christoph Giesen ist China-Korrepondent der Süddeutschen Zeitung und Preisträger des Surveillance Studies-Preises 2021. Anlässlich seines prämierten Artikel habe ich mit ihm ein Gespräch über China, den Irr- und Unsinn der Überwachung im Land, die digitalen Strategie Chinas, das Ringen um Kontrolle seitens der KP und die geopolitischen Bedeutungen der wirtschaftlichen Expansion Chinas auf globaler Ebene geführt. Im ersten Teil des Gespräches erörtern wir das chinesische Kontrollsystem, vor allem im Zuge der Corona-Krise und was es für einen Journalisten bedeutet unter solchen Bedingungen zu arbeiten.

Erschienen: 19.08.2021
Dauer: 00:34:07

Podcast-Webseite: Episode ""Die werden patzig, wenn sie bedroht werden" – China, die KP und die Strategie totaler Kontrolle, Teil 1"


"See something, say something!" Vigilanz in historischer Perspektive

Ein Gespräch über menschliche Aufmerksamkeit in sozialen Kontexten. Mit Arnd Brendecke, Felix Grollmann und Elke Wienhausen-Knezevic vom SFB Vigilanzkulturen unterhalte ich mich über die Geschichte von Vigilanz und ihre Bedeutung heute.

"See something, say something", wäre eine eigentlich ungenügende Zusamenfassung des Gespräches und schon gar der Arbeit des SFB. Im Gespräch berühren wir auch nur einige Aspekte dieser Forschungen, auch, aber nicht nur solche, die an die Überwachung anschließen. Wir sprechen über Whistleblowing, die verschiedenen Sinne der Aufmerksamkeit, Vigilanz als mögliche Form anti-herrschaftlicher Kontrolle, den Denunzianten, das Recht, neue und alte Formen von Wachsamkeit auch in pandemischen Zeiten. Wir spannen dabei einen weiten Bogen und es wird klar, dass menschliche Aufmerksamkeit zu überindividuellen Zielen eine lange Geschichte hat und dabei immer von den kulturellen Gegebenheiten geprägt wurde. Für die Surveillance Studies liegen hier viele Erkenntnisse bereit, die sie theoretisch bestimmt bereichern können.

Erschienen: 19.05.2021
Dauer: 00:56:25

Podcast-Webseite: Episode ""See something, say something!" Vigilanz in historischer Perspektive"


"Ist das wirklich alles, was sie wissen?"

Eine kleine Betrachtung des Datenschutzes anhand einer Forschungsnotiz aufgrund einer Datenabfrage bei Unternehmen und staatlichen Stellen.

Eine EU-Direktive und in der Folge auch die DGSVO erlauben es Individuen Unternehmen und staatliche Stellen nach den über sie erhoben Daten anzufragen und darüber Auskunft zu erhalten. In einem Forschungsprojekt (EU, IRISS, 2012-2015, also noch vor der DGSVO) haben wir davon im Selbstversuch Gebrauch gemacht. Eine interessante Übung, die durchaus Fragen offen lässt. Für den HAW HH Science Slam habe ich dazu eine kurze Notiz gefertigt, die kurz und knapp davon erzählt – und gezeigt, wieso eine solche Forschung vor allem zum Nachdenken über Verschwörung anregen kann.

Erschienen: 05.04.2021
Dauer: 00:09:48

Podcast-Webseite: Episode ""Ist das wirklich alles, was sie wissen?""


BaP24: Polizei im Alltag

"Die Wache" – ein Film von Eva Wolf. Ich sprach mit der Regisseurin (am 25.1.2021) über den Film, die Dreharbeiten und die Polizei.

"Die Wache" ist eine dokumentarische Langzeitbeobachtung auf einer Polizeiwache in Münster. Er zeigt den Alltag der Polizei, oft sehr unspektakulär, manchmal langweilit. Gespräche der Beamt:innen während der Schichten, Reflexionen und das Normale kennzeichnen den Film. Im Gespräch mit Eva Wolf spreche ich über mögliche Kritik an dieser Darstellung, denn es geht nicht um Rassismus oder Gewalt, was die Dreharbeiten besonders macht, wie es ist im Feld Polizei als Filmemacherein oder Forscher zu arbeiten und warum auch solche Darstellungen nicht nur ihre Berechtigung haben, sondern für eine kritische Auseinandersetzung mit der Polizei wichtig sind.

Erschienen: 12.02.2021
Dauer: 00:26:18

Podcast-Webseite: Episode "BaP24: Polizei im Alltag"


Über die vermeintliche Krise der Disziplinargesellschaft

Ein Gespräch mit dem Journalitsten Adrian Lobe (Autor von "Speichern und Strafen", 2019) über Disziplin, Gesellschaft unter Corona und die Digitalisierung als neuer Zuchtmeister der Massen.

Macht Staat Disziplin, so betitelte Adrian Lobe in der Taz vom 16.11. einen Artikel, in dem er sich Gedanken darüber macht, wie diszipliniert wir doch alle in der Corona-Krise sind. Ob das gut ist und der Staat hier mit einen Forderungen übergriffig agiert, oder warum die eigentlichen Technologien der Macht nicht länger in staatlichem Handeln, sondern in den Formen der Digitalisierung stecken, darüber geht unser Gespräch. Was hat also das Virus mit autonomen Fahren, die Politik des Neoliberalismus mit der Pandemie, die Disziplin mit unseren demokratischen Freiheiten zu tun? Zwischen diesen Polen erstreckt sich unser Diskurs über Disziplin, Demokratie und die digitale Zukunft.

Erschienen: 10.12.2020
Dauer: 01:07:33

Podcast-Webseite: Episode "Über die vermeintliche Krise der Disziplinargesellschaft"


Wem nützen Gefängnisse?

Im Gespräch mit Thomas Galli, ehemaliger Gefängnisleiter und Rechtsanwalt, erörteren wir die Utopie einer Welt ohne Gefängnisse.

Gefängnisse machen die meisten Menschen nicht besser, im Zweifel schlechter. Auf jeden Fall verfehlen sie ihren eigentlichen Zweck, nämlich den einer Besserung der Inhaftierten. Mit dem Rechtsanwalt, Kriminologen und ehemaligen Gefängnisdirektor Thomas Galli spreche ich über das Gefängnis als Idee, die Utopie einer gefängnislosen Welt, warum dieses eine Herausforderung für Gesellschaft wäre und was sich generell ändern müsste, damit so eine Idee überhaupt umsetzbar wäre. Das Gefängnis ist eine Erfindung der Moderne, Haftstrafen nicht der einzige Weg mit Delinquenz umzugehen, die letztlich auch nur ein Ausdruck einer gesellschaftlichen Lage ist. Diese Folge beschäftgit sich so mit die beiden Namensgebern des Podcast, dem Panoptikum und der Utopie. Wir diskutieren daran die Folgen für die Gesellschaft und welche Alternativen zur klassischen Gefängnisstrafe es möglicherweise geben kann oder bereits gibt.

Erschienen: 08.11.2020
Dauer: 00:41:47

Podcast-Webseite: Episode "Wem nützen Gefängnisse?"


Narration und Leitmotive von Poe bis Auster

Ein Gespräch mit Nicole Falkenhayner (Uni Freiburg) und Florian Zappe (Uni Göttingen) zu Überwachung in Literatur und Kulturwissenschaft und andere Perspektiven auf ein allgegenwärtiges Thema.

Von E.A. Poe bis Paul Austers und mit vielen Stationen dazwischen – die Liste, in der Überwachung ein zentrales Thema ist oder auch nur angeschnitten wird in der Literatur der Welt ist groß. Mit der Anglistin Nicole Falkenhayner und dem Amerikanisten Florian Zappe spreche ich über dominante Narrative, mögliche Alternativen, alte und neue Bilder der Überwachung, über die Magie der KI, aufdringliche Erzählungen im allgemeinen und Überwachungsmotive bei Charles Dickens. Wir erörtern die Möglichkeiten von literarischen Erzählungen in Literatur und Film und wollen so der Disskussion eine weitere, oft vergessene Dimension hinzufügen.

Erschienen: 23.09.2020
Dauer: 01:07:36

Podcast-Webseite: Episode "Narration und Leitmotive von Poe bis Auster"


Künstliche Intelligenz ist nicht emotional!

Auf der Suche nach dem Wesen der künstlichen Intelligenz spreche ich mit dem Medienwissenschaftler Roberto Simanowski zu tödlichen Algorithmen, Emotionen, Demokratie und warum wir weniger aufgeregt sein sollten angesichts dieser Technologien.

Im Interview mit dem Medien- und Kulturwissenschaftler Roberto Simanowski sprechen wir über sein Buch Todesalgorithmus, über autonomes Fahren und warum damit allein keine Verkehrswende zu schaffen ist, welche Form der Ethik zur Beurteilung angemessen ist, den Unfall als Logik von Technologie, künstliche Intelligenz und ihre Rolle in einer Demokratie, die Konsequenzen von Technologie und den Algorithmus als Medium sowie dessen Ästhetik. Wir erörtern auch die Frage, ob KI träumen kann und wieso möglicherweise ein wichtiger Aspekt die Emotionen sind, die einer KI zu ihrer vermeintlichen Vollkommenheit fehlen.

Erschienen: 19.08.2020
Dauer: 01:00:13

Podcast-Webseite: Episode "Künstliche Intelligenz ist nicht emotional!"


Podcast "Berichte aus Panoptopia"
Merken
QR-Code