Podcast "BredowCast"

Wir erforschen was mit Medien.

Der Podcast des Hans-Bredow-Instituts für Medienforschung.

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Panoptikum.io: Podcast "BredowCast"

Von

Daniela Friedrich

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Episoden: Neueste Episoden


Internetmythen auf dem Prüfstand

Ein neuer Sammelband entzaubert die 50 gängigsten Internetmythen.

Das Internet ist zwar schon einige Dekaden alt, dennoch ranken sich zahlreiche Mythen um den abstrakten Raum „Cyberspace“. Die Internetexperten Matthias C. Kettemann und Stephan Dreyer haben ein Buch herausgegeben, das die 50 gängigsten Mythen wissenschaftlich entzaubert. Für den über 200 Seiten starken Sammelband „Stimmt’s? 50 Internetmythen auf dem Prüfstand“ haben Stephan Dreyer und Matthias C. Kettemann Internetexpert*innen aus Amerika, Afrika, Asien und Europa gebeten, die gängigsten und wirkmächtigsten Internetmythen zu analysieren und sie auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu testen. Unter anderem wird erklärt, warum das Internet kein rechtsfreier Raum ist, dass das Internet sehr wohl vergessen kann und, dass dem Internet oftmals mehr emanzipatorisches Potenzial nachgesagt wird, als es tatsächlich leisten kann. Im Podcast erzählen die Herausgeber des Bands Gastgeberin Johanna Sebauer mehr über das Projekt und erklären einige, der darin vorgestellten Mythen. Präsentiert wird der Band am 27.11.2019 im Rahmen des Internet Governance Forums 2019, der weltgrößten UN-Internetkonferenz, die erstmalig in Berlin stattfindet. Auf der Konferenz wird der Sammelband zudem als Give-Away an alle Besucherinnen und Besucher verteilt. Ab 25. November 2019 ist der Inhalt außerdem online verfügbar unter internetmythen.de und internetmyths.eu. --- PD Mag. Dr. Matthias C. Kettemann ist Senior Researcher und Sprecher des Forschungsprogramms „Regelungsstrukturen und Regelbildung in digitalen Kommunikationsräumen“ am Leibniz Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Er erforscht, wie in digitalen Räumen, insbesondere in sozialen Netzwerken, neue Formen der gesellschaftlichen Verständigung entstehen. Dr. Stephan Dreyer ist Senior Researcher für Medienrecht und Media Governance am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI). Sein Forschungsinteresse gilt den regulatorischen Aspekten medienvermittelter Kommunikation in einer datafizierten Gesellschaft. Er ist Sprecher des Forschungsprogramms „Transformation öffentlicher Kommunikation“ am HBI. --- Buch „Stimmt’s? 50 Internetmythen auf dem Prüfstand“ Ab 27. November 2019 online unter: • internetmythen.de • internetmyths.eu Dr. Stephan Dreyer • Zur Person - https://leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/stephan-dreyer • Auf Twitter - @dryhairtogo PD Dr. Matthias Kettemann, LL.M (Harvard) • Zur Person - https://leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/matthias-c-kettemann • Auf Twitter - @MCKettemann Johanna Sebauer • Zur Person - https://leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/johanna-sebauer • Auf Twitter - @JohannaSebauer Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut • https://leibniz-hbi.de/de • Auf Twitter - @BredowInstitut • podcast@leibniz-hbi.de

Erschienen: 13.11.2019
Dauer: 00:31:40

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Meinungsfreiheit an US-amerikanischen Universitäten

Demokraten sind nicht toleranter gegenüber Andersdenkenden als Republikaner. Zu diesem Ergebnis kam Anna Boch in ihrer Studie zur Meinungsfreiheit an US-Unis.

Demokraten sind nicht toleranter gegenüber Andersdenkenden als Republikaner. Zu diesem überraschenden Ergebnis ist Anna Boch in ihrer jüngsten Studie gekommen – in der Vergangenheit waren stets die Demokraten als die „Toleranteren“ aus vergleichbaren Studien hervorgegangen. Im BredowCast erzählt die PhD-Studentin der Uni Stanford und Gastwissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Medienforschung, wie diese Ergebnisse zu interpretieren sind. Wenn es darum geht, Rednerinnen und Redner mit extremen politischen Ansichten auf US-amerikanischen Universitätscampussen sprechen zu lassen, sind Demokraten (d. h. jene Befragten, die sich selbst als solche bezeichnen) weniger offen für Meinungen, die sich stark von den eigenen unterscheiden. Republikaner sind in dieser Hinsicht „toleranter“. Diese Ergebnisse sind Teil von Anna Bochs Dissertationsprojekt, in dem sie die Einstellung amerikanischer Bürger zur Meinungsfreiheit in Universitätskontexten und die Auswirkungen dieser Freiheit auf den gesellschaftlichen Diskurs untersucht. Um die Ergebnisse zu verstehen, meint Anna Boch, müsse man zunächst den Alltag auf den Universitätscampussen in den USA kennen. Für viele Studierende sei der Campus nicht nur ein Ort des Lernens und Forschens, sondern auch ihr Zuhause. Die Mehrheit der Studierenden in den USA wohnt in Studierendenheimen direkt auf dem Universitätsgelänge. Der Besuch einer Rednerin mit extremen Ansichten habe daher im US-amerikanischen Universitätskontext einen anderen Beigeschmack als an europäischen Universitäten, die als Teil des öffentlichen Raumes wahrgenommen würden und mit denen sich die Studierenden nicht so stark identifizieren. Die Gründe für diese neue „demokratische Intoleranz“, warum Frauen intoleranter sind als Männer und Jüngere intoleranter als Ältere, erklärt Anna Boch im Gespräch mit Johanna Sebauer im BredowCast. Anna Boch ist Doktorandin im Fachbereich Soziologie an der Stanford University. Von Juni bis August 2019 war sie als Gastwissenschaftlerin am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut. --- Links Anna Boch https://leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/anna-boch https://www.annaboch.net/ Zur Studie Anna Bochs Paper „The Limits of Tolerance: Extreme Speakers on Campus“ erscheint Ende 2019 im Journal “Social Problems” https://academic.oup.com/socpro „The Coddeling of the American Mind“ – Atlantic-Artikel von Greg Lukianoff und Jonathan Haidt https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2015/09/the-coddling-of-the-american-mind/399356/ Johanna Sebauer Auf Twitter - @JohannaSebauer - https://twitter.com/JohannaSebauer Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut https://leibniz-hbi.de/de Auf Twitter - @BredowInstitut - https://twitter.com/BredowInstitut

Erschienen: 02.10.2019
Dauer: 00:37:48

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Nachrichtennutzung auf Social Media und wie man sie erforscht

Soziale Netzwerke versorgen uns neben Katzenvideos auch beiläufig mit Nachrichten. Dr. Anna Sophie Kümpel und Lisa Merten wissen, was das mit uns macht.

Soziale Netzwerke versorgen uns neben Kinderfotos unserer Freunde und Katzenvideos auch beiläufig mit Nachrichten. Dr. Anna Sophie Kümpel und Lisa Merten wissen, was das mit uns macht. Man kennt es: Ein Freund postet einen Link auf Facebook. Man klickt und einige Minuten später findet man sich ellenbogentief in einem Artikel über eine ausstrebende Tierart am anderen Ende des Erdballs. Eine Meldung, die man vielleicht nicht gesucht, die aber trotzdem zu einem gefunden hat. Incidental News Exposure bzw. „zufälliger Nachrichtenkontakt“, nennt es die Fachwelt. Dr. Anna Kümpel und Lisa Merten beschäftigen sich in ihrer Forschung intensiv mit diesem Phänomen. Vor allem wollen sie wissen, wie „zufällig“ dieser Nachrichtenkontakt wirklich ist und ob dieser immer positiv zu bewerten ist. Außerdem erzählen sie von der Schwierigkeit als Sozialwissenschaftlerinnen auf Social Media an repräsentative Daten zu kommen und von einem Kommunikationswissenschaftlichen Bias, den es oftmals zu überwinden gilt.

Erschienen: 08.08.2019
Dauer: 00:41:27

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Mediennutzung in deutschen Flüchtlingslagern 1945-2000

In Flüchtlingsunterkünften herrschen spezielle Informationsbedürfnisse und Mediennutzungspraktiken. Philipp Seuferling erforscht sie.

In Flüchtlingsunterkünften herrschen spezielle Informationsbedürfnisse und Mediennutzungspraktiken. Philipp Seuferling erforscht sie. In den vergangenen Jahrzehnten erlebte Deutschland eine Reihe von Fluchtbewegungen. Menschen aus verschiedensten Ländern fanden in Sammelunterkünften eine temporäre Bleibe. Aufgrund der speziellen Informationsbedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner bildeten sich dort ganz eigene Mediennutzungspraktiken heraus. In den Lagern der unmittelbaren Nachkriegsjahre gaben die Bewohnerinnen und Bewohner „Lagerzeitungen“ heraus, um über für sie relevante Themen zu informieren. „Lagerkinos“ dienten zur Unterhaltung, wurden von den Alliierten aber auch als Möglichkeit der demokratischen Umerziehung wahrgenommen. Später dienten Medien den Geflüchteten auch als Mittel, um auf Missstände in ihren Unterkünften aufmerksam zu machen. Philipp Seuferling, derzeit Gastforscher am Leibniz-Institut für Medienforschung, schreibt seine Dissertation über Medien in deutschen Flüchtlingslagern im Zeitraum von 1945 bis circa 2000. Im BredowCast erzählt er Johanna Sebauer, wie sich die Mediennutzung von Geflüchteten im Laufe der Zeit geändert hat und warum man sich darüber Gedanken machen sollte. ---- Links Paper von Philipp Seuferling https://www.leibniz-hbi.de/de/publikationen/we-demand-better-ways-to-communicate-pre-digital-media-practices-in-refugee-camps Philipp Seuferling Zur Person: https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/philipp-seuferling Auf Twitter - @PhilippSeu: https://twitter.com/PhilippSeu Johanna Sebauer Zur Person: https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/johanna-sebauer Auf Twitter - @JohannaSebauer: https://twitter.com/JohannaSebauer Kontakt E-Mail an das BredowCast-Team: podcast@hans-bredow-institut.de  Das Leibniz-Institut für Medienforschung auf Twitter - @BredowInstitut: https://twitter.com/BredowInstitut

Erschienen: 10.07.2019
Dauer: 00:37:42

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Recommender Systems: Igor, Gabriela and their YouTube journey

Dr. Jonathon Hutchinson researches YouTube’s recommender system.

Igor and Gabriela are fictional characters created by media researcher Dr. Jonathon Hutchinson. In his current project, Jonathon tries to uncover patterns in YouTube’s recommender system. For that purpose he created individual YouTube accounts for five different fictional characters and observed how differently YouTube’s algorithm treats its users. Igor, a 40-something male living in Russia, Gabriela, a grandmother living in Brazil and the other characters are exposed to radically different video content when navigating the platform. In the BredowCast Jonathon talks to Johanna Sebauer about researching digital spheres as an ethnographer, about how YouTube’s recommender system might influence people’s information behavior and what public service broadcasters could do to uphold information diversity. Jonathon Hutchinson is a lecturer in online communication and media at the University of Sydney and currently a visiting fellow at the Leibniz Institute for Media Research | Hans-Bredow-Institut (HBI). --- Links Guest: Dr. Jonathon Hutchinson https://www.leibniz-hbi.de/en/staff/jonathon-hutchinson http://jonathonhutchinson.com.au/ https://twitter.com/dhutchman Publications You can find all publications by Jonathon on his website http://jonathonhutchinson.com.au/publications/ Host: Johanna Sebauer https://www.leibniz-hbi.de/en/staff/johanna-sebauer Twitter - @JohannaSebauer: https://twitter.com/JohannaSebauer Contact Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) https://www.leibniz-hbi.de/en The Institute on Twitter https://twitter.com/BredowInstitut E-Mail to the Podcast-Team podcast@hans-bredow-institut.de

Erschienen: 29.05.2019
Dauer: 00:59:11

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Fake-News: Gefahr für die Europawahl 2019?

Ende Mai wählt die Europäische Union ihr Parlament. Könnte Fake-News das Ergebnis beeinflussen? Wie kann man rechtlich dagegen vorgehen? Soll man das überhaupt? Johanna Sebauer hat beim Medienrechtsexperten Mag. Dr. Matthias Kettemann nachgefragt.

Ende Mai wählt die Europäische Union ihr Parlament. Könnte Fake-News das Ergebnis beeinflussen? Wie kann man rechtlich dagegen vorgehen? Soll man das überhaupt? Johanna Sebauer hat beim Medienrechtsexperten Mag. Dr. Matthias Kettemann nachgefragt. Lügen ist nicht verboten. Wer lügt, hat in den meisten Fällen nur soziale, aber keine rechtlichen Konsequenzen zu tragen. Manche Lügen können jedoch schwere Folgen haben. Zum Beispiel dann, wenn sie politische Wahlen beeinflussen. Die US-Wahl 2016, die Bundestagswahl 2017 und zuletzt die Wahlen in Brasilien 2018 und Spanien 2019 haben gezeigt, dass über das Netz verbreitete Falschmeldungen zu einem ernsthaften Problem werden können und die ausgewogene öffentliche Meinungsbildung gefährden. Wie kann die demokratische Gesellschaft vor möglicherweise folgenschweren Lügen oder Halbwahrheiten geschützt werden ohne die Meinungsäußerungsfreiheit zu verlieren? Der Medienrechtsexperte Mag. Dr. Matthias Kettemann erzählt von der Schwierigkeit, eine Lüge im Netz als solche zu erkennen und von den Möglichkeiten und Grenzen der Justiz im Kampf gehen Desinformation.In diesem Podcast sitzen sich zwei Österreicher gegenüber, der gelegentliche Rückfall in den Dialekt sei ihnen verziehen. Sie machen es mit einem spontanen Gewinnspiel am Ende der Folge wieder gut. --- Links Definitionen Desinformation Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Desinformation Fake-News Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Fake_News  Fake-News: Definition und Rechtslage. Deutscher Bundestag: https://www.bundestag.de/resource/blob/502158/99feb7f3b7fd1721ab4ea631d8779247/wd-10-003-17-pdf-data.pdf Stellen die sich innerhalb der EU mit Fake News befassen European External Action Service: https://eeas.europa.eu/headquarters/headquarters-homepage_en Fall Radio Milles Collines Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Radio-T%C3%A9l%C3%A9vision_Libre_des_Mille_Collines BBC: http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/3257748.stm Tools um Fake-News zu entlarven Umgekehrte Bildersuche: https://support.google.com/websearch/answer/1325808?co=GENIE.Platform%3DAndroid&hl=de Hoaxsearch: http://www.hoaxsearch.com/ Matthias Kettemann https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/matthias-c-kettemann Auf Twitter - @MCKettemann: https://twitter.com/MCKettemann Johanna Sebauer https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/johanna-sebauer Auf Twitter - @JohannaSebauer: https://twitter.com/JohannaSebauer

Erschienen: 08.05.2019
Dauer: 00:52:43

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Gesellschaftlichen Zusammenhalt erforschen

Das „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ befindet sich in der Konzeptionsphase. Was ist gesellschaftlicher Zusammenhalt eigentlich und wie kann man ihn erforschen? Ein Werkstattgespräch mit Dr. Jan-Hinrik Schmidt.

Das „Institut für gesellschaftlichen Zusammenhalt“ befindet sich in der Konzeptionsphase. Was ist gesellschaftlicher Zusammenhalt eigentlich und wie kann man ihn erforschen? Ein Werkstattgespräch mit Dr. Jan-Hinrik Schmidt. Im Sommer 2018 hat das

Erschienen: 27.03.2019
Dauer: 00:29:56

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Like-Economy: Das Geschäft mit den Followern

Um den Handel mit Likes und Followern ist ein globaler Wirtschaftszweig entstanden. Prof. Dr. Patrick Vonderau erforscht ihn.

Um den Handel mit Likes, Followern und Kommentaren ist ein globaler Wirtschaftszweig entstanden. Prof. Dr. Patrick Vonderau erforscht ihn. Likes, Follower, Shares und Kommentare kann man kaufen. Ganz legal und oftmals nur mithilfe ein paar weniger Klicks. „Like-Economy“ wird der Handel mit dem digitalen Gut auch genannt und er erstreckt sich über den ganzen Globus. Prof. Dr. Patrick Vonderau und sein Team forschen in verschiedenen Ländern, um ein erstes Bild dieses wirtschaftlichen Phänomens zu zeichnen. Die wichtigste Erkenntnis bislang: Mit dem medial transportierten Bild der „Click-Farms“ – digitalen Sweatshops in Billiglohnländern des globalen Südens – hat der Wirtschaftszweig wenig zu tun. Eine riesige, gar illegale Schattenwirtschaft gibt es nicht. In der Like-Economy arbeitetet man professionell organisiert und in der Regel legal. Die Arbeit ist eher mit Onlinemarketing zu vergleichen als mit ausbeuterischen Strukturen und Internetbetrug. Dennoch ist der Handel mit Likes und Followern nicht unproblematisch. Wie es rechtlich um ihn bestellt ist, ist noch nicht zur Gänze geklärt. Welchen Einfluss er auf eventuelle politische Kräfteverhältnisse hat, muss ebenso noch detaillierter erforscht werden. Prof. Dr. Patrick Vonderau ist Professor an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Ans Leibniz-Institut für Medienforschung kam Prof. Vonderau für einen Vortrag und erklärte sich im Anschluss spontan dazu bereit, im BredowCast mit Johanna Sebauer über seine aktuelle Forschung zu sprechen. --- Links Prof. Dr. Patrick Vonderau https://www.patrickvonderau.com/ Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Uni Halle-Wittenberg https://www.medienkomm.uni-halle.de/ Like-Economy Artikel von Carolin Gerlitz und Anne Helmond: "The like economy: Social buttons and the data-intensive web": https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/1461444812472322?journalCode=nmsa Click-Farming Wikipedia-Eintrag: https://en.wikipedia.org/wiki/Click_farm Typische Berichterstattung über Click-Farming  - https://onlinemarketing.de/news/clickfarm-thailand-entdeckt-400-iphones-300-00-sim-karten-wechat  - https://ppcprotect.com/what-is-a-click-farm/  Forschungsprojekt von Prof. Dr. Patrick Vonderau Shadow Economies of the Internet: An Ethnography of Click Farming (2018- 2020). In Zusammenarbeit mit dem Sozialanthropologen Johan Lindquist (Universita?t Stockholm). Es wird finanziert vom Vetenskapsrådet/The Swedish Research Council: https://www.socant.su.se/english/about-us/news/the-department-of-social-anthropology-receives-three-project-grants-1.356754 Kontakt Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) https://www.leibniz-hbi.de/ Das Institut auf Twitter https://twitter.com/BredowInstitut E-Mail an das Podcast-Team podcast@hans-bredow-institut.de Gastgeberin Johanna Sebauer https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/johanna-sebauer

Erschienen: 27.02.2019
Dauer: 00:00:00

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Die Wege unserer Daten

Im Internet gehen unsere Daten lange Wege, die oft schwer nachzuvollziehen sind. Florian Wittner hat sie verfolgt und sich gefragt, wer von den vielen Akteuren in den sogenannten „Plattformökosystemen“ für den Datenschutz zuständig ist.

Im Internet gehen unsere Daten lange Wege, die oft schwer nachzuvollziehen sind. Florian Wittner hat sie verfolgt und sich gefragt, wer von den vielen Akteuren in den sogenannten „Plattformökosystemen“ für den Datenschutz zuständig ist. Online interagieren wir selten mit nur einem Anbieter, sondern – meist ohne es zu wissen – gleich mit einer Reihe von Diensten, Anbietern und Plattformen, die in einem komplexen Netzwerk miteinander verbunden sind. „Plattformökosysteme“ oder „Service-Ökosysteme“ nennt die Wissenschaft diese Konglomerate. Florian Wittner ist rechtswissenschaftlicher Doktorand am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, er hat die Datenflüsse in diesen Plattformökosystemen untersucht und die Frage gestellt, wer für den Schutz unserer Daten verantwortlich ist, wenn sie durch die Hände mehrere Akteure laufen. In dieser Folge des BredowCasts erklärt er Gastgeberin Johanna Sebauer anhand der WetterApp AccuWeather, wie die Datenflüsse technisch funktionieren und er erzählt von der Schwierigkeit, die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit juristisch zuzuordnen. --- Links Florian Wittner https://www.leibniz-hbi.de/de/mitarbeiter/florian-wittner Florian Wittners Paper “A Techno-Legal Analysis of Major Platforms in the Diffusion of Personal Data in Service Ecosystems” https://www.leibniz-hbi.de/de/publikationen/datenschutz-in-plattformoekosystemen AccuWeather https://www.accuweather.com/ RevealMobile https://revealmobile.com/ Bundeskartellamt Fall Facebook https://www.bundeskartellamt.de/SharedDocs/Meldung/DE/Pressemitteilungen/2019/07_02_2019_Facebook.html EuGH Urteil zu Facebook-Fanpages http://www.spiegel.de/netzwelt/web/facebook-nimmt-nach-eugh-urteil-die-seitenbetreiber-in-die-pflicht-a-1227511.html Kontakt Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) https://www.leibniz-hbi.de/ Das Institut auf Twitter https://twitter.com/BredowInstitut E-Mail an das Podcast-Team podcast@hans-bredow-institut.de

Erschienen: 20.02.2019
Dauer: 00:34:37

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Der Fall Relotius

Die Journalismusforscherin Prof. Dr. Wiebke Loosen blickt auf den Fälschungsskandal um Claas Relotius.

Der Fälschungsskandal um Claas Relotius hat Ende 2018 die Medienwelt erschüttert. Einige Wochen sind seither vergangen, mit etwas Abstand blickt die Journalismusforscherin Prof. Dr. Wiebke Loosen im aktuellen BredowCast auf die Geschehnisse und Hintergründe. Im Dezember 2018, kurz vor Weihnachten, gab der SPIEGEL bekannt, in einen schwerwiegenden Betrugsfall verstrickt worden zu sein. Claas Relotius, ein Starreporter des Hauses und Gewinner zahlreicher Journalistenpreise, hatte zugegeben, Geschichten in großem Stil gefälscht zu haben. Wiebke Loosen gesteht, sie sei heute ganz froh darüber, dass sie sich zum damaligen Zeitpunkt bereits in den Weihnachtsferien befand und somit für erste Statements und Analysen nicht zur Verfügung stehen konnte. Denn für sie als Forscherin sei eine gewisse wissenschaftliche Distanz zu diesem hochkomplexen Fall von Vorteil. Einen guten Monat nach den Enthüllungen nimmt sie sich im BredowCast die Zeit und erzählt vom Stellenwert, aber auch den Fallstricken der journalistischen Reportage und erklärt, warum der Fall Relotius in sämtliche Handbücher für Journalisten Eingang finden wird. Der Fall habe ihr auch wieder einmal vor Augen geführt, warum es eigentlich so wichtig ist, was sie als Journalismusforscherin tagtäglich tut: beobachten und analysieren, wie Journalismus funktioniert. --- Links Der Fall Claas Relotius Alle Beiträge zum Fall auf Spiegel Online http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/der-fall-claas-relotius-hier-finden-sie-alle-artikel-im-ueberblick-a-1245066.html Die Reportage Standardwerk über die Reportage: Haller, M (2008): Die Reportage. Halem Verlag https://www.halem-verlag.de/die-reportage/ René Pfister und Horst Seehofers Modelleisenbahn http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/in-eigener-sache-unverstaendnis-ueber-aberkennung-des-egon-erwin-kisch-preises-a-761579.html Journalistenpreise Journalistenpreise.de http://www.journalistenpreise.de/ Meedia https://meedia.de/2018/12/21/500-journalistenpreise-alpha-jurys-und-der-fall-relotius-was-passiert-wenn-sich-eine-branche-durch-eitelkeit-auszeichnet/ Kontakt Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut (HBI) https://www.leibniz-hbi.de/ Das Institut auf Twitter https://twitter.com/BredowInstitut E-Mail an das Podcast-Team podcast@hans-bredow-institut.de

Erschienen: 30.01.2019
Dauer: 00:38:20

Podcast-Webseite: Episode "Der Fall Relotius"


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