Verursacht der russische Angriffskrieg eine globale Hungersnot? Was kann Europa in Sachen Getreidekonsum tun, um diese abzuwenden? Und wie verändert der Krieg die weltweite Lebensmittelversorgung langfristig? Matin Qaim, Professor für Ökonomischen und Technologischen Wandel an der Landwirtschaftlichen Fakultät der Uni Bonn und Direktor des Zentrums für Entwicklungsforschung, forscht unter anderem zur weltweiten Ernährungssicherung und nachhaltiger Landwirtschaft. Wir sprechen darüber, wie sich der kriegsbedingte Getreidemangel auf die weltweite Nahrungsversorgung auswirkt, welche Maßnahmen eine drohende Hungersnot bekämpfen können und welche Rolle Bioenergie dabei spielt. In dieser Folge geht es um Getreide, Hunger und Energie.
Erschienen: 11.05.2022
Dauer: 00:24:53
Weitere Informationen zur Episode "#Ukraine 3: Die Kornkammer"
Wie hart wird der Ausschluss aus dem internationalen SWIFT-System Russland langfristig treffen? Welche Bedeutung hat SWIFT für die Wirtschaft? Und können die westlichen Finanzsanktionen den Krieg frühzeitig beenden? Farzad Saidi, Professor bei ECONtribute an der Universität Bonn, forscht zu Finanzmarktstabilität, Geldpolitik und dem internationalen Bankenwesen. Wir sprechen darüber, warum Russland wirtschaftlich langfristig isoliert sein wird, welche Folgen die westlichen Finanzsanktionen haben und wie das SWIFT-System global zusammenhängt. In dieser Folge geht es um Geld, Globalisierung und Finanzmacht.
Erschienen: 22.04.2022
Dauer: 00:29:01
Weitere Informationen zur Episode "#Ukraine 2: Das SWIFT-System"
Was passiert, wenn kein russisches Gas mehr fließt? Bricht Deutschlands Wirtschaft ein? Und warum zögert die deutsche Politik, einen Importstopp für russische Energie zu verhängen? Moritz Schularick, Professor bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat in einer aktuellen Studie untersucht, welche wirtschaftlichen Folgen es für Deutschland hätte, wenn Russland den Gashahn zudreht oder die Bundesregierung ein Embargo umsetzt. Das Ergebnis: Der Wirtschaftseinbruch wäre deutlich, aber handhabbar. Wir sprechen darüber, wie das entstehende Gas-Defizit aufgefangen werden könnte, warum gerade Deutschland so abhängig von russischem Gas ist und was sich langfristig an der Energie-Infrastruktur ändern sollte. In dieser Folge geht es um Energie, Abhängigkeit und Sanktionen.
Erschienen: 01.04.2022
Dauer: 00:28:15
Wie sehen die Arbeitsmodelle der Zukunft aus? Macht mehr Freiheit im Job produktiver? Und wie wird die Pandemie Arbeitsstrukturen langfrsitig beeinflussen? Matthias Kräkel, Professor bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat in verschiedenen Studien analysiert, wie sich neue Arbeitsmodelle auf die Arbeitsleistung auswirken. Wir sprechen darüber, was Arbeitende motiviert, wer von höherer Flexibilität profitiert und warum mehr Selbstbestimmung unter Umständen zu geringeren Löhnen führen kann. In dieser Folge geht es um moderne Arbeitsmodelle, Selbstbestimmung und (niedrige) Löhne.
Erschienen: 14.03.2022
Dauer: 00:24:19
Weitere Informationen zur Episode "#Arbeit 3: Das Zukunftsmodell"
Ist die Wiedereingliederung von Arbeitssuchenden in den deutschen Arbeitsmarkt ineffizient? Warum ist die Langzeitarbeitslosigkeit in Deutschland vergleichsweise hoch? Und wie viel sollte man Arbeitssuchenden abverlangen? Amelie Schiprowski, Professorin bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat in verschiedenen Studien analysiert, was die Dauer von Arbeitslosigkeit beeinflusst. Wir sprechen darüber, welche Rolle einzelne Betreuende beim Arbeitsamt spielen, warum mehr Auflagen für Arbeitssuchende nicht immer besser sind und wie sich der Zielkonflikt zwischen möglichst schneller und gleichzeitig nachhaltiger Wiedereingliederung lösen lässt. In dieser Folge geht es um Arbeitslosigkeit, Auflagen und das Arbeitsamt.
Erschienen: 14.02.2022
Dauer: 00:26:50
Weitere Informationen zur Episode "#Arbeit 2: Die Jobmanager"
Was macht den deutschen Arbeitsmarkt besonders? Wieso kommt er scheinbar unbeschadet durch Krisen? Und wie hätte sich die Arbeitslosigkeit ohne die Hartz-Reformen entwickelt? Moritz Kuhn, Professor bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat in verschiedenen Studien die Besonderheiten des deutschen Arbeitsmarktes beleuchtet. Wir sprechen darüber, warum die Fluktuation in Deutschland im internationalen Vergleich so niedrig ist, was die Hartz IV Reformen damit zu tun haben und was das von der Ampelkoalition angekündigte Bürgergeld verändern wird. In dieser Folge geht es um den deutschen Arbeitsmarkt, Hartz IV und Kurzarbeit.
Erschienen: 13.01.2022
Dauer: 00:29:19
Weitere Informationen zur Episode "#Arbeit 1: Die Jobmaschinerie"
Hat die Pandemie den Wandel der universitären Bildung vorangetrieben? Was macht zukunfsgerichtete Bildung aus? Und vor welchen Hürden stehen Universitäten? Beatrix Busse, Professorin für Englische Sprachwissenschaft und Prorektorin für Lehre und Studium an der Universität zu Köln, setzt sich für eine ganzheitliche und zukunftsgerichtete Hochschulbildung ein. Unter anderem hat sie ein Positionspapier zur Zukunft der Lehrer:innenbildung verfasst. Sie fordert: Bildung muss agiler, digitaler und nachhaltiger werden. Wir sprechen darüber, wie dies in der Praxis gelingen kann, warum der Prozess in der Vergangenheit teilweise schleppend lief und was sich hinter einem Führerschein für digitale Kompetenzen verbirgt. In dieser Folge geht es um Universitäten, Digitalisierung und die Bildung der Zukunft.
Erschienen: 14.11.2021
Dauer: 00:20:18
Weitere Informationen zur Episode "Bonusfolge: Der Bildungswandel"
Was motiviert junge Menschen, zu studieren? Warum brechen so viele Studierende ihr Studium ab? Und interessiert sie für den späteren Erfolg auf dem Arbeitsmarkt eigentlich nur das Abschlusszeugnis oder geht es ihnen tatsächlich um die vermittelten Inhalte? Laura Ehrmantraut, Doktorandin bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat in einer aktuellen Studie gemeinsam mit ihren Kolleginnen analysiert, was Studierende antreibt. Das Ergebnis: Die überwiegende Mehrheit geht davon aus, dass am Ende einzig und alleine das Abschlusszeugnis über den Karriereerfolg und die damit einhergehenden Löhne entscheidet. Wir sprechen darüber, warum die Signalwirkung des Studiums so stark ist und was sich Studierende durch ihren Abschluss erhoffen. In dieser Folge geht es um Qualifikationsdruck, Studienabbrüche und Bildungsrenditen.
Erschienen: 14.10.2021
Dauer: 00:29:22
Weitere Informationen zur Episode "#Bildung 4: Die Zeugnisjagd"
Wieso schaffen wir es trotz eindringlicher Warnungen der Wissenschaft bisher nicht, den Klimawandel zu bekämpfen? Warum scheitern internationale Klimaabkommen? Und was kann Deutschland alleine überhaupt gegen den Klimawandel ausrichten? Axel Ockenfels, Professor bei ECONtribute an der Universität zu Köln, forscht seit Jahren zum internationalen Kooperationsproblem in Sachen Klima. Wir sprechen darüber, was in der deutschen Klimapolitik falsch läuft, warum es naiv wäre zu glauben, dass andere im Klimaschutz einfach mitziehen und wie ein internationaler CO2-Preis dieses Problem lösen kann. In dieser Folge geht es um den Klimawandel, (mangelnde) Kooperation und Symbolpolitik.
Erschienen: 20.09.2021
Dauer: 00:30:24
Weitere Informationen zur Episode "#Wahljahr 3: Die Klimafrage"
Spaltet der Immobilienboom die Gesellschaft? Wieso schießen die Immobilienpreise seit Jahren in die Höhe? Und wie wird Wohnen wieder bezahlbar? Moritz Schularick, Professor bei ECONtribute an der Universität Bonn, hat den Immobilienmarkt in Deutschland im vergangenen Jahrzehnt analysiert. Die Prognose: Auch 2030 wird der Wohnraum hierzulande knapp sein. Wir sprechen darüber, wie es zur angespannten Lage auf dem Immobilienmarkt kam, warum der Staat den Wohnungsbau so lange vernachlässigt hat und ob Mietpreisbremse & Co. langfristig für bezahlbaren Wohnraum sorgen können. In dieser Folge geht es um den Immobilienboom, Gentrifizierung und (un)bezahlbare Mieten.
Erschienen: 06.09.2021
Dauer: 00:28:17
Weitere Informationen zur Episode "#Wahljahr 2: Die Wohnfrage"