Podcast "Die Bamberger Psychokalypse"

In der Bamberger Psychokalypse besprechen die Psychologen Niklas Döbler, Claus-Christian Carbon (CCC) und Marius Raab Aktuelles und Klassisches aus der psychologischen Wissenschaft. Alle drei Reiter forschen an der Otto-Friedrich Universität Bamberg. Zusammen wollen sie neue Fragen aufwerfen, alte beantworten, aber vor allem: sich zusammen mit den Hörer:innen in den unendlichen Weiten des menschlichen Geistes verlieren. Immer mit dabei sind die Leidenschaft für die Psychologie und ihre Anwendung.

Episoden: Neueste Episoden


Kapitel 4, Vers 3: Gamification

Wie spielfremde Kontexte mehr Pepp bekommen

Kann Arbeit Spaß machen? Darf sie Spaß machen? Und: Wie schafft man das überhaupt, diesen Spaß zu erzeugen? Heute diskutieren Marius, Claus und Niklas über Gamification. Damit meint man die Übertragung von Spiel-Design-Elementen in spielfremde Kontexte, um dann beispielsweise die Motivation zu steigern. Dabei ist Gamification kein Allheilmittel. Sie kann auch Motivation zerstören, und sie kann auch genutzt werden, um moralisch fragwürdige Absichten zu verschleiern. Dann kann Gamification auch, um einen Fachbegriff von Harry Frankfurt zu verwenden, Bullshit sein.

Erschienen: 17.09.2020
Dauer: 01:00:55

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 4, Vers 3: Gamification"


Kapitel 4, Vers 2: Motivation im Spiel

Wie lassen sich Spieler:innen nach ihren Motiven und Zielen unterscheiden?

Immer und immer wieder, fünf gegen fünf, auf der gleichen Karte kämpfen, der "Kluft der Beschwörer". Wird das nicht langweilig? Niklas und Millionen anderer Spieler meinen: Das wird es nicht! Im Computerspiel "League of Legends" kämpfen sie, zusammen mit vier Mitstreiter:innen, gegen ein anderes fünfköpfiges Team. Dabei geht es um ... Ja, worum geht es dabei eigentlich? Ruhm und Ehre. Kurzweil und Abschalten? Gewinnen oder Entdecken? Niklas erklärt uns in dieser Folge, was ihn antreibt und welche wissenschaftlichen Erkenntnisse uns helfen können, die Motivation von (Computer-) Spielern besser zu verstehen.

Erschienen: 10.09.2020
Dauer: 01:01:59

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 4, Vers 2: Motivation im Spiel"


Die Apokryphen der Psychokalypse: Hygienedemos, Stück 1 zu Verschwörungstheorien

Eine aktuelle Folge zu den Ereignissen in Berlin

Zwischen buntem Haufen und Sturm auf den Reichstag: Die so genannten Hygienedemos in Berlin werden seit Tagen in (klassischen und sozialen) Medien diskutiert. Manche Kritiker:innen sehen die Demos insgesamt als unangemessen; andere befürchten eine Querfront aus rechten und linken Ideologen, die hier Stimmung gegen den Staat machen; und wieder andere eine legitime und friedliche Bewegung, die mit Extremismus nichts am Hut hat. Was war da los? Welche Rolle spielen okkulte Symbole? Und was können wir als Psychologen und Wissenschaftler allgemein zu der Debatte beitragen? Darüber diskutieren Niklas, Claus und Marius.

Erschienen: 03.09.2020
Dauer: 01:04:28

Podcast-Webseite: Episode "Die Apokryphen der Psychokalypse: Hygienedemos, Stück 1 zu Verschwörungstheorien"


Kapitel 4, Vers 1. Spiel!

Ein psychologischer Blick auf den homo ludens

„Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Worts Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“ Dieses Zitat von Friedrich Schiller macht klar: Das Spiel ist mehr als Zeitvertreib oder nettes Hobby. Es ist untrennbar verbunden mit unserer Kultur, unserem Menschsein, und ist -- so die Sichtweise des berühmten Spiele-Theoretikers und Historikers Johan Huizinga -- die Blaupause für alle kulturellen Prozesse. Das Spiel -- ob eher regelgeleitet als game oder frei und zwanglos als play -- ist in seiner Bedeutung universell. Dabei müssen Spiele nicht immer Spaß machen. Sie können auch ernst, und manchmal sogar gefährlich sein. Wenn also alles am Spiele hängt und zum Spiele drängt, dann sollte sich auch die Psychologie damit beschäftigen. Unter dem Buzzword Gamification geschieht das schon. Darüber, aber auch über weitere Aspekte, diskutieren im ersten Vers dieses Kapitels Marius, Claus und Niklas.

Erschienen: 27.08.2020
Dauer: 01:01:30

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 4, Vers 1. Spiel!"


Kapitel 3, Vers 3: Der erste Eindruck

Die ersten 100 Millisekunden entscheiden -- aber nicht alles

In einem Augenblick ist es geschehen: Wir haben uns verliebt, können jemand nicht ausstehen, ... der so genannte erste Eindruck ist, in der Psychologie wie in der Populärkultur, heiß diskutiert. Schon nach 100 Millisekunden -- das ist weniger Zeit als der sprichwörtliche Wimpernschlag benötigt -- können wir aus dem Gesicht unseres Gegenübers sehr viel herauslesen; zum Beispiel Attraktivität und Vertrauenswürdigkeit. Und das erstaunlich gut. Aber der erste Eindruck ist nicht alles. In den vielen Minuten, Stunden, Tagen, ... nach diesem ersten Augenblick kann noch sehr viel passieren. Beispielsweise können wir uns in jemanden verlieben, den wir zuerst so richtig doof fanden. Wir sollten uns also immer klarmachen, das der erste Eindruck genau das ist: eine erste, grobe, Einschätzung. Sonst kann es passieren, dass daraus eine selbsterfüllte Prophezeiung wird und unser Gegenüber sich irgendwann tatsächlich so verhält, wie wir es ihm oder ihr unterstellen. Darüber diskutieren in dieser Folge Claus, Niklas und Marius.

Erschienen: 20.08.2020
Dauer: 00:59:41

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 3, Vers 3: Der erste Eindruck"


Kapitel 3, Vers 2: Prosopagnosie

Über "Gesichtsblindheit" -- und warum der Begriff gar nicht so gut ist

Prosopagnosie, oft auch (fälschlich) "Gesichtsblindheit" genannt, bezeichnet das Phänomen, wenn Menschen Gesichter nicht (wieder-) erkennen können. Natürlich sehen sie ein Gesicht, sie sind also nicht blind. Sie können auch Emotion, Geschlecht und Attraktivität einschätzen. Aber bei der nächsten Begegnung können sie dann sehr wahrscheinlich nicht beurteilen, ob ihnen dieses Gesicht vertraut ist. Fähigkeiten wie Intelligenz sind nicht betroffen. Deshalb ist "Teilleistungsstörung" ein besserer Begriff—noch besser: kognitive Dysfunktion oder Teilleistungsschwäche. Der Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre engagiert sich seit vielen Jahren in der wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Aufarbeitung des Phänomens. Pia Deininger beispielsweise arbeitet am Lehrstuhl für Allgemeine Psychologie und Methodenlehre und hat den Comic "Max und die Gesichter" gezeichnet, der Verständnis für Prosopagnosie wecken soll -- bei Kindern und bei Erwachsenen. In dieser Folge sprechen CCC, Niklas und Marius über dieses Phänomen, das rund 2,5 Prozent aller Menschen betrifft—und das sind alleine in Deutschland ZWEI MILLIONEN MENSCHEN!

Erschienen: 13.08.2020
Dauer: 01:01:53

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 3, Vers 2: Prosopagnosie"


Kapitel 3, Vers 1: Gesichter

Gestalt(en), Personen und Neuronale Netze

Die Augen, das Tor zur Seele? Wohl eher das ganze Gesicht! In dieser Folge sprechen wir -- das sind CCC, Marius und Niklas -- über die Bedeutung des Gesichts, was diese vermeintlich alltägliche Gestalt so besonders macht und worin sich menschliche und computerbasierte Gesichtserkennung unterscheiden. Wir ergründen die Rolle des Kontextes und sprechen darüber, warum das Weiße in den Augen (die Sclera) so wichtig für unsere Interaktion ist. Und: The horse is the white of the eyes and dark within!

Erschienen: 06.08.2020
Dauer: 01:05:58

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 3, Vers 1: Gesichter"


Die Apokryphen der Psychokalypse: Masken, Stück 1

Die Psychologie der Masken-Debatte

Mund-Nase-Bedeckungen schützen andere Menschen vor einer SARS-CoV-2-Übertragung, und sie schützen wahrscheinlich auch den Träger/ die Trägerin selbst. Sie sind günstig oder schnell selbst genäht, nicht invasiv, und stören nach kurzer Gewöhnungszeit kaum noch. Warum also polarisiert ausgerechnet diese so genannte Maskenpflicht so sehr? Darüber diskutieren wir in dieser Folge -- unserer ersten Apokryphe. In solchen eingestreuten Folgen besprechen wir einzelne sehr aktuelle oder auch sehr grundlegende Fragen, ohne ihnen gleich ein ganzes Kapitel zu widmen.

Erschienen: 30.07.2020
Dauer: 01:01:52

Podcast-Webseite: Episode "Die Apokryphen der Psychokalypse: Masken, Stück 1"


Kapitel 2, Vers 4: Die Geschichte der Verschwörungstheorie

Auch Du, Caesar? Verschwörungstheorien sind kein neues Phänomen!

Von Babylon über Caesar bis zum Strullendorfer Gemeinderat: Schon immer gab es geheime Absprachen und damit wohl auch Verschwörungstheorien. Wir diskutieren über die Geschichte der Verschwörungstheorie -- und die dunkle Seite dieser Theorien, die immer auch als Propagandainstrument gedient haben.

Erschienen: 23.07.2020
Dauer: 01:01:04

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 2, Vers 4: Die Geschichte der Verschwörungstheorie"


Kapitel 2, Vers 3: Der Umgang mit Verschwörungstheorien

Eine Heuristik: Welche Theorien verdienen eine intenisvere Beschäftigung?

Wir können nicht jede Information nachprüfen, nicht jede Ansicht einer kritischen Prüfung unterziehen: Wir kämen zu nichts anderem mehr. Verschwörungstheorien sind ein Teil dieser Informationen, die uns tagtäglich umgeben. Sie haben zudem die Besonderheit, dass die aufgestellten Behauptungen gar nicht direkt überprüfbar sind. Es passiert ja alles im Verborgenen. Andererseits sollten wir uns mit manchen dieser Theorien vertieft ausenandersetzen, nämlich dann, wenn Ignorieren (schwerwiegende) Konsequenzen haben könnte. Wir diskutieren eine Faustregel, eine so genannte Heuristik, um im Alltag Anhaltspunkte zu finden, ob eine konkrete Verschwörungstheorie genauer untersucht werden sollte.

Erschienen: 16.07.2020
Dauer: 01:06:21

Podcast-Webseite: Episode "Kapitel 2, Vers 3: Der Umgang mit Verschwörungstheorien"


Podcast "Die Bamberger Psychokalypse"
Merken
QR-Code