Wer finanziert Wissenschaft und Forschung in Deutschland?
Die Finanzierung des Wissenschaftsbetriebs ist ein wichtiger Faktor für jeden Wissenschaftler, aber woher kommen die Mittel und welche Möglichkeiten gibt es, Förderungen zu erhalten? Wir sprechen mit Pascal Hetze vom Stifterverband über die Finanzierungsstruktur in Deutschland, über den Anteil von Bund, Ländern und Wirtschaft, und über die Rolle von Drittmitteln und Stipendien.
Erschienen: 02.11.2015
Dauer: 01:24:44
Weitere Informationen zur Episode "FG020 Wissenschaftsfinanzierung"
Neue Produktionsmethoden und Ansätze für die Industrie für eine Welt ohne Müll
Mit seinen Thesen und konkreten Vorschlägen mit einem holistischen Ansatz zu einer Umgestaltung der industriellen Produktion auf vollständige Wiederverwendung eingesetzter Rohstoffe hat Michael Braungart ein Umdenken ausgelöst. Der Chemiker propagiert ein ewiges Leben von Produkten und das Verständnis, dass alles ein Nährstoff ist, der erhalten werden muss. Seine harte Kritik an bestehenden Produktionsmethoden zeigt auf Basis eines klaren wissenschaftlichen Verständnisses die zahlreichen Fehlentwicklungen auf, unter der die Welt derzeit leidet.
Erschienen: 12.10.2015
Dauer: 01:27:57
Visualierung und offene Daten als Mittel der ökonomischen Forschung und der Wissenschaftspublikation
Max Roser forscht am Institute for New Economic Thinking der Universität in Oxford an Forschungsprogrammen rund um die globale Einkommensentwicklung und arbeitet empirisch an Statistiken und Analysen, um volkswirtschaftliche Zusammenhänge und Entwicklungen deutlich werden zu lassen. Aus eigener Initiative startete er das Projekt "Our World In Data", das führende Studien verschiedener Forschungsgebiete im ökonomisch-soziologischen Bereich analysiert und die dort erarbeiteten Zahlen visualisiert und neu kombiniert. Wir sprechen über neue Ansätze in der Ökonomie-Forschung, die Bedeutung von Visualisierungen und Big Data für die Wissenschaftskommunikation sowie über den Nutzen des Internets für die Forschung und Öffentlichkeitsarbeit insgesamt.
Erschienen: 21.09.2015
Dauer: 01:32:25
Weitere Informationen zur Episode "FG018 Die Vermessung der Welt"
Ein Blick auf das akademische System in England
Das akademische System in Deutschland unterscheidet sich in Anspruch und Umfang teilweise deutlich von der universitären Realität in Großbritannien. An den Eliteuniversitäten in Cambridge und Oxford herrschen deutlich andere Kulturen. Doch was lässt sich aus einem Vergleich lernen? Während das auf ein breites Bildungsangebot ausgelegte deutsche System auch Empfehlungen für Großbritannien bereithält, lassen sich auch einige interessante Aspekte aus Cambridge auf Deutschland übertragen. Wir sprechen mit Ulinka Rublack, Professorin für frühneuzeitliche Geschichte Europas im St. John's College an der Universität Cambridge. Sie hat früh in ihrem Studium bereits einen Blick nach England gewagt und ist nach Abschluss des Studiums komplett nach Cambdrige gewechselt.
Erschienen: 31.08.2015
Dauer: 01:17:21
Weitere Informationen zur Episode "FG017 Forschen und Lehren in Cambridge"
Auf dem Weg zu einem neuen Modell wissenschaftlichen Publizierens und Forschens
Das klassische Modell des wissenschaftlichen Publikationsprozesses ist in die Jahre gekommen. Die Rahmenbedingungen, die die heutige Struktur hervorgebracht haben, verlieren immer mehr an Bedeutung oder sind bereits komplett weggefallen. Zudem schicken sich mit Open Access und Open Science Konzepte an, neue Blaupausen für die Wissenschaft in der Zukunft zu liefern. Wir sprechen mit Nikolaus Kriegeskorte, der sich im Rahmen seiner Forschertätigkeit am Forschungsstandort der "Brain and Cognition Unit" des MRC in Cambridge, England, nicht nur mit dem Verständnis von Lernen und künstlicher Intelligenz auseinandersetzt, sondern auch die Widersprüchlichkeiten des geltenden Publikationssystems in Frage stellt und neue Methoden der Publikationspraxis fordert und fördert. Wir sprechen über die Zwänge etablierter Kommunikationskanäle und die Möglichkeiten, ein neues System für Peer Review und Reputation aufzubauen, das den Anforderungen des 21. Jahrhunderts und den Chancen der digitalen Vernetzung gerecht wird.
Erschienen: 10.08.2015
Dauer: 01:52:53
Internationalisierung, Digitalisierung und Wissenstransfer als Basis progressiver Entwicklung
Die Fachhochschule Lübeck hat sich schon früh mit den Chancen der Digitalisierung auseinandergesetzt und verfolgt seit längerem eine entsprechende Strategie, die jüngst auch im "Strategiewettbewerb Hochschulbildung und Digitalisierung" des Stifterverbandes und der Heinz Nixdorf Stiftung gefördert wurde. Doch auch im Bereich Internationalisierung und Wissenstransfer stellt sich die Fachhochschule breit auf und gibt der Forschung einen breiten Raum. Wir sprechen mit der Präsidentin der Fachhochschule Lübeck, Muriel Kim Helbig über die Hintergründe und Motivationen dieser Strategien und hinterfragen, welche Ziele die Fachhochschule damit verfolgt, welche Erfahrungen sie damit gemacht hat und wie sie die Fachhochschule organisatorisch aufstellt, um die Schule für Studierende, Professoren und externe Unternehmen gleichermaßen attraktiv zu gestalten.
Erschienen: 22.07.2015
Dauer: 01:39:31
Weitere Informationen zur Episode "FG015 Wissenschaftsmanagement"
Ein Blick auf die Entwicklung von Wissen und Forschung im asiatischen Raum
Unser heutiges Bild von Wissenschaft ist stark geprägt von den Errungenschaften und Fortschritten der europäischen und amerikanischen Gesellschaften der letzten Jahrhunderte. Und während hier zweifelsohne bahnbrechende und wichtige Ergebnisse erzielt wurden, sind Erfindungen, Erkenntnisse und wissenschaftliche Arbeit keineswegs auf diesen Raum beschränkt. Zur Justierung des Gesamtbildes hilft ein Blick auf die Wissenschaftsgeschichte Asiens und Chinas im Besonderen. Wir sprechen mit Dagmar Schäfer. Sie ist Sinologin und Direktorin der Abteilung "Artefakte, Handeln und Wissen" des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte. Im Gespräch erörtert sie, welche wissenschaftlichen Entwicklungen Asien über die Jahrhunderte genommen hat, wie das Kräfteverhältnis von Politik, Wissenschaft, Herrschaft und Religion zu deuten ist und welche Weltbilder chinesische und andere asiatische Gesellschaften prägten.
Erschienen: 06.07.2015
Dauer: 01:48:40
Weitere Informationen zur Episode "FG014 Wissenschaftsgeschichte Asiens"
Das Rahmenprogramm der EU zur Förderung von Forschung und Innovation
Die Europäische Union hat seit 1984 mehrere sogenannte Rahmenprogramme zur Förderung von Forschung aufgelegt. Seit 2014 läuft das achte Programm dieser Reihe. Es trägt den schönen Namen "Horizont 2020", womit das Ende des Programms schon im Namen angelegt ist. Wissenschaftler in Europa können sich um Fördermittel in diesen Programmen bewerben, doch ist der Antragsprozess aufwändig, die Anforderungen hoch und die Ablehnungsquote signifikant. Möchte man hier erfolgreich sein, sollte man sich gut informieren und beraten lassen. Diese Beratung gibt es an Hochschulen und auch und vor allem bei der "Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen (KoWi)". Die KoWi betreibt in Bonn und Brüssel je ein Büro und bietet umfangreiche Beratung und zahlreiche Seminare an, die sich der Frage der Förderung auf EU-Ebene widmen. Wir sprechen mit Claudia Eggert, Leiterin des Brüsseler Büros der KoWi, über die Entwicklung der Förderung in der EU in den letzten Jahren, die Themen und Zielsetzungen der Förderprogramme, Anforderungen an Wissenschaftler und viele andere Aspekte, die für den Erfolg eines Antrags wichtig sein könnten.
Erschienen: 22.06.2015
Dauer: 01:43:28
Die Suche nach Lösungen für unsere Energieprobleme treibt die Wissenschaft
Unser zukünftiges Energiesystem stellt vielfältige Anforderungen an die Wissenschaft: Im Mittelpunkt der Forschung steht die Chemie als Grundlagenwissenschaft. Wir sprechen mit Ferdi Schüth, dem Chemiker und Leiter des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Ferdi Schüth erhielt im vergangenen Jahr für seine Arbeiten den Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis des Stifterverbandes und der Leopoldina.
Erschienen: 08.06.2015
Dauer: 01:22:43
Mathematik, IBM, Gott und die Welt.
Die Disruption in Wissenschaft und Wirtschaft, die durch die Verbreitung von Computern, die damit einhergehende Digitalisierung und die Ausbreitung des Internets fortgesetzt um sich greift, lässt manchen in Staunen und bisweilen auch in Hilflosigkeit zurück. Dem Wandel aktiv zu begegnen und für sich und andere produktiv anzunehmen, ist eine Aufgabe für alle. Wir sprechen mit Gunter Dueck, der als Mathematik-Professor und Manager in der Wirtschaft in den letzten dreißig Jahren viel Erfahrung mit diesen Kräften gesammelt hat und selbst immer versucht hat, sich dem Neuen nicht nur zu stellen, sondern es möglichst wirkmächtig in sein Leben, Denken und Schreiben einfließen zu lassen. Seine Schlussfolgerungen und Überzeugungen verdichtet er regelmäßig in vielbeachteten Büchern und Vorträgen über modernes Management, Bildungs- und Innovationsfragen.
Erschienen: 25.05.2015
Dauer: 02:02:06
Weitere Informationen zur Episode "FG011 Lehren und Lernen in digitalen Zeiten"