Podcast "Irmimi"

Irgendwas mit Medien? Nein, irgendwas mit Mittelalter! Irmimi erweckt mittelalterliche Handschriften und ihre Storys zum Leben. Denn sie erzählen uns, was war, und erlauben uns, in die Welt von damals einzutauchen und unsere vielleicht etwas besser zu verstehen. Denn Handschriften sind mehr als beige Fetzen!

Von

Katrin Stupp

Episoden: Neueste Episoden


#18: Nonnenklöster die Zweite! Handschriftenproduktion in mittelalterlichen Nonnenklöstern und religiöses Learning by Doing

„Nonnen im Mittelalter waren dumm“ – äh. Nein! Und das Gegenteil wird oft genug bewiesen, wenn man sich mit den mittelalterlichen Handschriften aus den Nonnenklöstern auseinandersetzt.  Auch die Sammlung von Handschriften, die man vom 26.10.202

„Nonnen im Mittelalter waren dumm“ – äh. Nein! Und das Gegenteil wird oft genug bewiesen, wenn man sich mit den mittelalterlichen Handschriften aus den Nonnenklöstern auseinandersetzt.  Auch die Sammlung von Handschriften, die man vom 26.10.2021–30.01.2022 im Museum Schnütgen im Rahmen der Ausstellung „Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen” bestaunen konnte, zeigt die Nonnen verschiedener Klöster als begabte und intelligente Produzentinnen.  Ich habe mich im Januar auf zum Museum gemacht und war regelrecht berührt von diesen Schriftzeugen – was mich zu dieser Folge inspiriert hat!  Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis Folge 3 : Bursfelder Reform Folge 9: Karolingische Bildungsreform Seite zur Ausstellung des Museum Schnuetgen Ars grammatica, Cod. 204 Renneberg Codex 149 Codex 1150, Noten  

Erschienen: 15.05.2022
Dauer: 36:07

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#17: Im Mittelalter hatten die Leute keine Mittel, Alter! Warum das Mittelalter gar nicht so finster war und Humanisten Mittelalter-Basher sind

Das Mittelalter hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen und wird nur allzu oft in Extremen gedacht und kommuniziert: es ist finster, rückschrittig und sowieso erst mal dumm. Andererseits wird das Mittelalter vor allem in Film und Fernsehen im Gege

Das Mittelalter hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen und wird nur allzu oft in Extremen gedacht und kommuniziert: es ist finster, rückschrittig und sowieso erst mal dumm. Andererseits wird das Mittelalter vor allem in Film und Fernsehen im Gegenteil als sehr romantisch dargestellt!  Doch woher kommt diese Denke? Handelt es sich um ein ausschließlich neuzeitliches Phänomen? Diese Frage kann klar mit einem Nein beantwortet werden. Denn bereits im 15. und 16. Jahrhundert kamen die Mittelalter-Basher schlechthin daher, um das Mittelalter zu dissen und ihm entsprechenden Stempel aufzudrücken: Die Humanisten!  Schauen wir uns in Folge #17 also mal an, woher der Begriff des Mittelalters und die Vorurteile überhaupt kommen, warum sie entstanden sind und wieso an diesen eigentlich auch nichts dran ist :)  Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)! Links zur Episode Irmimi Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis Björn Henneckes Instagram-Kanal "Der Geschichtsler" Literatur Seibt, Ferdinand: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte (Sonderausgabe, 1999). von Moos, Peter: Gefahren des Mittelalterbegriffs. Diagnostische und präventive Aspekte, in: Joachim Heinzle (Hrsg.): Modernes Mittelalter. Neue Bilder einer populären Epoche. Frankfurt/M. u.a.: Insel-Verlag 1994. S. 33-63.

Erschienen: 01.05.2022
Dauer: 17:50

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#16: Das Septembertestament – Kritik im Luther-Style

Ein letztes Mal blicken wir in die Umbruchzeit vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit – der Fokus liegt in dieser Folge vor allem auf den polemischen Schriften dieser Zeit, die im Kontext des Buchdrucks entstanden sind: Flugschriften, Karikaturen und s

Ein letztes Mal blicken wir in die Umbruchzeit vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit – der Fokus liegt in dieser Folge vor allem auf den polemischen Schriften dieser Zeit, die im Kontext des Buchdrucks entstanden sind: Flugschriften, Karikaturen und so weiter ... nicht nur Martin Luther machte sich dabei den Buchdruck zunutze, um seine Kirchenkritik zu verbreiten, auch die Kirche legte mit einem Shitstorm gegen den Mönch los. Nicht zuletzt Luthers Bibelübersetzung reiht sich hier ein: Doch ist es nicht die Übersetzung, die Aufsehen erregte, sondern die darin erschienenen 21 Holzschnitte – die alles andere als papstfreundlich waren. Die Darstellung des Papstes als Drache oder als Hure von Babylon sind nur zwei Beispiele aus dem sogenannten Septembertestament aus dem Jahr 1522. Und was das vor allem zeigt, ist die Macht des Buchdrucks zur schnellen und massiven Verbreitung von Meinung und Kritik, was im Mittelalter mit Handschriften so wohl nie möglich gewesen wäre und somit die Abgrenzung zwischen mittelalterlichen Handschriften und dem Buchdruck aufzeigt.    Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)!   Links zur Episode VD 16: Datenbank für Drucke des 16. Jahrhunderts Septembertestament (1522) Dezembertestament (1522)   Literatur Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik, (89), Tübingen 1989. Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut   Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik (100), Tübingen 1990. Schmidt, Philipp: Die Illustration der Lutherbibel 1522-1700. Ein Stück abendländische Kultur- und Kirchengeschichte. Mit Verzeichnissen der Bibeln, Bilder und Künstler. 400 Abbildungen, Basel 1962. Volz, Hans: Martin Luthers deutsche Bibel. Entstehung und Geschichte der Lutherbibel, eingeleitet von Friedrich Wilhelm Kantzenbach, herausgegeben von Henning Wendland, Hamburg 1978.

Erschienen: 17.04.2022
Dauer: 28:40

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#15: Der Theuerdank: Der letzte Ritter zwischen Tradition und neuer Technologie

In der vorletzten Folge aus der kleinen Frühe-Neuzeit-Miniserie schauen wir uns ein weiteres Werk an, dass wie das Ambraser Heldenbuch (Folge 14) auch vom charaktervollen Habsburger Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegeben wurde: Den Theuerdank.  Bei d

In der vorletzten Folge aus der kleinen Frühe-Neuzeit-Miniserie schauen wir uns ein weiteres Werk an, dass wie das Ambraser Heldenbuch (Folge 14) auch vom charaktervollen Habsburger Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegeben wurde: Den Theuerdank.  Bei dem komischen Namen handelt es sich um den Protagonisten der Geschichte – und zwar die gar nicht mal sooo fiktive Figur des Ritters Theuerdank. Denn die Geschichte des Helden ist angelehnt an eine reale Figur und deren Erlebnisse. Dreimal dürft ihr raten, welche ...  Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)!   Links zur Episode Digitalisat Theuerdank Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Kaiser Maximilian I.: Theuerdank 1517. Nachwort von   Horst Appuhn. Faksimile der 1. Ausgabe von 1517.   Dortmund 1979. Miedema, Nine: Das Ambraser Heldenbuch und der   Theuerdank. Mittelalterliche Epik und ihre   Wiederverwendung am Hof Maximilians I. In: Building the Past. Konstruktion der eigenen   Vergangenheit, hrsg. von Rudolf Suntrup und Jan R.  Veenstra. Frankfurt am Main [u.a.] 2006, S. 85-106. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6   (1987), Sp. 204-236.

Erschienen: 03.04.2022
Dauer: 28:44

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#14 1/2: Corona-Edition und Nasenbärchen

Im Hause Irmimi ist seit ein paar Tagen Corona und Quarantäne angesagt – weswegen ich die geplante Folge zum Theuerdank nicht wirklich gut und in voller Kraft recherchieren und aufbereiten konnte mangels Konzentration, mangels Stimme und weil ich ein

Im Hause Irmimi ist seit ein paar Tagen Corona und Quarantäne angesagt – weswegen ich die geplante Folge zum Theuerdank nicht wirklich gut und in voller Kraft recherchieren und aufbereiten konnte mangels Konzentration, mangels Stimme und weil ich einfach klinge wie ein Nasenbärchen :)  Aber ich will euch natürlich nicht alleine lassen: deswegen bekommt ihr passend zur Situation ein paar Podcast-Empfehlungen mit, die sich mit Krankheiten, Pandemien o. Ä. beschäftigen und sehr hörenswert sind! Ihr könnt die Zeit bis zur neuen Folge natürlich auch mit meinem Newsletter totschlagen ;)  Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und ich hoffe, dass ich euch bald wieder mit einer neuen Irmimi-Folge versorgen kann :)  Eure Katrin  Empfehlungen: Pest, Pocken, Spanische Grippe. Eine kurze Geschichte der Seuchen (Déjà-vu Geschichte Podcast) Die Spanische Grippe (GAG) Die große Pest von Marseille (His2Go) Digitale Museen: Kultur in Zeiten von Corona (Epochentrotter)      

Erschienen: 20.03.2022
Dauer: 02:53

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#14: Das Ambraser Heldenbuch: ein wunderschöner Widerspruch?

Der zweite Teil des kleinen Frühe Neuzeit Specials behandelt einen wunderschönen – und vor allem riesigen! – Prachtkodex: Das Ambraser Heldenbuch. Mit stolzen 460 x 360 mm ist die von Maximilian I. in Auftrag gegebene Handschrift nicht nur ein wun

Der zweite Teil des kleinen Frühe Neuzeit Specials behandelt einen wunderschönen – und vor allem riesigen! – Prachtkodex: Das Ambraser Heldenbuch. Mit stolzen 460 x 360 mm ist die von Maximilian I. in Auftrag gegebene Handschrift nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ziemlich widersprüchliches Werk! Diese Widersprüchlichkeit spiegelt sich in der äußeren Gestalt, aber auch in Inhalt und Entstehungsgeschichte wieder und repräsentiert somit wunderbar auch die Zeit, in der sie entstanden ist: in der Umbruchszeit vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit.  Doch auch die Person Maximilians sticht mit seiner "besonderen" Person hervor. In dieser Folge schauen wir uns also Maximilian I. und seine Zeit und vor allem das Ambraser Heldenbuch an!  Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)!   Links zur Episode Digitalisat vom Ambraser Heldenbuch Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Mario Klarer, Kaiser Maximilian I. und das Ambraser Heldenbuch, Wien 2019. Müller, Jan-Dirk: Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I., in: Joachim Bumke, Thomas Cramer, Klaus Grubmüller u.a. (Hrsg.): Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur Band 2, München 1982. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.

Erschienen: 06.03.2022
Dauer: 28:07

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#13: Viva la Medienrevolution? Vom Neben- und Miteinander von Handschrift und Druck

Der Buchdruck wird oft als regelrechte Medienrevolution dargestellt. Natürlich brachte dieser nachhaltig Veränderungen mit sich, die bis heute wirken. Doch warum de Begriff schwierig ist, und warum und wie Handschriften und Druck noch lange nebeneinan

Der Buchdruck wird oft als regelrechte Medienrevolution dargestellt. Natürlich brachte dieser nachhaltig Veränderungen mit sich, die bis heute wirken. Doch warum de Begriff schwierig ist, und warum und wie Handschriften und Druck noch lange nebeneinander existierten, habe ich in meiner ersten Kooperationsfolge gemeinsam mit Historiker Ralf Grabuschnig vom Déjà-vu Geschichte Podcast diskutiert.  Links zur Episode Hier geht's zu meinem Newsletter Ralfs Podcast Déjà-vu Geschichte Ralfs Geschichtsclub Plattform Geschichtspodcasts.de Literatur Augustyn, Wolfgang: Zur Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck in Deutschland. Versuch einer Skizze aus kunsthistorischer Sicht, in: Klaus Grubmüller, Gerd Dicke (Hrsg.): Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck, Wiesbaden 2003, S. 5-47. Giesecke, Michael: Der Buchdruck in der frühen Neuzeit. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien, Frankfurt am Main 1991. Janzin, Marion: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte, Hannover 1995. Raible, Wolfgang: Die Semiotik der Textgestalt. Erscheinungsformen und Folgen eines kulturellen Evolutionsprozesses, Heidelberg 1991. Rautenberg, Ursula: Medienkonkurrenz und Medienmischung. Zur Gleichzeitigkeit von Handschrift  und Druck im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts in Köln, in: Klaus Grubmüller, Gerd Dicke  (Hrsg.): Die Gleichzeitigkeit von Handschrift und Buchdruck, Wiesbaden 2003, S. 165-202. Schanze, Frieder: Der Buchdruck eine Medienrevolution?, in: Walter Haug (Hrsg.): Mittelalter und frühe Neuzeit. Übergänge, Umbrüche und Neuansätze (Fortuna vitrea 16), Tübingen 1999, S. 286-311.      Schnell, Rüdiger: Handschrift und Druck. Zur funktionalen Differenzierung im 15. und 16. Jahrhundert, in: Internationales Archiv für Sozialgeschichte der Literatur 32 (2007), S. 66-111.

Erschienen: 20.02.2022
Dauer: 45:27

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#12: Grammatik die Erste! Die isländische Fyrsta málfrœðiritgerðin als erste Beschäftigung mit volkssprachiger Grammatik

Back to the north! Und dort, um genau zu sein auf Island, gab es im 12. Jahrhundert den sogenannten "Ersten Grammatiker" und den ersten grammatischen Traktat. Obwohl es (auch volkssprachige) Grammatiken schon sehr früh in der Antike und auch im Frühmi

Back to the north! Und dort, um genau zu sein auf Island, gab es im 12. Jahrhundert den sogenannten "Ersten Grammatiker" und den ersten grammatischen Traktat. Obwohl es (auch volkssprachige) Grammatiken schon sehr früh in der Antike und auch im Frühmittelalter gab (man denke an den römischen Grammatiker rund Rhetoriker Donatus), beschäftigten sich diese aber vor allem mit der lateinischen Sprache. Was mit dem Ersten Grammatischen Traktat (Fyrsta málfrœðiritgerðin) dann passierte, war erstmals eine extrem umfangreiche Beschäftigung mit der Volkssprache in der Volkssprache in dem sonst so lateindominierten Europa. Zum Vergleich: in Deutschland erschien etwas Vergleichbares erst im 16. Jahrhundert mit der "Teutschen Grammatica" vol Valentin Ickelsamer. Und was diesen Traktat so außergewöhnlich ist und was für eine Rolle er auch für das moderne Isländisch spielt, erfährst du in Folge 12!   Links zur Episode Hier geht's zu meinem Newsletter! Projekt "Geschichtspodcasts.de" Codex Wormianus, AM 242 fol.  Teutsche Grammatica 

Erschienen: 06.02.2022
Dauer: 28:43

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#11: Zentrale Randphänomene – Mittelalterliche Glossen als Wissensvermittler

Gloooooooossen (mit langem Oooooo ;) ) sind ganz tolle Helferlein, um sich einem fremden bzw. fremdsprachigen Text anzunähern. Bereits in der Spätantike gab es den Prozess der Glossierung, wurde dann ab dem Frühmittelalter weitergeführt und findet s

Gloooooooossen (mit langem Oooooo ;) ) sind ganz tolle Helferlein, um sich einem fremden bzw. fremdsprachigen Text anzunähern. Bereits in der Spätantike gab es den Prozess der Glossierung, wurde dann ab dem Frühmittelalter weitergeführt und findet sogar den Weg in frühe Drucke im 15. Jahrhundert. Glossierungen sind dabei Anmerkungen in oder an einem Haupttext. Es handelt sich um Kommentare und Anmerkungen oder auch Erklärungen einzelner Wörter und unterstützt eben dabei, sich Texte erschließen zu können. Dabei gibt es verschiedene Arten von Glossen: Welche das sind, erfahrt ihr in der Folge! Hier geht's zu meinem Newsletter Folge mir auf Instagram  Links zur Episode DFG-Projekt "BStK Online – Datenbank der althochdeutschen und altsächsischen Glossenhandschriften Regula S. Benedicti, Cod. Sang. 916 Prisciani grammatica, Cod. Sang. 904 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Alderik Henk Blom    

Erschienen: 23.01.2022
Dauer: 34:13

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#10: Das Íslendingabók – von selbstbewussten Autoren und isländischer Geschichtsschreibung

Das Íslendingabók aus dem 12. Jahrhundert von Ari Þorgilsson beschreibt Islands Geschichte von der Landnahme im Jahr 874 bis ins Jahr 1118. Das Besondere: Es wurde nicht etwa wie zu der Zeit üblich auf Latein geschrieben, sondern in der Volkssprache

Das Íslendingabók aus dem 12. Jahrhundert von Ari Þorgilsson beschreibt Islands Geschichte von der Landnahme im Jahr 874 bis ins Jahr 1118. Das Besondere: Es wurde nicht etwa wie zu der Zeit üblich auf Latein geschrieben, sondern in der Volkssprache, womit Ari schon früh zu einer isländischen Identität beitrug. Auch zeichnet sich Ari als Autor insofern als besonders aus, als er entgegen mittelalterlicher Tradition nicht mit einem Demutstopos um sich wirft, mit dem vor allem Gott als Urheber hervorgehoben wird, sondern tritt als selbstbewusster Autor und Urheber seines Werkes auf.  Zu meinem Newsletter geht es hier entlang   Links zur Episode: Isländische Datenbank zu historischen Dokumenten (Handrit.is) Zur genealogischen Datenbank Islands   Literatur Gropper, Stefanie: Es sannliga es sagt : die Íslendinggabók des Ari Þorgilsson inn fróði, in: Alessia Bauer und Alexandra Pesch: Beiträge zur europäischen Altertumskunde und mediävistischen Literaturwissenschaft (Festschrift für Wilhelm Heizmann), 2018, S. 67-80. Wamhoff, Laura Sonja: Isländische Erinnerungskultur 1100-1300: Altnordische Historiographie und kulturelles Gedächtnis, Tübingen 2016.

Erschienen: 09.01.2022
Dauer: 31:50

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