Podcast "Jüdische Geschichte Kompakt"

Herzlich Willkommen bei Jüdische Geschichte Kompakt. Auf unserem neuen Kanal können Sie einzelne Forschungsprojekte zur deutsch-jüdischen Geschichte und Gegenwart genauer kennenlernen und neue Perspektiven auf vermeintlich Alt-Bekanntes erhalten. In unterschiedlichen Staffeln können Sie so wie durch ein Schlüsselloch einen Blick auf das weite Feld der Forschung zur deutsch-jüdischen Geschichte werfen und dabei gleichzeitig ganz bequem von zu Hause aus Neues und Interessantes über unser Land und unsere Geschichte erfahren. Die Staffeln werden mal gemeinsam, mal abwechselnd vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden (www.igdj-hh.de) in Hamburg und dem Moses Mendelssohn Zentrum für Europäisch-Jüdische Studien (www.mmz-potsdam.de) in Potsdam bespielt. An jedem ersten Freitag im Monat wird eine neue Folge des Podcasts online geschaltet und damit ein neuer Blick auf die jüdische Geschichte und Gegenwart freigegeben. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Reinhören. Bleiben Sie interessiert und gesund! Ihr Jüdische-Geschichte-Kompakt-Team

Podcast-Episoden

#95 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.4 Zwischen Jerusalem, London und New York

Das Leo Baeck Institut als diasporische Gedächtnisgemeinschaft

In der letzten Folge unserer Staffel, die Sie ab heute hören können, durften wir Ruth Nattermann begrüßen, mit der wir über die Geschichte des Leo Baeck Instituts (LBI) gesprochen haben, also jenem weltweit wichtigsten Dokumentations- und Forschungszentrum zur Geschichte des deutschsprachigen Judentums, das aus der deutsch-jüdischen Diaspora heraus entstanden ist und das im vergangenen Jahr sein 70jähriges Bestehen feierte. Von der ikonischen Fotografie aus der Gründungszeit des LBI ausgehend, die Shmuel Hugo Bergman und Ernst Simon gemeinsam mit Martin Buber auf der Terrasse seines Hauses im Jerusalem des Jahres 1955 abbildet, haben wir mit Ruth Nattermann aber nicht nur über die Entstehungsgeschichte des LBI gesprochen. Über die Geschichtserfahrungen und Motive seiner Gründerinnen und Gründer hinaus, die selbst dem deutschsprachigen Judentum der Zwischenkriegszeit erwachsen waren, haben wir zugleich auf die generationellen Veränderungen des LBI und deren Auswirkungen auf das jeweilige Profil an seinen drei Standorten in Jerusalem, London und New York geblickt.

Erschienen: 07.08.2026
Dauer: 00:42:32

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#94 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.3 Flucht nach Shanghai

Eine Vater-Sohn-Beziehung zwischen Traumata, Erinnerung und Neubeginn

Steven Less‘ Vater, der Künstler John Hans Less, konnte als Sechzehnjähriger aus Berlin vor dem Nationalsozialismus fliehen. Zusammen mit seiner Familie gelangte er im September 1940 nach Shanghai. Die chinesische Hafenstadt war damals einer der letzten Orte, in denen Jüdinnen und Juden aus Europa Zuflucht finden konnten. Auf die Bedeutung der Stadt, in der John Hans Less zusammen mit rund 20.000 anderen jüdischen Geflüchteten inmitten von Armut, Enge, subtropischem Klima und großer Unsicherheit lebte, kommt Steven Less ebenso zu sprechen wie auf die Kunst seines Vaters. Nach dem Zweiten Weltkrieg emigrierte John Hans Less in die USA, wo er später begann, sich mit seiner Vergangenheit künstlerisch auseinanderzusetzen und zahlreiche Werke in Erinnerung an Shanghai zu schaffen. Während John Hans Less eine Rückkehr nach Deutschland ausschloss, zog sein Sohn Steven Less 1981 nach Heidelberg. John Hans Less, der 2011 in den USA starb, empfand diese Entscheidung als Affront.

Erschienen: 02.07.2026
Dauer: 00:43:34

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#93 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.2 Zweierlei Amerika - Deutsch-jüdische Diaspora in den USA und Lateinamerika

Ein Gespräch zwischen Liliana Ruth Feierstein, David Jünger und Lutz Fiedler

Nachdem wir in der ersten Folge dieser Staffel unter der Überschrift „Remapping Survival“ mit Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen zwischen Iran und Indien gesprochen haben, richten wir den Blick in unserem nächsten Gespräch auf Amerika – oder genauer gesagt auf die beiden Amerikas: Wir wollen in vergleichender Perspektive über die deutsch-jüdische Diaspora in den Vereinigten Staaten von Amerika einerseits und in den Staaten Lateinamerikas andererseits diskutieren. Mit unserem Kollegen David Jünger vom MMZ, der gerade eine umfassende Habilitationsschrift über das Leben des deutsch-jüdischen Rabbiners Joachim Prinz vorgelegt hat, wollen wir über dessen Bedeutung während der Weimarer Republik und den ersten Jahren des Nationalsozialismus sprechen, bevor er schließlich in die Vereinigten Staaten floh und in den 60er Jahren ikonisch für die jüdische Unterstützung der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung geworden ist. Erweitern werden wir diese amerikanische Erfahrung durch einen Blick nach Süden. Im Gespräch mit Liliana R. Feierstein, die als Professorin an der Humboldt-Universität lehrt und forscht, werden wir an die unterschiedlichen Versuche deutschsprachiger Jüdinnen und Juden erinnern, zwischen Mexiko und Argentinien an die vergangene deutschsprachig-jüdischen Kultur fernab der verlorenen Heimat anzuknüpfen.

Erschienen: 05.06.2026
Dauer: 00:46:21

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#92 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.1 Remapping Survival: Atina Grossmann über deutsch-jüdische Fluchterfahrungen

Ein Gespräch zwischen Atina Grossmann, Lisa Sophie Gebhard und Lutz Fiedler

Für unsere erste Folge konnten wir die Historikerin Atina Grossmann aus New York gewinnen. Mit ihrem feinen Gespür für vergessene Akteur:innen und Orte nimmt sie seit mehreren Jahren die Zufluchtsorte deutschsprachiger Jüdinnen und Juden im sogenannten Globalen Süden in den Blick, die von der Forschung lange übersehen wurden. Für Atina Grossmann verbindet sich mit diesen oft vergessenen Geschichten nicht nur ein Forschungsinteresse, sondern auch das Schicksal ihrer Eltern: Sie waren selbst deutsch-jüdische Geflüchtete gewesen, die Berlin 1935 verlassen mussten und sich nach mehreren Zwischenstopps in Asien schließlich in den USA niederließen. In unserem Gespräch erfahren Sie mehr über Atina Grossmanns Familiengeschichte und ihre Forschung sowie darüber, wie beide miteinander verbunden sind.

Erschienen: 08.05.2026
Dauer: 00:43:13

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#91 Jüdische Geschichte Kompakt – 18.0 Intro "Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora"

Ein Gespräch mit Miriam Rürup, Björn Siegel, Lutz Fiedler und Lisa Sophie Gebhard

In dem Intro zur Staffel "Geschichte(n) der deutsch-jüdischen Diaspora" übergibt Björn Siegel (IGdJ) den auditiven Staffelstab wieder nach Potsdam. Miriam Rürup (MMZ) führ in das Thema der deutsch-jüdischen Diaspora ein.

Erschienen: 08.05.2026
Dauer: 00:13:58

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#90 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.4 The Making of 'Jew-Clubs' – Ein Gespräch mit Pavel Brunssen

Ein Gespräch zwischen Pavel Brunssen und Björn Siegel

In der Abschlussfolge der 17. Staffel führt Pavel Brunssen in seine Forschungen und Buch "The Making of 'Jew-Clubs'" ein und diskutiert mit Björn Siegel (IGdJ), wie Sport, Fankultur und jüdische Selbstverständnisse miteinander in Beziehung treten können.

Erschienen: 03.04.2026
Dauer: 00:38:40

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#89 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.3 Der Jüdische Salon am Grindel – Ein Gespräch mit Barbara Guggenheim

Ein Gespräch mit Barbara Guggenheim und Björn Siegel

In der dritten Folge der 17. Staffel rückt Barbara Guggenheim die Geschichte und Ideen des Jüdischen Salon am Grindel in den Mittelpunkt und diskutiert mit Björn Siegel die Visionen, Chancen und Herausforderungen jüdischer Vereine in der Gegenwart, insbesondere im Feld der Kunst und Kultur.

Erschienen: 06.03.2026
Dauer: 00:35:38

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#88 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.2 Der Centralverein – Ein Gespräch mit Hendrik Schemann-Kösters

Ein Gespräch mit Hendrik Schemann-Kösters und Björn Siegel

Die zweite Folge der 17. Staffel beschäftigt sich mit der Geschichte und Wirkung des Central-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Dank der Ausführungen von Hendrik Schemann-Kösters werden die Gründungsmotive des Centralvereins genauso sichtbar wie auch der Veränderungsdruck während der Existenz in der NS-Zeit.

Erschienen: 06.02.2026
Dauer: 00:39:28

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#87 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.1 Die Hamburger Ehemaligen Vereine in Israel – Ein Gespräch mit Jana Matthies

Ein Gespräch mit Jana Matthies und Björn Siegel

Diese erste Folge der 17. Staffel führt in die Hintergründe der Hamburger Ehemaligen-Vereine in Israel ein und verdeutlicht dank der Forschungen von Jana Matthies, wie intensiv diese Ehemaligen-Vereine als Erinnerungsgemeinschaften fungierten, aber auch zu Brückenbauern für eine Moderne wurde. Im Gespräch zeigen Jana Matthies und Björn Siegel (beide IGdJ) auf, welche Bedeutung diese Vereine in Israel wie auch Deutschland bzw. Hamburg spielten.

Erschienen: 09.01.2026
Dauer: 00:33:07

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#86 Jüdische Geschichte Kompakt – 17.0 Intro "Zwischen Tradition und Moderne: Jüdische Vereine gestern und heute"

Ein Gespräch mit Miriam Rürup und Björn Siegel

In dem Intro zur Staffel "Zwischen Tradition und Moderne: Jüdische Vereine gestern und heute" stellen Miriam Rürup (MMZ) und Björn Siegel (IGdJ) die Ideen der gesamten Staffel vor und führen in das Thema des jüdischen Vereinswesens ein. Sie verweisen dabei auf die Prägekraft dieser Organisationsform und verdeutlichen wie stark Religion, Kultur, Musik und Sport prägend waren und wie zeitgenössisch wichtige gesellschaftliche Fragen und Entwicklungen auch ihren Niederschlag in diesem zivilgesellschaftlichen Raum fanden.

Erschienen: 09.01.2026
Dauer: 00:08:58

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