Podcast "Sternenpodcast"

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03/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im März 2020

Der Sternenpodcast März 2020 Ihr Audioguide für …

Der Sternenpodcast März 2020 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud, Spotify oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Frühlingsnächte mit “Supermond” und planetaren Rendezvous Am 20.März um 4 Uhr 50 Mitteleuropäischer Zeit kreuzt die Sonne im „Frühlingspunkt“ die Äquatorebene unserer Erde nordwärts. Mit dieser „Tag- und Nachtgleiche“ beginnt auf der Nordhalbkugel der Erde der Frühling und auf der Südhalbkugel der Herbst. Und bereits am 29.März, dem letzten Sonntag des Monats, werden zur vermeintlich besseren Ausnutzung dieses Tageslichts die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt, die Sommerzeit beginnt. Rekordverdächtiger Abendstern Bereits in der Abenddämmerung zieht der “Abendstern” Venus alle Blicke auf sich. Kein Stern leuchtet auch nur annähernd so hell wie dieser Planet, der uns in diesem Monat auf 100 Millionen Kilometer nahe kommt. Der Sonne eilt er im aufsteigenden Teil des Tierkreises voraus - von den Fischen in den Widder und weiter in den Stier. Während der Abendstern zu Monatsbeginn um kurz nach 22 Uhr untergeht, bleibt er Ende März bis weit nach 24 Uhr Sommerzeit über dem Westhorizont und ist somit mehr als 4 Stunden lang zu sehen. Am 24.März erreicht Venus mit 46 Grad Winkelabstand zur Sonne im Widder ihre “größte östliche Elongation”. Mondlauf und ein tierischer Sternenhimmel Nach 21 Uhr tauschen „links“ vom Abendstern im Südwesten die vertrauten Sterne des Orions auf. Auffällig ist dabei, dass die drei markanten Gürtelsterne am späten Abend auf gleicher Höhe stehen, parallel zum Horizont im Westen. Links davon, im Südwesten, funkelt Sirius - und rechts davon, fast auf gleicher Höhe, das rötliche Auge des Stiers, der Stern Aldebaran. Schön anzuschauen ist in dieser Himmelsgegend der abendliche Lauf des zunehmenden Mondes am Monatsende: Vom 28. bis 31.März zieht er an Venus und den Plejaden im Stier vorbei und steigt hoch hinauf, über dem Orion in die Zwillinge. “Supermond” am 9.März Am 9.März erreicht der Mond nur wenige Stunden nach seinem Durchgang durch den erdnächsten Bahnpunkt im Sternbild Jungfrau die Vollmondstellung. Für solche Vollmonde, die nahe der Erdnähe stattfinden, hat sich seit einigen Jahren die Bezeichnung „Supermond“eingebürgert. Ein solcher Supermond ist allerdings nur um rund 7% größer und lediglich 15% heller als ein durchschnittlicher Vollmond - der Unterschied ist also kaum erkennbar. Das große Planetentripel am Ende der Nacht Es lohnt sich, bei klarer Sicht gegen 5 Uhr frühmorgens aufzustehen, um zu verfolgen, wie unser äußerer Nachbarplanet Mars bis zum 20.März immer näher an den fernen Riesenplaneten Jupiter heranrückt und dann knapp südlich an ihm vorbeizieht. Saturn steht dann nur 7 Grad links neben dem Planetenpaar. Am 18. und 19.März erweist auch der abnehmende Mond dem Planetentrio seine Referenz und gesellt sich dazu - ein prächtiges Bild, das uns da gegen 5 Uhr morgens geboten wird! Am letzten Monatstag überholt Mars, dann bereits im Sternbild Steinbock, auch den fast gleichhellen Saturn. Leider ist dies im Norden Deutschlands nur sehr horizontnah zu sehen. Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 28.02.2020
Dauer: 00:11:42

Podcast-Webseite: Episode "03/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im März 2020"


02/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im Februar 2020

Der Sternenpodcast Februar 2020 Ihr Audioguide f…

Der Sternenpodcast Februar 2020 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Im Februar zeigt sich der Winterhimmel noch einmal in seiner ganzen Pracht - und gleich mehrere Planeten und ein Stern haben ihren großen Auftritt! Der Aufstieg des „Abendsterns“ Schon kurz nach Sonnenuntergang leuchtet Venus als heller „Superstar“ über dem Westhorizont. Sie wandert östlich der Sonne durch den Tierkreis und rückt in den kommenden Wochen immer näher an unsere Erde heran. Venus reflektiert an ihrer dichten Wolkenhülle so viel Sonnenlicht, dass sie heller als alle Sterne leuchtet. Ende Februar geht sie erst um 22 Uhr unter, rund vier Stunden nach der Sonne. Vom 25. bis 27. rückt die Mondsichel an Venus heran und zieht bis 28.Februar an ihr vorbei - ein herrliches Bild in der Abenddämmerung! Merkurs kurze Abendshow Zu Beginn des Monats zeigt sich auch Merkur in der Abenddämmerung. Am 10.Februar erreicht er mit 18 Grad Winkelabstand zur Sonne seine „größte östliche Elongation“ erreicht. Am besten, man hält bereits etwa eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang Ausschau. Dies ist sein bester Auftritt am Abendhimmel in diesem Jahr. Spätestens ab der Monatsmitte verschwindet der scheue Planet wieder im Glanz der Sonne. Die wichtigsten Sternbilder am Februarhimmel Wie eine große Vorfahrtstafel leuchten über Venus und Merkur im Westen noch die Sterne des „Herbstvierecks“. Im Osten, ist längst das schönste Sternbild des Frühlings emporgestiegen – der Löwe, der gegen 1 Uhr morgens seine größte Höhe im Süden erreicht. Am 9.Februar, wenige Stunden nach Vollmond, prangt die Mondkugel knapp über Regulus, dem „Herzstern“ des Löwen. Hoch über unseren Köpfen funkelt der helle Stern Capella im Fuhrmann. Er markiert den nördlichsten Stern des „Wintersechsecks“, dessen funkelnde Pracht den gesamten südlichen Himmelsbereich einnimmt. Der südlichste Stern in dem Sternensextett des Winters ist Sirius im Sternbild „Großer Hund“, der gegen 21 Uhr über der Südrichtung funkelt und erst nach Mitternacht im Südwesten untergeht. Unübersehbar - fast wie ein Schmetterling - wirkt daneben die Figur des Orion: Eine auffällige Kette von drei gleichhellen Sternen bildet den Gürtel des Jägers, jeweils zwei helle Sterne darüber und darunter die Schultern bzw. die Füße der Jägergestalt. Was ist los mit Beteigeuze? Seit vergangenen Oktober blicken abertausende von Sternfreunden Nacht für Nacht zu Beteigeuze, dem östlichen Schulterstern des Orion, denn dieser Stern hat in nur wenigen Wochen deutlich an Helligkeit verloren. Nicht nur Rigel, sondern auch Bellatrix, der westliche Schulterstern des Orion, ist nun heller als er. Selten kann man so leicht die Änderungen verfolgen, wie sie sogar im Leben eines Sterns geschehen. Beteigeuze steht kurz vor seinem Karriereende als Stern. Dies hat auch Folgen für seinen Außenbereich - der Stern pulsiert - sein Durchmesser, variiert unregelmäßig zwischen dem rund 500- bis 900-fachen des Sonnendurchmessers. Bald sind die Tage des Sterns gezählt. Der Stern wird zusammenbrechen und in einer katastrophalen Supernova-Explosion vergehen. Beteigeuze befindet sich kurz vor diesem Endstadium und könnte in nur wenigen zigtausend Jahren explodieren. Noch ist es nicht so weit - aber es ist schon packend, mit bloßem Auge den allmählichen Todeskampf dieses Sterns aus sicheren 650 Lichtjahren Entfernung zu verfolgen. Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 31.01.2020
Dauer: 00:15:30

Podcast-Webseite: Episode "02/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im Februar 2020"


01/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im Januar 2020

Der Sternenpodcast Januar 2020 Ihr Audioguide fü…

Der Sternenpodcast Januar 2020 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud, Spotify oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Die Zeit der dämmrig hellen Nächte ist vorbei und der Tagbogen der Sonne wieder kürzer. Seit der Sommersonnwende ist unser Tagesgestirn im „Sinkflug“:[nbsp] Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt ins Sternbild Löwe, das nun nachts nicht zu sehen ist. Venus leuchtet am Abend Der Hingucker am Abendhimmel ist Venus, unser Nachbarplanet, der heller als alle Sterne in der Abenddämmerung leuchtet. Anfang Januar geht Venus 3 Stunden nach der Sonne unter. Ende Januar sind es schon fast 4 Stunden. Vom Sternbild Steinbock zieht sie als „Abendstern“ weiter in den Wassermann und passiert am 27. Januar unsere Blickrichtung zum viel fernen Planeten Neptun. Nur 4 Bogenminuten trennen den fernen Neptun dann von der uns viel näher gelegenen Venus. Allerdings kann Neptun nur mit einem Fernglas oder Fernrohr als lichtschwaches „Sternchen“ gesichtet werden. Heller als Neptun leuchtet „links über“ dem engen Planetenpaar der Stern „Phi Aquarii“. Am 28. Januar glänzt neben Venus-Neptun auch noch die schmale Sichel des zunehmenden Mondes. Halbschattenfinsternis am 10. Januar Hoch über den Sternen des Orion steuert der Mond in diesem Monat auf seine Vollmondstellung im Sternbild Zwillinge zu - und dies ist ein ganz besonderer Vollmond, denn er wandert am 10. Januar zwischen 18:06 Uhr und 22:14 Uhr durch den Erdschatten. Allerdings ist es „nur“ eine „Halbschattenfinsternis“ – und dennoch ein lohnender Anblick für das bloße Auge und mit einem Fernglas, denn der südliche Teil des Mondes taucht dabei fast in den Kernschatten der Erde ein und erscheint zur Mitte der Finsternis um kurz nach 20 Uhr deutlich dunkler als der nördliche, „obere“ Teil des Mondes. Astronauten nahe dem Südpol des Mondes würden erleben, wie sich unsere Erde vor die Sonne schiebt und sie zu 92 Prozent verfinstert. Mars und Meteore am Morgenhimmel Am 20. Januar steuert unser Erdtrabant im Skorpion auf den Planeten Mars zu. Gegen 7 Uhr morgens bietet die abnehmende Mondsichel zusammen mit dem rötlichen Planeten ein prächtiges Bild. Etwa 5 Grad unterhalb von Mond und Mars funkelt am Südosthorizont der rote Riesenstern Antares. Sein Name bedeutet so viel wie „Gegenmars“, was auf seine mit Mars konkurrierende Färbung hinweist. In der Nacht vom 3. auf den 4. Januar erleben wir das Maximum des Meteorschauers der „Quadrantiden“. Dies ist der aktivste aller jährlich wiederkehrenden Meteorströme. Die Schnuppen scheinen alle aus der Gegend des ehemaligen Sternbildes „Mauerquadrant“ zu kommen – heute Teil des Sternbildes „Bärenhüter“ unweit der Deichsel des „Großen Wagen“. Dieser Ausstrahlungspunkt der Sternschnuppen steht um etwa 2 Uhr morgens am höchsten über uns. Trotz der Kälte lohnt es sich, in den Morgenstunden des 4. Januar die Augen offenzuhalten! Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 28.12.2019
Dauer: 00:13:19

Podcast-Webseite: Episode "01/2020 Der Himmel über Mitteleuropa im Januar 2020"


12/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Dezember 2019

Der Sternenpodcast Dezember 2019 Ihr Audioguide …

Der Sternenpodcast Dezember 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Die Zeit der dämmrig hellen Nächte ist vorbei und der Tagbogen der Sonne wieder kürzer. Seit der Sommersonnwende ist unser Tagesgestirn im „Sinkflug“: Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt ins Sternbild Löwe, das nun nachts nicht zu sehen ist. Venus überholt den Riesen Jupiter Rund eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang beginnt der Wettlauf von Venus und Jupiter, den wir nur in der Abenddämmerung verfolgen können. Venus wird zum hellen „Abendstern“ und pirscht sich immer näher an Jupiter heran. Obwohl Venus nur fast so groß wie unsere Erde und damit 12 mal kleiner als Jupiter ist, leuchtet sie aufgrund ihrer Nähe zu uns und zur Sonne viel heller und überholt am 24. November den Jupiter. Beide Gestirne stehen knapp über dem Südwesthorizont und gehen schon um 17:30 Uhr unter. Am 28. November gesellt sich noch der Mond dazu, und so erleben wir ein prächtiges Trio der drei hellsten Gestirne der Nacht - allerdings nur in der Abenddämmerung und nur für kurze Zeit..... Der Stier "regiert" die Nacht Das Sternbild Stier ist die ganze Nacht sichtbar. Rund um dessen hellsten Stern Aldebaran leuchten einige schwächere Sterne, die wie ein liegender Buchstabe „V“ geformt sind. Dies sind die Hyaden - das sogenannte „Regengestirn“. Rechts darüber sieht man die dichtere, wie eine Mini-Ausgabe des Großen Wagens geformte Sternengruppe des „Siebengestirns“ - die Plejaden. Beide Sternhaufen rahmen den Wanderweg von Sonne, Mond und Planeten ein - sie bilden das „goldene Tor der Ekliptik“, durch das diese „Wandergestirne“ regelmäßig ziehen. So wechselt am Abend des 12. November der Vollmond vom Widder in den Stier und wandert bis zum 14. zwischen Plejaden und Hyaden hindurch. Mars und Merkur - Winzlinge am Himmel Am Nachmittag des 11. November schiebt sich das winzige, dunkle Merkurpünktchen vor die Sonne. Aber nur erfahrene Beobachter, die professionelle Sonnenfilter verwenden oder das Bild projizieren, können schon mit kleinen Fernrohren gefahrlos verfolgen, wie Merkur vor der rund 400 mal größeren Sonne vorbeizieht. Erst 2032 wird man dies wieder erleben können! In der letzten Monatswoche hat sich Merkur wieder weit genug von der Sonne entfernt, sodass er für kurze Zeit in der Morgendämmerung dem Planeten Mars Gesellschaft leistet. Am 24. zieht dann um 6 Uhr morgens auch noch die Mondsichel erst an Mars, dann am 25. an Merkur vorbei. Eine gute Hilfestellung, mit der es gelingen kann, die beiden „Winzlinge“ unter den Planeten aufzuspüren. Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 28.11.2019
Dauer: 00:14:34

Podcast-Webseite: Episode "12/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Dezember 2019"


11/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im November 2019

Der Sternenpodcast November 2019 Ihr Audioguide …

Der Sternenpodcast November 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Die Zeit der dämmrig hellen Nächte ist vorbei und der Tagbogen der Sonne wieder kürzer. Seit der Sommersonnwende ist unser Tagesgestirn im „Sinkflug“: Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt ins Sternbild Löwe, das nun nachts nicht zu sehen ist. Venus überholt den Riesen Jupiter Rund eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang beginnt der Wettlauf von Venus und Jupiter, den wir nur in der Abenddämmerung verfolgen können. Venus wird zum hellen „Abendstern“ und pirscht sich immer näher an Jupiter heran. Obwohl Venus nur fast so groß wie unsere Erde und damit 12 mal kleiner als Jupiter ist, leuchtet sie aufgrund ihrer Nähe zu uns und zur Sonne viel heller und überholt am 24. November den Jupiter. Beide Gestirne stehen knapp über dem Südwesthorizont und gehen schon um 17:30 Uhr unter. Am 28. November gesellt sich noch der Mond dazu, und so erleben wir ein prächtiges Trio der drei hellsten Gestirne der Nacht - allerdings nur in der Abenddämmerung und nur für kurze Zeit..... Der Stier "regiert" die Nacht Das Sternbild Stier ist die ganze Nacht sichtbar. Rund um dessen hellsten Stern Aldebaran leuchten einige schwächere Sterne, die wie ein liegender Buchstabe „V“ geformt sind. Dies sind die Hyaden - das sogenannte „Regengestirn“. Rechts darüber sieht man die dichtere, wie eine Mini-Ausgabe des Großen Wagens geformte Sternengruppe des „Siebengestirns“ - die Plejaden. Beide Sternhaufen rahmen den Wanderweg von Sonne, Mond und Planeten ein - sie bilden das „goldene Tor der Ekliptik“, durch das diese „Wandergestirne“ regelmäßig ziehen. So wechselt am Abend des 12. November der Vollmond vom Widder in den Stier und wandert bis zum 14. zwischen Plejaden und Hyaden hindurch. Mars und Merkur - Winzlinge am Himmel Am Nachmittag des 11. November schiebt sich das winzige, dunkle Merkurpünktchen vor die Sonne. Aber nur erfahrene Beobachter, die professionelle Sonnenfilter verwenden oder das Bild projizieren, können schon mit kleinen Fernrohren gefahrlos verfolgen, wie Merkur vor der rund 400 mal größeren Sonne vorbeizieht. Erst 2032 wird man dies wieder erleben können! In der letzten Monatswoche hat sich Merkur wieder weit genug von der Sonne entfernt, sodass er für kurze Zeit in der Morgendämmerung dem Planeten Mars Gesellschaft leistet. Am 24. zieht dann um 6 Uhr morgens auch noch die Mondsichel erst an Mars, dann am 25. an Merkur vorbei. Eine gute Hilfestellung, mit der es gelingen kann, die beiden „Winzlinge“ unter den Planeten aufzuspüren. Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 30.10.2019
Dauer: 00:16:20

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10/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Oktober 2019

Der Sternenpodcast Oktober 2019 Ihr Audioguide f…

Der Sternenpodcast Oktober 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Die Zeit der dämmrig hellen Nächte ist vorbei und der Tagbogen der Sonne wieder kürzer. Seit der Sommersonnwende ist unser Tagesgestirn im „Sinkflug“: Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt ins Sternbild Löwe, das nun nachts nicht zu sehen ist. Jupiter und Saturn abends Nur noch in der Abenddämmerung leuchtet der helle Jupiter tief am Südwesthorizont im Sternbild Schlangenträger. Weiter links von Jupiter leuchtet der viel schwächere Saturn im Sternbild Schütze. Er bleibt noch fast zwei Stunden länger am Himmel als Jupiter. Am Abend des 3. Oktober steht die Mondsichel nur 2 Grad nordwestlich des Riesenplaneten. Zwei Abende später, am 5. Oktober, steht der Halbmond dann rechts unterhalb von Saturn. Und am letzten Monatstag, am 31. Oktober, kommt der Mond sogar ein zweites Mal bei Jupiter vorbei. Sommerdreieck und Tierkreis Das auffällige „Sommerdreieck“ mit den Sternen Wega, Deneb und Atair ist bereits nach Südwesten gerückt. Über dem Nordosthorizont funkelt der helle Stern Capella im Fuhrmann – ein typisches Wintersternbild. In südlicher Richtung leuchten spätabends nur die lichtschwächeren Sterne der beiden ausgedehnten Sternbilder Wassermann und Fische. Weiter südlich davon erahnen wir das Sternbild Walfisch und etwas höher die kompakte Sternenfigur des Widders. Durch diese Sternbilder ziehen Planeten, Mond und auch die Sonne. Uranus und Neptun Vom 10. bis 15. Oktober wandert der Mond längs dieses Pfades und passiert dabei die beiden lichtschwachen Planeten Neptun und Uranus. Der grünlich schimmernde Uranus ist in einer recht sternarmen Gegend im Sternbild Widder unter besten Bedingungen bereits mit bloßem Auge zu sehen. Uranus wird in diesem Monat von unserer Erde überholt. Er steht am 28. Oktober in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht am Himmel. Herbstviereck Immer höher steigt abends das Herbstviereck als auffälliges und leicht zu merkendes Muster am Herbsthimmel, das um Mitternacht halbhoch im Süden platziert ist. Der nordöstlichste Stern im Herbstviereck ist der Hauptstern „Alpha“ im Sternbild Andromeda, der Tochter von König Kepheus und Königin Kassiopeia, die wir beide weiter nördlich am Himmel verewigt finden. Halleys Feuerwerk In diesem Monat kreuzt unsere Erde wieder die Bahn des Halleyschen Kometen. Wir können die von ihm verstreuten Staubteilchen dann in unserer Lufthülle nur etwa 100 km über unseren Köpfen verglühen sehen – als Sternschnuppenstrom der „Orioniden“. Dieses „Feuerwerk“ ist so benannt, weil die Leuchtspuren anscheinend alle aus der Richtung des Sternbild Orion, das nach Mitternacht im Südosten auftaucht, heranströmen. Das Maximum der Orioniden ereignet sich in der Nacht vom 20. zum 21. Oktober - doch man kann den ganzen Monat immer wieder Sternschnuppen sehen, besonders in der zweiten Nachthälfte. Mars taucht auf Frühaufsteher haben am Monatsende auch die Chance, das Wiedererscheinen des Planeten Mars zu erleben. Unser äußerer Nachbarplanet stand am 2. September noch von uns aus gesehen hinter der Sonne und taucht nun allmählich wieder am Morgenhimmel auf. In der beginnenden Morgendämmerung können wir seinen rötlichen Lichtpunkt über dem Ostsüdosthorizont entdecken. Ein Artikel von Prof. Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 30.09.2019
Dauer: 00:15:31

Podcast-Webseite: Episode "10/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Oktober 2019"


09/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im September 2019

Der Sternenpodcast September 2019 Ihr Audioguide…

Der Sternenpodcast September 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Die Zeit der dämmrig hellen Nächte ist vorbei und der Tagbogen der Sonne wieder kürzer. Seit der Sommersonnwende ist unser Tagesgestirn im „Sinkflug“:[nbsp] Am 11. August verlässt die Sonne das Sternbild Krebs und wechselt ins Sternbild Löwe, das nun nachts nicht zu sehen ist. Saturn und Jupiter am Abend Jupiter zieht in über 750 Millionen Kilometer Entfernung seine Bahn um die Sonne und ist auch im September das dominierende Gestirn am Abendhimmel. Allerdings ist der Riesenplanet abends nur noch rund zwei Stunden lang tief im Südwesten zu sehen. Ende September verschwindet er bereits kurz nach 21 Uhr im Horizontdunst. Besonders schön ist[nbsp]der Anblick an den Abenden des 5. und 6. Septembers, wenn der zunehmende Halbmond sich zu dem Riesenplaneten gesellt und an ihm vorbeizieht. Saturn ist wesentlich unauffälliger als Jupiter - kein Wunder, ist er doch mit anderthalb Milliarden Kilometer Distanz rund doppelt so weit von uns entfernt. Saturn leuchtet zu Beginn der Nacht im Süden im Schützen und bleibt etwa zwei Stunden länger am Himmel als Jupiter, bevor auch er untergeht. Am 6. und 7. September steht unser Mond zwischen den beiden Riesenplaneten - und am Abend des 8. September ist er knapp neben Saturn platziert. Sternschnuppen und Mondschein In den Nächten vom 5. bis 15. August sollten Sie alle paar Minuten eine Sternschnuppe sehen können, darunter einige sehr helle. Die Mehrheit der lichtschwächeren Meteore ist nur von einem dunklen Standort abseits der Lichtfülle der Großstadt sichtbar. Das Maximum der Sternschnuppenaktivität ereignet sich in der Nacht vom 12. auf den 13. August, doch die Beobachtungsbedingungen sind dieses Jahr alles andere als optimal, denn das Mondlicht stört – am 15. August ist Vollmond. Man sollte daher bereits in der Woche davor - ja bereits Anfang August - Ausschau halten, dann tritt der Mond nur in der ersten Nachthälfte störend in Erscheinung und man hat nach Monduntergang in der zweiten Nachthälfte noch beste Bedingungen. Verlängert man die Leuchtspuren dieser verglühenden Staubkörner zurück, so scheinen sie alle von einem Punkt im Nordosten, dem „Radianten“ im Sternbild Perseus an der Grenze zum „Himmels-W“ auszustrahlen. Daher ist dieser alljährliche Meteorschauer auch als „Perseiden“ bekannt. Merkur am Morgenhimmel Etwa ab 9. August kann man für wenige Tage In der Morgendämmerung noch den Planeten Merkur sehen. Gegen 5 Uhr morgens, also eine gute Stunde vor Sonnenaufgang, steigt der scheue Planet in der beginnenden Morgendämmerung am Ostnordosthorizont herauf und erzielt dabei seine beste Morgensichtbarkeit des Jahres - die allerdings nur höchstens eine halbe Stunde währt, bis er von der zunehmenden Morgenhelle verschluckt wird.

Erschienen: 30.08.2019
Dauer: 00:16:35

Podcast-Webseite: Episode "09/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im September 2019"


08/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im August 2019

Der Sternenpodcast Juli 2019 Ihr Audioguide für …

Der Sternenpodcast Juli 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Jupiter, Saturn und die Mondfinsternis Die ganze Nacht ist Jupiter als hellstes Gestirn zu sehen. Östlich von ihm schimmert der goldgelbe Lichtpunkt des Saturn. Am 9. Juli erreicht dieser seine Oppositionsstellung zur Sonne. Er wandert im Sternbild Schütze, dem südlichsten Tierkreissternbild, und erreicht daher - ähnlich wie Jupiter - in unseren Breitengraden nur eine bescheidene Höhe über dem Horizont. Immerhin - er ist nun die ganze Sommernacht am Himmel. Am 13. zieht der zunehmende Mond nur anderthalb Grad nördlich an dem Riesenplaneten vorbei. Am 15. auf den 16. Juli wandert er knapp südlich am Ringplaneten vorbei und erreicht schließlich am Abend des 16. Juli die Vollmondstellung. Dieser Juli-Vollmond wandert durch den Erdschatten und wird teilweise verfinstert. Diese „partielle Mondfinsternis“ ist in Mitteleuropa zu sehen, wenn auch der Beginn der Finsternis bei uns im hohen Norden nicht beobachtet werden kann. Zum Höhepunkt der Finsternis - um 23:31 Uhr Sommerzeit - sind zwei Drittel des Mondes verdunkelt. Gut ist die zweite Hälfte der Finsternis zu sehen, denn der Mond steigt zusammen mit Saturn bis 1 Uhr etwas höher in die Südrichtung und wandert dabei aus dem Erdschatten heraus. Der helle Jupiter regiert Nur die hellsten Gestirne können sich durchsetzen. Allen stiehlt jedoch „König Jupiter“ die Schau - man kann ihn nicht übersehen. Als hellster Lichtpunkt wird er in der späten Abenddämmerung im Südosten erkennbar. Der weiß-goldene Planet gelangt am 10. Juni in Opposition zur Sonne - er steht die ganze Nacht am Himmel und erreicht in der Mitte der Nacht seine größte Höhe im Süden. Allerdings bleibt es bei einer bescheidenen Höhe von rund 15 Grad - das ist weniger als eine Handspanne bei ausgestrecktem Arm. Jetzt ist seine beste Zeit des Jahres, denn unsere Erde überholt ihn auf der schnelleren Innenbahn. Unsere Entfernung zu Jupiter beträgt Mitte Juni „nur“ 641 Millionen Kilometer. Diese Entfernung legt das Licht in etwas weniger als 36 Minuten zurück. Jupiter wandert rückläufig durch das wenig bekannte Sternbild Schlangenträger, das sich zwischen Schütze und Skorpion zwängt. Der Mond begegnet den Riesen Nur wenige Stunden vor Vollmond zieht die Mondkugel am 16. Juni nur 2 Grad nördlich an dem Riesenplaneten vorbei. Und die Juni-Show ist damit noch nicht vorbei, denn nur 2 Nächte später nähert sich der noch fast volle Mond in der Nacht vom 18. auf 19. Juni dem anderen Riesenplaneten in unserem Sonnensystem, dem Saturn. Gegen 2:30 Uhr stehen beide im Süden und der Mond nur etwa 2 Grad rechts unter Saturn. Saturn ist gewissermaßen der „kleine Bruder“ des Jupiter - und er geht nur kurze Zeit nach Jupiter auf. Der Ringplanet ist jedoch bei weitem nicht so auffällig wie Jupiter und wandert im Tierkreissternbild Schütze - tief im Süden. Das Sommerdreieck Um Mitternacht ist es zumindest dunkel genug, um einige markante Sternenfiguren zu finden. Hoch über den beiden hellen Planeten funkeln die Sterne des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan und - näher an den beiden Riesenplaneten - der Stern Atair, der die Südspitze dieses ausgedehnten, gleichschenkeligen Sommerdreiecks markiert. Ein Artikel von Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg Tile-Klasse: Keine

Erschienen: 30.07.2019
Dauer: 00:14:00

Podcast-Webseite: Episode "08/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im August 2019"


07/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Juli 2019

Der Sternenpodcast Juli 2019 Ihr Audioguide für …

Der Sternenpodcast Juli 2019 Ihr Audioguide für die Sterne. Ob zuhause mit der Sternkarte oder unterwegs unter freiem Himmel - Planetariumsdirektor Thomas Kraupe führt Sie zu den interessantesten Sternbildern und Himmelsereignissen - jeden Monat neu und kostenlos. Hier können Sie den Podcast bequem über Soundcloud oder iTunes anhören oder die mp3-Audio-Datei direkt herunterladen. Dieser Podcast des Planetarium Hamburg wird Ihnen in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt präsentiert - mit freundlicher Unterstützung unserer Audio-Partner Prime Time Studios und Audio Consulting Group. Sommeranfang Unsere Sonne regiert im Juni länger als in allen anderen Monaten: So hoch und so lang steht sie zu keiner anderen Zeit am Himmel! Am 21. Juni um 17:54 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit erreicht sie den Gipfelpunkt Ihrer Jahresreise im Tierkreis. Bis tief in die Nacht leuchtet der Dämmerschein, denn unsere Sonne taucht nicht tief genug unter die Horizontline. Der helle Jupiter regiert Nur die hellsten Gestirne können sich durchsetzen. Allen stiehlt jedoch „König Jupiter“ die Schau - man kann ihn nicht übersehen. Als hellster Lichtpunkt wird er in der späten Abenddämmerung im Südosten erkennbar. Der weiß-goldene Planet gelangt am 10. Juni in Opposition zur Sonne - er steht die ganze Nacht am Himmel und erreicht in der Mitte der Nacht seine größte Höhe im Süden. Allerdings bleibt es bei einer bescheidenen Höhe von rund 15 Grad - das ist weniger als eine Handspanne bei ausgestrecktem Arm. Jetzt ist seine beste Zeit des Jahres, denn unsere Erde überholt ihn auf der schnelleren Innenbahn. Unsere Entfernung zu Jupiter beträgt Mitte Juni „nur“ 641 Millionen Kilometer. Diese Entfernung legt das Licht in etwas weniger als 36 Minuten zurück. Jupiter wandert rückläufig durch das wenig bekannte Sternbild Schlangenträger, das sich zwischen Schütze und Skorpion zwängt. Der Mond begegnet den Riesen Nur wenige Stunden vor Vollmond zieht die Mondkugel am 16. Juni nur 2 Grad nördlich an dem Riesenplaneten vorbei. Und die Juni-Show ist damit noch nicht vorbei, denn nur 2 Nächte später nähert sich der noch fast volle Mond in der Nacht vom 18. auf 19. Juni dem anderen Riesenplaneten in unserem Sonnensystem, dem Saturn. Gegen 2:30 Uhr stehen beide im Süden und der Mond nur etwa 2 Grad rechts unter Saturn. Saturn ist gewissermaßen der „kleine Bruder“ des Jupiter - und er geht nur kurze Zeit nach Jupiter auf. Der Ringplanet ist jedoch bei weitem nicht so auffällig wie Jupiter und wandert im Tierkreissternbild Schütze - tief im Süden. Das Sommerdreieck Um Mitternacht ist es zumindest dunkel genug, um einige markante Sternenfiguren zu finden. Hoch über den beiden hellen Planeten funkeln die Sterne des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan[nbsp]und - näher an den beiden Riesenplaneten - der Stern Atair, der die [nbsp]Südspitze dieses ausgedehnten, gleichschenkeligen Sommerdreiecks markiert.

Erschienen: 28.06.2019
Dauer: 00:17:00

Podcast-Webseite: Episode "07/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Juli 2019"


06/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Juni 2019

Sommeranfang Unsere Sonne regiert im Juni länger…

Sommeranfang Unsere Sonne regiert im Juni länger als in allen anderen Monaten: So hoch und so lang steht sie zu keiner anderen Zeit am Himmel! Am 21. Juni um 17:54 Uhr Mitteleuropäischer Sommerzeit erreicht sie den Gipfelpunkt Ihrer Jahresreise im Tierkreis. Bis tief in die Nacht leuchtet der Dämmerschein, denn unsere Sonne taucht nicht tief genug unter die Horizontline. Der helle Jupiter regiert Nur die hellsten Gestirne können sich durchsetzen. Allen stiehlt jedoch „König Jupiter“ die Schau - man kann ihn nicht übersehen. Als hellster Lichtpunkt wird er in der späten Abenddämmerung im Südosten erkennbar. Der weiß-goldene Planet gelangt am 10. Juni in Opposition zur Sonne - er steht die ganze Nacht am Himmel und erreicht in der Mitte der Nacht seine größte Höhe im Süden. Allerdings bleibt es bei einer bescheidenen Höhe von rund 15 Grad - das ist weniger als eine Handspanne bei ausgestrecktem Arm. Jetzt ist seine beste Zeit des Jahres, denn unsere Erde überholt ihn auf der schnelleren Innenbahn. Unsere Entfernung zu Jupiter beträgt Mitte Juni „nur“ 641 Millionen Kilometer. Diese Entfernung legt das Licht in etwas weniger als 36 Minuten zurück. Jupiter wandert rückläufig durch das wenig bekannte Sternbild Schlangenträger, das sich zwischen Schütze und Skorpion zwängt. Der Mond begegnet den Riesen Nur wenige Stunden vor Vollmond zieht die Mondkugel am 16. Juni nur 2 Grad nördlich an dem Riesenplaneten vorbei. Und die Juni-Show ist damit noch nicht vorbei, denn nur 2 Nächte später nähert sich der noch fast volle Mond in der Nacht vom 18. auf 19. Juni dem anderen Riesenplaneten in unserem Sonnensystem, dem Saturn. Gegen 2:30 Uhr stehen beide im Süden und der Mond nur etwa 2 Grad rechts unter Saturn. Saturn ist gewissermaßen der „kleine Bruder“ des Jupiter - und er geht nur kurze Zeit nach Jupiter auf. Der Ringplanet ist jedoch bei weitem nicht so auffällig wie Jupiter und wandert im Tierkreissternbild Schütze - tief im Süden. Das Sommerdreieck Um Mitternacht ist es zumindest dunkel genug, um einige markante Sternenfiguren zu finden. Hoch über den beiden hellen Planeten funkeln die Sterne des Sommerdreiecks: Wega in der Leier, Deneb im Schwan[nbsp]und - näher an den beiden Riesenplaneten - der Stern Atair, der die [nbsp]Südspitze dieses ausgedehnten, gleichschenkeligen Sommerdreiecks markiert. Ein Artikel von Thomas W. Kraupe, Astronom und Direktor des Planetarium Hamburg

Erschienen: 31.05.2019
Dauer: 00:11:56

Podcast-Webseite: Episode "06/2019 Der Himmel über Mitteleuropa im Juni 2019"


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