Podcast "Staatsbürgerkunde"

Vom Leben in der DDR

Ein Podcast über das Leben in der DDR. Im Gespräch mit Gästen schaut Martin Fischer in jeder Folge zurück auf die Lebensaspekte eines Bürgers der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Vom Schulsystem, dem kulturellen Leben bis hin zu den politischen Repressionen reicht das Themenspektrum. Der Podcast erscheint ungefähr alle drei Wochen.

Kategorien

Gesellschaft
Geschichte

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www.staatsbuergerkunde-podcast.de

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Panoptikum.io: Podcast "Staatsbürgerkunde"

Von

Martin Fischer

Twitter: @nitramred

Episoden: Neueste Episoden


Auf Augenhöhe

Von eigenem Geld, eigener Zeit und der eigenen Stimme

In dieser Folge spreche ich mit meinen beiden Gäst:innen über ein Thema, das ich schon lange umsetzen wollte – die Rolle der Frau in der DDR, Gleichberechtigung und die Frauenbewegung. Die allgemeine Vorstellung, dass die Gleichberechtigung in der DDR nahezu schon umgesetzt war verstellt den Blick auf die Realität, die das Bild dann doch etwas anders aussehen lassen. Darüber spreche ich mit Andrea Spee-Keller, der Frauenbeauftragten der Stadt Bautzen, und mit Jessica Bock Digitalen Deutschen Frauenarchiv. Dazwischen gibt's wie immer das Objekt zur Folge. Wir wünschen Euch gute Unterhaltung und Erkenntnisgewinn mit dieser Ausgabe, die aufgrund der Einschränkungen bedingt durch das neuartigen Corona-Virus fernmündlich entstanden ist – dadurch aber auch schneller produziert werden konnte.

Erschienen: 12.04.2020
Dauer: 02:11:25

Podcast-Webseite: Episode "Auf Augenhöhe"


SBK089 Schnittmuster

Von bunten Knöpfen und Knopfaugen

Eine Folge mit Stil und neuen Gewändern für einen Klassiker erwartet Euch. Zunächst berichtet Gästin Christine von ihrer Tätigkeit in der Modebranche der DDR. Nach Ausbildung und Studium war sie am Modeinstitut tätig und hat dort den "Look" der DDR mit geprägt. Ihr Berufsweg führte sie dann zu einer Station, in der ebenfalls Kreativität und handwerkliches Geschick gefragt waren. In einem Fernsehstudio in Mahlsdorf entwarf und bastelte Christine Puppen und Sets für das Sandmännchen und seine Freund:innen. Und da sind wir auch schon bei meiner zweiten Gästin. Nina Paysen ist Redakteurin beim Sender RBB und dort verantwortlich für Kindersendungen – darunter ebenfalls das Sandmännchen. Im letzten Jahr hat sie Produktion von neuen Folgen mit dem frechen Kobold Pittiplatsch und seinen Freunden betreut und berichtet von der Aufgabe, einen Kinderfernsehenklassiker behutsam zu modernisieren. Zwischen beiden Gesprächen erwartet Euch wieder ein Besuch im Archiv des DDR Museums – gemeinsam mit Mark spreche ich über zwei passende Objekte zur Folge vor. Ulrike, die den Podcast dieses Mal wieder geschnitten hat, und ich wünschen Euch viel Spaß mit einer bunten Folge "Staatsbürgerkunde" und empfehlen diesmal sogar, sie vielleicht vorm Einschlafen zu hören? Als kleinen "Abendgruß"?

Erschienen: 29.02.2020
Dauer: 01:47:40

Podcast-Webseite: Episode "SBK089 Schnittmuster"


Kunstfreiheit

Vom Menschsein, der Suche nach Antworten und dem Ringen um Wahrhaftigkeit

Die erste Episode in 2020 führt mich in meine Geburtsstadt Weida. Dort habe ich den Künstler Horst Sakulowski getroffen, der dort seit 1967 lebt und arbeitet. Im Gespräch folgen wir seinem Leben entlang der Bilder und Werke, die er geschaffen hat und mit denen er einen genauen Blick auf die menschliche Existenz wirft. Im Spannungsfeld zwischen freier Kunst und Kunstbetrieb der DDR schafft Sakulowski Bilder wie “Portrait nach Dienst” oder “Das Telegramm”, die das Leben im Land und die Konflikte seiner Bürger:innen thematisieren. Neben seiner Kunst sprechen wir auch über die praktischen und sozialen Aspekte des Künstlerberufs in der DDR – von der Ateliersuche über die Gemeinschaft mit anderen Künstler:innen bis hin zu seinen humorvollen “Ausstellungen aus der Schublade”. Ein langes, vielschichtiges Gespräch erwartet Euch mit viel Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Wir freuen uns auf Eure Kommentare.

Erschienen: 01.02.2020
Dauer: 03:31:56

Podcast-Webseite: Episode "Kunstfreiheit"


An die Grenze (3)

Abschluss der Sommerreise ins Grenzland

Der dritte und letzte Teil unserer Reise durchs Grenzland zwischen Thüringen, Hessen und Niedersachsen führt Ulrike und mich in dieser Folge nach Geisa, in den Westen Thüringens. Die englischen Ortsbezeichnungen "Fulda Gap" und "Point Alpha" begegnen uns, denn hier standen sich Ost und West direkt gegenüber: Auf der einen Seite der Beobachtungsturm der DDR, auf der anderen Seite das Camp der US Army. Christian Curschmann von der "Point Alpha Stiftung" führt uns über das Gelände und durch das "Blaue Haus auf der Grenze". Später nimmt uns Monika Held mit auf eine Spritztour in die Grenzregion rund um Rasdorf. Frau Held ist in Hessen geboren und gibt uns einen Eindruck, wie sie die Grenze erlebt hat und wie sich auch ihre Welt nach 1989 verändert hat. Unser letzter Gast auf der Reise ist Vern Croley, ehemaliger "soldier" im Camp "Point Alpha". Er kam mit siebzehn aus Georgia nach Hessen und war regelmäßig im Camp stationiert. Er erinnert sich an seinen Dienst an der "border" und die Zeit des "Kalte Krieges", als beide Blöcke sich für einen Angriff der Gegebnseite vorbereiteten. Wir wünschen Euch viel Freude und Erkenntnisgewinn beim Hören der Folge – und sind gespannt auf Eure Kommentare!

Erschienen: 09.11.2019
Dauer: 03:06:26

Podcast-Webseite: Episode "An die Grenze (3)"


An die Grenze (2)

Die Sommerreise ins Grenzland geht weiter

Die Sommerreise im Grenzland zwischen Thüringen, Hessen und Niedersachsen geht weiter. Unsere zweite Etappe führt Ulrike und mich über den Kolonnenweg zum Grenzmuseum Schifflersgrund. Dort treffen wir Christian Stöber, pädagogischer und wissenschaftlicher Leiter am Museum. Auf einem Rundgang über das Gelände erfahren wir nicht nur viel über das Leben an einem typischen Grenzabschnitt fernab von Grenzübergängen wie in Duderstadt-Teistungen – Christian berichtet auch von Fluchtschicksalen am Grenzzaun, wie das Museum hier entstand und welche Pläne es für die Zukunft des historischen Orts gibt. Mit dem Auto sind wir dann tatsächlich auch noch auf dem Kolonnenweg unterwegs und kommen der (jetzt grünen) Grenze sehr nah. Auf dem Rückweg sitzt Ursel Lange mit im Auto, die zeitlebens im kleinen Dorf Asbach gelebt hat. Bei einem Kaffee im Museum erzählt sie uns von ihrem Leben an und mit der Grenze und wie diese auch ihr Dorf und ihre Familie teilte. Wir wünschen Euch viel Freude und Erkenntnisgewinn mit dieser Folge!

Erschienen: 09.10.2019
Dauer: 03:14:27

Podcast-Webseite: Episode "An die Grenze (2)"


An die Grenze (1)

Eine Sommerreise ins Grenzland

Ein Staatsbürgerkunde-Spezial in drei Teilen. In dieser und den nächsten beiden Folgen sind Ulrike Kretzmer vom Exponiert Podcast und ich unterwegs im Grenzland zwischen Thüringen, Niedersachsen und Hessen. Wir treffen Menschen, die an der ehemaligen innerdeutschen Grenze gelebt haben und besuchen Orte, die an das "Eindrücken" der Mauer im November 1989 erinnern, wie es unser erster Gast bildlich beschreibt. Patrick Hoffmann arbeitet im Grenzlandmuseum Eichsfeld. Zu Beginn der Folge sind wir mit ihm unterwegs und er erklärt uns Aufbau und Entwicklung der DDR-Grenzanlagen. Im Anschluss lernen wir Ursula Apel aus Teistungen kennen, die uns von ihrem Leben an und mit der Grenze erzählt. Wie ihre Welt mit dem Ausbau der Grenze immer kleiner wurde, wie ein halbes Dorf die Flucht wagte und wie ihre Familie die Grenzöffnung erlebte. Eine spannende und hoffentlich erkenntnisreiche Folge erwartet Euch zu einem Jubiläum, das wir alle nicht vergessen dürfen.

Erschienen: 09.09.2019
Dauer: 03:31:47

Podcast-Webseite: Episode "An die Grenze (1)"


Spaß am Gerät

Von Folientastaturen, Computerkabinetten und Taschengeldgräbern

In Folge 13 hatten mein Papa und ich uns schon einmal über die beginnende Digitalisierung in der DDR unterhalten. In dieser Folge tauchen wir erneut ein in die Anfänge der Bits und Bytes. René Meyer war bereits früh dabei und fasziniert von den Möglichkeiten des Programmierens. Der Leipziger berichtet von seiner Begeisterung und Sammelleidenschaft und gibt einen Einblick in die verschiedenen Computerszenen in der DDR. Danach wagen sich Mascha Tobe und Philipp Frei tatsächlich "ans Gerät" – wir sprechen über und spielen am "Polyplay", dem einzigen Videospielautomaten der DDR. Davor berichten Mascha und Philipp über ihre Gaming-Sozialisation in Ost und West. Zu dieser abwechslungsreichen Reise durch die frühe Computerzeit lade ich Euch ein und freue mich über Eure Kommentare! Und wenn ihr sehen wollt, worüber wir sprechen: In der Online-Objektdatenbank des DDR Museums verlinke ich Euch Bilder zu einigen der erwähnten technischen Relikte.

Erschienen: 15.06.2019
Dauer: 02:12:04

Podcast-Webseite: Episode "Spaß am Gerät"


Liedgut

Vom Fröhlichsein, Singen und von Geschichtenliedern

Die Lieder, die wir als Kinder gesungen haben, bleiben im Gedächtnis. Manchmal kommen Sie uns Jahre später wieder in den Sinn. Wir verbinden mit ihnen Situationen, Menschen und Orte, die uns als Kinder geprägt haben – sie sind ein Stück Kindheit. Die Kinderlieder der DDR lohnen aber – wie im Fall dieser Episode von Staatsbürgerkunde – einen zweiten Blick. Denn bereits im frühen Alter sollten die Ideale des Arbeiter- und Bauernstaates in den Kindern verankert werden. Sören Marotz aus dem DDR Museum Berlin zeigt zu Beginn der Folge auf, was sich alles zwischen den Zeilen eines solchen Liedes verbergen kann. Wie die Formung der jungen DDR-Bürger:innen vonstatten gehen sollte und ob die Lieder eine prägende Wirkung auf diese hatten – dieser Frage ging meine Gästin Annika im ersten langen Interview dieser Folge nach. In ihrer Bachelorarbeit geht sie auf Spurensuche in den Liederbüchern der DDR und berichtet von Ihren Recherchen. Im Anschluss hört Ihr ein Gespräch mit Monika Ehrhardt. Auch sie hat zusammen mit ihrem Mann Reinhard Lakomy Musik für Kinder in der DDR komponiert und getextet. Ihre Geschichtenlieder hatten aber nichts mit staatlicher Beeinflussung zu tun, sondern stehen in den Augen vieler für einige der kreativsten und schönsten Werke der Kindermusik überhaupt – der "Traumzauberbaum" ist inzwischen ein Klassiker für mehr als eine Generation geworden und lässt auch heute noch neue Traumblätter sprießen. Ich lade Euch ein zu einer musikalischen Reise und freue mich auf Eure Kommentare zu dieser Folge.

Erschienen: 24.02.2019
Dauer: 02:41:08

Podcast-Webseite: Episode "Liedgut"


Objektiv

Vom Entwickeln, Unterbrechen und Fixieren

Das Auge von Harald Hauswald schaut durch den Sucher seiner Kamera und sieht: Ein verliebtes Pärchen auf der U-Bahn-Treppe, spielende Kinder in den Hinterhöfen und Menschen in der Kneipe. Sie könnten überall auf der Welt entstanden sein. Doch Harald war unterwegs im Ost-Berlin der 1980er Jahre. Seine Fotos zeigen Szenen einer DDR, die nicht auf den offiziellen Pressebildern, dafür aber umso mehr im Alltag der Bürgerinnen und Bürger zu finden ist. In dieser Folge spreche ich mit Harald über seinen Weg zur Fotografie – im wahrsten Sinn. Mein zweiter Gesprächspartner ist ein alter Bekannter in "Staatsbürgerkunde". Dr. Stefan Wolle, wissenschaftlicher Leiter des DDR Museums, ordnet im Gespräch die Arbeiten von Harald Hauswald in den historischen Kontext ein und schlägt den Bogen zum Stellenwert der Fotografie in der DDR. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn mit einem Blick auf die DDR durch das Objektiv von Haralds Kamera.

Erschienen: 09.09.2018
Dauer: 01:53:11

Podcast-Webseite: Episode "Objektiv"


Ins Gehege

Von Vier–, Zwei– und Einbeinern

Im Westen der Zoo, im Osten der Tierpark – durch die Teilung bedingt gibt es in Berlin gleich zwei Ausflugsziele mit großen und kleinen tierischen Bewohnern. Dass diese Koexistenz zu Zeiten der Mauer für ein mitunter kurioses Wetteifern sorgte, darüber spreche ich zu Beginn dieser Folge mit dem Autor und Zookenner Jan Mohnhaupt. Außerdem habe ich Andrea Fleischer und Christian Aust zu Gast, die als Tierpfleger:in im Tierpark bzw. im Zoo seit vielen Jahren tätig sind und die von ihrem Leben und der Faszination für ihre Arbeit berichten. Am Ende der Episode stöbere ich mit Jörn Kleinhardt aus dem DDR Museum Berlin durch alte Plakate aus dem Tierpark und ihr lernt daraufhin Reiner Zieger kennen, der es wie kein anderer versteht, Tiere mit Zeichenstift und Pinsel aufs Papier zu bannen. Wie der Illustrator, dessen Arbeiten in Ost und West gleichermaßen begehrt waren, es sogar zu DDR-Zeiten bis in die Serengeti zur großen Gnuwanderung schaffte – das alles hört ihr in dieser Folge. Ich wünsche Euch viel Spaß und Erkenntnisgewinn.

Erschienen: 01.04.2018
Dauer: 03:31:38

Podcast-Webseite: Episode "Ins Gehege"


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