Vom Leben in der DDR
Ein Podcast über das Leben in der DDR. Im Gespräch mit Zeitzeug:innen und Expert:innen schaut Martin Fischer in jeder Folge zurück auf die Lebensaspekte in der Deutschen Demokratischen Republik. Ohne Ostalgie und verbunden mit der Frage, was sich aus der Geschichte lernen lässt.Herr Keup, wie verliert man nicht in den Mut?
Der SED-Staat hat einen ganz klaren Plan für das Leben der Menschen in der DDR. Abweichungen davon waren nicht erwünscht und konnten schnell Repressionen nach sich ziehen. Besonders, wenn man dem Land den Rücken kehren wollte. Das mussten auch Peter Keup und seine Familie feststellen, als sie ihren Ausreiseantrag stellten. Als der abgelehnt wird und Peter Keup auch kein Abitur machen darf, plant er die Flucht aus der Enge der DDR. Die Geschichte seiner Familie und die seiner Flucht hat er mir im Menschenrechtszentrum Cottbus erzählt. Welche Geschichte und Zukunft dieser Ort hat, erzählt mir meine zweite Gästin Heide Schinowsky dann im Anschluss. Ich hoffe, Euch gefällt diese neue Episode und freue mich über Euer Feedback.
Erschienen: 21.02.2026
Dauer: 01:49:46
Herr Töpfer, wie wehrt man sich gegen den SED-Staat?
Die Friedensbewegung in der DDR war eines der zentralen Elemente, die das Ende des SED-Staats einleiteten. Als Sammelbecken für Menschen, die sich ein freieres Leben wünschten und die unzufrieden waren mit dem System. Ulrich Töpfer war ein wichtiger Akteur in dieser Bewegung und ist dabei nicht nur einmal mit dem Staat und der Stasi aneinander geraten. In dieser Folge berichtet er, wie er mithilfe seines Glaubens diesen ungleichen Kampf aufnehmen konnte und welche kleinen und großen Erfolge er erringen konnte.
Erschienen: 31.01.2026
Dauer: 01:11:27
Weitere Informationen zur Episode "SBK119: Friedensbewegung"
Yvonne, womit schmückte sich die DDR?
Meine Gästin Yvonne war schon als Kind fasziniert von funkelnden Dingen. Damals waren es nur Glassplitter, aber mit Ihrer Begeisterung für Juwelierskunst hat sie es bis zur Leiterin des größten Schmuckgeschäfts in der DDR geschafft. Der Weg dahin war aber nicht leicht für sie. Wie sie mit Begeisterung und Wissensdurst ihre Ziele erreicht hat, davon berichtet sie in dieser Folge.
Erschienen: 13.12.2025
Dauer: 00:47:08
Weitere Informationen zur Episode "SBK118: Gold und Schmuck"
Aram, wie nimmt man die DDR durch die Kameralinse wahr?
Die Bilder von den Montagsdemonstrationen in Leipzig gingen 1989 um die Welt. Aram Radomski und Siegbert Schefke haben damals diesen historischen Moment festgehalten und den westdeutschen Medien zugespielt. Doch gingen diesen Bildern viele weitere Aufnahmen vom Zustand und dem Leben der DDR voraus. In diesem Podcast erzählt Aram, wie er als Jugendlicher an der DDR gezweifelt hat, mit dem Staat in Konflikt geriet und dann mit Foto- und Videokamera die DDR in den Blick nahm. Viele Beiträge des Magazins „Kontraste“ im westdeutschen Fernsehen zeigten die Aufnahmen von Aram und Siegbert und trugen so mit dazu bei, auch den Menschen im Osten zu zeigen, was die SED nicht publik machen wollte. Ein spannendes Gespräch erwartet Euch mit vielen Anekdoten und Erinnerungen aus Arams Leben.
Erschienen: 02.08.2025
Dauer: 01:49:18
Weitere Informationen zur Episode "SBK117: Graswurzel-Journalismus"
Doreen, warum machst Du Kurzvideos über die DDR?
Doreen Trittel ist in der DDR aufgewachsen, hat den Mauerfall als Teenagerin erlebt und einen Beruf im wiedervereinigten Deutschland gefunden. Erst viele Jahre später hat sie erfahren, dass ihr Vater bei der Stasi war. Als Künstlerin findet sie einen Weg, mit dieser Erkenntnis umzugehen und ihre eigene Vergangenheit neu aufzuarbeiten. Und sie entdeckt TikTok als Medium, um andere über das Leben in der DDR und den Osten heute zu informieren und ihre persönliche Geschichte zu erzählen. Im Podcast sprechen wir über Doreens Arbeit als Zeitzeugin und Content Creatorin und sie gibt Einblicke in ihre Kindheit und Jugend in der DDR.
Erschienen: 12.07.2025
Dauer: 00:54:37
Weitere Informationen zur Episode "SBK116: Zeitzeugin auf TikTok"
Frau Wünsch, wie entwickelt man gute Spielmittel?
Ursula Wünsch wollte eigentlich Lehrerin werden, hat dann aber Formdesign studiert und konnte damit die Pädagogik mit der Kunst verbinden – indem sie Spielmittel entwickelt und gebaut hat. Spielmittel zum Greifen, Tasten, Ausprobieren und Entdecken für Kinder. Doch in der DDR war Geld knapp und so musste Ursula Wünsch sich und ihre Arbeit immer wieder neu finden und erfinden. Hört rein in ein spannendes Gespräch zu einem außergewöhnlichen Beruf.
Erschienen: 19.04.2025
Dauer: 00:55:44
Herr Heinke, wie wurde man Pfarrer in der DDR?
Wie war das eigentlich: Christ sein in der DDR? Dazu kann mein heutiger Gast einiges erzählen. Gerold Heinkes Familie war und ist der Kirche eng verbunden. Das Verhältnis des SED-Staats zum christlichen Glauben war aber alles andere als einträchtig. Der passte nämlich so gar nicht ins marxisitisch-leninistische Weltbild. Welche Herausforderungen bei der Ausübung des Glaubens in Kindheit und Jugend existierten und wie er trotzdem zum Theologiestudium nach Leipzig kam, das berichtet Gerold Heinke in dieser Folge.
Erschienen: 16.12.2024
Dauer: 01:04:31
Weitere Informationen zur Episode "SBK114: Kirche und Staat"
Von Kähnen, Gurken und dem Wasser
Erneut geht’s in den Spreewald in der zweiten Sommerfolge. Dieses Mal stehen ein paar „Klassiker“ des Spreewalds auf dem Programm: Kahnfahren, Gurken und die Spreewaldtracht. Zu Gast ist Andrea Pursche, die sich im Brauchtum des Spreewalds sehr gut auskennt und deren Familie auch schon sehr lange hier zuhause ist. Außerdem begrüße ich Desirée Hetzel, die in einem Projekt rund um die wasserbezogenen Auswirkungen des Klimawandels auf die Region Berlin-Brandenburg forscht. Zu dritt sind wir unterwegs in Lübbenau und nehmen Euch mit durch die Geschichte des Spreewalds.
Erschienen: 01.09.2024
Dauer: 01:06:42
Wie Mensch und Wasser eine Kulturlandschaft prägen
Wasser, Kähne Gurken – der Spreewald ruft sofort diese Begriffe hervor. Darum gehet’s zwar auch in den beiden Doppelfolgen zu dieser Region südöstlich von Berlin. Wir schauen aber ebenso darauf, wie sich diese Kulturlandschaft in den Jahren verändert hat. In dieser ersten Folge begrüße ich Manfred Werban und Paul Jarick, die mir mehr über die Besonderheiten von Boden, Wasser und Natur hier berichten. Und welche Herausforderungen Landwirtschaft und Tourismus mit sich bringen.
Erschienen: 27.07.2024
Dauer: 01:40:32
Frau Dr. Eckert, warum gab es das Zonenrandgebiet?
In dieser Folge sind wir erneut im Grenzland zwischen der BRD und der DDR unterwegs, unser Blick kommt aber dieses Mal vom Westen. Dr. Astrid M. Eckert ist Historikerin und hat zu ihrer Forschung über das Zonenrandgebiet ein gleichnamiges Buch geschrieben. Sie ist zu Gast im Podcast und wir klären zu Beginn, wie das Zonenrandgebiet seinen Namen bekam und welche politischen Forderungen damit einhergingen. Im Anschluss schauen wir dann auf einen Aspekt dieser Gegend, in dem es auch immer wieder zu Gesprächen und Diskussionen mit der DDR-Seite kam: den Umweltschutz bzw. die Umweltverschmutzung. Denn die kennt ja oft keine Grenzen. Eine spannende Folge mit einer fantastischen Expertin erwartet Euch.
Erschienen: 07.06.2024
Dauer: 01:18:11