Podcast "Staatsbürgerkunde"

Vom Leben in der DDR

Ein Podcast über das Leben in der DDR. Im Gespräch mit Gästen schaut Martin Fischer in jeder Folge zurück auf die Lebensaspekte eines Bürgers der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik. Vom Schulsystem, dem kulturellen Leben bis hin zu den politischen Repressionen reicht das Themenspektrum. Der Podcast erscheint ungefähr alle drei Wochen.

Von

Martin Fischer

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Episoden: Neueste Episoden


Anerkennung

Vom Erinnern, Erklären und Erreichen

Nach der letzen Folge mit der Geschichte von Ralf Steeg gab es viele Kommentare und positives Feedback. Ich habe das zum Anlass genommen, die versprochene Bonusfolge zu produzieren und das Thema „Politische Haft“ auch weiter im Blick zu behalten in diesem Jahr. Heute schauen wir erst einmal auf die Arbeit einer Organisation, die sich mit der Aufarbeitung und der Anerkennung von politisch Inhaftierten in der DDR beschäftigt. Ich spreche mit Sandra Czech von der Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft, einem Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden. Wir unterhalten uns über die Gründung des Vereins, die aktuelle Arbeit und den schwierigen Weg zu Opferrenten und Entschädigungsfonds. Viel Erkenntnisgewinn wüsche ich Euch beim Hören!

Erschienen: 01.05.2022
Dauer: 00:54:53

Podcast-Webseite: Episode "Anerkennung"


In Haft

Vom Aufhalten, Festhalten und Durchhalten

In dieser Folge berichtet Ralf Steeg von seiner Zeit in einem Jugendhaus der DDR. Was erst einmal wie eine Art Jugendclub klingt, war tatsächlich „eine der schlimmsten Haftanstalten in der DDR“. So haben es ältere Mitgefangene Ralf gegenüber beschrieben und das wird aus seinen Erzählungen auch deutlich. Ralf wurde als Jugendlicher bei einem Fluchtversuch an der Grenze gefasst und wie genau sich die Ereignisse entwickelten, so dass er dadurch letztendlich im Jugendhaus Halle gelandet ist, das berichtet er in dieser Folge. Und Ralf schildert auch, wie er es geschafft hat, durchzuhalten und schließlich in den Westen gelangen konnte. Wir sprechen außerdem über die Situation der ehemaligen politischen Häftlinge in der aktuellen Aufarbeitungsarbeit. Keine leichte Folge, aber eine wichtige – viel Erkenntnisgewinn wünschen wir Euch beim Hören.

Erschienen: 19.02.2022
Dauer: 01:39:58

Podcast-Webseite: Episode "In Haft"


Musterlösung

Von großen Häusern, großen Ideen und großer Kultur

Für diese Folge bin ich endlich einmal wieder unterwegs gewesen, um mit meinen Gäst*innen an einem Tisch zu sitzen und zu sprechen. Ich war zu Gast in Mestlin und die Aufnahme fand in einem epischen Rahmen statt. Mit Lotte Hansen und Peter Enterlein sprach ich über das Kulturhaus in Mestlin und wie der kleine Ort einst sozialistisches Musterdorf war und wie dem Haus jetzt neues Leben eingehaucht wird. Ich und meine Gäst*innen nehmen Euch mit auf eine Zeitreise durch die Geschichte des Dorfes und am Ende der Folge auch durch das Kulturhaus selbst. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn beim Zuhören wünsche ich Euch!

Erschienen: 07.11.2021
Dauer: 01:33:03

Podcast-Webseite: Episode "Musterlösung"


Werkstattbesuch

Von der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Wie die Zeit vergeht: 2012 ging's los mit "Staatsbürgerkunde" und hier ist sie – die 100. Folge. Dieses Mal stehen jedoch ausnahmsweise mal keine Zeitzeug*innen im Zentrum, sondern zwei Akteur*innen einer Bewegung, die dem Motto folgt: "Grabe, wo Du stehst!" Mit Daniel Börner von der Geschichtswerkstatt Jena und Dr. Caroline Förster vom Dresdner Geschichtsverein spreche ich über lokale Geschichtsaufarbeitung und welche Rolle sie in der Forschungslandschaft spielen. Und auch ich finde mich zur Abwechslung in der Rolle des Befragten wieder und gebe Daniel Auskunft über die letzten 9 Jahre Staatsbürgerkunde. Eine Folge zum Innehalten und Dankesagen – an Euch alle, die Ihr schon so lange zuhört. Viel Freude und Erkenntnisgewinn mit Folge 100.

Erschienen: 10.10.2021
Dauer: 02:01:21

Podcast-Webseite: Episode "Werkstattbesuch"


Kernaufgaben

Vom Anlegen, Anregen und Stilllegen

Wenn ihr "Über Tage" gehört habt, in der es um den Uranbergbau ging, ist diese Folge der perfekte zweite Teil. Dieses Mal beschäftige ich mich mit den Kernkraftwerken in der DDR. Zu Gast habe ich zwei Zeitzeugen und Experten, die mir mehr erzählen können darüber, wie die DDR zur Kernkraft kam, wie erfolgreich sie damit war und warum beide Kraftwerke der DDR im Norden stehen. Euch erwartet eine spannende Folge, in der wir auch darauf schauen, wie sich Technik und Gesellschaft gegenseitig beeinflussen. Viel Freude und Erkenntnisgewinn beim Hören!

Erschienen: 17.07.2021
Dauer: 02:00:10

Podcast-Webseite: Episode "Kernaufgaben"


Auf Sendung

Vom Senden, Empfangen und Gehörtwerden

Euch Podcast-Hörer*innen muss ich das nicht erklären: Audio schafft es auf besondere Weise, eine Verbindung zwischen den Menschen vor dem Mikrofon und denen am Kopfhörer herzustellen. Das war auch schon so, als es noch keine Podcasts gab und es traf im Fall der DDR vor allem auf einen Sender zu: DT64 war DAS Jugendradio, das als Experiment begann und sich schnell in die Köpfe und Herzen der jungen Leute zwischen Ostsee und Elbsandsteingebirge sendete. Mit meinem Gast Jörg Wagner – heute Moderator des Medienmagazins auf Radio 1 vom rbb – blicke ich zurück auf die bewegte Sende-Zeit von DT64. Mit persönlichen Erinnerungen von Jörg und vielen Einspielern im Gepäck nehmen wir Euch mit und wünschen Euch viel Spaß bei dieser Folge!

Erschienen: 20.06.2021
Dauer: 01:34:23

Podcast-Webseite: Episode "Auf Sendung"


Vorsorge

Vom Vorbeugen, Erkennen und Kurieren

Viele von Euch erinnern sich bestimmt noch Dr. Stefan Wolle, den wissenschaftlichen Leiter des DDR Museums. In zwei Folgen war bereits zu Gast und heute begrüße ich ihn erneut. Wir sprechen über ein Thema, dass uns alle seit über einem Jahr begleitet unter einem besonderen Aspekt: Wie gut vorbereitet wäre die DDR auf eine Pandemie gewesen? Ein Gedankenspiel – zugegeben. Dennoch lohnt sich der Blick, um noch mal einen anderen Punkt des DDR-Gesundheitssystems zu beleuchten: Den der Vorsorge und des Umgangs mit großen Krankheitswellen. Das Gespräch haben wir bereits letztes Jahr geführt, als die Impfungen noch in weiter Ferne lagen. Ich wünsche Euch wie immer gute Unterhaltung und neuen Erkenntnisgewinn. Bildquelle Cover: Bundesarchiv, Bild 183-71807-0002 / Giso Löwe / CC-BY-SA 3.0

Erschienen: 29.05.2021
Dauer: 00:41:23

Podcast-Webseite: Episode "Vorsorge"


Über Tage

Vom Aufbau, Abbau und Umbau

In einer neuen Folge blicke ich mit meinen Gästinnen auf den Uranbergbau in der DDR. Die Wismut war nicht nur ein großer Arbeitgeber, sondern auch ein Unternehmen, dessen Erbe bis heute nachwirkt. Mit Dr. Astrid Mignon Kirchhof von der Humboldt-Universität zu Berlin spreche ich zunächst über die Geschichte der Wismut und wie die Geschichte der Wismut auch zugleich Atomkraftgeschichte ist. Im zweiten Teil begrüße ich Gudrun Zöbisch, die als Datenverarbeiterin bei der Wismut tätig war. Sie erinnert sich an Ihre Arbeit, den Alltag und erzählt vom Bild der Wismut damals und heute. Coverbild: Schacht 371, ehemaliger Hauptschacht auf der Lagerstätte Niederschlema-Alberoda, Bergbaubetrieb Aue) Quelle: Geomartin, (CC BY-SA 3.0)

Erschienen: 09.04.2021
Dauer: 02:16:52

Podcast-Webseite: Episode "Über Tage"


Dreharbeiten

Von Film, Fernsehen und der eigenen Rolle

Horst Klein war einer der wenigen freien Filmhersteller in der DDR mit dem Fachgebiet "Gebrauchsfilme". Was sich sowohl hinter dem einen, als auch dem anderen Begriff verbirgt, das erklärt mir und Euch in dieser Folge Dr. Dennis Basaldella. Dennis hat über den Nachlass von Horst Klein geforscht – Klein selbst verstarb schon 1994 und hat mit seinen Arbeitstagebüchern einen wahren "Schatz" hinterlassen, der einen tiefen Einblick in sein Schaffen ermöglicht. Im Gespräch mit Dennis blicken wir auf die Anfänge der Filmindustrie in der DDR zurück, den Beginn des Fernsehens und welche Rollen Horst Klein darin fand – oder sich selbst schuf.

Erschienen: 13.02.2021
Dauer: 01:39:18

Podcast-Webseite: Episode "Dreharbeiten"


Neuland

Von neuen Chancen, neuen Aufgaben und neuen Einblicken

In der ersten Folge im neuen Jahr startet auch eine neue lose Reihe in diesem Podcast. Ich möchte darin Menschen vorstellen, die etwas über ihr Leben nach der DDR berichten können – was gut lief, was nicht gut lief und welche Lebensentwürfe sich im wiedervereinigten Deutschland ergaben. Den Anfang macht Cornelia Unteutsch aus meiner Geburtsstadt Weida. Als die Mauer fiel, war sie 18 Jahre alt und sah sich plötzlich ganz neuen Möglichkeiten gegenüber. Welche das waren, welche sie ergriffen hat und welche sie sich auch selbst geschaffen hat – davon berichtet sie in dieser Folge von „Staatsbürgerkunde“.

Erschienen: 03.01.2021
Dauer: 01:27:30

Podcast-Webseite: Episode "Neuland"


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