Podcast "Stadtrederei. Reflexionen zu Stadt und Raum"

Die Entwicklung von Stadt und Raum gewinnt durch Krisenerscheinungen, gesellschaftliche Debatten und einen wachsenden Kreis neuer (Stadt-)Akteur*innen an Dynamik. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, gehen Planer*innen zunehmend neue Wege und hinterfragen altgediente Instrumente und Handlungsmuster. Im Podcast „Stadtrederei. Reflexionen zu Stadt und Raum“ sprechen Expert*innen am Beispiel aktueller städtebaulicher Herausforderungen, über die Abkehr von bestehenden planerischen Denkmodellen und über mutige Entwürfe und unorthodoxe Ideen zur Gestaltung städtischer Zukünfte. Neben Stadtplaner*innen und Architekt*innen, zählen weitere (Stadt-) Akteur*innen unterschiedlichster Professionen zu den Gästen. Der Podcast zeichnet sich durch eine unkonventionelle und reflexive Herangehensweise aus und bietet neue Perspektiven im Umgang mit aktuellen Themen der Stadtentwicklungsplanung. Der Podcast „Stadtrederei. Reflexionen zu Stadt und Raum“ ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für Städtebau und Wohnungswesen (ISW) mit Dr. Christine Grüger (suedlicht, Freiburg) und Dr. Fee Thissen (Urbane Transformation, Oberhausen).

Podcast-Episoden

#22 Gehört statt überhört. Gebt der Jugend eine Stimme!

Kinder und Jugendliche gestalten ihr Lebensumfeld

Wie stellen sich Kinder und Jugendliche die Zukunft unserer Städte vor? Diese Frage stellen Stadtentwickler:innen noch immer zu wenig! Dabei sind Kinder und Jugendliche gleichfalls Alltagsexpert:innen ihres Lebensumfeldes. Und sie bringen mit Spaß, Neugier und Tatendrang kreative Ideen zur Gestaltung von Wohnquartieren, Innenstädten und Freiräumen mit. Mit welchen analogen Formaten und digitalen Tools die Jugendlichen erreicht werden und was ihnen in diesen Prozessen wichtig ist, berichten unsere Gäste. Es geht dabei um baukulturelle Bildung, inklusive Beteiligung, Datenschutzverordnung und das Ernstnehmen der Belange von Kindern und Jugendlichen. Durch die Mitwirkung an Stadtentwicklungsprozessen wird Demokratie gelernt und gestärkt.

Erschienen: 28.04.2023
Dauer: 00:58:26

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#21 Stadtplanung für das Ohr: vom Lärmschutz zur Klanggestaltung

Kirchenglocken, Baustellen, Verkehr, Gespräche, Brunnen, Vogelgezwitscher – der Klang einer Stadt setzt sich aus vielen, sich überlappenden Geräuschen zusammen. Doch was ist Lärm, Geräusch, Klang, Stille? Wie finden diese Töne bewussten Eingang in die Stadt- und Raumplanung? Wohndichte wird beispielsweise als zeitgemäße planerische Maßnahme vorangetrieben, aber welche akustischen Effekte bringt diese für die Bewohner:innen mit sich? Klanggestaltung ist bislang wenig im Fokus der Stadtplanung oder wird aus Kostengründen weithin ausgeklammert. Diese Folge will dazu beitragen, Zuhörer:innen und die Planungswelt für Stadtklang(gestaltung) zu sensibilisieren. Unsere drei Gäste berichten aus ihren Projekten unter anderem über Soundwalks und Soundscape, zwischenmenschliche Aspekte und mögliche Planungsmethoden.

Erschienen: 07.03.2023
Dauer: 00:49:52

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#20 Energiegeladen ins Neue Jahr: Bereichern oder stören Windräder die Landschaft?

Windkraftanlagen verändern Landschaften und sind weithin sichtbar. Sie sind ein Element unserer modernen Energielandschaft, die ergänzt wird von Schornsteinen und Kühltürmen, Solaranlagen und Überlandleitungen. Bei manchen Menschen führen diese technischen Bauwerke zu Verunsicherung, Angst und Abwehrhaltung. Die Diskussionen wurden lange Zeit emotional geführt, um die Verschandelung der Landschaft aufzuhalten. Doch das ändert sich aktuell. 84 Prozent der Bevölkerung halten den weiteren Ausbau von Windkraft an Land für "eher wichtig", 84 % der Menschen sind mit den WEA in ihrer Wohnumgebung einverstanden (Quelle: s. Shownotes). Verschiedenste Aspekte zeichnet die Debatte um erneuerbare Energieanlagen in der Landschaft aus: Energiewirtschaft, Technik, Natur- und Artenschutz, Regionalpolitik, Kultur und Tradition, Anwohner-Interessen, Akzeptanz, Ängste und Gefühle. Wir möchten uns mit Ihnen der Frage widmen, inwiefern Windräder die Landschaft stören oder bereichern. Wir diskutieren dazu mit dem Landschaftsarchitekten Prof. Dr. Sören Schöbel-Rutschmann (TU München) und Martin Voggenberger (Bürgermeister Gemeinde Munderfing) u.a. über die gestalterische Einbindung technischer Anlagen in die natürliche und kulturelle Umgebung, Wahrnehmungsänderungen sowie gesellschaftliche und individuelle Akzeptanz.

Erschienen: 26.01.2023
Dauer: 00:46:23

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#19 Unser Jahresrückblick 2022

Ein weiteres, spannendes und lehrreiches Jahr mit der Stadtrederei ist vergangen! Zum Jahresende werfen wir einen gemeinsamen Blick zurück auf die neun Folgen des Jahres 2022 und geben einen Ausblick auf 2023. Inhaltlich standen unterschiedliche Themen auf der Agenda: unsere Trilogie zur Transformation großer und kleiner Areale und Projekte, die vielfältige Funktion des Waldes in der Klimakrise sowie die Wandlungsmöglichkeiten des Verwaltungsapparates oder die gemeinwohlorientierte Bodenwende. Fee Thissen und Christine Grüger reflektieren, wie sich die Arbeit am Podcast entwickelt hat, welches Feedback wir erhalten haben und Teresa Albert vom ISW gibt einen Einblick in die aktuellen Hörer:innen-Zahlen – die uns immer wieder freuen und für die nächsten Folgen motivieren.

Erschienen: 16.12.2022
Dauer: 00:18:43

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#18 Der Wald: Retter und Opfer in der Klimakrise

Dem Wald geht es nicht gut – dabei soll er vieles retten. Wir brauchen den Wald als Schattenspender in den Städten, als Baustoff, als Erholungsort, als Frischluftfilter und Wasserspeicher sowie als „unsichtbaren« Rohstoff“ in vielen Produkten. Klimawandel, Waldbrände oder der Borkenkäfer bedrohen den Wald massiv. Nicht zuletzt trägt auch der zunehmende Flächenverbrauch durch Siedlungsgebiete zu dieser Bedrohung bei. Der Wald ist nicht nur Opfer, sondern auch Retter aus dieser Krise, wenn wir ihn ganzheitlich wahrnehmen und intelligent nutzen. Welche Sicht auf den Wald haben wir als Planende und Städter:innen? Inwiefern hat sich die Mensch-Wald-Beziehung durch die Pandemie verändert? Viele Anforderungen an den Wald bringen auch Konflikte zwischen vielen Akteuren mit sich. Wir sprechen mit unseren Gästen über Beteiligungsformen und Kommunikation, über die Kombinationsmöglichkeiten der verschiedenen Funktionen des Waldes von Freizeitnutzung bis zu ökologischer Waldbewirtschaftung. Hören Sie rein, wie der Wald zukünftig in unseren Städten und im ländlichen Raum Helfer in der Klimakrise werden kann.

Erschienen: 28.11.2022
Dauer: 00:49:24

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#17 Grips statt Gips – über die Transformation im Bestand

Zürich West – seit Anfang der 90er-Jahre wandelt sich ein ehemaliges Industriegebiet in einen neuen Stadtteil im Westen von Zürich. Die Transformation der innerstädtisch gelegenen Brache mit überwiegend fragmentierten Eigentümerstrukturen in einer Stadt unter Wachstumsdruck wurde durch eine kooperative Planung zwischen vielen Akteuren möglich. Nachdem wir in der Folge #15 über Dritte Orte und in #16 über Zwischennutzungen gesprochen haben, geht es jetzt mit unseren Gästen um die ‚Urbane Transformation‘ großer Areale. Wir wollen die dreißigjährige Entwicklung verstehen und die Einflussmöglichkeiten der zivilgesellschaftlichen Akteure aufzeigen. Als Teil der Trilogie über die Wirkungen von Zwischennutzungen, im kleinen wie im großen Maßstab, auf den Wandel von Quartieren und Stadtgebieten. Inwiefern lässt sich Vielfalt und Kleinteiligkeit in Transformationsgebieten wie Zürich-West, im Vergleich mit dem Münchner Werksviertel, in veränderter Form beibehalten?

Erschienen: 26.10.2022
Dauer: 00:52:54

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#16 Kreativ und dynamisch – Zwischennutzungen als Impuls zur Innenstadtentwicklung

Menschen zusammenbringen, kreativen Akteur:innen eine Bühne zum Experimentieren bieten und die Innenstädte (wieder)beleben – diese Impulse können Zwischennutzungen in vielfältigen Gebäuden leisten. Darüber sprechen wir mit unseren Gästen Anne Gericke, vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft und Marco Eisenack von MUCBOOK. Beide Institutionen treiben Projekte voran, die kollektive Arbeitsräume zu bezahlbaren Preisen schaffen und gleichzeitig Begegnungsräume für die Stadtgesellschaft anbieten. Kultur, Bildung und Arbeit finden Raum in teuren Innenstadtlagen. Unsere Gäste erzählen über ihre Motivation für und die Umsetzung von Zwischennutzungsprojekten sowie über die Dynamik von Temporärem und Verstetigtem, von Peripherie und Innenstadt. Diese Folge ist Teil unserer Reihe zu Dritten Orten (#15), Zwischennutzungen (#16) und Transformation von Stadtteilen (#17 im Oktober).

Erschienen: 27.09.2022
Dauer: 00:39:37

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#15 Sofa, Kaffee, Wirtschaftsplan – neue Orte zwischen Wohnen und Arbeiten gemeinsam schaffen

Dritte Orte sind Räume oder Plätze, die anlass- und konsumfrei Begegnung von Menschen ermöglichen und mit Kunst, Kultur und Bildung verknüpft werden. Das können leerstehende Gebäude sein, in denen durch bürgerschaftliches Engagement und die Co-Produktion mit Verwaltungen neues Leben eingehaucht wird: Bürgerhäuser, Kulturzentren, verlassene Höfe, Kaufhäuser oder Kneipen, öffentliche Räume und Parks. Daneben sind dies auch öffentliche Einrichtungen, wie z.B. Bibliotheken. Diese Folge der Stadtrederei ist zweigeteilt, um genau diese beiden Arten von Möglichkeitsräumen näher zu beleuchten: Nach einer Einführung sprechen wir im ersten Teil mit Tobias Bäcker, der viele Projekte des Förderprogramms „Initiative ergreifen“ in NRW beraten hat und Prof. Dr. Florian Kluge, der gleichfalls beratend über die Entstehung, Funktion und Wirkungen von Dritten Orten berichtet. Im zweiten Teil unterhalten wir uns mit den zwei Pionierinnen und Stadtbibliothekarinnen Anja Flicker und Dr. Hannelore Vogt. Beide sind für ihre Arbeiten zur Neukonzeption von Stadtbibliotheken ausgezeichnet worden. Sie sprechen über Bibliotheken als Vorzeigebeispiele für Dritte Orte, die positiv in die Stadtteile strahlen und von der Stadtplanung in ihrer Bedeutung als Kultur-, Arbeits- und Begegnungsraum stärker berücksichtigt werden sollten. Wir freuen uns mit dieser Folge jetzt – zusammen mit Ihnen – in die zweite Jahreshälfte zu starten. Da es sich um eine Doppelfolge handelt, ist diese 15. Folge der Stadtrederei etwas länger geworden als üblich – teilen Sie sich das Hören doch ein, aber wir versichern Ihnen – es ist sehr motivierend und lohnt sich!

Erschienen: 23.08.2022
Dauer: 01:14:38

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#14 Die Kirche im Dorf lassen, aber keinen Bogen drum herum machen.

Kirchen sind Orte der Gemeinschaft und seit Jahrtausenden im ländlichen und städtischen Raum verankert. Doch die Mitgliederzahlen sinken. Immer mehr Kirchen stehen leer. Wie können diese nachgenutzt werden? Die Antworten darauf sind komplex und zeigen, dass nicht nur die Rechtssysteme von Kirche und Stadtplanung aufeinanderprallen, sondern traditionelle Werte und Riten, Kirchengeschichte, Baukultur und Gemeinwesen berücksichtigt werden müssen. Die beiden großen Amtskirchen befinden sich in einem spannenden Transformationsprozess, der aufmerksam von den Kommunen verfolgt werden sollte. Wie kann die „Kirche von morgen“ gestaltet werden? Welche Rolle kann sie im Gemeinwesen von Dörfern und Städten übernehmen?

Erschienen: 20.06.2022
Dauer: 00:43:40

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#13 Der rosa Elefant im Raum:

Wie kann eine gemeinwohlorientierte Bodenwende gelingen?

Die Bodenfrage ist zur sozialen Frage geworden und spaltet fast das Land: Die Kommunen kämpfen mit dem Druck steigender Mietpreise und um mehr Bauland. Dennoch pochen die Besitzer:innen mit der Argumentation der Enkel:innengrundstücke auf ihre Eigentumsrechte. Mit unseren beiden Gästen diskutieren wir unter anderem folgende Fragen: Was versteht man unter Sozialpflichtigkeit des (Boden-)Eigentums und unter Gemeinwohl? Welche staatlichen Regulierungsmechanismen gibt es, um eine nachhaltige und gemeinwohlorientierte Bodennutzung zu ermöglichen? Wie können die Instrumente Planwertausgleich und Baugebot sinnvoll eingesetzt werden?

Erschienen: 19.05.2022
Dauer: 00:52:01

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