Podcast "UnderDocs"

Ein Podcast des AK Uni im Kontext

Bei regelmäßigen Gesprächen mit jungen Nachwuchswissenschaftlern bekommen wir einen tieferen Einblick in die aktuelle Forschung. Dabei kommen diejenigen zu Wort, die sonst "unter dem Radar" arbeiten: der wissenschaftliche Nachwuchs.

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Panoptikum.io: Podcast "UnderDocs"

Episoden: Neueste Episoden


Viele Wege führen nach Amyloid

Über Proteinfaltung bei Chorea Huntington

Chorea Huntington ist eine neurodegenerative Erbkrankheit, die bei Betroffenen schon in jungen Jahren zum Verlust der Kontrolle über die eigene Muskulatur ("Veitstanz") und zu tiefgreifenden Veränderungen der Persönlichkeit führt. Da bis heute keine effektive Behandlung zur Verfügung steht wird intensiv an der Erkrankung geforscht. Auch unser Gast Arne Böker möchte das Verständnis der molekularen Mechanismen hinter der Huntington-Krankheit erweitern. Der Physiker hat hierfür an der Simulation des entscheidenden Huntingtin-Proteins gearbeitet und untersucht, wie es zur krankheitsauslösenden Fehlfaltung des Eiweißmoleküls kommt. In dieser Episode erklärt er die biophysikalischen Grundlagen seiner Arbeit, warum seine Ergebnisse vom Zufall abhängen und was aus aus ihnen für Schlüsse ziehen konnte.

Erschienen: 19.09.2019
Dauer: 01:06:53

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Die Wahrheit über Kant

Suche nach Vernunft, Glaube und Diskurs.

Was ist eigentlich Wahrheit, kann man sie erkennen und ist das überhaupt wichtig? Hauke Heidenreich interessiert sich als Historiker insbesondere für Wahrheit im historischen Diskurs und muss dabei mit großen Begriffen jonglieren: Erkenntnis, Vernunft, Moral – den Schlagwörtern Immanuel Kants. Die Interpretation und Verwendung dessen Philosophie schlug einst plötzlich eine ganz andere Richtung ein, sodass Kant bis heute beispielsweise als Begründer der säkularen Philosophie gesehen wird. Wie das sein kann, obwohl Kant sogar von der Existenz Gottes sprach hat Hauke Heidenreich untersucht und wir haben mit ihm darüber gesprochen.

Erschienen: 20.08.2019
Dauer: 01:10:03

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Von den Toten lernen

Über den Präparationskurs im Medizinstudium.

Zu den wichtigsten Grundkenntnissen von Ärztinnen und Ärzten gehört ein breites Wissen über die Anatomie -  dieses wird im Rahmen des Medizinstudiums in verschiedenen Kursen erworben. Ein besonderer Abschnitt ist hierbei die Präparation einer Leiche im Rahmen des Kurses der makroskopischen Anatomie. Auch viele Außenstehende sind fasziniert, der Thematik haftet etwas mystisches an. Wir nehmen euch in dieser Ausgabe mit in das Anatomische Institut der Martin-Luther-Universität in Halle, wo wir hinter die Kulissen blicken und mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort sprechen konnten. Anschließend berichten Katharina und Johannes, zwei junge Medizinstudierende, von ihren Erfahrungen. Sie haben im vergangenen Semester den "Präpkurs" belegt und waren vor kurzem auf der Beisetzung der Körperspenderinnen und -spender. Was sie alles erlebt haben und welche Eindrücke sie auf ihren Weg mitnehmen erfahrt Ihr in dieser Podcastfolge.

Erschienen: 11.07.2019
Dauer: 01:43:15

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Fiktion und Wirklichkeit unterscheiden

Über die kindliche Wahrnehmung von Metafiktion in Bilderbüchern.

Bilderbücher sind uns allen ein Begriff – Wie viel Theorie hinter deren didaktischem Aufbau steckt, allerdings ganz und gar nicht! Diese Wissenslücke füllt für uns Lukas Dodeschal. Nach seinem Grundschullehramtsstudium betrachtet er nun in seiner Promotionsarbeit das Verhältnis von Fiktion und Metafiktion in Bilderbüchern und die Auswirkung davon auf Grundschüler. Kinder entdecken schon sehr früh die eigene Fantasie, so wird beispielsweise der Holzklotz zum Auto. Allerdings ist die Metafiktion, also das sich selbst der Fiktion des Geschehnisses bewusst werden, ein viel komplexerer Schritt. Lukas stellt die These auf, dass der bewusste Bruch mit der Fiktion und das Einbauen von metafiktionalen Elementen in Kinderbüchern dazu führen kann, dass Kinder besser lernen wie sie Texte abstrahieren – Eine wichtige Kompetenz im Zeitalter der Informationsflut.

Erschienen: 06.06.2019
Dauer: 01:02:00

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Berufs-Nichtversteher

Ein reflektierendes Gespräch nach einem Jahr Podcasting.

Ein Jahr UnderDocs - dieses erste Jubiläum haben wir zum Anlass genommen, mal hinter die Kulissen blicken zu lassen. In dieser Sonderausgabe des Podcasts sprechen wir über die Gestaltung einer Episode, unsere Motivation für das Projekt und die Ziele für die Zukunft. Entsprechend sitzt heute kein Gast aus der Wissenschaft hinter dem Mikrofon, stattdessen hat sich das Redaktionsteam (fast vollständig) zusammengefunden, um über die Erfahrungen der letzten Monate zu reflektieren. Dabei entwickelte sich ein offenes Gespräch über Wissenschaftskommunikation aus studentischer Perspektive, über technische Prozesse, Interviewführung und die Herausforderungen der Arbeitsorganisation in Gruppen.

Erschienen: 27.04.2019
Dauer: 01:15:03

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Virtuelle Losbude

Funktionen und Probleme der Blockchain-Technologie.

Kryptowährungen wie Bitcoin oder Ethereum erlebten zuletzt einen massiven Boom und haben mittlerweile einen Bekanntheitsgrad erreicht, der manchen staatlichen Währungen gleich kommt. Wie auch bei normalen Onlinetransaktionen ist die Sicherheit solcher Kryptowährungen eine zentrale Frage. Jedoch offenbart die zugrundeliegende Technik schnell einen wahren Dschungel an Fachbegriffen. Unser heutiger Gast Sebastian Karius, Masterabsolvent der Informatik an der MLU Halle, lichtet für uns das Dickicht. Er erklärt uns, dass die Sicherheit solcher Systeme auf sogenannten „Konsensmechanismen“ basieren, die die Verantwortung für die Sicherheit nicht bei einer einzelnen Person/einem einzelnen Konzern bündeln, sondern auf möglichst viele Schultern verteilen. Sebastian erläutert, was Blockchains und Hashfunktionen sind und wie damit ein solcher Mechanismus umgesetzt werden kann, aber auch welche Schwachstellen sie bergen: Insbesondere die Verarbeitung neuer Transaktionen ist mit enormen Rechenaufwand verbunden, der es notwendig macht, entweder immer leistungsfähigere Computer zu verwenden oder schlicht auf Glückstreffer bei der Berechnung zu hoffen. Sebastian präsentiert uns einen ersten Ansatz zur Lösung dieses Problems, den er in seiner Masterarbeit entwickelt hat.

Erschienen: 14.04.2019
Dauer: 01:22:24

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“Wie mit einem Idioten…”

Über die Kommunikation mit Sprachassistenten.

Christian Allner, Doktorand der Medien- und Kommunikationswissenschaften, surft durch die Unendlichkeit des Internets und stößt dabei auf ein noch weitgehend unerforschtes Feld. Während er in seiner Masterarbeit auf tumblr Bildkommunikation untersuch

Erschienen: 16.03.2019
Dauer: 00:56:09

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Instrumentalisierung von Armut?!

Der Armutsbericht als Mittel der Öffentlichkeitsarbeit.

Unser Gast Nikolaus Pawlitzki hat seine erziehungswissenschaftliche Masterarbeit dem Thema Wohlfahrtsverbänden gewidmet, genauer gesagt der Selbstdarstellung und Inszenierung dieser Verbände im Gefüge der deutschen Sozialpolitik. Dafür beschäftigte er sich mit den Armutsberichten des Paritätischen Gesamtverbandes auseinander und gelangte bei Betrachtung der Reaktionen der Medien und der anderen Wohlfahrtsverbände zu spannenden Erkenntnissen über das Verhältnis von Wohlfahrt und Öffentlichkeitsarbeit. Denn so viel sei gesagt: Der Armutsbericht berichtet nicht nur sachlich, sondern erfüllt noch weitere Funktionen.

Erschienen: 21.02.2019
Dauer: 01:04:07

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Permanente und dynamische Systeme

Über die Entwicklung selbstheilender Materialien.

Ein Kratzer oder eine Schnittwunde – ein alltägliches Ärgernis. Doch große Probleme bereiten kleinere Verletzungen nicht: es erscheint uns selbstverständlich, dass ein Heilungsprozess einsetzt. Geradezu außergewöhnlich ist jedoch die Vorstellung, dass auch unbelebte, feste Materialien - etwa Kunststoffe -  in die Lage versetzt werden können, sich selbst zu heilen. Wie das am besten gelingt untersucht unser Gast Anton Mordvinkin, Doktorand für Physik auf dem Gebiet der Polymerforschung. Er spricht mit uns über verschiedene Ansätze zur autonomen Reparatur von Polymeren. Seine Forschung fokussiert sich auf sogenannte intrinsische Ansätze, die versprechen, „Verletzungen“ des Kunststoffes nahezu beliebig oft zu heilen, allerdings schwierig zu realisieren sind. Darüber hinaus erklärt uns Anton, wie er ein besseres Verständnis des physikalischen Ablaufes solcher Heilprozesse erzielen möchte. Dafür verwendet er unter anderem die Kernspinresonanz, wie sie auch in der Medizin zur Anwendung kommt.

Erschienen: 25.01.2019
Dauer: 00:58:48

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Die Dinge nicht zu ernst nehmen

Über den Umgang mit Lachen und Verspieltheit.

Die meisten Menschen nehmen Lachen als positiven Bestandteil ihres Alltags wahr, der Volksmund spricht ihm sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung zu. Doch unterscheidet sich die Wahrnehmung fremden Lachens in der Bevölkerung erheblich, ein gewisser Anteil leidet sogar an einer erheblichen Angst vor dem „ausgelacht werden“. Dieses in der Persönlichkeitspsychologie als „Gelotophilie“ bezeichnete Phänomen beschäftigt unseren Gast, den Doktoranden Kay Brauer ebenso wie die Gelotophilie, also die Freude am ausgelacht werden und der Katagelastizimus, die Freude am auslachen anderer Personen. Insbesondere beschäftigt er sich damit, wie diese Persönlichkeitsdimensionen romantische Beziehungen beeinflussen. Daneben hat er sich mit der Verspieltheit im Erwachsenenalter befasst und forscht zum Hochstapler-Phänomen.

Erschienen: 28.12.2018
Dauer: 00:52:53

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