Podcast "...achwas!?"

Die Geschichten hinter den Pixeln

Der ultimative Wissenschaftspodcast zur Digitalisierung unserer Welt. Über und für das Leben mit Web und App, Social Media, Smartphones, Gamification, Sprachassistenten, Targeting, Virtual Reality, künstlicher Intelligenz, Daten, Online-Shopping, Influencern, Algorithmen. ...achwas!? hinterfragt, wie Menschen, Firmen und Organisationen dies nutzen - und was dabei richtig und falsch gemacht wird. Beobachtungen und Erkenntnisse des Data Scientist Hans-Werner Klein und des Psychologen Prof. Dr. Thomas Wirth.

Von

Hans-Werner-Klein

Thomas Wirth

Podcast-Episoden

Alles top, immer wieder gerne! Über Opinion Spam

Opinion Spam, das sind die untergetauchten Kampf-U-Boote der Digitalen Kommunikation, gefälschte Meinungen zu oder Bewertungen von Produkten. Dies geschieht absolut absichtlich, um ein Produkt oder eine Dienstleistung positiv zu beeinflussen oder ein anderes schlecht darzustellen. Man findet sie überall im Web, diese Lügengeschichten, besser gesagt: man kann sie nur vermuten, denn sie leben ja davon, dass sie eben NICHT wirklich offen sichtbar sind. Und obwohl man so etwas leicht herstellen könnte, haben wir noch keine Glaubwürdigkeitssterne gesehen. Die Spam-Akteure sind einzelne Personen oder auch Unternehmen, die so - natürlich - ihre eigenen Interessen verfolgen. Hinzu kommt eine Fälschungsindustrie, die mit solchen Rezensionen regelrecht Handel treibt. Wir waren erstaunt, wie leicht man diese Fälschungsfabriken findet, nämlich bei Google auf Seite 1, und wir berichten über Mechanismen und Möglichkeiten, Opinion Spam zu erkennen und vielleicht zu verhindern. Viel steht auf dem Spiel, denn es geht um nichts Geringeres als die Integrität, Glaubwürdigkeit und Nützlichkeit von Abermillionen Rezensionen, die Verbraucher*innen dazu nutzen, Entscheidungen zu treffen. Ein Fall für achwas.fm investigativ! Hier geht's Artikel in unserem Blog Zum Episodenbild: Ein Meme zum Thema Lüge zu finden, ist wirklich nicht leicht. Fündig geworden sind wir im Werk des aus Düsseldorf stammenden Malers Rudolf Jordan (1810-1887). Er war auf Motive aus dem Leben der einfachen Bevölkerung an der See spezialisiert. Das Episodenbild zeigt die farbige Variante einer Szene, in der ein Mädchen anscheinend beim Flunkern erwischt wird. Jordan war ein guter Beobachter. Er hat die kindliche Verlegenheit und das sich-Wappnen gegen die Befragung (oder ist es eine Belehrung?) durch den Vater wunderbar getroffen. Bildquelle: https://www.wikiart.org/en/rudolf-jordan/fishermen-mending-their-nets-1875

Erschienen: 22.01.2023
Dauer: 00:59:37

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Everybody lies

(S2/E09) Jeder Mensch lügt, glauben Sie nicht? achwas.fm ist auf Entdeckungsreise: Wir holen Zeugen und Zeugnisse an Bord. Beschäftigen uns mit der wichtigen Idee, wer denn die Wahrheit über menschliches Verhalten dringend braucht, ob Wahrheit Kitt oder Klebstoff unseres Zusammenlebens ist. Als Quellen für die Suche nach Wahrheit betrachten wir das Ergebnis von Forschungen in der Psychologie und der Medizin. Und schauen genauer hin, wenn Menschen und Unternehmen uns vermitteln wollen, dass sie mit Big Data aus dem Web besser als jede Befragung wissen, wo Barthel den Most holt. Nebenbei: Wir wissen zwar, dass diese Redensart bedeutet, sich auszukennen, wissen wo es lang geht. Wo die Quelle für diese Redensart stammt, wann sie entstand, dafür gibt es mehr als ein Dutzend Erklärungen. Und jede dieser Erklärungen klingt plausibel und könnte ein Irrtum sein. Sind wir denn nur von Rätseln umgeben? Aber eines ist sicher: Wissenschaftler jedweder Fachrichtung arbeiten daran, das Wissen der Menschen zu vermehren. Sie stoßen dabei aber auf Probleme, die in uns begründet sind: Unsere Erinnerungsleistung ist teilweise schlecht, wir äussern Meinungen, auch wenn wir gar nicht genau wissen, worum es geht, schauen nicht genau genug oder grübelnd übergenau hin und verfälschen damit das Bild über uns. Ein gutes Beispiel ist das Bild dieser Folge: Eine junge Frau, die am Fenster stehend einen Brief liest. Dieses Gemälde von Jan Vermeer verbarg lange Zeit das Geheimnis, weshalb der Brief ein Liebesbrief. In diesem Fall hat die Wissenschaft weitergeholfen. zur Folge: achwas.fm zum Epoisodenbild: Jan Vermeer hat das Gemälde "Briefleserin am offenen Fenster" von 1657 bis 1659 erschaffen. Bis 1979 war das Original verschwunden - und hing doch in den Museen direkt vor den Augen des Publikums. Denn das Original wurde im 18.Jhd übermalt worden, das Gemälde eines "unmoralischer Cupido" als Bild im Bild musste verborgen werden. Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Briefleserin_am_offenen_Fenster

Erschienen: 08.01.2023
Dauer: 01:01:19

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Neulich hinter der großen Mauer: Das Web in China

(S2/E08) Sprechen wir einmal über die Zahlen: Im Juni 2022 belief sich die Zahl der Internetnutzer/innen in China auf rund 1,05 Milliarden und schon im Jahr 2008 hat China die USA als Nation mit den meisten Internet-Nutzer/innen überholt. Außerirdische, die sich über das Internet als Technologie für Wirtschaft und Kommunikation informieren wollten, würden also vielleicht eher nach Peking und Hong-Kong schauen, nicht nach Kalifornien oder Europa. So gesehen betätigen wir uns heute als Außerirdische und versuchen zu verstehen, was da in China vor sich geht. Schreckliches hatten wir dort erwartet: eine Orwell'sche Welt voller Bürger/innen, die von der Regierung hemmungslos bespitzelt und beobachtet - und dann mit perfiden Punkten belohnt oder bestraft werden. Was wir fanden, war dann doch etwas anderes. Das eine allumfassende Spitzel-System gibt es - noch - gar nicht, stattdessen gleich mehrere Punkte-Systeme und die meisten werden von Versicherungen und Banken betrieben. Kommt Euch / kommt Ihnen das irgendwie bekannt vor? Besonders befremdlich: die Chinesinnen und Chinesen mögen es, das Bespitzelt werden. Wie das sein kann, darüber machen wir uns in dieser Folge so einige Gedanken und versuchen dabei, so gut es eben geht, unsere Brille der westlichen Kultur abzusetzen.  Zum Blogbeitrag auf achwas.fm Bildquelle: Wir zeigen hier einen Ausschnitt aus einem ziemlich erschreckenden und sehr rassistischen Bild eines asiatischen Raubtiers, das zeitlich in die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert und geografisch in den Westen der USA gehört. Schon damals war viel von einer "Gelben Gefahr" (Yellow Peril) die Rede. Das rassistische Gedicht, das dazu gehört, kann auf unserem Blog nachgelesen werden.  https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fb/Postcard-Yellow-Peril-Chink-by-Fred-Lounsbury-1907.png

Erschienen: 23.12.2022
Dauer: 01:00:00

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Du ahnst es nicht! Datamining rockt.

(S2/E07) Gehören Sie auch zu den langweiligen, für Geheimdienste und fremde Staaten uninteressanten Menschen? Und auch Ihre Nutzung von Social Media oder Streaming Diensten  kann und darf jeder und jede sehen? Und doch bleibt ein leichtes Grummeln – da könnte ja was dran sein, an den Warnungen vor Big Data Datenanalysen, die manchmal mehr über Sie wissen als gute Freunde oder gar Ihr Mann oder Ihre Frau? In dieser Folge beschäftigen wir uns ausschliesslich mit einer einzigen Studie, die zudem eine gewisse Bekanntschaft erlangt hat: Das Spiegel Mining von David Kriesel. Über drei Jahre hat er seine Crawler, flinke unermüdliche Datensammler, nach Stundenplan Informationen von der Spiegel-Online Website “saugen” lassen. Alles legal und legitim, nicht belästigend. Was er rausfindet gehört in die Kategorie: Hätten Sie’s gewusst? Oder besser noch: "Du ahnst es nicht!”. Wir klären auf, was man so braucht, um ein Mining durchzuführen. Und übrigens: Das Thema Datamining kann auch zum Informationssammeln genutzt werden für Firmenrepräsentanzen im Web. Manchmal gibt man mehr preis, als man will. Auch für Firmen eine lohnenswerte Folge.  Die Webseite von achwas?! mit Blog und Quellen und allem zum Episodenbild: achwas.fm Das Episodenbild ist selbst gestaltet im Dialog mit der openAI DALLE°2. Es trägt passenderweise den Titel "Du ahnst es nicht!". Es wurde von der KI aus der Phrase "Impressionismus. 3 Personen in einem Garten sagen: Du ahnst es nicht" generiert. Phrase, Prompt und Auswahl erfolgten von Hans-Werner Klein. 12/2022 .

Erschienen: 04.12.2022
Dauer: 01:00:41

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Wie viel weißt Du über Clickbait...?

(S2/E06) Clickbaits, das sind vielleicht die idiotischsten und zugleich bösartigsten Auswüchse der Kommunikation in der digitalen Transformation: Was istz von Ködern zu halten, die nur den Anglern schmecken? Wir sagen es geradeheraus: Wir mögen Clickbaits nicht! Wenn es die Hölle wirklich gibt, dann wird man dort zuerst erfahren: "Die zwölf Todsünden Du begangen hast, ahnst Du niemals - und die zweite hättest Du ganz einfach verhindern können." Und beides werden wir dann natürlich wissen wollen, aber bis in alle Ewigkeit nicht erfahren. Klingt irgendwie bizarr, oder? Doch das Prinzip des Clickbaitings ist damit eben genau beschrieben: Wecke einen Wunsch nach Information, erzwinge eine Handlung (...einen Klick) und enthalte Deinen Opfern die gesuchte Information dann vor. In der neuen Folge von achwas.fm rollen wir also dieses Thema auf und machen uns allerlei Gedanken: Wie es denn beispielsweise sein kann, dass wir unsere dringenden beruflichen Absichten unversehens durch die Frage austauschen, wie man todsicher innerhalb kürzester Zeit zu einem Waschbrett-Bauch kommt oder wie Michael Schumacher heute aussehen mag. Und wir können gleich verraten, dass wir das, was dort geschieht für nahezu kriminell halten, denn die gesunde Mechanik von Wahrnehmen, Denken und Entscheiden wird von Clickbaits kurzgeschlossen.  Im zweiten Teil der Episode berichten wir dann - getreu dem Motto: use what you sell - von einem eigenen Clickbait-Experiment - lassen Sie sich / lasst Euch überraschen! Zum Blogbeitrag auf achwas.fm Bildquelle: Das Episodenbild für diese Folge wurde von einer künstlichen Intelligenz erstellt. DALL-E ist eine aus tausenden von Bildern und Schlagwörtern bestehende Datenbank, aus der von der KI auf Aufforderung neue Bilder generiert werden. Als Benutzer/in sagt man, was man sehen möchte, und DALL-E versucht, ein passendes Bild zu erzeugen. Für unser Episodenbild lautete die Bestellung: "Eine Junge Frau, die Opfer von Klickbait geworden ist". Das Ergebnis fanden wir durchaus würdig neben den vielen anderen Bildern aus der Kunstgeschichte zu stehen, die wir für achwas.fm recherchiert haben. https://openai.com/dall-e-2/

Erschienen: 13.11.2022
Dauer: 00:59:13

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Warnt Eure Freunde! Hirnfresser greifen an.

(S2/E05) Es gibt ein ganzen Universum von menschlichen Entscheidungen, die sich irgendwann als Fehlverhalten herausstellen könnten: Kennen Sie das, wenn von draussen oder drinnen kraftzehrende Gedanken irrlichtern?  „Wie konntest Du nur?“ „Ich bin so blöd“  „Hätte ich doch bloß“, “Denk doch vorher nach!”. Nach dieser Folge wissen Sie Ihre Antwort auf all’ diese Rat-Schläge: “Nachgedacht – Habe ich. Und dabei das schnellste und hocheffiziente “System 1” genutzt." Denn dank Nobelpreisträger Daniel Kahneman wissen wir: wir nutzen zwei Gehirne. Die meiste Arbeit erledigt unser schnelles Denken, das System 1. Ohne dieses würden wir noch mittags da sitzen und über der Auswahl welche Socken, Müsli oder Brot, Kaffee oder Tee, Bus oder S-Bahn verzweifeln.  Schnelles Denken hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Aber – wird es uns auch in die Zukunft bringen? Was uns da die Natur beschert hat, sind eher Verhaltensmuster, Intuitionen. Die gute Nachricht: Diese bekommen tatsächlich Unterstützung durch das langsamen Denken, unser System 2. Man sollte diesem die Chance geben, um uns auch in schwierigen Zeiten zivilisiert gegenüber Menschen zu verhalten.Was passiert, wenn es nicht passiert, zeigen wir deutlich am Beispiel der Ereignisse des 6. Januar 2021, als "plötzlich" hunderte von gewalttätigen Menschen das Capitol in Washington erstürmen, sich im Recht fühlen, viele Menschen zu Schaden kommen und fünf getötet werden. Die Hirnfresser sind weltweit unterwegs. Sie werden unsere Zivilisation zerstören. Warnen Sie Familie und Freunde. Erzählen Sie von dieser Folge von achwas.fm!  Blog und  Shownotes achwas.fm Episodenbild Manchmal ist das Leben tatsächlich zum Haare raufen. In dieser verzweifelten, verängstigten Stimmung scheint der französische Maler Gustave (Désiré) Courbet sein Selbstportrait mit dem Titel "Le Désespéré" (Der Verzweifelte) um das Jahr 1843 gemalt zu haben.   https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Gustave_Courbet_-Le_D%C3%A9sesp%C3%A9r%C3%A9(1843).jpg

Erschienen: 06.11.2022
Dauer: 00:56:48

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ZOOM-Fatique und Selbstaufmerksamkeit

(S2/E04) Von Errungenschaften der Technik heißt es mitunter, sie sehen "Fluch und Segen". So geht es uns auch mit der exzessiven Nutzung von Videokonferenz-Tools - von A - Z (Adobe Connect bis ZOOM). Der Segen sind die Möglichkeiten, selbst unter harten Lockdown-Bedingungen Kommunikations- und Arbeitsvorgänge am Laufen zu halten. So mussten Firmen nicht pleite gehen, Schüler/innen und Studierende konnten weiter lernen und auch im Privaten hat das eine oder andere Video-Dinner vielleicht die Dinge gerettet. Der Fluch könnte darin liegen, dass wir einer Kommunikationssituation mit speziellen Eigenschaften ausgeliefert werden. Wir werden permanent von anderen gesehen und sehen uns selbst permanent. Damit entsteht eine Art Erschöpfung, die man neuerdings als "ZOOM-Fatique-Syndrom" bezeichnet. Was das ist? Das werden wir ausführlich erklären. Auf der Suche nach den Ursachen stolpern wir dann über einen anderen interessanten Begriff: Selbstaufmerksamkeit. Merke: Wenn Du Deine gute Laune nicht verlieren willst, dann schau' nicht zu lange in Spiegel - und vermeide Videokonferenzen! zum Blogbeitrag auf achwas.fm Zum Episodenbild: Ramon Casas (1866-1932) war ein katalanischer Maler und Grafiker, der als Mitbegründer und wichtiger Vertreter des katalanischen Modernismus gilt. Für das Bild "Cansado" (dt. müde), das zwischen 1895 und 1900 entstand, malte er eines seiner Modelle in einem eigenartig modern wirkenden Mobiliar. Und sie ist wirklich sehr überzeugend müde, fanden wir. Ein schönes Sinnbild für unsere Folge über Fatique. Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:18_sep_13_rodin_belle.jpg

Erschienen: 23.10.2022
Dauer: 00:59:01

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Stammtisch 2.0? Filterblasen und Echokammern.

S2/E03    Für manche unserer Spezies gibt es nichts Angenehmeres als das Zusammensein mit Gleichgesinnten.  Man kennt sich, man versteht sich, man ist zugehörig. Denen kommen Social Media Anbieter entgegen. Unmerklich aber bestimmt wird man in einer Filterblase gefangen, pardon, eingelullt. Die Nachrichten und Posts oder Tweets, die man zu sehen bekommt, werden nach und nach eindimensional. Eintönigkeit und Langeweile gibt es aber kaum, denn man findet sich nicht nur mit Menschen zusammen, die das selbe mögen, sondern auch sich über die selben Dinge aufregen. Und Aufregung gibt es genügend. Dafür sorgt der Effekt der Echokammern.  In dieser Folge erzählen wir die Geschichte von Filter und Echo im Web. Was dabei alles schief laufen kann, welche Folgen das hat und: Wir bieten eine Lösung an, wie man wieder selbst entscheiden könnte, ob und was man hören, sehen und mit wem man sprechen möchte. Im Blog achwas.fm gibt es - wie bei allen Folgen - Literaturhinweise  zum Podcast und mehr zum Episodenbild. https://achwas.fm/stammtisch-2-0-filterblasen-echokammern/ Das Episodenbild zeigt einen Ausschnitt des Gemäldes "Echo",  stammt aus dem Jahr 1900 und wurde von Talbot Hughes (1869–1942) verfertigt. Die Nymphe Echo war verflucht worden - und anstatt Geschichten zu erzählen konnte sie nur noch zuhören und die letzten Worte eines Satzes wiederholen. Keine Eigenschaft die man braucht, um jemandem (hier: Narziss) die Liebe zu gestehen. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Talbot_Hughes_-Echo-_1900.jpg

Erschienen: 09.10.2022
Dauer: 00:56:19

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Ich knipse mich, also bin ich - über Selfies.

(S2/E02) Zu Beginn des dritten Jahrtausends verwandelt sich Welt des Menschen zunehmend in eine Realität mit ca. 6 Zoll Bildschirmdiagonale. Egal, ob es sich um die Cheops-Pyramide, unser Abendessen, den schiefen Turm von Pisa, ein zwei Minuten altes Neugeborenes oder nächtliche Mitbringsel unserer Hauskatze handelt: Es scheint, als ob wir alles, also wirklich und unbedingt ALLES, in diese kleinen smarten Zauberkisten hineinpressen müssen. So etwas Triviales wie ein Telefon hat sich ist eine Art allumfassendes Sinnes- und Gedächtnisorgan verwandelt. Defekte oder gar Verluste führen also zu rasch aufkeimender Panik. Was soll jetzt aus den zehntausend Erinnerungen werden, die ich gespeichert habe? Bin ich jetzt nicht in Gefahr, quasi mein Leben, mindestens meine Vergangenheit zu verlieren? Ja doch, natürlich! Und auf jedem zwanzigsten Bild - statistisch - sind ja WIR SELBST das Motiv! Womit wir schließlich beim Thema dieser Folge von achwas.fm wären.  Und es gibt mehr Fragen und interessante Fakten rund um das Selfie als sich unser Schulverstand träumen lässt. Zuallererst: Warum machen äußerlich unauffällige und gesunde Menschen das überhaupt? Denken Sie sich etwas dabei? Warum begeben sich andere – an deren Gesundheit man zugegebenermaßen gewisse Zweifel hegen kann – dabei sogar in Lebensgefahr? Wie kommt es, dass Selfie-Schießen süchtig machen kann? (Nein, kein Scherz.) Für diesen und anderen Fragen versuchen wir mindestens vorläufige Antworten zu finden. zum Blog-Post auf achwas.fm Zum Episodenbild: Das Original des Bildes hängt im Metropolitan Museum of Modern Art in New York und wurde 1911 von Frederick Carl Frieseke gemalt – ein Maler des amerikanischen Impressionismus. Eine elegante Dame, die sich ziemlich verrenkt, sich sehr intensiv mit ihrem Anblick beschäftigt und dabei simultan einen Hand- und einem Wandspiegel benutzt – ziemlich “selfiemäßig”, fanden wir. Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Woman_with_a_Mirror_(Femme_qui_se_mire)_MET_DP161210.jpg

Erschienen: 25.09.2022
Dauer: 00:56:48

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S02 F01: Beethovens Tod und Social Media

(Folge vom 11.09.2022) Zu den weniger bewundernswerten Eigenschaften von Menschen gehört es, lieber bei Nachrichten oder Meldungen nicht genau hinzuschauen, wenn nur die Story einigermaßen "catchy" ist. Wenn dazu noch diese Nachrichten "negativ" sind, ein Aufreger, dann haben diese gute Chancen schnell und durchschlagend verbreitet zu werden. Nehmen wir als Beispiel mal: - Beethoven's Leidensgeschichte: Der Wein war sein Tod. - Folgen des Lockdowns: Social Media macht unsere Kinder krank Verspüren Sie als Hörende des Podcasts, als Lesende des Blogs nicht auch das Bedürfnis, auch diesmal Geschichte hinter den Pixeln zu erfahren? Dabei hilft uns bei Social Media und den Jugendlichen eine wahre Goldgrube an Daten und Informationen: Die Millennium Cohort Study (MCS) wird durchgeführt als eine Längsschnittstudie. Das bedeutet, man begleitet seit dem Jahr 2000 über 19.000 Kinder bei ihrer Entwicklung durch die Kindergartenzeit bis zum heutigen Tag. Und genau solche eine "Goldgruben-Studie" nutzen wir in dieser 1. Folge der 2. Staffel, um hinter die Nachrichten zu den gefährlichen Social Media zu schauen. Wie das Beethovens Tod war, folgt der selben Logik: Wir schauen genauer hin, es ist ein wenig anders als man es zu wissen glaubt.  Der Blog: achwas.fm Der Blogbeitrag  Das Episodenbild zeigt ein eher unbekannteres Porträt von Ludwig van Beethoven im Alter von 35 Jahren, bis zum Tod befand es sich in seinem Besitz. Es gemalt wurde  von Joseph Willibrord Mähler.  https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Josef_Willibrord_Mähler,Ludwig_van_Beethoven(Komponist),_um_1804–1805,_Sammlung_Wien_Museum_Inv._Nr._104650,_Foto_Birgit_und_Peter_Kainz,_Wien_Museum.jpg

Erschienen: 12.09.2022
Dauer: 01:03:05

Weitere Informationen zur Episode "S02 F01: Beethovens Tod und Social Media"


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