Podcast "Artefakte erzählen"

Nicht immer todernst, aber immer wissenschaftlich! Das ist das Motto dieses Podcasts. Und weil sich Wissenschaft am leichtesten in einem Gespräch erklären lässt, weil man da direkt fragen kann, wenn etwas unklar ist, funktioniert er als Dialog zwischen einer Spezialistin und einer an Archäologie Interessierten. Damit das dann auch nicht zu langweilig wird, gibt es Gäste, die ihre Forschungen kurz vorstellen. Thematisch sind die Klassische Archäologie (Griechen, Etrusker, Römer) und die Provinzialrömische Archäologie (Schwerpunkt: Österreich und Umgebung) im Fokus, daneben werden aber auch zeitlich und/oder geographisch angrenzende Themen (vor allem von den Gästen) behandelt.

Podcast-Episoden

#11: Bones tell stories - Die Anthropologin Silvia Renhart im Gespräch

Wer war das erste Mordopfer Österreichs? Wie wurde jemand gerädert? Und was hat das NichtraucherInnenschutzgesetz mit der Abschaffung der Todesstrafe in Österreich gemeinsam? Das sind nur ein paar der Themen, die wir in dieser adventzeitlichen Folge mit unserem Gast, der Anthropologin Silvia Renhart, besprechen. Coronabedingt über Skype abgehalten, ist leider die Tonqualität nicht so gut wie sonst, aber dafür ist das, was sie uns erzählt, umso packender. Unter http://voting.kleinezeitung.at/kleine-voting/voting/show_voting?id=335ec0eed8e3fd54x38d88c73x175b4fffe17x5ce5 könnt ihr noch bis inkl. 23. Dezember 2020 eure Stimme für Silvia Renhart bei der Wahl der "Köpfe des Jahres 2020" der Kleinen Zeitung abgeben. Der Schädel von Wöllersdorf (NÖ) in Fundlage (Foto: Dorothea Talaa) Der Schädel von Wöllersdorf (NÖ) nach Reinigung und Rekonstruktion (Foto: Silvia Renhart) Gesichtsrekonstruktion des Toten von Wöllersdorf (NÖ) (Rekonstruktion: FOsil, Dirk Labudde) Einer der Geräderten von der Richtstätte im Birkachwald, Unterzeiring (Stmk.) (Foto: Archäologiebüro F. Bellitti) Literaturtipps: *I. Mirsch - M. Mandl - S. Renhart, Richtstättenarchäologie - ein interdisziplinäres Unterfangen, in: Ch. Bachhiesl - M. Handy (Hrsg.), Kriminalität, Kriminologie und Altertum, Antike Kultur und Geschichte 15 (Wien 2015) 221-262 *S. Renhart, "Der Tod als Erlösung von der irdischen Pein: Rädern, Hängen, Köpfen ...". Die menschlichen Skelettreste der Richtstätte Unterzeiring/Birkachwald (Stmk.), Schild von Steier 27, 2015/2016, 126-143 Vielen Dank an Silvia für das Gespräch und das Einsprechen des Zitats! Hochgeladen am 14.12.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 14.12.2020
Dauer: 00:52:24

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#10: Das Leben auf dem Land ist sicher anstrengend, oder? - Lies mal nach bei Cato!

Wie schaut so ein römischer Gutshof (villa rustica) aus und was wird dort alles gemacht? Welche Quellen haben wir, um das Leben der Menschen dort zu rekonstruieren? Diese und ähnliche Fragen behandeln wir in dieser Folge. Und am Ende präsentieren wir ein (vielleicht) hilfreiches Kochrezept für die Weihnachtsfeiertage. Buonissimo! Rekonstruktionszeichnung einer villa rustica (wahrscheinlich in einer der beiden germanischen Provinzen gelegen) [Abbildung: By Unknown author - Infotafel am Wachturm Wp 10/15 (Panoramafreiheit!), Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15705743 (Zugriff 20.11.2020)] Literaturtipps: *Cato, De agri cultura. Über die Landwirtschaft. Lateinisch/Deutsch. Übers. u. hrsgg. v. H. Froesch, Reclams Universal-Bibliothek 18678 (Stuttgart 2009) *U. Heimberg, Villa rustica. Leben und arbeiten auf römischen Landgütern (Darmstadt 2011) *Ch. Hinker - A. G. Heiss - S. Lamm - R. Drescher-Schneider, Drei römerzeitliche Brunnenverfüllungen im Laßnitztal (Steiermark). Beiträge zur Siedlungs- und Landwirtschaftsgeschichte im südöstlichen Noricum, ÖJh 88, 2019, 201-266 *B. Porod (Hrsg.), Römermuseum Villa Grünau (o. O. 2008) Vielen Dank an Martin für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 23.11.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 23.11.2020
Dauer: 00:37:07

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#9: Attila & the Boys, oder: Von Hunnen, Pferden und geschobenen Schafen

In dieser Folge geht es um die Frage: War Attilas nun die "Geißel Gottes" - oder hatte er seinen schlechten Ruf zu Unrecht (was man für die Hunnen allgemein auch fragen kann)? Dazwischen gibt es geschobene Schafe. Attilas Herrschaftsgebiet mit den angrenzenden gentes um 450 n. Chr. (Abbildung: By Slovenski Volk - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=17966815 (Zugriff 05.11.2020)) Attilas Gastmahl, Gemälde von Mór Than (1870) Ungarische Nationalgalerie, Budapest (Abbildung: By Mór Than - Fine Arts in Hungary:, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=23831 (Zugriff 05.11.2020)) Literaturtipps: P. Heather, Der Untergang des Römischen Weltreichs (dt. Übers. v. K. Kochmann) (Reinbek bei Hamburg 2007) Historisches Museum der Pfalz Speyer (Hrsg.), Attila und die Hunnen. Begleitbuch zur Ausstellung (Stuttgart 2007) Vielen Dank an Johanna für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 09.11.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 09.11.2020
Dauer: 00:39:47

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#8: Jenseits des Jenseits - Das Etrusker Halloween-Special

Dass die Etrusker zu den rätselhaften Völkern der Antike zählen liegt nicht daran, dass sie so wenige Denkmäler und Artefakte hinterlassen hätten (die gibt es in großer Zahl) - es liegt eher daran, dass diese zum Teil nicht dem Kanon der griechischen und römischen Kunst entsprechen, obwohl sie von den einen stark beeinflusst wurden und die anderen selbst beeinflusst haben. Das sieht man unter anderem an ihren Gräbern und ihren Vorstellungen vom Jenseits, die wir uns dieses Mal genauer ansehen. Porträt der Velia Velcha aus der Tomba dell'Orco I, Tarquinia: (Abbildung: By Unknown author - Tarquinia, Italy, Public Domain, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5259994 (Zugriff 22.10.2020)) Umzeichnung mit Tuchulcha, Peirithoos und Theseus aus der Tomba dell'Orco II, Tarquinia: (Abbildung nach MonInst 9 (Rom 1870), Taf. 15 (online unter https://arachne.uni-koeln.de/Tei-Viewer/cgi-bin/teiviewer.php?manifest=BOOK-ZID1316667, Zugriff 20.10.2020)) Darstellung des Charun aus der Tomba Francois, Vulci: (Abbildung: Von Autor unbekannt - fresco, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=65398659 (Zugriff 20.10.2020)) Darstellung der Vanth aus der Tomba degli Aninas, Tarquinia: (Abbildung: Von uploaded to Wikipedia by Kwamikagami - the English language Wikipedia (log), Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7999793 (Zugriff 20.10.2020)) Literaturtipp: D. Graen (Hrsg.), Tod und Sterben in der Antike. Grab und Bestattung bei Ägyptern, Griechen, Etruskern und Römern (Stuttgart 2011) Vielen Dank an Dr. Sebi für die freie Interpretation des Zitats (schrum schrum schrum)! Hochgeladen am 26.10.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 26.10.2020
Dauer: 00:37:11

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#7: Ein Meilenstein vom Kugelstein, oder: Romanes eunt domus

Wie der Titel schon sagt, geht es um einen Meilenstein - und um Inschriften (richtig und falsch geschriebene). Davor sprechen wir aber auch über die Entstehung unseres heutigen Alphabets und Knacklaute. Bilder und eine nähere Beschreibung vom vorgestellten Meilenstein findet ihr hier: http://lupa.at/6116 Die Majuskelinschrift zum Mitlesen (nach https://edh-www.adw.uni-heidelberg.de/edh/inschrift/HD039134): IMP CAES MAR AVREL SEVERVS ALEXANDER PIVS FELIX INVICTVS AVG PONT MAX TRIB POTES IMP X COS III P P PROCOS DOMINVS IN[ ] GENTISSI[ ]VS A SOL M P XL Literaturtipp: M. Heine, Das ABC der Menschheit. Eine Weltgeschichte des Alphabets (Hamburg 2020) Onlinetipp: Ubi erat lupa - Bilddatenbank zu antiken Steindenkmälern (lupa.at) Vielen Dank an Brian und den unbekannten Zenturio für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 12.10.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 12.10.2020
Dauer: 00:35:30

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#6: Auf den Stier gekommen - Allerlei zum Mithraskult

Was ist eigentlich ein Kult? Was wurde bei Kulthandlungen in der griechisch-römischen Antike gemacht? Und was hat ein stiertötender Gott mit Weihnachten zu tun? Dieser und anderen "kultischen" Fragen gehen wir in der aktuellen Folge unseres Archäologiepodcasts nach. Marmorstatue des stiertötenden Mithras (aus Rom, 2. Jh. n. Chr.; heute in London, British Museum) (© The Trustees of the British Museum (https://www.britishmuseum.org/collection/image/1612966289, Zugriff 25.09.2020; Creative Commons Attribution-NonCommercial-ShareAlike 4.0 International (CC BY-NC-SA 4.0) Literaturhinweise: Badisches Landesmuseum Karlsruhe (Hrsg.), Imperium der Götter. Isis - Mithras - Christus. Kulte und Religionen im Römischen Reich, Ausstellungskatalog (Darmstadt 2013) M. Clauss, The Roman Cult of Mithras. The God and his Mysteries, Translated by R. Gordon (Edinburgh 2000) Danke an Andi für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 28.09.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 28.09.2020
Dauer: 00:28:46

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#5: Den Göttern so nah? - Die Römer auf dem Schöckl

Dass der Grazer Hausberg Schöckl nicht erst seit dem 20. Jahrhundert ein beliebter Ausflugsort ist, davon zeugen die Reste eines römerzeitlich-spätantiken Heiligtums, das seit 2015 vom Institut für Antike, Fachbereich Archäologie der Universität Graz archäologisch untersucht wird. Für diese Folge hat uns der Projektleiter ao. Univ-Prof. Mag. Dr. Manfred Lehner Rede und Antwort gestanden (natürlich mit dem gebührenden Corona-Abstand - deshalb klingt er ein wenig leiser). Zur Projekthomepage geht es hier: https://antike.uni-graz.at/de/forschen/projekte/laufende-projekte/ausgrabungen-des-instituts-nach-regionen/schoeckl/ (Zugriff 11.09.2020). Informationen zur Ausstellung finden sich hier: https://www.museum-joanneum.at/archaeologiemuseum-schloss-eggenberg/ausstellungen/ausstellungen/events/event/8868/die-roemer-auf-dem-schoeckl-2 (Zugriff 11.09.2020). Blick auf die Grabungsfläche 2019 Unter dem Einfluss der Schöcklhexen... Wandmalereireste in situ Robert in Mars-Pose Alle Abbildungen: Institut für Antike, Fachbereich Archäologie Universität Graz Vielen Dank an Manfred für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 14.09.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 14.09.2020
Dauer: 00:36:41

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#4: Der Schatz in der Zisterne, oder: Der Mond von Boscoreale

Was macht man mit seinen Wertsachen, wenn ein Vulkan ausbricht? - Richtig, man versteckt sie. Blöd ist nur, wenn man beim Verstecken (oder Wiederholen?) aufgehalten wird.Außerdem reden wir noch darüber, wie man früher in Italien Kulturgüter nicht geschützt hat und schauen uns einen Teller mit einer interessanten Frau darauf an. Grundriss der Villa von Boscoreale "della Pisanella" (Silberschatzvilla) mit den vor Ort entdeckten Kästen, Schränken, Leichen und der Lage des Silberschatzes (Grafik: S. Lamm nach A. Pasqui, La villa pompeiana della Pisanella della Boscoreale, MontAnt 7, 1897, 397-554) der sog. Afrikateller (Foto: © 1997 RMN / Hervé Lewandowski (https://www.louvre.fr/en/oeuvre-notices/boscoreale-treasure) Literaturhinweise: Duane W. Roller, Cleopatra. A Biography (Oxford 2010) A. Oettel, Fundkontexte römischer Vesuvvillen im Gebiet von Pompeji. Die Grabungen von 1894 bis 1908 (Mainz 1996) Vielen Dank an Kerstin für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 31.08.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 01.09.2020
Dauer: 00:33:08

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#3: Und wer soll das sein? - That's iconography, bitch!

Eigentlich sagt der Titel schon alles aus, worum es in dieser Folge geht. Als Beispiele dafür fungieren eine Wandmalerei und eine (Kult)Statue - mit Tieren drauf. Das Wandgemälde mit Narcissus aus Pompeji ist so frisch, dass es noch nicht richtig publiziert ist, es gibt aber viele Beiträge in Zeitungen, z. B. im Guardian (https://www.theguardian.com/world/2019/feb/14/stunningly-preserved-fresco-of-narcissus-discovered-in-pompeii, Zugriff 15.08.2020), wo das Bild zu sehen ist. Die moderne Kopie der Kultstatue der Athena Parthenos, wie sie heute in Nashville, TN zu bewundern ist (Von Photograph by Dean Dixon, Sculpture by Alan LeQuire - Dean Dixon, FAL, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15363521, Zugriff 14.08.2020): Literaturhinweis: P. Schollmeyer, Einführung in die antike Ikonographie (Darmstadt 2012) Vielen Dank an Miri für das Sprechen des Zitats! Hochgeladen am 17.08.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 17.08.2020
Dauer: 00:41:12

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#2: Wie viel Wein passt da hinein? oder: Wagenrennen mit Achsenbruch

Er ist schon ein sehr schönes Stück, der Silberbecher von Grünau. Und wertvoll. Und zeigt uns spannende Szenen. Seite A Seite B beide Fotos: Andreas Schneider Mosaik mit Wagenrennen aus Lyon (Lugdunum) (Von Internet Archive Book Images - https://www.flickr.com/photos/internetarchivebookimages/14578188639/, No restrictions, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41880209) Internetauftritte der beiden erwähnten Museen: https://www.museum-joanneum.at/ https://www.feuerwehrmuseum.at/ Literaturhinweise zur Folge: https://de.wikipedia.org/wiki/Silberbecher_von_Grünau https://homepage.univie.ac.at/elisabeth.trinkl/forum/forum0618/87circus.htm Wolfram Letzner, Der römische Circus. Massenunterhaltung im Römischen Reich (Mainz 2009) Hochgeladen am 03.08.2020. Folge direkt herunterladen

Erschienen: 03.08.2020
Dauer: 00:37:07

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