Podcast "Déjà-vu-Podcast"

Ein Geschichte Podcast

Der satirische Geschichte Podcast. Weil Geschichte nicht langweilig sein muss

Episoden: Neueste Episoden


Blockfreie Staaten und der Kalte Krieg

Im Kalten Krieg gab es nur Ost oder West? Weit gefehlt! Die Mehrheit aller Länder waren seit den 60er-Jahren Blockfreie Staaten! Aber was machte sie aus?

Der Kalte Krieg wird meist als globaler Konflikt zweier Blöcke angesehen: Ost gegen West. Warschauer Pakt gegen NATO. Dabei wird allerdings gerne vergessen, dass die meisten Länder der Welt seit den Sechzigern keinem dieser Blöcke angehörten! Sie waren blockfreie Staaten und waren schon bald so zahlreich, dass sie in den UNO-Generalversammlungen fast alles entscheiden konnten. Was genau blockfreie Staaten aber ausmachte, das ist gar nicht mal so einfach zu erklärten und entzieht sich einer einheitlichen Definition. Die “Blockfreie Bewegung”, wie sie später genannt wurde, war nämlich erstmal gar keine Bewegung. Sie war eher ein loser Zusammenschluss neutraler Länder mit ganz unterschiedlichen Zielen und unterschiedlicher Geschichte. In dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast zeichnen wir den Weg dieses Zusammenschlusses über die Zeit des Kalten Krieges hinweg nach. Als Gründer der Blockfreien Bewegung gelten gemeinhin der Präsident Jugoslawiens Josip Broz Tito, der indische Ministerpräsident Jawaharlal Nehru und der ägyptische Präsident Gamal Abdel Nasser. Warum sie sich ab den Sechzigern zusammentaten, wie aus diesem losen Zusammenschluss irgendwann doch noch eine “Bewegung”, das non-aligned movement, wurde und was die Blockfreien Staaten der Welt hinterlassen haben: Darüber spreche ich in dieser Folge mit meinem alten Freund Arno Trültzsch, der zu diesem Thema seine Dissertation verfasst hat. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode: Melde dich für den Déjà-vu Newsletter an: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter Blogartikel zur Geschichte der “Gastarbeiter”: https://ralfgrabuschnig.com/gastarbeiter Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden Komm zum HörerInnentreffen in Freising: https://www.eventbrite.de/e/deja-vu-treffen-und-stadtfuhrung-in-freising-tickets-79311618185 Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2

Erschienen: 13.01.2020
Dauer: 00:54:13

Podcast-Webseite: Episode "Blockfreie Staaten und der Kalte Krieg"


Die eigenartige Christianisierung der Germanen. Der Arianismus und das Konzil von Nicäa

Wie das Konzil von Nicäa den "ketzerischen" Arianismus austreiben sollte und warum das am Ende eher so mittel funktionierte.

Im 5. Jahrhundert bröckelte es an allen Ecken und Enden des Weströmischen Reiches . Germanen aus dem Norden und Osten machten sich da plötzlich auf dem Reichsgebiet breit und ehe man sich versah, war das alte Reich auch schon Geschichte und die Barbaren gründeten ihre eigenen Königreiche. Aber den armen römischen Bürgern blieb zumindest ein Trost: Immerhin waren die meisten dieser Germanen schon Christen! Aber nun ja … leider die falschen. Sie gehörten nämlich dem Arianismus an, oder zumindest etwas, das vom Arianismus abstammte. Aber wo kommt dieser arianische Glaube eigentlich her? Genau darum soll es in dieser Folge des Déjà-vu Geschichte Podcast gehen! Der Arianismus ist an sich einfach erklärt. Er ist benannt nach einem gewissen Herrn Arius, der im frühen 4. Jahrhundert ein paar seiner Gedanken über die Dreifaltigkeit und die Bibel teilte und damit nicht überall auf Anerkennung stieß. Mehr Details muss man als Nicht-Theologe auch nicht kennen … Insbesondere ein gewisser Athanasius und sein Kollege, der Bischof von Alexandria, fühlten sich tief beleidigt und trugen sie diesen arianischen Streit sogar bis zum Römischen Kaiser. Dieser rief 325 zum Konzil von Nicäa, um das Gerangel um das arianische Christentum zu beenden und nebenbei ein paar alte christliche Fragen wie die Datierung von Ostern zu klären. Am Ende des Konzils von Nicäa stand ein Glaubensbekenntnis, das dem Arianismus in so ziemlich allen Kernpunkten widersprach. Warum die Folgen dieser Ereignisse trotzdem gigantisch waren, wie der Arianismus und sein Vetter, das Homöertum, dennoch Verbreitung fanden und was das alles mit einem Gothen namens Wulfila zu tun hat … dafür musst du dann aber schon in die Folge reinhören. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode: Melde dich für den Déjà-vu Newsletter an: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter Zum Blogartikel über die Geschichte von Neujahr: https://ralfgrabuschnig.com/warum-neujahr Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2

Erschienen: 30.12.2019
Dauer: 00:26:22

Podcast-Webseite: Episode "Die eigenartige Christianisierung der Germanen. Der Arianismus und das Konzil von Nicäa"


Das große Déjà-vu Adventkuscheln 2019

Ein adventliches Zusammensitzen auf dem Déjà-vu Podcast mit all den Klassikern: Was war 2019? Was wird 2020? Wer ermordete JFK?

Der Advent ist eine besondere Zeit im Jahr. Im Dezember bietet es sich nämlich an, sich Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens zu nehmen. Zumindest wenn man nicht im Vorweihnachtsstress von einem Geschäft ins nächste jagt. Man kann diese Zeit zum Beispiel nutzen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken. Das liegt in einem Geschichte Podcast wie diesem ohnehin nahe. Immerhin ist das Jahr 2019 bald ganz offiziell Geschichte! Man kann aber auch mal ausnahmsweise einen Blick in die Zukunft, auf das kommende Jahr wagen. Am allerwichtigsten aber soll man die adventliche Zeit mit seinen Liebsten verbringen. In dieser kleinen Sonderfolge mache ich also all das auf einmal. Das große Adventkuscheln 2019 auf Déjà-vu Geschichte. Warum auch nicht. Die Episode ähnelt dabei den Heiligen Königen: Sie kommt in drei Teilen. Am Anfang werfe ich einen Blick zurück auf das Jahr 2019. Was hat sich auf dem Podcast getan, was waren meine persönlichen Highlights, was möchte ich in Zukunft vielleicht anders machen? Ganz besonders möchte ich an die Leute zurückdenken, die mich dieses Jahr auf dem Podcast begleitet haben und einige der gemeinsamen Folgen Revue passieren lassen. Im Mittelteil beantworte ich dann Fragen von Hörern und Lesern wie dir! Letzte Woche war ich nämlich auf Facebook live und habe dort eine kleine Q&A-Session abgehalten, deren Highlights ich dir natürlich auch im Podcast nicht vorenthalten will. Am Schluss mache ich dann noch das, vor dem sich jeder Historiker eigentlich hüten sollte: Ich werfe einen Blick in die Zukunft und teile einige erste Pläne für das Jahr 2020 mit dir! Diese Episode findest du wie immer auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode Schick mir deine Gedanken per E-Mail: feedback@deja-vu-geschichte.de Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter/ Mein Blogartikel zum Sinn von Geschichte: https://ralfgrabuschnig.com/deja-vu-blog-geschichte/ Zum Buch “Fake News von Gestern”: https://ralfgrabuschnig.com/fake-news/ Melde dich für das Déjà-vu-Treffen in Freising an! Meine lieben Podcast-Partner in diesem Jahr: https://www.eventbrite.de/e/deja-vu-treffen-und-stadtfuhrung-in-freising-tickets-79311618185 Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2 Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden Fabian von Secta: https://secta.fm/ Danijel und Krsto von Neues vom Ballaballa-Balkan: https://ballaballa-balkan.de/ Jürgen, Philipp und Dominik von Ach?: https://das-a.ch/ Alexa und Alexander von Hoaxilla: https://www.hoaxilla.com/

Erschienen: 16.12.2019
Dauer: 00:44:43

Podcast-Webseite: Episode "Das große Déjà-vu Adventkuscheln 2019"


Advent, Advent

Schick mir deine Fragen per E-Mail! feedback@deja-vu-geschichte.de

Im Advent soll man (so heißt es zumindest immer) Zeit mit seinen Liebsten verbringen. Das habe ich mir mal zu Herzen genommen und gehe am Dienstag, den 10. Dezember, das erste Mal seit eineinhalb Jahren wieder auf Facebook live. Dabei möchte ich Fragen von meinen Hörerinnen und Hörern beantworten und natürlich: Die Audiospur kommt dann auch in die nächste Podcastfolge! Brennt dir irgendeine Frage schon länger auf den Lippen? Dann schick sie mir doch per E-Mail! Du erreichst mich unter feedback@deja-vu-geschichte.de Den Facebook-Livestream findest du am Dienstag um 19 Uhr hier: https://www.facebook.com/dejavugeschichte

Erschienen: 06.12.2019
Dauer: 00:03:13

Podcast-Webseite: Episode "Advent, Advent"


Die Flat Earth Theorie

Die Erde ist flach! Soweit das Argument der Flat Earth Bewegung. Das ist freilich Blödsinn, aber wann glaubten Menschen denn zuletzt an eine flache Erde? Darüber spreche ich diese Woche mit den netten Menschen von Hoaxilla!

Die Erde ist flach. Diese absurde Aussage hört man dieser Tage leider immer wieder mal. Die Flat Earth Theorie zieht offensichtlich ihre Kreise. Das ist schon mal auf mehreren Ebenen interessant. Dass die Idee einer flachen Erde zwar vollkommener Blödsinn ist und allem wissenschaftlichen Verständnis widerspricht, ist einerseits klar. Andererseits stellt sich aber doch die Frage, warum die Flatearthers trotzdem daran glauben und welche “Beweise” sie für ihre Theorien vorlegen. Und es stellt sich noch eine viel grundlegendere Frage: Glaubten die Menschen nicht noch bis vor wenigen Jahrhunderten, dass die Erde flach war? Wer sagt uns denn, dass unsere immer noch junge Forschung das Ende der Diskussion ist? Das wollen wir uns in dieser Episode des Déjà-vu Geschichte Podcast anschauen. Ich mache das aber nicht allein, sondern habe mir sozusagen die Experten des Faches mit an Bord geholt: Alexa und Alexander von Hoaxilla! Gemeinsam reden wir darüber, wie sich die Menschheit in der Vergangenheit die Erde vorgestellt hat, ab wann die Idee eines Erdballs Form annahm, worauf sich die Mitglieder der Flat Earth Society und Bewegung heute beziehen und letzten Endes, warum Flacherdler trotz aller Beweise für das Gegenteil, an der Idee der Flat Earth festhalten. Kleiner Spoiler: Es liegt nicht ausschließlich daran, dass sie alle behämmert sind. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode: Zur Webseite von Hoaxilla: https://www.hoaxilla.com/ Mein Blogartikel zu George Soros: https://ralfgrabuschnig.com/george-soros Mein neues eBook “Fake News von Gestern”: https://amzn.to/2XPoKP2 Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter/ Wissenschaftliches Paper zur Dekonstruktion der Flachen Erde von Roland Bernhard: https://bit.ly/2L4sAi8 CNN-Artikel zur Flat Earth Bewegung (auf englisch und voller Puns!): https://cnn.it/33z6qLg Trailer der Netflix-Doku “Behind the Curve”: https://www.youtube.com/watch?v=Gnsm81gjo1E

Erschienen: 30.11.2019
Dauer: 01:12:20

Podcast-Webseite: Episode "Die Flat Earth Theorie"


Ein vergessener Kreuzzug. Der Deutsche Orden und die Heiden der Ostsee

Der Deutsche Orden und andere Krieger führten im Mittelalter einen Kreuzzug, der heute fast vergessen ist: Nach Preußen und ins Baltikum.

Die Zeit der Kreuzzüge nimmt in der europäischen Geschichte einen bedeutenden Platz ein, der inzwischen zum Glück auch kritisch betrachtet wird. Abgesehen von irgendwelchen abstrusen Gestalten in den rechten Ecken des Internets zumindest. Das Ziel der Kreuzzüge im 12. und 13. Jahrhundert ist ebenso bis heute bekannt: Die Gotteskrieger zog es meist Palästina und insbesondere nach Jerusalem, das es von den bösen Muslimen zurückzuerobern galt. Nebenbei fand sich aber auch Ägypten als Opfer dieser Angriffe wieder und sogar das christliche Konstantinopel wurde einmal von einem Kreuzfahrerheer geplündert. Einen Ort, den man aber sicher nicht mit den Kreuzzügen verbindet, ist das Baltikum. Doch auch dorthin fanden im Mittelalter Kreuzzüge statt und das mit gutem Grund für die Menschen der Zeit: Immerhin lebten im Baltikum die letzten Heiden Europas! Schon im 12. Jahrhundert kam es also zu den ersten Kreuzzügen in diesen abgelegenen Teil des Kontinents. Erst in das Gebiet an der heutigen polnisch-deutschen Grenze, dann nach Livland im Baltikum und schließlich in ein Gebiet, das man später als Preußen kennen würde. Haupttreiber dieser Eroberungen war der berüchtigte Deutsche Orden, auch als Teutonischer Orden bekannt. Dieser deutsche Ritterorden, der sich kurz davor eigentlich im Heiligen Land gegründet hatte, würde die Geschichte Europas für immer verändern. Der Deutschorden zog nämlich nicht nur in Preußen ein, unterwarf und christianisierte die lokale Bevölkerung und baute daraus einen ganzen Staat. Nein. Aus ihm entstand später auch das Herzogtum Preußen und damit der Vorläufer des vereinigten Deutschlands. Mit allen Altlasten, die sich noch zeigen würden … Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode: Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter/ Auszug aus meinem neuen eBook “Fake News von Gestern” auf dem Blog: https://ralfgrabuschnig.com/hexenprozesse-geschichte Mehr über das Hörbuch “Fake News von Gestern”: https://ralfgrabuschnig.com/fake-news/ Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2 Komm zum Déjà-vu Treffen am 25.1 in Freising! https://www.eventbrite.de/e/deja-vu-treffen-und-stadtfuhrung-in-freising-tickets-79311618185

Erschienen: 18.11.2019
Dauer: 00:35:17

Podcast-Webseite: Episode "Ein vergessener Kreuzzug. Der Deutsche Orden und die Heiden der Ostsee"


Titus Oates und seine Papistenverschwörung

Im England des 17. Jahrhunderts behauptete Titus Oates, eine Verschwörung katholischer Kreise gegen den König entdeckt zu haben. Die Folgen waren so verheerend wie vorhersehbar.

Im 17. Jahrhundert entwickelte England ein langlebiges Problem: Sein Problem mit dem Katholizismus. Was schon mit Heinrich VIII. und später mit Ereignissen wie der Pulververschwörung um Guy Fawkes seinen Anfang nahm, fand in jenem Jahrhundert in zahlreichen Papistenverschwörungen seine logische Fortsetzung. Das waren angebliche Verschwörungen, denen zufolge katholische Kräfte die Macht in London wieder an sich reißen wollten. Und um eine genau solche geht es in dieser Folge: Den Papist Plot, den ein Titus Oates im späten 17. Jahrhundert aufgedeckt haben will. In jener Zeit tauchte dieser ehemalige Geistliche der Anglikanischen Kirche plötzlich in London auf und berichtete von einem atemberaubenden Plan: Die Jesuiten, der französische König und katholische Adelige in England sollen planen, den König zu ermorden! Wo Titus Oates das alles her hatte? Das hinterfragte damals niemand. Im protestantischen England jener Zeit herrschte ein so radikaler Antikatholizismus, dass “Popish Plots” wie dieser als einfache Wahrheit angenommen wurden. Natürlich gab es eine solche Verschwörung in papsttreuen Kreisen! Da musste ein Mann wie Titus Oates doch keine großartigen Beweise mehr liefern! Das Resultat war vorhersehbar: zahlreiche zu unrecht verurteilte und ermordete Menschen. Konsequenzen musste dafür aber niemand tragen. Das englische Problem mit der Religion würde stattdessen noch jahrhundertelang fortbestehen und die Church of England blieb noch lange auf dem Standpunkt, dass ein Katholik gar nicht echter Engländer sein konnte. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter/ Blogartikel zu Guy Fawkes und der Pulververschwörung: https://ralfgrabuschnig.com/guy-fawkes-pulververschwoerung Mehr über das Hörbuch “Fake News von Gestern”: https://ralfgrabuschnig.com/fake-news/ Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2 Komm zum Déjà-vu Treffen am 25.1 in Freising! https://www.eventbrite.de/e/deja-vu-treffen-und-stadtfuhrung-in-freising-tickets-79311618185

Erschienen: 04.11.2019
Dauer: 00:29:21

Podcast-Webseite: Episode "Titus Oates und seine Papistenverschwörung"


Musik als Waffe

Musik als Waffe? Das klingt auf den ersten Blick absurd und doch wurde Musik schon lange genau so verwendet. Einige Beispiele bespreche ich in dieser Folge.

Musik als Waffe. Das klingt auf den ersten Blick wie eine recht absurde und schwer vorstellbare Idee. Aber doch blickt die Verwendung von Musik für den Krieg und auch für die Folter auf eine lange Geschichte zurück. Im Beitragsbild zu dieser Episode ist zum Beispiel die alttestamentarische Schlacht von Jericho zu sehen, in der angeblich Trompeter die Mauern der belagerten Stadt zum Einsturz brachten. Das soll um 1500 vor Christus gewesen sein, wenn auch vieles gegen die Glaubwürdigkeit dieser Geschichte spricht. Militärmusiker oder Trommler spielten aber trotzdem schon seit Jahrhunderten wenn nicht Jahrtausenden eine wichtige Rolle im Krieg. Sie feuerten die eigenen Truppen an und sollten die Feinde in Angst und Schrecken versetzen. Und doch sind es erst die letzten paar Jahrzehnte, in denen Musik und ihre Nutzung als Waffe ihren Höhepunkt erreichte. In dieser Episode des Podcast spreche ich über einige der bekannteren Beispiele der jüngeren Geschichte, in denen genau das geschehen ist. Ich erzähle etwa von der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea und die seit den 50er-Jahren dort stationierten Lautsprechertürmen, mit denen sich die beiden Seiten mit Propagandamusik beschallen. Ich bespreche die Nutzung von Musik durch die USA, sowohl im “klassischen” Kriegseinsatz in Afghanistan als auch als Instrument in der Musikfolter, wie sie in Guantanamo und in anderen Gefängnissen eingesetzt wurde. Und um nicht auf eine allzu depressive Art zu enden, erzähle ich zum Schluss noch die faszinierende Geschichte von Manuel Noriega, dem de-facto Diktator Panamas und langjährigen Partner der CIA, und was eine US Invasion mit dem Ziel seiner Absetzung mit Rockbands wie Guns n’ Roses und The Clash zu tun hat. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zu dieser Episode: Blogartikel zur Protestmusik: https://ralfgrabuschnig.com/protestlied-geschichte Artikel von ORF: https://orf.at/stories/3134427/ Artikel der BBC: https://www.bbc.com/news/world-latin-america-40090809 Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2 Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden

Erschienen: 21.10.2019
Dauer: 00:33:12

Podcast-Webseite: Episode "Musik als Waffe"


Samuel Hahnemann und die Geschichte der Homöopathie

Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie und obwohl seine Mittel keinerlei Wirkung aufweisen, veränderten sie die Medizingeschichte. Wie konnte das geschehen?

Samuel Hahnemann gilt als Begründer der Homöopathie. Das sollte jetzt eigentlich keine allzu große Geschichte sein. Immerhin hat das, was dieser Mann da im 18. Jahrhundert erfunden hat, keinerlei medizinische Wirkung (zumindest keine über den Placeboeffekt hinausgehende) und wurde von der modernen Medizin schon lange überholt. Aber leider leben wir offensichtlich in keiner so aufgeklärten Welt, dass logische Argumente wie dieses auch tatsächlich zum Ende einer Irrlehre führen würden. Stattdessen gibt es die Homöopathie nach wie vor. Gerade in Deutschland schmeißen sich die Leute massenhaft Globuli in den Rachen und der gleichermaßen magische wie falsche Satz “wer heilt hat recht” wird immer noch durch die Medien gejagt. Das ist tragisch. Samuel Hahnemann und seine “Heilmethoden” mögen nämlich in ihrer Zeit durchaus ihre Berechtigung gehabt haben. Dass wir uns heute aber noch mit homöopathischen “Mitteln”, Voodoo-Medizin wie dem Potenzieren und sturen Verfechtern desselben herumschlagen müssen, entbehrt jeder logischen Erklärung. Da lohnt es sich schon mal, in die Geschichte des Ganzen einzutauchen. Ich habe mich dafür mit den werten Herren von Das Ach in Nürnberg zusammengesetzt. Fast drei Stunden lang haben wir uns dort über das Leben des Samuel Hahnemann unterhalten, über sein Hauptwerk, das “Organon der Heilkunst”, über homöopathische Konzepte wie die Erstverschlimmerung, die Idee “Ähnliches mit Ähnlichem zu heilen” und die Absurdität der Potenzierung. Und das alles taten wir, um herauszufinden: Wer war Samuel Hahnemann eigentlich und was ist Homöopathie? Hier habe ich unser Gespräch auf knapp die Hälfte geschnitten (es ist ja auch so schon lange genug). Bei den Kollegen von Das Ach kannst du dir aber die gesamte Episode anhören, in der wir neben der Homöopathie auch noch über einige andere Pseudowissenschaften und selbsternannte “Leugner” reden. Diese Episode findest du auch auf deja-vu-geschichte.de. Dort kannst du mir gerne ein Kommentar hinterlassen, ich würde mich freuen, von dir zu hören! Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, abonniere ihn doch bitte in deinem Podcatcher und bewerte ihn auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Erlangen … Da hat der gute Samuel Hahnemann übrigens auch studiert. Links zur Episode: Die Folge in ihrer vollen Länge bei Das Ach: https://das-a.ch/34-homoeopathie-und-andere-nichtmedizinische-pseudowissenschaften/ Teste dein Wissen über die Medizingeschichte in meinem kleinen Quiz: https://ralfgrabuschnig.com/quiz-medizin-geschichte Alles zum Déjà-vu Geschichte Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter Auf Apple Podcasts bewerten: https://itunes.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2 Déjà-vu Geschichte finanziell unterstützen: https://ralfgrabuschnig.com/ueber-ralf-grabuschnig/#spenden

Erschienen: 07.10.2019
Dauer: 01:23:43

Podcast-Webseite: Episode "Samuel Hahnemann und die Geschichte der Homöopathie"


Special – Joseph Kyselak. Graffitimeister der Biedermeierzeit

Joseph Kyselak war ein Trunkenbold aus dem Wien der Biedermeierzeit, doch durch eine Wette wurde er zum Erfinder der modernen Graffiti. Wie geschah das?

Die heutige Episode ist mal wieder eine Sonderfolge und der Grund dafür ist derselbe wie jedes Jahr: Heute ist nämlich #InternationalPodcastDay! Letztes Jahr habe ich zu diesem Anlass bereits einen älteren Blogartikel von mir vertont, konkret die Geschichte der Grand Tour, und dieses Jahr mache etwas ganz ähnliches. Ich erzähle dir eine Geschichte, die ich ebenfalls schon vor langer Zeit auf dem Blog erzählt habe: Die von Joseph Kyselak, Taugenichts aus dem Biedermeier und Erfinder der Graffiti. Denn manche Geschichten haben es auch verdient, mehrfach erzählt zu werden! Ich erzähle dir in dieser Episode also, wie es passieren konnte, dass der an sich unauffällige Wiener Trunkenbold Joseph Kyselak in den 1820er-Jahren zur Berühmtheit im Habsburgerreich wurde. Das war ja immerhin auch sein erklärtes Ziel, denn er war eine Wette eingegangen, in der er behauptete, genau das bewerkstelligen zu können. Und das (so muss man als waschechter Wiener betonen) ohne eine Straftat zu begehen oder eine neue Suizidmethode zu erfinden. Um sein Vorhaben also in die Tat umzusetzen, machte sich Kyselak auf auf eine Wanderung quer durch Österreich und hinterließ allerorts an gut sichtbaren Orten sein Markenzeichen: Den eigenen Namen in großer, schwarzer Schrift. Die Wette gewann er damit schnell, die Medien diskutierten wild die Herkunft dieser merkwürdigen Schriftzüge und so ganz nebenbei erfand er damit auch das moderne Graffiti. Wie immer findest du diese Folge auf deja-vu-geschichte.de, wo ich mich sehr über Kommentare freue. Und wenn dir der Déjà-vu Geschichte Podcast gefällt, bewerte ihn doch bitte auf Apple Podcasts! Das hilft mir ungemein, ein bisschen Sichtbarkeit in der großen weiten Welt der Podcasts zu erlangen. Links zur Episode: Das ganze Hörbuch im Newsletter: https://ralfgrabuschnig.com/newsletter Mehr zum International Podcast Day: https://internationalpodcastday.com Auf Apple Podcasts bewerten: https://podcasts.apple.com/de/podcast/d%C3%A9j%C3%A0-vu-geschichte/id1352293122?mt=2

Erschienen: 30.09.2019
Dauer: 00:11:50

Podcast-Webseite: Episode "Special – Joseph Kyselak. Graffitimeister der Biedermeierzeit"


Podcast "Déjà-vu-Podcast"
Merken
QR-Code