Podcast "Gedankensprünge"

Gedankensprünge ist ein Podcast der Musikhochschule Lübeck, der Technischen Hochschule Lübeck und der Universität zu Lübeck. In jeder Folge sprechen Expert:innen verschiedener Disziplinen über ein Thema. Ob Forschung, Gesellschaft oder Kultur – unsere Gäste kommen aus unterschiedlichen Fachgebieten. Sie bereichern sich gegenseitig, dürfen sich aber auch gern widersprechen. Der kostenlose Audio-Podcast Gedankensprünge erscheint immer in der Mitte eines jeden Monats.

Podcast-Episoden

52 | Wissenschaftskommunikation

Wer interessiert sich noch für Fakten?

Wissenschaft lebt vom Austausch – und davon, dass Forschungsergebnisse ihren Weg in die Gesellschaft finden. Aber wer sorgt dafür, dass Wissenschaft verständlich gemacht wird? Und welche Verantwortung tragen Hochschulen, wenn es darum geht, Wissenschaft sichtbar, greifbar und manchmal sogar unterhaltsam zu machen? In unserer 52. Podcastfolge teilen drei Expert*innen ihre Sichtweisen auf Chancen, Aufgaben und Herausforderungen der Wissenschaftskommunikation. Theresia Lichtlein (TH), Leiterin der Kommunikation der Technischen Hochschule Lübeck, betont im Podcast, dass wissenschaftliche Erkenntnisse nur dann Wirkung entfalten, wenn sie die Menschen auch erreichen. Dabei muss sie oft zwischen den schnellen Kommunikationsmechanismen der Medienwelt und dem langsameren Takt der wissenschaftlichen Forschung vermitteln – ein Spannungsfeld, das Fingerspitzengefühl verlangt. Aber ganz gleich, ob es darum geht, Forschungsprozesse transparent zu machen oder Begeisterung für ein Themenfeld zu wecken: Wissenschaftskommunikation kann Zugänge schaffen, Neugier wecken und Vertrauen in die Wissenschaft aufbauen. Daniel Hoth (UzL), Pressesprecher der Universität zu Lübeck, beschreibt Wissenschaftskommunikation als einen Übersetzungsprozess: Im Idealfall werden dabei komplexe Forschungsinhalten in verständliches Wissen verwandelt, das ganz im Sinne des aufklärerischen Grundgedankens die Grundlage für gesellschaftliche Verständigung schafft. Er weist auf die wachsende Bedeutung der Kommunikation im Berufsbild von Wissenschaftler*innen hin – gerade, weil Social Media schnelle und zugespitzte Formate verlangt. Mutig zu kürzen, ohne das Wesentliche dabei preiszugeben, sieht er als eine der größten Herausforderungen für die Wissenschaftskommunikation an. Auch Dr. Teresa Cäcilia Ramming (MHL), wissenschaftliche Mitarbeiterin im Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck, hebt hervor, dass Wissenschaftskommunikation entscheidend für die Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs ist – nicht zuletzt, weil es um öffentliche Gelder geht, deren Einsatz transparent gemacht werden muss. Am Beispiel des Brahms-Portals, einer neuen Onlineplattform zum Leben und Werk von Johannes Brahms, zeigt sie im Podcast, wie musikwissenschaftliche Forschung einer breiten Öffentlichkeit zugänglich werden kann. Sie erinnert daran, dass auch die Fähigkeit, Vorträge überzeugend zu halten oder Texte zielgruppengerecht zu schreiben, ein Teil von Wissenschaftskommunikation ist – und deswegen zunehmend Eingang in das Studium findet. In dieser Folge unter der Moderation von Nicole Werner, Mitarbeiterin am Brahms-Institut an der Musikhochschule Lübeck (MHL), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.

Erschienen: 20.08.2025
Dauer: 00:58:23

Weitere Informationen zur Episode "52 | Wissenschaftskommunikation"





#50 | Die 2020er Jahre

Was haben Sie uns gebracht?

Was war, was ist, was bleibt? Auch in der 50. Folge widmet sich unser Podcast einem einzelnen Jahrzehnt und seinen Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? In dieser Folge blicken wir auf die erste Hälfte der 2020er Jahre und unterhalten uns darüber mit einem Infektiologen, einem Professor für Künstliche Intelligenz und einem Pop-Historiker. Corona, der Ukraine-Krieg, die Klimakrise – die erste Hälfte der 2020er Jahre war geprägt von einer Abfolge globaler Krisen. Für den Pop-Historiker Fabian Bade (MHL) stand jedoch eine ganz persönliche, tiefgreifende Veränderung im Vordergrund: die Geburt seines ersten Kindes. Rückblickend ist er positiv überrascht, wie gut sich Familie und Beruf dank neuer Regelungen zu Homeoffice und Remote Work miteinander vereinbaren ließen. Manchmal bringen Krisen eben auch Fortschritt hervor. Überrascht hat ihn zudem die immense Wirkung, die das breite Zugänglichmachen von Künstlicher Intelligenz in dieser Zeit entfaltet hat. Ob darin für Musiker*innen eher Chancen oder Risiken liegen, diskutieren wir im Podcast. Dr. Niklas Beuter (TH), Professor für Künstliche Intelligenz und Data Science an der Technischen Hochschule Lübeck, beschreibt den Moment, in dem generative KI aus der Fachwelt in den gesellschaftlichen Mainstream überging, als einen »magischen Augenblick« für die Informatik. Die neu gewonnene Zugänglichkeit bringt jedoch auch neue Herausforderungen mit sich – insbesondere für Hochschulen. Diese müssen sich nun differenziert mit der Frage auseinandersetzen, wie KI sinnvoll in Studium und Lehre integriert werden kann. Dabei gilt: Jede KI ist nur so gut wie die Daten, mit denen sie trainiert wurde, und sollte stets im Hinblick auf die Interessen der dahinterstehenden Akteure kritisch betrachtet werden. Auch Prof. Dr. Jan Rupp (UKSH) blickt auf bewegte Jahre zurück: Als Leiter der Klinik für Infektiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, erlebte er die arbeitsintensivste Phase seines bisherigen Berufslebens. Im Podcast berichtet er, ab wann ihm klar wurde, dass das neuartige Coronavirus die Medizin vor eine beispiellose Herausforderung stellen würde und was sich seither in seinem Fachbereich verändert hat. Gemeinsam sprechen wir darüber, was wir inzwischen über das Virus und seine Auswirkungen auf den menschlichen Körper wissen und wo weiterhin Unsicherheit besteht. In dieser Folge unter der Moderation von Theresia Lichtlein, Kommunikationsleiterin der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.

Erschienen: 18.06.2025
Dauer: 01:03:51

Weitere Informationen zur Episode "#50 | Die 2020er Jahre"



#49 | Die 2010er Jahre – Was haben Sie uns gebracht?

Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen?

Was war, was ist, was bleibt? In einer neuen Serie widmet sich unser Podcast einzelnen Jahrzehnten und ihren Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? In dieser Folge werfen wir einen Blick auf die 2010er Jahre und kommen darüber mit einem Musikpädagogen, einem Professor für Mechatronik und einem Professor für Wirtschaftsingenieurwesen ins Gespräch. Fabian Bade (MHL), inzwischen ein geschätzter Dauergast in unseren Jahrzehnte-Folgen, bereichert auch diese Folge wieder mit seinem umfangreichen Wissen über Populäre Musik des 21. Jahrhunderts. Er schildert im Podcast, wie die 2010er Jahre endgültig unsere Vorstellung von Musik als Gegenstand verändert haben: Während Musikstücke bislang überwiegend an einen physischen Tonträger gebunden waren, vollzieht sich mit Plattformen wie »Spotify« oder »Apple Music« der Wechsel zum Streaming. Songs müssen nicht mehr im Rahmen eines Albums veröffentlicht und erworben werden, sondern können sofort verbreitet und von den Konsument*innen in individuellen Playlists zusammengestellt werden. Auch Prof. Dr. Dennis Kolberg (TH) erinnert sich an Umbrüche in seinem Fachbereich, nämlich an die vierte industrielle Revolution, auch Industrie 4.0 genannt. Mit diesem Begriff wird eine neue Phase der Digitalisierung industrieller Produktion bezeichnet. Sie führte nicht nur zu einer immer komplexeren Vernetzung von Menschen, Softwaresystemen und Maschinen, sondern auch zu einer Technik, die zunehmend unabhängiger vom Menschen wird. Nach seinem Studium hat es Prof. Dr. Kolberg in eine der Geburtsstätten dieser Entwicklungen gezogen, von denen er uns im Podcast berichtet: Zu SmartFactoryKL nach Kaiserslautern, wo er maßgeblich an der Entwicklung innovativer Fabriksysteme beteiligt war. Prof. Dr. Georg Schildbach (UzL) blickt mit einer ganz persönlichen Erinnerung auf die 2010er Jahre zurück. Kurz zuvor hatte er als Berufseinsteiger bei einer großen Investmentbank in London angefangen und konnte die Auswirkungen der Finanzkrise dort aus nächster Nähe miterleben. Viele Finanzanalysten verloren in dieser Zeit über Nacht ihre Jobs – darunter auch einige seines Abschlussjahrgangs. Inzwischen hat sich Prof. Dr. Schildbach auf die Entwicklung autonomer Systeme spezialisiert und erforscht an der Universität zu Lübeck unter anderem die Entwicklung autonomer Drohnen und Fahrzeuge. Dieses Thema begeisterte unsere Podcast-Runde nachhaltig. Spätere gemeinsame Testfahrten sind nicht ausgeschlossen! In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin an der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.

Erschienen: 21.05.2025
Dauer: 00:58:27

Weitere Informationen zur Episode "#49 | Die 2010er Jahre – Was haben Sie uns gebracht?"



#48 | Die 2000er Jahre

Was haben Sie uns gebracht?

Was war, was ist, was bleibt? In einer neuen Serie widmet sich unser Podcast einzelnen Jahrzehnten und ihren Errungenschaften. Was waren die prägenden historischen Ereignisse, wie war die gesellschaftliche Stimmung, und welche Veränderungen wurden angestoßen? Was haben wir aus der Vergangenheit gelernt, was vermissen wir, und was können wir getrost hinter uns lassen? Mit dieser Folge kommen wir in den 2000er Jahren an und gleichen unsere Erinnerungen mit einem Musikpädagogen, einem Professor für Kommunikationssysteme und einem Historiker ab. Im Rückblick sieht Fabian Bade (MHL) die2000er Jahre als das letzte Jahrzehnt, in dem sich Popmusik noch relativ leicht bestimmten Genres zuordnen ließ. In der Medienlandschaft zeigten sich jedoch bereits erste Anzeichen der gewaltigen Umbrüche, die bevorstanden: Es waren nicht länger nur die Plattenfirmen, die Musiker*innen berühmt machten, sondern auch Fernsehshows – Casting-Formate wie »Popstars« (ab 2000) oder »Deutschland sucht den Superstar« (ab 2002) boomten, und der Fernsehmoderator Stefan Raab hielt sich mit dem Song »Maschen-Draht-Zaun« wochenlang auf Platz 1 der Charts. Prof. Dr. Horst Hellbrück (TH) blickt als Informatiker mit unsauf die Ängste und Sorgen zurück, die den Jahreswechsel 1999/2000 unter dem Stichwort »Millenium Bug« weltweit begleitet haben. Zum Glück sind dann doch nicht alle IT-Systeme zusammengebrochen. Er hat uns sogar etwas aus seinem akustischen Archiv mit in den Podcast gebracht: Gemeinsam lauschen wir andächtig den Geräuschen eines Modems, das sich ins World Wide Web einwählt. Sicherlich einer der Soundtracks dieses Jahrzehnts, zumindest für diejenigen, die es miterlebt haben! Als langjähriger Pressesprecher der Universität zu Lübeck erinnert sich Rüdiger Labahn (UzL) besonders intensiv an das erste Jahrzehnt der 2000er Jahre. In den Jahren 2005 und 2010 stellte die schleswig-holsteinische Landespolitik den Fortbestand der Universität existenziell in Frage. Ein Protest brach los, den sich in diesem Ausmaß niemand hätte vorstellen können. Nicht nur die Hochschulen, sondern ganz Lübeck kämpfte für seine Uni. Im Podcast blicken wir gemeinsam auf diese bewegte Zeit zurück – und stellen fest, dass sich Fabian Bade und Rüdiger Labahn schon bei den damaligen Protesten begegnet sind. In dieser Folge unter der Moderation von Johanna Helbing, Kommunikationsreferentin an der Technischen Hochschule Lübeck (TH), beleuchtet der Podcast von Lübeck hoch 3 einmal monatlich Themen der Forschung, Kultur und Gesellschaft. Geladen sind jeweils Vertreter*innen der drei am Projekt beteiligten Hochschulen (Musikhochschule Lübeck, Technische Hochschule Lübeck und Universität zu Lübeck) und je nach Thema ein*e Expert*in als Gast. Der Podcast steht über die Website www.gedankenspruenge-podcast.de und alle gängigen Plattformen zum Abruf bereit. Die Folgen gehen jeweils mittwochs zur Monatsmitte online. Wissenstransfer, wechselseitiger Dialog und neue Ideen – dafür steht Lübeck hoch 3. Den eigenen Podcast sehen die Initiatorinnen und Vertreter der drei Hochschulen als wichtigen Baustein, um den Diskurs mit der Gesellschaft über Wissenschaft und Kultur anzuregen.

Erschienen: 16.04.2025
Dauer: 00:59:53

Weitere Informationen zur Episode "#48 | Die 2000er Jahre"



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