Podcast "HiKo-Cast"

Die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (HiKo) betreibt in erster Linie historische Grundlagenforschung mit Quelleneditionen vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Überdies gibt sie mit NDB/NDB-online das historisch-biographische Lexikon des deutschen Sprachraums heraus. Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen und Mitglieder präsentieren Ergebnisse ihrer Arbeit. Nichts ist spannender als Quellen, dieser „Rohstoff der Geschichtswissenschaft“ (Hans Günter Hockerts), aber überzeugen Sie sich selbst.

Hier finden Sie den Podcast der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit laufend neuen Folgen aus der Wissenschaft und zu unseren Veranstaltungen – vom Gesprächsabend bis zum Vortrag.

Podcast-Episoden

Die Gründerfigur der rechtsradikalen Partei „Die Republikaner“: Franz Schönhuber. Ein neuer biografischer Artikel der NDB-online

Die Gründerfigur der rechtsradikalen Partei „Die Republikaner“: Franz Schönhuber. Ein neuer biografischer Artikel der NDB-online

In NDB-online ist ein neuer Artikel zu einem politisch aktuellen Thema erschienen: Moritz Fischer schreibt über Franz Schönhuber, den Mitgründer und langjährigen Parteivorsitzenden der rechtsradikalen Partei „Die Republikaner“, die in der Bundesrepublik in den 1980er und frühen 1990er Jahren politisch Aufsehen erregte und Erfolge feierte. Laura Räuber spricht mit der Fachredakteurin Maria Schimke über die lexikalische Arbeit der NDB-online im Bereich Politik seit 1945 und mit Moritz Fischer über Franz Schönhuber, seine Bedeutung für die programmatische Entwicklung der Partei, Erfolge und Niedergang und über Ähnlichkeiten und Unterschiede zur AfD. 00:00:00: Intro: Der Architekt Frei Otto 00:01:32 NDB-Online 00:02:38 Artikel über Franz Schönhuber 00:04:04 Wichtigste Stationen im Leben Schönhubers vor den „Republikanern“ 00:07:29 Gründung der „Republikaner“ 00:12:04 Einfluss Schönhubers auf die „Republikaner“ 00:18:28 Wahlerfolge der „Republikaner“ 00:22:20 Ende von Schönhubers politischer Karriere 00:26:58 Nach dem Ende der „Republikaner“ 00:28:37 Parallelen zur AfD 00:34:11 Weitere geplante NDB-Artikel zu Rechtsextremen 00:35:31 Weitere Artikel über Politikerinnen und Politiker allgemein

Erschienen: 23.07.2025
Dauer: 0:37:12

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Frei Otto - Pionier und Visionär der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts

Frei Otto - Pionier und Visionär der Architektur des 20. und 21. Jahrhunderts

Als Pionier des Leichtbaus gehört Frei Otto (1925-2015) zu den Leuchtfiguren der Architektur des 20. Jahrhunderts. Seine temporären Bauten aus Seilnetzen, Membranen und Gitterschalen begriff er als Gegenentwürfe zur Monumentalität und zum Ewigkeitsanspruch der NS-Architektur. Seine interdisziplinären Konzepte eines anpassungsfähigen, ressourcensparenden und nachhaltigen Bauens und seine architektonischen Innovationen prägten das Bild der jungen Bundesrepublik im Ausland nach 1945. Ottos Ideen für eine bessere Welt erscheinen heute, zehn Jahre nach seinem Tod und in Zeiten knapper globaler Ressourcen und krisenhafter Lebensbedingungen, aktueller und zukunftsweisender denn je. Unter den zahlreichen Projekten des Architekten ragen der deutsche Pavillon für die Expo in Montreal 1967, mit Rolf Gutbrod, und die olympischen Sportstätten in München 1968/72, mit Behnisch und Partner, hervor. Dr.-Ing. Irene Meissner (Technische Universität München), Autorin des Artikels über Frei Otto für NDB-online, stellt im Interview des Podcasts die Biografie und das Werk des Architekten auf der Basis fundierter Quellenkenntnis und persönlichen Erlebens vor. Zudem gibt der Beitrag Einblicke in die Konzeption, die äußere Form und die Entstehung des Lexikonartikels in NDB-online. 00:00:00: Intro: Der Architekt Frei Otto 00:02:20: Lexikonartikel in der NDB-Online 00:04:32: Quellen für den Beitrag 00:05:04: Die Leichtbau-Architektur und Frei Ottos Biographie 00:05:55: Vorbilder und Partner Frei Ottos 00:07:33: Heutige Perspektive auf Frei Otto und Einfluss auf die heutige Architektur 00:09:07: esonderheit der Zeltdachkonstruktionen und Persönlichkeit Ottos 00:11:31: Architektur-Artikel in der NDB-Online 00:15:52: Anwendungsmöglichkeiten der NDB-Online 00:20:30 Netzwerke und weiterführende Forschungsfragen 00:23:23 Zielpublikum der NDB-Online

Erschienen: 03.07.2025
Dauer: 0:26:15

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80 Jahre Kriegsende in Bayern - 8. Mai 1945

80 Jahre Kriegsende in Bayern - 8. Mai 1945

Das Kriegsende in Bayern Anfang Mai 1945 bedeutete eine tiefe Zäsur. Unter der Aufsicht der amerikanischen Militärregierung hatten die beiden ersten, im Mai bzw. im September 1945 von den Amerikanern ernannten Ministerpräsidenten Fritz Schäffer und Wilhelm Hoegner mannigfache und enorme Herausforderungen politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Art in einem weitgehend zerstörten Land zu bewältigen. In diesem großen und tiefgreifenden Neuordnungsprozeß entstand schon 1946 der demokratische Freistaat Bayern, dessen Verfassung bis heute den rechtlichen Rahmen Bayerns in der föderalistisch gegliederten Bundesrepublik Deutschland darstellt. Im Detail nachzulesen sind die Entscheidungen und Beratungen der bayerischen Kabinette in dieser schwierigen Zeit in der digitalen Edition "Die Protokolle des Bayerischen Ministerrats 1945-1962", herausgegeben von der Historischen Kommission (HiKo) bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und bearbeitet von Dr. Karl-Ulrich Gelberg und Dr. Oliver Braun. Mai/2025 00:00:00 Intro: 80 Jahre Kriegsende in Deutschland 00:01:09: Kriegsende in Bayern 00:03:12: Die Rolle von Fritz Schäffer 00:08:47: Entnazifizierung in Bayern 00:12:27: Absetzung Fritz Schäffers und Ernennung Wilhelm Högner (SPD) 00.17:29: Bayern in der amerikanischen Besatzungszone 00:19:45: Bayerische Verfassung und Regierungssystem 00:23:04: Die CSU auf Bundesebene 00:25:47: Anstoß der Wirtschaft in Bayern

Erschienen: 07.05.2025
Dauer: 0:29:02

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Der Leibarzt und sein Tagebuch: Dr. Alfred Haehner und die Hohenzollern im Exil

Der Leibarzt und sein Tagebuch: Dr. Alfred Haehner und die Hohenzollern im Exil

Über Wilhelm II. scheint alles gesagt. Doch wie lebte der abgesetzte deutsche Kaiser und seine kranke Ehefrau Auguste Viktoria im Exil in den Niederlanden? Wie gingen die Hohenzollern mit dem Ende der Monarchie in Deutschland um? Welche Ambitionen hegten Kaiser und Kronprinz weiterhin und worüber unterhielt man sich an an dem kleinen deutschen Exilhof in Amerongen und Doorn? Wer kam zu Besuch? Wie ging die Familie mit dem Tod der Kaiserin und der Wiederverheiratung Wilhelms II. um? Einen Einblick in dieses private wie politische Exilleben der Hohenzollern in den frühen Nachkriegsjahren liefert das Tagebuch des Leibarztes Dr. Alfred Haehner. In dieser Podcastfolge geht es aber nicht nur um das ungewöhnliche Dokument eines Herzensmonarchisten, sondern auch um die Schwierigkeiten, sein Leben zu rekonstruieren und damit dem Autor des Tagebuchs wieder ein Gesicht zu geben. Für die Fragen und die Produktion des Podcasts zeichnet Laura Räuber verantwortlich - hier im Gespräch mit Prof. Dr. Sabine Mangold-Will. 00:00:00 Intro 00:02:39 Die Person Alfred Haehner 00:06:23 Berufung als Leibarzt des Kaisers 00:08:48 Leibarzt im Exil 00:11:34 Monarchie vs. Nationalsozialismus 00:14:53 Zweifel an den kaiserlichen Führungspersönlichkeiten 00:18:36 Das politische Tagebuch 00:25:29 Die Edition gedruckt und digital

Erschienen: 15.10.2024
Dauer: 0:30:23

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Adolf Hitler - neuer NDB-Artikel nach 50 Jahren Forschung

Adolf Hitler - neuer NDB-Artikel nach 50 Jahren Forschung

Zu keiner Person der deutschen Geschichte liegt mehr historische Forschung vor als zu Adolf Hitler (1889-1945). 50 Jahre nach Erscheinen des ersten NDB-Beitrags zu dem NS-Diktator hat der Stuttgarter NS-Experte Prof. Dr. Wolfram Pyta einen neuen biographischen Artikel vorgelegt, der auf Höhe der aktuellen Forschung unter anderem Hitlers frühen (ideologischen) Werdegang darlegt, Genese, Verlauf und Charakteristika von Hitlers politischer Herrschaft nachzeichnet und dessen Wirken als militärischer Oberbefehlshaber im Zweiten Weltkrieg bilanziert. Im Interview spricht Prof. Pyta über seine Konzeption des Artikels, reflektiert die besonderen Herausforderungen jeder biographischen Auseinandersetzung mit dem NS-Diktator und gibt Auskunft zu zentralen Fragen der modernen Hitler-Forschung.00:00:00 Intro 00:01:14 Thomas Vordermayer über den neuen NDB-Online-Artikel zu Adolf Hitler 00:03:00 Wolfram Pyta: NDB-Beitrag zu Hitler keine Huldigung 00:04:21 Aufbau des Beitrags 00:06:07 Die Persona Adolf Hitlers, der „Führer“ 00:09:24 Ästhetisierung des Politischen bei Hitler 00:12:41 Entwicklung von Hitlers radikaler Ideologie 00:15:45 Unklarheiten in der Familiengeschichte Hitlers und Geniebegriff 00:19:56 Auswahl für den NDB-Beitrag 00:25:19 Verabschiedung

Erschienen: 23.07.2024
Dauer: 0:25:55

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Der Deutsche Bund in den 1820er Jahren

Der Deutsche Bund in den 1820er Jahre

Ein neuer Band in der Reihe „Quellen zur Geschichte des Deutschen Bundes“ beleuchtet die vielen Facetten der Politik des Deutschen Bundes in den Jahren von 1824 bis 1830. In dieser Zeit spielten neben der sogenannten „Demagogenverfolgung“ die militärische Organisation des Bundes und wirtschaftliche Fragen eine große Rolle. An den Debatten über diese Themen nahm die deutsche Öffentlichkeit in Form von Presseartikeln und anderen publizistischen Schriften teilweise regen Anteil. Über die Vorbereitung des Quellenbandes und einige überraschende Erkenntnisse spricht Laura Räuber mit dem Bearbeiter Prof. Dr. Jürgen Müller und seiner Mitarbeiterin Canan Kement.00:00:00 Intro00:02:07 Herausforderung bei dem Projekt00:04:25 Erfassen der öffentlichen Meinung00:05:20 Auswertung der Augsburger Allgemeinen Zeitung00:07:21 Reaktion auf die Reformforderungen00:08:03 Beispiel aus dem Quellenband00:09:52 Begriff Demagogenverfolgung00:11:08 Zentraluntersuchungskommission00:12:16 Zukünftige Schwerpunkte

Erschienen: 11.04.2024
Dauer: 0:14:32

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Wernher von Braun: Genialer Erfinder oder Profiteur des NS-Systems? Eine kritische Einordnung

Wernher von Braun: Genialer Erfinder oder Profiteur des NS-Systems? Eine kritische Einordnung

Der Raketeningenieur Wernher von Braun (1912-1977) ist sicher einer der umstrittensten Techniker des 20. Jahrhunderts. Einerseits gilt er als ein herausragender Ingenieur, der die Raketenforschung entscheidend voranbrachte. Er war Kopf und Manager des NASA-Programms zur Mondlandung 1969 und als solcher weithin bekannt und geehrt. Andererseits stellte er sich und sein Können in den Dienst der Nationalsozialisten und entwickelte die V2-Raketen, die zur Bombardierung ziviler Einrichtungen genutzt wurden und bei deren Produktion Tausende von Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern ums Leben kamen. Wie erinnert man an eine solche Persönlichkeit? Und was trägt hierzu die Wissenschafts- und Technikgeschichte bei? Und wie stellt man diese Ambivalenzen in einem Lexikonartikel dar? Diesen und weiteren Fragen geht der Podcast nach; den Lexikonartikel von Dr. Michael Neufeld (Smithsonian Institution Washington, DC) zu von Braun für NDB-online finden Sie hier. Für die Fragen und die Produktion des Podcasts zeichnet Laura Räuber verantwortlich - hier im Gespräch mit Prof. Dr. Helmuth Trischler und Dr. Susan Splinter00:01:04 Helmuth Trischler: Wer war Wernher von Braun? 00:03:03 von Brauns Karriere vor 1945… 00:05:08 … und nach 1945 00:07:38 Susan Splinter: Wie blickt man auf Wernher von Braun zurück? 00:11:04 Erinnerung an Naturwissenschaftler und Techniker allgemein 00:13:32 Notwendigkeit einer historischen Einordnung 00:15:35 Historische Einordnung von Brauns 00:17:05 Vorgehen der NDB online

Erschienen: 12.12.2023
Dauer: 0:18:53

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Der Dawes Plan 1924: Symbol des europäischen Willens zur politischen und wirtschaftlichen Verständigung

Der Dawes Plan 1924: Symbol des europäischen Willens zur politischen und wirtschaftlichen Verständigung

Der im Frühjahr 1924 verhandelte und im August 1924 verabschiedete Dawes-Plan war nach Außen hin lediglich ein Zahlungsplan für die Reparationen, die Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg aufbringen musste. Zugleich enthielt er verschiedene Regelungen, um die Stabilität der deutschen Währung nach dem Desaster der Inflation zu garantieren. Tatsächlich war er aber deutlich mehr: Er markiert den Auftakt der „guten Jahre“ der Weimarer Republik, die begleitet waren von einer gesamteuropäischen Stabilisierung der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse bis zum Auftakt der Weltwirtschaftskrise 1929.Der Podcast beleuchtet, inwiefern die dreifache Krise aus Inflation, Reparationen und der Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen seit Januar 1923 die Voraussetzungen für die Verhandlung des Dawes-Plan schufen. Er beleuchtet seine innen- und außenpolitischen Folgen und stellt die Ereignisse des Jahres 1924 in einen breiteren wirtschaftshistorischen Kontext. Für die Fragen und die Produktion des Podcasts zeichnet Laura Räuber verantwortlich - hier im Gespräch mit Roman Köster.00:01:18 Was ist der Dawes-Plan?00:02:36 1. Krise: Inflation und Hyperinflation00:04:34 2. Krise: Reparationen00:05:25 3. Krise: Besetzung des Ruhrgebiets00:06:14 Rolle Gustav Stresemanns00:07:13 Rolle der Rentenmark00:11:00 Erneute Zahlung von Reparationen00:14:20 Stabilisierung der politischen Verhältnisse00:16:19 Schwierigkeiten bei der Umsetzung des Dawes-Plans00:20:02 Weg in die Weltwirtschaftskrise und deutsche Bankenkrise00:22:02 Der Young-Plan00:25:03 Jahrestage00:27:45 Verabschiedung

Erschienen: 22.08.2023
Dauer: 0:28:18

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Abgeordnetenleben 1871-1918. Die sozialen und kulturellen Grundlagen parlamentarischer Repräsentation

Abgeordnetenleben 1871-1918. Die sozialen und kulturellen Grundlagen parlamentarischer Repräsentation

Der Schwerpunkt des DFG-geförderten, in Kooperation mit der „Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien“ durchgeführten Projektes „Abgeordnetenleben 1871-1918“ liegt nicht auf dem Parlamentsbetrieb, sondern auf der Ausübung des parlamentarischen Mandats, das sich im Untersuchungszeitraum vom Ehrenamt zur hauptberuflichen Tätigkeit entwickelte. Wie sich die Lebenswelten von Abgeordneten durch die »Verberuflichung« der Politik veränderten, wird aus der umfangreichen, bislang als ›unpolitisch‹ abqualifizierten und daher unbeachtet gebliebenen ›privaten‹ Korrespondenz von Mitgliedern des Reichstags und des preußischen Abgeordnetenhauses rekonstruiert. Von zentraler Bedeutung sind dabei die zwischen den Abgeordneten und ihren Ehefrauen ausgetauschten Briefe. Diese Briefe sind zugleich von sozialgeschichtlicher wie auch von politischer Bedeutung: Sie geben Aufschluss über das Rollenverständnis der Abgeordneten, zeichnen ein Sozialprofil des modernen ›Berufspolitikers‹ und ermöglichen Einblicke in den Alltag zwischen Beruf, Familie und politischer Aktivität. Über die Grundlagen des Projektes und die Schwerpunkte der bei der Historischen Kommission entstehenden digitalen Edition sprechen im Podcast Lukas Moll M.A. (KG Parl) und Dr. Matthias Berg (HiKo). 00:00:25 Begrüßung und Vorstellung Matthias Berg 00:02:09 Voraussetzungen und Fragestellungen im Projekt 00:03:33 Lukas Moll: Grundlagen der Parlamentarismusforschung 00:05:31 Warum gerade durchschnittliche Parlamentarier 00:06:47 Typisches Abgeordnetenleben 00:08:12 Briefe als Quellen 00:12:41 Auswahl der Briefe und digitale vs. analoge Edition 00:17:40 Digitale Edition und Weiternutzung

Erschienen: 23.05.2023
Dauer: 0:20:32

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Ministerratsprotokolle als zentrale Quelle der bayerischen Nachkriegspolitik (1945-1962)

Ministerratsprotokolle als zentrale Quelle der bayerischen Nachkriegspolitik (1945-1962)

1954 war das letzte Regierungsjahr des Kabinetts Ehard III, einer großen Koalition vor Antritt der sogenannten Viererkoalition. Trotz des sich abzeichnenden Wahlkampfes im Landtagswahljahr 1954 war die Regierungsarbeit weiterhin von einer bemerkenswerten Harmonie gekennzeichnet. Ausgenommen hiervon war nur die Haushaltspolitik, die vor dem Hintergrund eines angespannten Staatshaushalts zu erheblichen parteiübergreifenden Dissonanzen zwischen den Ressorts führte. Ein zentrales Thema war der Ausbau der Infrastruktur im Freistaat, das hervorstechendste Projekt war hier die Idee, im Herzen Münchens ein großes Autobahndreieck auf Hochtrassen zu errichten. Auch die Wiedergutmachung gegenüber den jüdischen Opfern des Nationalsozialismus wurde im Ministerrat als “Chefsache“ behandelt, und in den Bereich der Kunstrestitution fiel der Rechtsstreit des Freistaates mit der Stadt Köln und mit der Tochter Hermann Görings um die Eigentumsverhältnisse an einem Bild von Lucas Cranach d.Ä. Und auch das bayerische Bier blieb ein Politikum: Das Innenministerium leitete 1954 den entschlossenen Kampf gegen den Import zuckerhaltigen Süßbieres und für den Erhalt des bayerischen Reinheitsgebotes ein. Für die Fragen und die Produktion des Podcasts zeichnet Laura Räuber verantwortlich. 00:00:25 Begrüßung 00:01:02 Die Person Hans Ehard 00:01:55 Editionsarbeit an den Ministerratsprotokollen 00:03:02 Beispiele für Inhalte in Band 4 00:04:50 Gesetz zur Gleichberechtigung: Bundesebene und Landesebene 00:07:08 Entschädigung der nationalsozialistischen Opfer in Bayern 00:08:24 Restitutionen und Entnazifizierung 00:09:49 Entnazifierung im Kabinett Ehard und weiteren politischen Ämtern 00:11:10 Zielgruppe der Ministerratsprotokolle 00:12:12 Umstellung auf digitales Angebot 00:13:20 Maximilian Schrott: Unterschied Buchpublikation und dig. Auftritt 00:15:35 Maximilian Schrott: Verbindung des Online-Auftritts zur NDB-Online 00:16:48 Spannendste Punkte in der Recherche an Band 4 00:20:45 Weiterarbeit am digitalen Auftritt der Ministerratsprotokolle

Erschienen: 23.10.2022
Dauer: 0:22:16

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