Prof. Dr. Andreas Bartels ist Natur- und Wissenschaftsphilosoph an der Universität Bonn. Ursprünglich in Mathematik und Physik ausgebildet, hat ihn sein Grundlageninteresse zur Philosophie geführt. Heute zählt er zu den renommiertesten Denkern auf dem Gebiet der modernen Naturphilosophie. Im Podcast-Gespräch mit Helmut Fink geht es um große Fragen: Was ist Zeit? Was unterscheidet wissenschaftliches Wissen vom Alltagswissen und wie verlässlich sind unsere wissenschaftlichen Theorien? Bartels nimmt uns mit auf eine erkenntnistheoretische Reise durch die Physik und erklärt, warum Theorien für ihn das Herzstück jeder echten Wissenschaft sind. Ein Gespräch über Begriffe, Begrenzungen und warum auch Zweifel gute Gründe brauchen. Der Beitrag Podcast-Gespräch • Andreas Bartels • Naturphilosophie und Wissenschaftstheorie erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 15.07.2026
Dauer: 51:35
Die Sorge begleitet den Menschen durch das gesamte Leben. Wir alle sind angewiesen auf fremde Hilfe, ob es um die Sicherung der eigenen Existenz geht oder um die Bürde, das Dasein gut und stimmig zu gestalten. Beides kostet uns enorme Bemühungen, und die Gefahr des Scheiterns ist allgegenwärtig. Und doch ist die Sorge ein Privileg, sagt der Philosoph Franz Josef Wetz. Warum, das erklärt er in dieser Folge seines Podcasts. Was zunächst zynisch klingt, ergibt aus evolutionärer Sicht Sinn. Der Mensch ist nicht auf bestimmte Lebensbedingungen spezialisiert, sondern muss mit unterschiedlichsten Lebensbedingungen zurechtkommen – deshalb betrachten ihn manche Philosophen als Mängelwesen. Doch Wetz zeigt, wie sich der scheinbare Nachteil als besondere Stärke erweist. Um in der Welt zu bestehen, nutzt der Mensch geistige Werkzeuge: Gehirn, Verstand und Sprache. Sie sind es auch, die uns erlauben, die Welt wissenschaftlich zu erforschen, aus künstlerischer Sicht zu betrachten und reflektiert zu bestaunen. Der Beitrag Aufgeklärt Staunen mit Frajo (16) • Die Last der Sorge – ein Privileg • Franz Josef Wetz erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 01.07.2026
Dauer: 23:39
Prof. Dr. Andreas Draguhn ist Neurowissenschaftler und Leiter des Instituts für Physiologie und Pathophysiologie an der Universität Heidelberg. Er erforscht die elektrischen Signale und Synchronisationsmuster im Gehirn, die für Wahrnehmung, Gedächtnis und Bewusstsein entscheidend sind. Neben seiner experimentellen Forschung engagiert er sich in interdisziplinären Debatten über das Verständnis der Neurowissenschaften und deren gesellschaftliche Auswirkungen. Im Gespräch mit Helmut Fink geht es um fundamentale Fragen. Wie speichert das Gehirn Erinnerungen? Wie erkennt es Muster und was bedeutet neuronale Synchronisation für unser Denken? Weitere Themen sind die Grenzen der Hirnforschung, das Verständnis von Intelligenz und die ethischen Konsequenzen der Neurowissenschaften bis hin zur Frage, ob und welche Tiere Schmerz und Bewusstsein empfinden. Ein faszinierender Einblick in die Welt der Hirnforschung. Der Beitrag Podcast-Gespräch • Andreas Draguhn• Wie bewusst empfinden Tiere? Können Bäume leiden? erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 15.06.2026
Dauer: 43:38
»Über die Religion: Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern« – so heißt das Werk des Theologen und Philosophen Friedrich Schleiermacher (1768–1834), in dem er ein romantisches und zugleich erstaunlich modernes Religionsverständnis skizziert. Geprägt von Toleranz und Pluralismus, stellt er eine »reine Religion« in den Mittelpunkt, die die Welt durch Emotion und eigene Anschauung erfahrbar macht. In der neuen Folge seiner Hör-Kolumne »Freigeist« ordnet Helmut Fink dieses Konzept aus Sicht des säkularen Humanismus kritisch ein. Sein Fazit: Während Schleiermachers Hang zu Pantheismus und Subjektivität Raum für Spekulation und Esoterik lässt, setzt der säkulare Humanismus auf wissenschaftlich erforschbare Erkenntnisse und rationale Kontrolle. Der Beitrag Freigeist (84) • Schleiermacher und wir • Hör-Kolumne von Helmut Fink erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 01.06.2026
Dauer: 22:41
Kultur lebt vom stetigen Austausch zwischen den Gesellschaften, sagt Martin Puchner. Er ist Professor für Englische und Vergleichende Literaturwissenschaft in Harvard und mehrfach preisgekrönter Buchautor. In seinem aktuellen Buch »Kultur – eine neue Geschichte der Welt« erklärt er anhand von detaillieren Beispielen, wie sich Kultur entwickelt, wandelt und vom Austausch profitiert. Brigitte Winkelmann vom Kortizes-Team sprach mit Puchner über Steinzeitmalerei, K-Pop und respektvolles Miteinander. Links: • Martin Puchners Homepage • Martin Puchners Substack • Das aktuelle Buch von Martin Puchner: »Kultur – eine neue Geschichte der Welt«, Klett-Cotta 2025. Der Beitrag Podcast-Gespräch • Martin Puchner • Augenhöhe (22): Kultur und ihre »Aneignung« – eine neue Geschichte der Welt erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 15.05.2026
Dauer: 50:29
Beim Einkaufen sind wir es gewohnt, Regale voller Waren vorzufinden. Wenn wir, wie in der Coronazeit, im Laden plötzlich vor leeren Nudelregalen stehen, erleben wir Beklemmung: Etwas Selbstverständliches ist auf einmal verschwunden. Aber was hat das alles mit dem Gottesglauben zu tun? Der Philosoph Franz Josef Wetz zeigt in dieser Folge seines Podcasts, wie Menschen reagieren, wenn sie das Gewohnte nicht mehr vorfinden – beim Wocheneinkauf ist es ähnlich wie beim Prozess der Säkularisierung, dem stetig schwindenden Gottesglauben in der Gesellschaft. Manche möchten zurück zur Religion, andere beklagen die Leere an Sinn. Und einige versuchen, den leer gewordenen Platz Gottes mit weltlichen Sinn-Angeboten zu füllen. Nationalismus und überzogener Fortschrittsglaube haben hier ihre Wurzeln. Aber: Es gibt noch einen vierten Weg, hinaus aus dem Supermarkt. Denn nicht alles, was fehlt, verlangt nach Ersatz. Der Beitrag Aufgeklärt Staunen mit Frajo (15) • Nudelregale im Supermarkt glauben noch an Gott • Franz Josef Wetz erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 01.05.2026
Dauer: 28:25
Wie behalten wir im digitalen Zeitalter einen klaren Kopf? Welche Tricks helfen unserer Kreativität auf die Sprünge? Und was können wir tun, um unser Gehirn bis ins Alter fit zu halten? Der renommierte Neurowissenschaftler und Kognitionsforscher Prof. Dr. Martin Korte befasst sich mit der Funktionsweise unseres Denkorgans, vor allem mit Lernen, Gedächtnis und der Frage, wie wir geistig fit bleiben. Im Gespräch mit Stephanie Haas vom Kortizes-Team erläutert er, wie wir durch bewusste Entscheidungen, körperliche Bewegung und gezieltes Lernen unsere kognitive Leistungsfähigkeit erhalten und sogar verbessern können. Dabei geht es nicht nur um wissenschaftliche Theorien, sondern auch um ganz praktische Tipps: für junge Menschen zur besseren Konzentration trotz sozialer Medien – und für Ältere, die ihr Gehirn aktiv halten möchten. Der Beitrag Podcast-Gespräch • Martin Korte • Frisch im Kopf macht gute Ideen – Von Reizüberflutung zum kreativen Denken erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 15.04.2026
Dauer: 29:51
Der schottische Philosoph David Hume zählt zu den bedeutendsten Denkern der Aufklärung. Seine „Dialoge über natürliche Religion“ sind ein Dokument des mühsamen Übergangs vom christlichen Mittelalter zu zu einer neuzeitlichen Weltsicht. In dem 1779 posthum veröffentlichten Werk lässt Hume drei Vertreter konkurrierender philosophischer Positionen debattieren: einen paradigmatischen Skeptiker, einen Anhänger des traditionellen Offenbarungsglaubens und einen Vertreter der „natürlichen Religion“ – die religiöse Wahrheiten allein aus Vernunft und Naturbeobachtung abzuleiten versucht. In dieser Folge seiner Hör-Kolumne ordnet Helmut Fink Humes klassischen Dialog aus der Position des modernen säkularen Humanismus ein. Dabei verdeutlicht er die grundlegende Bedeutung wissenschaftlicher Entwicklungen, insbesondere der Evolutionstheorie, für den weltanschaulichen Wandel: vom althergebrachten Theismus über den Agnostizismus hin zum modernen Atheismus. Der Beitrag Freigeist (83) • David Hume: Dialoge über natürliche Religion • Hör-Kolumne von Helmut Fink erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 01.04.2026
Dauer: 41:46
Dr. Juliane Bräuer ist Leiterin der Forschungsgruppe Hundestudien am Max-Planck-Institut für Geoanthropologie in Jena. Als Biologin und Psychologin verfügt sie über langjährige Erfahrung in der vergleichenden Kognitionsforschung. So untersucht sie in ihren Studien, wie Hunde denken, welche besonderen Fähigkeiten sie im Zusammenleben mit Menschen entwickelt haben und welche Rolle ihre außergewöhnlich gute Nase spielt. Im Gespräch mit Jürgen Hübner vom Kortizes-Team geht es außerdem um die Frage, inwiefern Menschen das Verhalten und die Fähigkeiten von Hunden falsch einschätzen, und was das für unser Zusammenleben mit den Tieren bedeutet. Außerdem spricht Juliane Bräuer über die ethischen Konsequenzen, die sich aus der Wissenschaft für den Umgang mit unseren vierbeinigen Begleitern ergeben. Der Beitrag Ich weiß was er fühlt Emotionen bei Hund und Mensch erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 15.03.2026
Dauer: 32:25
Weitere Informationen zur Episode "Ich weiß was er fühlt Emotionen bei Hund und Mensch"
»Warum soll es überhaupt Menschen geben?« – diese Frage rührt an die Grundfesten unserer Existenz. Antike Denker sahen den Zweck unseres Daseins in der Betrachtung der Natur und christliche Philosophen glaubten, wir wären auf der Welt, um den Schöpfergott zu preisen. Im Lichte der Rationalität betrachtet, erweist sich der Mensch jedoch als flüchtige, entbehrliche Episode der Naturgeschichte. Und wäre es angesichts von unausweichlichem Leid und Sterben nicht besser, wenn überhaupt keine Menschen geboren würden? Und doch gibt es eine Perspektive der Lebensbejahung, die ganz ohne metaphysische Illusionen auskommt. In dieser Folge seines Podcasts zeigt der Philosoph Franz Josef Wetz, warum das Leben trotz seiner kosmischen Bedeutungslosigkeit dennoch für uns kostbar und wichtig ist. Der Beitrag Aufgeklärt Staunen mit Frajo (14) • Warum soll es überhaupt Menschen geben? • Franz Josef Wetz erschien zuerst auf Kortizes-Podcast.
Erschienen: 01.03.2026
Dauer: 30:30