In dieser Folge der »Krummen Straße« sprechen Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer mit der Mathematikerin und Merkur-KI-Kolumnistin Paola Lopez über Mathematik und Künstliche Intelligenz, über Interdisziplinarität und deren Chancen und Probleme, über ihren 2025 erschienenen Roman “Die Summe unserer Teile” - und darüber, wie sich das literarische Schreiben zu ihren anderen Interessen verhält. Paola Lopez,geboren 1988 in Wien, ist Mathematikerin, assoziierte Mitarbeiterin des Weizenbaum-Instituts und promoviert interdisziplinär, nämlich in der Rechtswissenschaft, über Künstliche Intelligenz. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bremen und schreibt für den Merkur eine Kolumne zu KI.
Erschienen: 01.10.2026
Dauer: 01:21:55
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In dieser Folge der "Krummen Straße“ sprechen Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer mit der Literaturwissenschaftlerin Roxanne Phillips über das Komische – und zwar im weiten Bogen vom Hanswurst (und seiner Vertreibung von der Bühne) im Theater des 18. Jahrhunderts bis zur Standup-Comedy der Gegenwart, nämlich am Beispiel eines Programms von Jacqueline Novak. Roxanne Phillips ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am KWI Essen und Leiterin des DFG-Netzwerks Comic Literacies – Kulturtechniken des Komischen.
Erschienen: 01.09.2026
Dauer: 01:27:32
In dieser Folge der »Krummen Straße« spricht Christian Demand mit der Literaturwissenschaftlerin Nora Weinelt und dem Historiker Benedikt Wintgens über Scheitern und Versagen – nicht als Frage danach, ob etwas tatsächlich gescheitert ist, sondern danach, wie darüber historisch und gegenwärtig erzählt und geurteilt wird. Ausgangspunkt ist ein auffälliger Kontrast: das seit den 1990er-Jahren aus dem New-Economy-Milieu stammende Ideal des "schönen Scheiterns" (TED-Talks, Gründer-Biografien, »Fuck Up Nights«) steht dem »Versagen« gegenüber – einer historisch jüngeren, ungleich existenzielleren und negativ besetzten Denkfigur, die sich erst zwischen etwa 1870 und dem frühen 20. Jahrhundert herausbildet. Nora Weinelt lehrt Literaturwissenschaft an der Universität Augsburg. Benedikt Wintgens ist Generalsekretär der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien (KGParl) in Berlin.
Erschienen: 03.08.2026
Dauer: 01:09:25
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Das Aufzeigen von roten Linien ist Teil einer Eskalationsrhetorik, die sowohl in den geopolitischen Auseinandersetzungen, als auch den Kulturkämpfen der Gegenwart Hochkonjunktur hat. Die Philosophin Mona Leinung spricht in dieser Folge mit Christian Demand und Hanna Engelmeier über die historische Herleitung und Gegenwart einer fast schon ubiquitären Denkfigur. Politische und ästhetische Formen und Verfahren von Grenzsetzungen in Momenten, in denen es dafür schon fast zu spät erscheint, stehen im Zentrum dieser Folge. »Rote Linien« ist zugleich das Jahresthema des KWI, das von April 2026 bis Sommer 2027 leitend für das Veranstaltungsprogramm des Instituts ist.
Erschienen: 01.07.2026
Dauer: 01:15:29
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Ekkehard Knörer im Gespräch mit Hannah Engelmeier und Christian Demand
Einmal im Jahr versammelt das Theatertreffen die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen des deutschsprachigen Raums in Berlin – aber wie repräsentativ ist diese Auswahl wirklich? Eckehard Knörer, der für den Merkur die Theaterkolumne schreibt und seit Jahren das gesamte deutschsprachige Theater bereist, spricht mit Christian Demand und Hanna Engelmeier über die Suche nach einer post-postdramatischen Ästhetik, über Stadttheater im Osten zwischen Überleben und überregionaler Strahlkraft, über das Besondere der Regiearbeit von Sebastian Hartmann, Impulse von Florentina Holzinger und eine freie Szene, die ästhetisch auf der Stelle tritt.
Erschienen: 01.06.2026
Dauer: 01:33:27
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Seit mehr als hundert Jahren ringen Geschichts- und Politikwissenschaft, Ökonomie, Soziologie und Psychoanalyse um den Begriff des Faschismus – gegenwärtig insbesondere um die Frage, ob sich mit ihm aktuelle Entwicklungen angemessen beschreiben lassen. Der Literaturwissenschaftler Morten Paul untersucht in seiner Arbeit die lange Geschichte dieser Klärungsversuche, Kontroversen und Kampfaufrufe. Mit Hanna Engelmeier und Ekkehard Knörer spricht er über antifaschistische Theorie und Praxis, über Faschismus und Antifaschismus als Lustgewinn sowie das spannungsreiche Verhältnis von Verstehen und Verhindern, das die Faschismustheorie prägt.
Erschienen: 04.05.2026
Dauer: 01:31:33
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und damit über seine Doktorarbeit, mit der er den MERKUR-Preis 2025 gewonnen hat.
Niklas Weber ist Historiker und Kulturwissenschaftler, prominenter Kritiker neurechter Tendenzen in der Geschichtswissenschaft und der aktuelle Träger des alljährlich verliehenen MERKUR-Preises für Dissertationen. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer spricht er unter anderem darüber, wie sich Demokratisierung und neue Klassensysteme in den ersten Jahrzehnten der Eisenbahnreise zueinander verhalten, über moralische Paniken, tote Schaffner und die Bahn in den deutschen Kolonien.
Erschienen: 08.04.2026
Dauer: 00:55:38
und ihre Übersetzung von Tergits Familienroman »Effingers«
Als Literaturwissenschaftlerin ist Sophie Duvernoy auf die Literatur und Philosophie der Weimarer Republik spezialisiert. Im vergangenen November erschien beim Imprint der New York Review of Books ihre Übersetzung von Gabriele Tergits »Effingers« (1951). In der Krummen Straße spricht Duvernoy über Tergits außergewöhnliche Biografie, die Herausforderung der Vermittlung von Tergits Werk in den USA und die Entwicklung eines literarischen Sounds der Weimarer Republik in englischer Sprache.
Erschienen: 02.03.2026
Dauer: 01:10:27
... und die Aussichten für die Zukunft des Landes
Der Politikwissenschaftler Mounir Zahran ist als Sohn syrischer Eltern in Deutschland geboren. Von 2004 bis 2012 lebte er in Damaskus und Aleppo. Im Gespräch mit Ekkehard Knörer und Christian Demand berichtet er über seine Erfahrungen als Heranwachsender in Syrien, über seine Syrien-Reise kurz nach dem Sturz Bashar al-Assads sowie über das schwierige Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Ethnien, politischen Fraktionen und religiösen Gemeinschaften nach jahrzehntelanger exzessiver Gewalt.
Erschienen: 01.02.2026
Dauer: 01:25:01
Das Ringen um Zeitdiagnosen und Relevanz
Julika Griem ist Direktorin des KWI, Anglistin und forscht zu Wissenschaftskommunikation. Heinrich Geiselberger ist Programmleiter der edition suhrkamp. Gemeinsam denken sie im Gespräch mit Hanna Engelmeier darüber nach, wie die Vermittlung geisteswissenschaftlicher Forschung gelingen kann und welche Rolle dafür die Arbeit von anspruchsvollen Publikumsverlagen heute noch spielt.
Erschienen: 05.01.2026
Dauer: 01:23:46