Podcast "Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft"

Wie können wir mit neuem Denken und beherztem Tun die Krisen unserer Zeit bewältigen? Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ gibt hierzu Denkanstöße. Mit Lesungen aus Büchern, Essays, Vorträgen und Gesprächen über Themen, die die Welt bewegen (sollten): Was tun gegen die Erhitzung unseres Planeten oder den Verlust an Biodiversität? Wie können wir unser eigenes Leben ökologischer und nachhaltiger gestalten – und dabei an Lebensqualität gewinnen? Vordenker*innen des weltweiten Diskurses über Nachhaltigkeit kommen zu Wort: analysieren klug, klären auf, stimmen nachdenklich – und machen Mut: für eine Zukunft mit Zukunft. Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des oekom vereins im Rahmen des Projektes "münchner zukunftssalon" mit dem oekom verlag.

Podcast-Episoden

Mehr Moor wagen! Über den Beitrag von Mooren zum Klimaschutz

[Gespräch mit Matthias Drösler und Pia Röder]

Moore sind nicht nur faszinierende Lebensräume und Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Sie speichern in ihren über Jahrtausenden gewachsenen Torfböden auch mehr Kohlenstoff als jedes andere Landökosystem der Welt – aber nur, solange sie nass und als Feuchtgebiete intakt sind. Das sind in Deutschland aber nur noch ganz winzige Moorflächen. Über 90 Prozent der Moore sind mittlerweile großflächig entwässert, um sie land- und forstwirtschaftlich zu nutzen. Mit entsprechend fatalen Folgen für den Klimaschutz. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, Moore zu erhalten und ehemalige Moorgebiete wieder zu vernässen. Doch wie kann das gelingen und wo stehen wir in diesem Prozess?

Erschienen: 12.01.2026
Dauer: 00:48:44

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Rechtspopulistische Narrative im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik

[Gespräch mit Albert Denk und Johanna Siebert]

»Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Elitenprojekte auf Kosten des Volkes.« – Narrative wie diese sind zunehmend Teil rechtspopulistischer Argumentation. Sie richten sich gegen jede Form ambitionierter Umwelt- und Klimaschutzpolitik und zielen darauf ab, diese zu delegitimieren. In dem Vortrag werden zentrale rechtspopulistische Narrative im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik analysiert. Einige von ihnen haben eine hohe Anschlussfähigkeit für breite Teile der Bevölkerung und wirken bereits bis in die sog. »gesellschaftliche Mitte« hinein. Wie ist dem zu begegnen – kommunikativ, aber auch politisch?

Erschienen: 12.11.2025
Dauer: 00:56:39

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Grüner Kolonialismus. Zwischen Energiewende und globaler Gerechtigkeit

[Vortrag von Miriam Lang]

Die Klimakrise duldet keinen Aufschub – doch sind die Lösungen der sog. „Energiewende“ wirklich nachhaltig? Während Europa, Nordamerika und Asien auf erneuerbare Energien, Elektroautos und Wasserstoff setzen, bleibt eine unbequeme Wahrheit verborgen: Diese Wende basiert auf dem massiven Abbau strategischer Rohstoffe im Globalen Süden. Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit entstehen neue Ungerechtigkeiten – für Mensch und Umwelt. In dem Vortrag werden die Schattenseiten dieser Entwicklung aufgezeigt. Mit Stimmen aus dem Globalen Süden beleuchtet die Referentin, wie grüner Kolonialismus Ressourcen ausbeutet, bestehende Abhängigkeiten vertieft und wirklich nachhaltige Alternativen verdrängt. Sie analysiert die geopolitischen Verflechtungen der Energiewende und zeigt, dass eine klimagerechte Zukunft nur mit globaler Gerechtigkeit möglich ist.

Erschienen: 01.10.2025
Dauer: 00:36:23

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Ökonomie der Fürsorge (II/II): Warum wir Wohlstand neu denken müssen [Essay von Tim Jackson]

[Essay von Tim Jackson]

Die Coronapandemie hat uns eine klare Lektion erteilt: Gesundheit ist wertvoller als bloßes Wirtschaftswachstum. Fürsorge und Sorgearbeit (»Care«), die der Gesundheit dienen, bilden die Grundlage allen Lebens und Zusammenlebens. Doch diese Lektion droht in Vergessenheit zu geraten. Zumal eine »Ökonomie der Fürsorge« dem kapitalistischen Streben nach Effizienz und Arbeitsproduktivität widerspricht. Denn »Zeit ist Geld« – da bleibt nicht mehr viel Platz für zeitaufwendige Sorgearbeit. Tätigkeiten der Fürsorge, die Zeit weil Aufmerksamkeit benötigen, werden zu »Bürgern zweiter Klasse«. Sie führen gleichsam ein Schattendasein: konstant unterbezahlt, geringgeschätzt, entwertet und »feminisiert«. Wie sähe demgegenüber eine grundlegende Neuausrichtung unseres Wirtschaftssystems aus, die endlich Menschen und ihre Gesundheit über das Streben nach Profit stellt? Health statt wealth!

Erschienen: 28.08.2025
Dauer: 00:45:39

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Ökonomie der Fürsorge (II/II): Warum wir Wohlstand neu denken müssen [Essay von Tim Jackson]

[Essay von Tim Jackson]

Die Coronapandemie hat uns eine klare Lektion erteilt: Gesundheit ist wertvoller als bloßes Wirtschaftswachstum. Fürsorge und Sorgearbeit (»Care«), die der Gesundheit dienen, bilden die Grundlage allen Lebens und Zusammenlebens. Doch diese Lektion droht in Vergessenheit zu geraten. Zumal eine »Ökonomie der Fürsorge« dem kapitalistischen Streben nach Effizienz und Arbeitsproduktivität widerspricht. Denn »Zeit ist Geld« – da bleibt nicht mehr viel Platz für zeitaufwendige Sorgearbeit. Tätigkeiten der Fürsorge, die Zeit weil Aufmerksamkeit benötigen, werden zu »Bürgern zweiter Klasse«. Sie führen gleichsam ein Schattendasein: konstant unterbezahlt, geringgeschätzt, entwertet und »feminisiert«. Wie sähe demgegenüber eine grundlegende Neuausrichtung unseres Wirtschaftssystems aus, die endlich Menschen und ihre Gesundheit über das Streben nach Profit stellt? Health statt wealth!

Erschienen: 28.08.2025
Dauer: 00:45:39

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Ökonomie der Fürsorge (I/II): Care als zentrales Ordnungsprinzip von Leben

[Essay von Tim Jackson]

Fürsorge ist die Grundlage allen Lebens: Kinder großziehen, Angehörige pflegen, sich um den Haushalt kümmern, Trost spenden, Zuhören, einfach „da“ sein – all das sind Formen der Fürsorge, von Sorge- oder Care-Arbeit. Sie sind ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und des menschlichen Miteinanders. Fürsorge bzw. Care-Arbeit halten unsere Gesellschaft am Laufen. Und doch bleiben sie unsichtbar, werden schlecht oder gar nicht bezahlt und sind meist weiblich und marginalisiert. Obwohl Fürsorge für alles Leben so unerlässlich ist, dass sie selbst in unseren Instinkten tief verwurzelt ist, wird sie durch ökonomische Interessen und gesellschaftliche Konventionen immer wieder außer Kraft gesetzt bzw. entwertet. Wie sind wir in diese dysfunktionale Situation geraten? Was würde es bedeuten, Fürsorge ganz oben auf die gesellschaftliche Agenda zu setzen – allem voran die Sorge um den Erhalt und die Wiederherstellung von Gesundheit und gesunden Lebensverhältnissen?

Erschienen: 16.07.2025
Dauer: 00:42:19

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Die Erde als Glücksfall. Ein astronomischer Blick auf unseren Heimatplaneten

[Gespräch mit Dr. Leoonard Burtscher]

Das Bild vom Blauen Planeten, das sich den ersten Astronauten bei ihrem Flug zum Mond bot, ist zur Ikone unserer Zeit geworden. Wie ein kreisrunder Juwel schwebt die Erde als unser Heimatplanet inmitten der Weite des unermesslichen, pechschwarzen Weltraums – vermutlich einzigartig. Denn für die Entstehung von komplexem Leben müssen viele günstige Faktoren zusammenkommen. Die Erde – ein planetarischer »Glücksfall«. Können wir aus dieser astronomischen Perspektive Lösungswege für die Probleme auf unserer Erde ableiten, allem voran der globalen Klimakrise? Dr. Leonard Burtscher, ist diesen weiten Weg von der Astronomie und der Erkundung des Weltalls zur „Erdpolitik“ auch persönlich gegangen: Der Physiker wurde am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg promoviert und forschte in Garching und Leiden (Niederlande). 2019 war er Mitgründer von »Astronomers for Planet Earth«: eine internationale Graswurzelbewegung von Studierenden, Amateuren und Wissenschaftler:innen, die die Klimakrise aus astronomischer Sicht angehen. Seit September 2022 arbeitet Leonard Burtscher als Referent für Energie- und Klimapolitik am Umweltinstitut München e.V.

Erschienen: 06.06.2025
Dauer: 00:45:11

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Weniger Fleisch – mehr Klimaschutz. Warum unsere Ernährung pflanzenbasiert(er) werden muss

[Gespräch mit Friederike Schmitz]

Die Landwirtschaft leidet unter der Klimakrise, trägt aber auch maßgeblich zu ihr bei. Dabei spielt die Tierhaltung eine entscheidende Rolle. Bis zu einem Drittel aller anthropogenen Treibhausgasemissionen entstammen den globalen Ernährungssystemen – allein auf die Tierproduktion gehen 12 % bis 20 % aller Emissionen zurück. Fachleute sind sich einig: Ohne eine deutliche Reduktion der Tierhaltung wird es keine effektiven Klimaschutz geben. Doch wie könnte der notwendige Wandel zu einer stärker pflanzenbasierten Ernährungsweise konkret gestaltet werden?

Erschienen: 28.04.2025
Dauer: 00:59:11

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Klimaaktivismus unter Druck. Über zunehmende Repressionen gegen die Klimabewegung in Deutschland

[Gespräch mit Emmanuel Schlichter]

Die Repressionen gegen die Klimabewegung nehmen zu. Angefangen bei der polizeilichen Praxis über Strafverfolgung und Präventivhaft bis hin zu Beschränkungen der Versammlungs- und Meinungsfreiheit. Begleitet und angefeuert von sprachlichen Diffamierungen in den Medien und dem Versuch einiger Politiker:innen, weite Teile der Klimabewegung zu kriminalisieren („Klimaterroristen“) – statt sich mit deren berechtigen Forderungen konstruktiv auseinanderzusetzen. Alles in allem eine Gefahr für Klimaschutz und demokratische Teilhabe gleichermaßen. Was sind die Auslöser dieser Entwicklung, welche neuen Gefahren drohen und warum muss die Zivilgesellschaft gestärkt statt weiter geschwächt werden?

Erschienen: 25.03.2025
Dauer: 00:41:54

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Earth for All Deutschland – Wege in eine bessere Zukunft für Alle [Gespräch mit Lena Hennes und Till Kellerhoff]

[Gespräch mit Lena Hennes und Till Kellerhoff]

Inmitten zahlreicher Krisen und verschärfter gesellschaftlicher Auseinandersetzungen verlieren gerade viele Menschen die Hoffnung auf eine gute Zukunft. Die Antworten der Politik sind oft unterkomplex und verlieren sich in falschen Alternativen: Klima retten – oder doch lieber die Wirtschaft und den eigenen Wohlstand? Ein Team renommierter Expert:innen des Club of Rome und des Wuppertal Instituts macht hingegen Mut. In ihrer Studie Earth for All Deutschland entwerfen sie – basierend auf umfangreichen Daten und Modellierungen – konkrete Zukunftsszenarien für Deutschland. Ihre Botschaft ist klar: Ohne Abbau sozialer Ungleichheit wird der ökologische Umbau nicht gelingen. Ökologische und soziale Fragen müssen stärker als bisher zusammengedacht und gemeinsam angegangen werden. Dann ist auch ein gutes Leben für alle mit weniger Ausbeutung von Mensch und Natur möglich.

Erschienen: 17.02.2025
Dauer: 01:01:10

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