Podcast "Der oekom podcast - Die guten Seiten der Zukunft"

Wie können wir mit neuem Denken und beherztem Tun die Krisen unserer Zeit bewältigen? Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ gibt hierzu Denkanstöße. Mit Lesungen aus Büchern, Essays, Vorträgen und Gesprächen über Themen, die die Welt bewegen (sollten): Was tun gegen die Erhitzung unseres Planeten oder den Verlust an Biodiversität? Wie können wir unser eigenes Leben ökologischer und nachhaltiger gestalten – und dabei an Lebensqualität gewinnen? Vordenker*innen des weltweiten Diskurses über Nachhaltigkeit kommen zu Wort: analysieren klug, klären auf, stimmen nachdenklich – und machen Mut: für eine Zukunft mit Zukunft. Der oekom podcast „Die guten Seiten der Zukunft“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des oekom vereins im Rahmen des Projektes "münchner zukunftssalon" mit dem oekom verlag.

Podcast-Episoden

Neue Gentechnik-Regeln – Gezielter Verstoß gegen Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit? [Ein Gespräch mit Martha Mertens und

[Ein Gespräch mit Martha Mertens und Annemarie Volling]

Noch sind Europas Äcker weitgehend gentechnikfrei – doch das könnte sich bald ändern. Die EU plant die weitgehende Deregulierung von Pflanzen, die mithilfe Neuer Gentechnik hergestellt wurden. Sie sollen ohne jegliche ökologische und gesundheitliche Risikoprüfung und ohne Kennzeichnung auf den Markt kommen. Doch wie sicher ist die „Neue Gentechnik“ wirklich? Welche Kriterien für deren „Unbedenklichkeit“ liegen dem Gesetzesvorschlag zugrunde? Und was würde es für uns alle (aber auch für die Natur) bedeuten, wenn die Vorgaben der EU-Kommission wie geplant umgesetzt würden? Werden Vorsorgeprinzip und Wahlfreiheit dann den Interessen einiger wenigen Gentechnikkonzerne geopfert? – Eine kritische Auseinandersetzung mit dem aktuellen Vorschlag der EU-Kommission, der Neuen Gentechnik den Weg auf die Äcker Europas zu ebnen.

Erschienen: 23.04.2026
Dauer: 00:49:58

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Kann Künstliche Intelligenz die Natur schützen? [Ein Gespräch mit Frauke Fischer]

[Ein Gespräch mit Frauke Fischer]

Künstliche Intelligenz ist inzwischen allgegenwärtig: Wir lassen uns Texte von ihr übersetzen, ganze Referate schreiben, Staus vorhersagen und Bilder generieren. Alles in rasantem Tempo und mit z.T. verblüffenden Ergebnissen. Die Wildbiologin Frauke Fischer erklärt, wie mittlerweile auch im Naturschutz KI eingesetzt wird – etwa beim Monitoring von Tierarten, der Analyse von Tierstimmen oder der Früherkennung von Umweltveränderungen. Anhand konkreter Beispiele illustriert sie, wie digitale Technologien helfen können, Ökosysteme besser zu verstehen und die biologische Vielfalt zu schützen. Die Natur selbst braucht zwar keine App und keine KI. Aber wir Menschen brauchen die Natur – und die Hilfe von KI, um die Natur (vor uns) zu schützen.

Erschienen: 19.03.2026
Dauer: 01:06:29

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Die Sicherheitslüge. Wie Europa sich mit Waffen schützen will – aber mit Öl & Gas erpressbar macht

[Gespräch mit Susanne Götze und Annika Joeres]

Milliarden fließen in Panzer und Raketen, doch vor der wahren Bedrohung verschließt Europa die Augen: die fatale Abhängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen und erpresserischen Regierungen. Mehr als 90 Prozent von Europas Öl und Gas stammen aus dem Ausland – aus autoritären Regimen wie Russland und Katar oder den unberechenbaren USA unter Donald Trump. So entstehen doppelte Risiken: Europa macht sich erpressbar – und stärkt gleichzeitig autoritäre Regime. Doch trotz der bitteren Lektionen aus Putins Angriffskrieg und Trumps Erpressungspolitik halten Berlin und Brüssel an fossilen Geschäften fest und torpedieren gleichzeitig die Energiewende, die allein uns unabhängiger machen könnte. Denn Sicherheit ohne Energiewende ist eine Illusion.

Erschienen: 20.02.2026
Dauer: 00:57:44

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Mehr Moor wagen! Über den Beitrag von Mooren zum Klimaschutz

[Gespräch mit Matthias Drösler und Pia Röder]

Moore sind nicht nur faszinierende Lebensräume und Heimat seltener Pflanzen und Tiere. Sie speichern in ihren über Jahrtausenden gewachsenen Torfböden auch mehr Kohlenstoff als jedes andere Landökosystem der Welt – aber nur, solange sie nass und als Feuchtgebiete intakt sind. Das sind in Deutschland aber nur noch ganz winzige Moorflächen. Über 90 Prozent der Moore sind mittlerweile großflächig entwässert, um sie land- und forstwirtschaftlich zu nutzen. Mit entsprechend fatalen Folgen für den Klimaschutz. Deshalb ist es heute wichtiger denn je, Moore zu erhalten und ehemalige Moorgebiete wieder zu vernässen. Doch wie kann das gelingen und wo stehen wir in diesem Prozess?

Erschienen: 12.01.2026
Dauer: 00:48:44

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Rechtspopulistische Narrative im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik

[Gespräch mit Albert Denk und Johanna Siebert]

»Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind Elitenprojekte auf Kosten des Volkes.« – Narrative wie diese sind zunehmend Teil rechtspopulistischer Argumentation. Sie richten sich gegen jede Form ambitionierter Umwelt- und Klimaschutzpolitik und zielen darauf ab, diese zu delegitimieren. In dem Vortrag werden zentrale rechtspopulistische Narrative im Bereich der Umwelt- und Klimapolitik analysiert. Einige von ihnen haben eine hohe Anschlussfähigkeit für breite Teile der Bevölkerung und wirken bereits bis in die sog. »gesellschaftliche Mitte« hinein. Wie ist dem zu begegnen – kommunikativ, aber auch politisch?

Erschienen: 12.11.2025
Dauer: 00:56:39

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Grüner Kolonialismus. Zwischen Energiewende und globaler Gerechtigkeit

[Vortrag von Miriam Lang]

Die Klimakrise duldet keinen Aufschub – doch sind die Lösungen der sog. „Energiewende“ wirklich nachhaltig? Während Europa, Nordamerika und Asien auf erneuerbare Energien, Elektroautos und Wasserstoff setzen, bleibt eine unbequeme Wahrheit verborgen: Diese Wende basiert auf dem massiven Abbau strategischer Rohstoffe im Globalen Süden. Unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit entstehen neue Ungerechtigkeiten – für Mensch und Umwelt. In dem Vortrag werden die Schattenseiten dieser Entwicklung aufgezeigt. Mit Stimmen aus dem Globalen Süden beleuchtet die Referentin, wie grüner Kolonialismus Ressourcen ausbeutet, bestehende Abhängigkeiten vertieft und wirklich nachhaltige Alternativen verdrängt. Sie analysiert die geopolitischen Verflechtungen der Energiewende und zeigt, dass eine klimagerechte Zukunft nur mit globaler Gerechtigkeit möglich ist.

Erschienen: 01.10.2025
Dauer: 00:36:23

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Ökonomie der Fürsorge (II/II): Warum wir Wohlstand neu denken müssen [Essay von Tim Jackson]

[Essay von Tim Jackson]

Die Coronapandemie hat uns eine klare Lektion erteilt: Gesundheit ist wertvoller als bloßes Wirtschaftswachstum. Fürsorge und Sorgearbeit (»Care«), die der Gesundheit dienen, bilden die Grundlage allen Lebens und Zusammenlebens. Doch diese Lektion droht in Vergessenheit zu geraten. Zumal eine »Ökonomie der Fürsorge« dem kapitalistischen Streben nach Effizienz und Arbeitsproduktivität widerspricht. Denn »Zeit ist Geld« – da bleibt nicht mehr viel Platz für zeitaufwendige Sorgearbeit. Tätigkeiten der Fürsorge, die Zeit weil Aufmerksamkeit benötigen, werden zu »Bürgern zweiter Klasse«. Sie führen gleichsam ein Schattendasein: konstant unterbezahlt, geringgeschätzt, entwertet und »feminisiert«. Wie sähe demgegenüber eine grundlegende Neuausrichtung unseres Wirtschaftssystems aus, die endlich Menschen und ihre Gesundheit über das Streben nach Profit stellt? Health statt wealth!

Erschienen: 28.08.2025
Dauer: 00:45:39

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Ökonomie der Fürsorge (II/II): Warum wir Wohlstand neu denken müssen [Essay von Tim Jackson]

[Essay von Tim Jackson]

Die Coronapandemie hat uns eine klare Lektion erteilt: Gesundheit ist wertvoller als bloßes Wirtschaftswachstum. Fürsorge und Sorgearbeit (»Care«), die der Gesundheit dienen, bilden die Grundlage allen Lebens und Zusammenlebens. Doch diese Lektion droht in Vergessenheit zu geraten. Zumal eine »Ökonomie der Fürsorge« dem kapitalistischen Streben nach Effizienz und Arbeitsproduktivität widerspricht. Denn »Zeit ist Geld« – da bleibt nicht mehr viel Platz für zeitaufwendige Sorgearbeit. Tätigkeiten der Fürsorge, die Zeit weil Aufmerksamkeit benötigen, werden zu »Bürgern zweiter Klasse«. Sie führen gleichsam ein Schattendasein: konstant unterbezahlt, geringgeschätzt, entwertet und »feminisiert«. Wie sähe demgegenüber eine grundlegende Neuausrichtung unseres Wirtschaftssystems aus, die endlich Menschen und ihre Gesundheit über das Streben nach Profit stellt? Health statt wealth!

Erschienen: 28.08.2025
Dauer: 00:45:39

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Ökonomie der Fürsorge (I/II): Care als zentrales Ordnungsprinzip von Leben

[Essay von Tim Jackson]

Fürsorge ist die Grundlage allen Lebens: Kinder großziehen, Angehörige pflegen, sich um den Haushalt kümmern, Trost spenden, Zuhören, einfach „da“ sein – all das sind Formen der Fürsorge, von Sorge- oder Care-Arbeit. Sie sind ein Grundpfeiler unserer Gesellschaft und des menschlichen Miteinanders. Fürsorge bzw. Care-Arbeit halten unsere Gesellschaft am Laufen. Und doch bleiben sie unsichtbar, werden schlecht oder gar nicht bezahlt und sind meist weiblich und marginalisiert. Obwohl Fürsorge für alles Leben so unerlässlich ist, dass sie selbst in unseren Instinkten tief verwurzelt ist, wird sie durch ökonomische Interessen und gesellschaftliche Konventionen immer wieder außer Kraft gesetzt bzw. entwertet. Wie sind wir in diese dysfunktionale Situation geraten? Was würde es bedeuten, Fürsorge ganz oben auf die gesellschaftliche Agenda zu setzen – allem voran die Sorge um den Erhalt und die Wiederherstellung von Gesundheit und gesunden Lebensverhältnissen?

Erschienen: 16.07.2025
Dauer: 00:42:19

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Die Erde als Glücksfall. Ein astronomischer Blick auf unseren Heimatplaneten

[Gespräch mit Dr. Leoonard Burtscher]

Das Bild vom Blauen Planeten, das sich den ersten Astronauten bei ihrem Flug zum Mond bot, ist zur Ikone unserer Zeit geworden. Wie ein kreisrunder Juwel schwebt die Erde als unser Heimatplanet inmitten der Weite des unermesslichen, pechschwarzen Weltraums – vermutlich einzigartig. Denn für die Entstehung von komplexem Leben müssen viele günstige Faktoren zusammenkommen. Die Erde – ein planetarischer »Glücksfall«. Können wir aus dieser astronomischen Perspektive Lösungswege für die Probleme auf unserer Erde ableiten, allem voran der globalen Klimakrise? Dr. Leonard Burtscher, ist diesen weiten Weg von der Astronomie und der Erkundung des Weltalls zur „Erdpolitik“ auch persönlich gegangen: Der Physiker wurde am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg promoviert und forschte in Garching und Leiden (Niederlande). 2019 war er Mitgründer von »Astronomers for Planet Earth«: eine internationale Graswurzelbewegung von Studierenden, Amateuren und Wissenschaftler:innen, die die Klimakrise aus astronomischer Sicht angehen. Seit September 2022 arbeitet Leonard Burtscher als Referent für Energie- und Klimapolitik am Umweltinstitut München e.V.

Erschienen: 06.06.2025
Dauer: 00:45:11

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