Podcast "Scientists for Future Podcast"

Der Podcast zum Klimawandel. Drei Personen im Gespräch. Auf der Suche nach Fakten und Lösungen, die Mut machen.

Gemeinsam mit Wissenschaftler*innen beleuchten wir nicht nur die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge, sondern widmen uns auch den ökonomischen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Der Klimawandel ist eine menschengemachte Krise. Doch wir fragen uns, wie wir im Angesicht dessen handlungsfähig bleiben? Deshalb gehen wir mit  Wissenschaftler*innen ins Gespräch, die uns helfen, eine offenbar erdrückende Komplexität aufzulösen. Begeben wir uns also auf die Suche nach den kreativen, innovativen, sinnvollen und auch wirksamen Lösungen und sprechen mit Forscher*innen, die uns zeigen, wie wir die Hoffnung nicht verlieren und  gemeinsam eine lebenswerte Zukunft gestalten.

Episoden: Neueste Episoden


Folge #15 – The Climate Crisis in International Law

A conversation with Dr. Julia Dehm

Die Klimakrise hat globale Ausmaße und verlangt nach internationalen Lösungen. Aber sollten gleiche Maßnahmen und Verpflichtungen für alle gelten? Wie schaffen wir Gerechtigkeit zwischen Verursachenden und Leidtragenden und kann es eine gerechte, weltumspannende Agenda für eine lebenswerte Zukunft überhaupt geben? Zum Glück konnte innerhalb der Vereinten Nationen eine rechtliche Plattform geschaffen werden, auf der Klimaschutz international vorangetrieben wird - die UN-Klimarahmenkonvention. In dieser Folge gibt uns die Rechtswissenschaftlerin Dr. Julia Dehm von der La Trobe University Melbourne eine kurze Einführung zum Thema Klimaschutz im Völkerrecht. Mit ihr sprechen wir über die Evolution des UN-Klimaregimes und legen dabei einen besonderen Schwerpunkt auf das Pariser Abkommen. Wir gehen auf Schwierigkeiten und Herausforderungen ein und fragen uns, wie scharf das Schwert des Völkerrechts beim Klimaschutz überhaupt schneidet.

Erschienen: 31.07.2021
Dauer: 01:05:32

Podcast-Webseite: Episode "Folge #15 – The Climate Crisis in International Law"


Expedition in die Arktis

Im Gespräch mit Verena Mohaupt

Die Arktis ist ein zentraler Baustein für den Klimawandel und die Folgen der globalen Erwärmung sind hier besonders ausgeprägt. Allerdings sorgt die Unzugänglichkeit der Region auch für besonders spärliche Daten. Um den Einfluss der Arktis auf das Klima besser zu verstehen, machte der Forschungseisbrecher Polarstern während der Mosaic Expedition für ein Jahr an einer Scholle fest und lies sich mit dem Eis durch die Arktis driften. In dieser Folge reden wir mit Verena Mohaupt vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut. In ihrer Rolle als Logistik-Koordinatorin der Mosaic Expedition wurde sie vom Fachmagazin Nature zu den 10 Personen gezählt, die im Jahre 2020 eine entscheidende Rolle für die Wissenschaft gespielt haben. Wir reden mit ihr über die Motivation der Expedition, was für ein Aufwand mit der Expedition verbunden war und wie viel Arbeit im Hintergrund getan wird, um an wichtige Klimadaten zu gelangen.

Erschienen: 30.06.2021
Dauer: 00:57:42

Podcast-Webseite: Episode "Expedition in die Arktis"


Folge #13 – Synthetische Treibstoffe

Im Gespräch mit Prof. Roland Dittmeyer

Klimaneutrale Linienflüge klingen noch nach Zukunftsmusik. Denn im Bereich der Luftfahrt stoßen die Hoffnungsträger der Verkehrswende - Batterie und Brennstoffzelle - an ihre Grenzen. Aber eine dritte Technologie könnte hier Abhilfe schaffen: Synthetische Kraftstoffe. Unser heutiger Gast, Prof. Roland Dittmeyer ist Leiter des Instituts für Mikroverfahrenstechnik am Karlsruher Institut für Technologie. Er ermöglicht uns spannende Einblicke in den aktuellen Forschungsstand zu synthetischen Kraftstoffen und erklärt, wie CO2 aus der Atmosphäre zu Kraftstoff werden kann. Darüber hinaus spricht er mit uns über die Bedeutung Synth-Fuels im Kontext der Mobilitätswende und wagt eine Prognose, wann wir mit den ersten fossilfreien Linienflügen rechnen können.

Erschienen: 21.04.2021
Dauer: 01:00:57

Podcast-Webseite: Episode "Folge #13 – Synthetische Treibstoffe"


Folge #12 – Marktwirtschaft für die Zukunft

Im Gespräch mit Dr. Oliver Richters

Unsere Reihe zur Postwachstumsökonomie geht weiter - diesmal mit einem genauen Blick auf das Prinzip Marktwirtschaft: Ist ungebremstes Wachstum, das unsere planetaren Grenzen sprengt, schon in der Logik des Markets angelegt? Oder lassen sich die Rahmenbedingungen so setzen, dass Märkte unter ökologischen und sozialen Gesichtspunkten gut funktionieren? Unser Gesprächspartner zu diesen Fragen ist Oliver Richters, Physiker und Ökonom, promoviert an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zu ökonomischen Nichtgleichgewichtsmodellen und Wachstumszwängen. Er ist im Beirat der Scientists for Future, war Vorsitzender der Vereinigung für Ökologische Ökonomie (VÖÖ), ist Mitglied des Instituts für zukunftsfähige Ökonomien (ZOE) und als Referent, Science Slammer und Kabarettist tätig.

Erschienen: 12.03.2021
Dauer: 01:12:21

Podcast-Webseite: Episode "Folge #12 – Marktwirtschaft für die Zukunft"


Folge #11 - Postwachstumsökonomie

Im Gespräch mit Prof. Christian Schulz

Die Postwachstumsökonomie sucht nach Alternativen zum Wachstumszwang. Unser Gast Christian Schulz, Professor für Geographie an der Universität Luxemburg, ermöglicht uns den Einstieg in die Postwachstumsdebatte und gibt Antworten auf zentrale Fragen: Was meinen wir, wenn wir über Wirtschaftswachstum reden? Gibt es “gutes” und “schlechtes” Wachstum? Warum ist es wichtig, sich über neue Leitlinien für globales Wirtschaften Gedanken zu machen? Gibt es Beispiele für ökologisches Wirtschaften ohne Wachstum? Und lassen diese sich auch im großem Maßstab realisieren? - Wir wagen erste Schritte in eine große Debatte um zentrale Zukunftsfragen und Visionen umweltgerechten Lebens.

Erschienen: 31.01.2021
Dauer: 01:25:47

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Zeitwohlstand

Im Gespräch mit Dr. Stephanie Moser & Dr. Christoph Bader

Die zehnte Folge des S4F Podcast: Dieses Mini-Jubiläum hat noch etwas Besonderes parat - wir sprechen zum ersten mal mit zwei Gästen. Wir begrüßen Dr. Stephanie Moser und Dr. Christoph Bader, die am “Kompetenzzentrum für nachhaltige Entwicklung und Umwelt” der Universität Bern forschen. Unser Gespräch dreht sich um das Konzept "Zeitwohlstand": Wie definieren und messen wir Wohlstand aktuell, und warum brauchen wir hier andere Konzepte? Wie steht es um unseren Zeitwohlstand, und wie können wir ihn vermehren? Welche wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Vorteile hätte eine Reduktion unserer Arbeitszeit, und wie ließe sie sich politisch erreichen?

Erschienen: 06.12.2020
Dauer: 01:21:35

Podcast-Webseite: Episode "Zeitwohlstand"


Folge #9 - Dominoeffekte im Erdsystem

Im Gespräch mit Dr. Marc Wiedermann

Wir Menschen haben es geschafft, jahrtausendelang währende Mechanismen im Erd- und Klimasystem ins Wanken zu bringen. Dr. Marc Wiedermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erforscht im Projekt DominoES solche “Tipping Points” – Elemente und Prozesse, die wie der erste Dominostein in einer Reihe, eine Kaskade von Ereignissen auslösen können. Das besondere in Marc’s Forschung: er widmet sich dem Zusammenspiel von sozialen und physikalischen Kippelelementen und versucht diese zu modellieren. Eine ziemlich komplexe Angelegenheit. Wir sprechen mit ihm über die Herausforderungen, die eine Erforschung solcher Phänomene mit sich bringt und diskutieren über die Bedeutung interdisziplinärer Zusammenarbeit. Außerdem fragen wir uns wo die Grenzen zwischen Klimaforschung und Klimaschutzaktivismus liegen – und stellen uns die Frage, ob “Fridays-for-Future” vielleicht auch ein Tipping Point im Erdsystem ist. Shownotes Intro-Clip: The Bell Telephone Science Hour (1958) https://www.youtube.com/watch?v=m-AXBbuDxRY Website zum Projekt DominoES https://www.pik-potsdam.de/en/institute/departments/activities/dominoes Website von Dr. Marc Wiedermann https://marcwie.github.io/ Erwähnte Forschungsarbeiten Kippelemente allgemein: “Tipping elements in the Earth’s climate system” https://www.pnas.org/content/pnas/105/6/1786.full.pdf?wptouch\_preview\_theme “Social tipping processes for sustainability: An analytical framework” https://arxiv.org/abs/2010.04488 “Domino Effects in the Earth System – The potential role of wanted tipping points” https://arxiv.org/abs/1911.10063 “A network-based microfoundation of Granovetter’s threshold model for social tipping” https://www.nature.com/articles/s41598-020-67102-6

Erschienen: 05.11.2020
Dauer: 01:51:23

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Folge #8 – Digitalisierung und Suffizienz

Im Gespräch mit Vivian Frick

Durch die Corona-Krise erleben wir 2020 eine neue Normalität. Feste Bestandteile: Home Office, Videostreaming, Online-Shopping. Ende August vermeldete Greenpeace die Ergebnisse einer Studie: Durch wenige Tage Home Office in der Woche lassen sich Millionen Tonnen CO2 einsparen, die sonst durch tägliches Pendeln freigesetzt würden. Und Amazon stellte im März beachtliche 100 000 neue MitarbeiterInnen für ihre Paketzentren ein, um die gesteigerte Nachfrage an Online-Bestellungen zu bearbeiten. Konsum gab und gibt es auch ohne das Internet und neue digitale Geschäftsmodelle. Die Digitalisierung ermöglicht es uns schneller und vielleicht auch unreflektierter zu shoppen. Sie versorgt uns aber auch mit Informationen, die uns unser Leben nachhaltiger gestalten lassen. In diesem Sinne ist die Digitalisierung auch Katalysator für eine smarte grüne Konsumwende. Oder vielleicht doch nicht? Shownotes - Zur Forschungsgruppe: https://www.nachhaltige-digitalisierung.de/ - Die Bits und Bäume Bewegung: bits-und-baeume.org - Forderungen unterzeichnen: https://bits-und-baeume.org/forderungen/info/de - Aufzeichnung der Konferenz 2018: https://media.ccc.de/c/bub2018 - Buch „Was Bits und Bäume verbindet“ zum Download: https://www.oekom.de/buch/was-bits-und-baeume-verbindet-9783962381493?p=1 - Buch „Smarte Grüne Welt“ zum Download: https://www.oekom.de/buch/smarte-gruene-welt-9783962380205?p=1 - Mailingliste: https://lists.posteo.de/listinfo/bitsundbaeume Erwähnte Forschungsarbeiten - Lange, S., Pohl, J., & Santarius, T. (2020). Digitalization and energy consumption. Does ICT reduce energy demand?. Ecological Economics, 176, 106760. - Suski, P., Pohl, J., & Frick, V. (2020, June). All you can stream: Investigating the role of user behavior for greenhouse gas intensity of video streaming. In Proceedings of the 7th International Conference on ICT for Sustainability (pp. 128-138). - Frick, V., Matthies, E., Thøgersen, J., & Santarius, T. (2020). Do online environments promote sufficiency or overconsumption? Online advertisement and social media effects on clothing, digital devices, and air travel consumption. Journal of Consumer Behaviour. - Frick, V., & Matthies, E. (2020). Everything is just a click away. Online shopping efficiency and consumption levels in three consumption domains. Sustainable Production and Consumption. - Frick, V., & Santarius, T. (2019). Smarte Konsumwende? Chancen und Grenzen der Digitalisierung für den nachhaltigen Konsum. In Das transformative Potenzial von Konsum zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung (pp. 37-57). Springer VS, Wiesbaden.

Erschienen: 17.09.2020
Dauer: 01:13:03

Podcast-Webseite: Episode "Folge #8 – Digitalisierung und Suffizienz"


Folge #7 – Kohleausstieg

Im Gespräch mit Dr. Adrian Rinscheid

Um die CO2-Emissionen zu senken und das Pariser Klimaabkommen einzuhalten ist der Ausstieg aus der Kohleverstromung zentral. Anfang des Jahres hat man sich nun auf einen Fahrplan für den Kohleausstieg geeinigt: Deutschland will bis 2038 aus der Kohleverstromung aussteigen! Das klingt zumindest nach einem Ziel. Doch warum so spät? Und: Warum ging Ende Mai ein neues Kohlekraftwerk ans Netz? Datteln 4. Klingt wie eine Praline, ist aber leider keine - zumindest nicht fürs Klima. Eine solche Entscheidung erscheint angesichts der Klimakrise und angesichts des Beschlusses der Kohlekommission paradox. Ist das ein Symptom dessen, dass wir zwar wollen, aber irgendwie noch immer nicht für eine Transformation bereit sind?

Erschienen: 24.06.2020
Dauer: 01:11:33

Podcast-Webseite: Episode "Folge #7 – Kohleausstieg"


Folge #6 – Klimaeffekte der Landnutzung

Im Gespräch mit Prof. Dr. Julia Pongratz

417.96 ppm. Das ist die aktuelle Konzentration Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre. 417 parts per Million - also Moleküle pro Million "Luftteilchen" in der Atmosphäre. Eine intuitiv nur sehr schwer zu erfassende Zahl. Aber: die CO2-Konzentration ist ein wichtiges und zugleich symbolisches Maß für die globale Erwärmung - hervorgerufen durch den Menschen. In den letzten Jahren ist diese Konzentration immer weiter und dramatisch angestiegen. Das vorindustrielle Level lag bei 280ppm. Eine dauerhafte Konzentration zwischen 430 und 480 ppm betrachtet die Wissenschaft als Obergrenze, wenn die Erderwärmung bei zwei Grad gestoppt werden soll. Wir möchten uns heute mit einer Wissenschaftlerin unterhalten, die sich mit solchen Zahlen und Bilanzierungen von Emissionen auf globaler Ebene bestens auskennt. Julia Pongratz schaut auf eine sehr komplexe Art und Weise auf unseren Planeten und betrachtet den Einfluss von Landnutzung auf Emissionen und das Klima. Wir möchten von Ihr wissen, wie dieser Einfluss aussieht und wo Stellschrauben im System sind. Und wir möchten von ihr wissen: wie und mit welchen Methoden erreichen wir aus Perspektive der Landnutzung einen CO2-Anteil in der Atmosphäre, der kompatibel mit den Pariser Klimazielen ist und uns eine lebenswerte Zukunft

Erschienen: 01.06.2020
Dauer: 01:29:57

Podcast-Webseite: Episode "Folge #6 – Klimaeffekte der Landnutzung"


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