In der 10. und letzten Folge unserer ersten Staffel geht es um das Deutsche als Männersprache. Dass das so ist, hat Luise F. Pusch bereits in den 80er Jahren festgestellt und seitdem hat sich zum Glück einiges getan. Aber nicht nur das moderne Deutsche kann als Männersprache verstanden werden, auch die historischen Sprachstufen des Deutschen waren Männersprachen. Besonders augenscheinlich wird das daran, wie das Deutsche Frauen bezeichnet und wie sich diese Bezeichnungen im Laufe der Jahrhunderte verändert haben. Worte ändern nämlich über die Zeit nicht nur ihre Form (z.B. entwickelt sich aus *frouwa* unsere *Frau*), sondern auch ihre Bedeutung. Um nicht durcheinanderzukommen, setzt man in der Sprachwissenschaft die Bedeutung eines Wortes in 'einfache Anführungszeichen'. Was früher 'Dame' bedeutet hat, ist heute ganz neutral *Frau*. Aus dem Wort, das früher 'Frau' bedeutet hat, wurde *Weib*. Die *Magd* bedeutete früher 'Mädchen', die *Dirne* war mal eine 'Dienerin', davor sogar einfach ein 'Mädchen'. Alle diese Worte verschlechtern nach gesellschaftlichen Maßstäben ihre Bedeutung auf irgendeine Art und Weise. Wie kommt es zu diesr sogenannten Pejorisierung bei Frauenbezeichnungen? Und warum verschlechtern sich parallele männliche Bezeichnungen nicht? Der *Mann* bleibt der 'Mann' und der *Herr* der 'Herr'. Die Antwort ist eigentlich keine Überraschung und leider immer noch Realität in unserer und vielen anderen Gesellschaften.___Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___Wissenschaftliche LiteraturBeate Hennig (1991): „Von adelmüetern und züpfelnunnen. Weibliche Standes- und Berufsbezeichnungen in der mittelhochdeutschen Literatur zur Zeit der Hanse“, in: Barbara Vogel, Ulrike Weckel (Hg.): Frauen in der Ständegesellschaft. Leben und Arbeiten in der Stadt vom späten Mittelalter bis zur Neuzeit, Hamburg, S.117-146.Rudi Keller (1995): „Sprachwandel, ein Zerrspiegel des Kulturwandels?“, in: Karl-Egon Lönne (Hg.): Kulturwandel im Spiegel des Sprachwandels, Tübingen/Basel, 207–218.Birgit Kochskämper (1999): ‚Frau‘ und ‚Mann‘ im Althochdeutschen (Germanistische Arbeiten zu Sprache und Kulturgeschichte 37), Frankfurt a.M. u.a.Werner König, Stephan Elspaß, Robert Möller (2015): dtv-Atlas Deutsche Sprache, 18. durchgesehene und korrigierte Aufl., Grafiken von Hans-Joachim Paul, München. (Schaubilder aus der Folge: S. 22 und S. 112)Damaris Nübling (2011): „Von der ‚Jungfrau‘ zur ‚Magd‘, vom ‚Mädchen‘ zur ‚Prostituierten‘. Die Pejorisierung der Frauenbezeichnungen als Zerrspiegel der Kultur und als Effekt männlicher Galanterie?“, in: Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte 2.1, S.344-362.Luise F. Pusch (2023): „Das Deutsche als Männersprache. Diagnose und Therapievorschläge“, in: dieselbe: Das Deutsche als Männersprache. Aufsätze und Glossen zur feministischen Linguistik (Edition Suhrkamp Neue Folge 217), 15. Auflage, Frankfurt a.M., S.46-68.Fürs kleine Lesen:Kap. „5.1.5 Bedeutungsverschlechterung (Pejorisierung)“ und Kap. „5.4 Erste Fallstudie: Pejorisierung der Frauenbezeichnungen“, aus: Damaris Nübling, Antje Dammel, Janet Duke, Renata Szczepaniak (2017): Historische Sprachwissenschaft des Deutschen, 5. aktualisierte Auflage, Tübingen, S.147-148 und S.163-167.Zitate aus der Presse:Ronen Steinke (06.09.2020): „Antisemitismus in der Sprache. Da schwingt was mit“, in: taz online, URL: (27-02-2024).Der Tagesspiegel (06.03.2023): Interview „Lisa Paus: ‚Wir leben nach wie vor im Patriarchat‘“, Website des BMFSFJ, URL: < https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/reden-und-interviews/lisa-paus-wir-leben-nach-wie-vor-im-patriarchat--222218> (27-02-2024).Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Artwork und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Erschienen: 28.02.2024
Dauer: 00:56:11
Weitere Informationen zur Episode "1.10 Die Geschichte des Deutschen als Männersprache"
Die letzten Wochen waren geprägt von den Auswirkungen des geheimen Treffens bei Potsdam, bei dem nicht weniger als die Remigration – also die Aussiedlung nicht-deutscher Bevölkerung besprochen wurde. Neben Rechtsextremisten und Rechtsradikalen waren dabei auch Politiker:innen und gesellschaftliche Vertreter:innen dabei, die die Brisanz des perfiden Treffens nochmals verschärfte. Dies galt für uns als ein Anlass, gestützt von euren Themenvorschlägen, uns mit dem Wort „Remigration“ auseinanderzusetzen und uns die Strategien und Merkmale der Sprache der Neuen Rechten anzuschauen. Von dort aus untersuchen wir, wie die Neue Rechte durch gezielte Sprachwahl versucht, ihre Ideologien zu verbreiten und ihre politischen Ziele zu erreichen. Von der bewussten Verwendung bestimmter Begriffe bis hin zur Manipulation von Emotionen durch Sprache – wir decken die vielfältigen Techniken auf, die dabei zum Einsatz kommen.Dafür schauen wir auch in die Vergangenheit und besprechen, was Philosophen und Wissenschaftler wie Le Bon, Klemperer, Adorno und Habermas mit dem politischen Sprachgebrauch und der Sprache der Rechten zu tun haben. Schalte dich ein, um mehr über die Sprache der Neuen Rechten zu erfahren und herauszufinden, wie wir sie durch bewusste Sprachreflexion und -gestaltung kontern können. Begebe dich mit uns auf diesen Spannenden und aktuellen Sprachpfad! Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Literatur:Adorno, Theodor Wiesengrund & Volker Weiss. 2019. Aspekte des neuen Rechtsradikalismus: ein Vortrag. Berlin: Suhrkamp.Habermas, Jürgen. 2022. Ein neuer Strukturwandel der Öffentlichkeit und die deliberative Politik. Berlin: Suhrkamp.Klemperer, Victor & Elke Fröhlich. 2020. LTI: Notizbuch eines Philologen (Reclam Taschenbuch Nr. 20624). [Nachdruck] 2023. Ditzingen: Reclam.Le Bon, Gustave. 2018. Psychologie der Massen. (Trans.) Rudolf Eisler. 17. Auflage. Hamburg: Nikol Verlag.Lobin, Henning. 2021. Sprachkampf: wie die Neue Rechte die deutsche Sprache instrumentalisiert. Berlin: Dudenverlag.Niehr, Thomas. 2021. Politolinguistik – Bestandsaufnahme und Perspektiven. In Heidrun Kämper & Albrecht Plewnia (Hrsg.), Sprache in Politik und Gesellschaft, 1–16. De Gruyter. Zugriff über: https://ids-pub.bsz-bw.de/frontdoor/deliver/index/docId/10882/file/Niehr_Politolinguistik_2022.pdf.Rota, Andrea. 2013. Victor Klemperer: LTI (1947). In Handbuch Nachkriegskultur, 304–307. Berlin, Boston: De Gruyter.Rummel, Marlene. 2017. Brisantes Suffix?: zum Gewicht von “-ling” im Konzept des “Flüchtlings” (Sprache, Literatur, Kommunikation – Geschichte und Gegenwart 10). Gießen: Gießener Elektronische Bibliothek.Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Links:https://correctiv.org/aktuelles/neue-rechte/2024/01/10/geheimplan-remigration-vertreibung-afd-rechtsextreme-november-treffen/https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/verfassungsschutz-afd-sachsen-rechtsextremistisch-100.html#:~:text=Der%20sächsische%20Verfassungsschutz%20hat%20den,Landesverband%20mit%20einer%20solchen%20Bewertung.https://www.ndr.de/kultur/buch/Remigration-ist-Unwort-des-Jahres-2023,unwortdesjahres140.htmlhttps://www.bpb.de/themen/rechtsextremismus/dossier-rechtsextremismus/500801/neue-rechte/https://www.deutschlandfunk.de/alles-fuer-deutschland-thomas-niehr-ueber-die-normalisierung-von-ns-begriffen-dlf-0bbb6eb9-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/kommunikationsstrategien-rhetorik-afd-neue-rechte-100.htmlhttps://www.netzwerk-courage.de/wp-content/uploads/2023/05/Handreichung_AchtungszeichenNeueRechte_SAX.pdfhttps://www.zeit.de/zett/politik/2017-05/gewalt-beginnt-im-kopf-die-sprache-der-rechten-im-netzhttps://www.deutschlandfunk.de/alles-fuer-deutschland-thomas-niehr-ueber-die-normalisierung-von-ns-begriffen-dlf-0bbb6eb9-100.htmlhttps://www.deutschlandfunk.de/kursiv-klassiker-die-sprache-des-dritten-reiches-entlarvt-100.html___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Erschienen: 14.02.2024
Dauer: 00:56:17
Die zweite Lautverschiebung trennt das Hochdeutsche vom Niederdeutschen und anderen verwandten Sprachen wie dem Englischen. Unser modernes Standarddeutsch hat deshalb ein paar interessante lautliche Eigenheiten, die sonst in keiner anderen germanischen Sprache auftreten. Der Satz im Titel dieser Folge ist sinnlos, aber er zeigt alle Verschiebungen der zweiten Lautverschiebung vereint. Wenn man ihn auf Englisch übersetzt, treten die Unterschiede zu Tage. Doch wann passiert die zweite Lautverschiebung überhaupt? Von wo aus startet sie und wie breitet sie sich aus? Und warum überhaupt entwickelt sich dieser so komplexe Lautwandelprozess? Die kurze Antwort ist: Wir wissen es nicht. Die lange Antwort hört ihr in der Folge. Die Germanistik hat in über einem Jahrhundert Forschung viele verschiedene Theorien entwickelt, nicht alle können wir vorstellen. Doch bei manchen konnten wir uns das Lachen schlicht nicht verkneifen. So viel vorab: Die zweite Lautverschiebung hat ihren Ursprung nicht im gesteigerten Lebensgefühl der nach Süden ziehenden German*innen. Wer mehr wissen will, muss reinhören.Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade ___ Fürs ganz kurze Lesen:Stephanie Stricker (1993): Artikel "Lautverschiebung", in: Helmut Glück / Michael Rödel (Hg.): Metzler-Lexikon Sprache, 5. Aufl., Stuttgart, S. 392-393.Fürs kompakte und präzise Nachlesen:Wilhelm Braun / Frank Heidermanns (2023): Althochdeutsche Grammatik I. Phonologie und Morphologie (SKGGDA 5.1), 17. Aufl., Berlin / Boston, S. 119-134.Das Buch aus der Folge:Friedrich Kluge / Elmar Seebold (2012): Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, 25. Aufl., Berlin / Boston.Das Werk, aus dem Jakob zitiert (auch das Zitat von Grimm):Judith Schwerdt (2000): Die 2. Lautverschiebung. Wege zu ihrer Erforschung, Heidelberg.Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Grafiken und Musik von Elias Kündiger https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Erschienen: 31.01.2024
Dauer: 00:55:12
Mehrsprachigkeit ist ein Normalfall unserer globalen Gesellschaft. Doch immer wieder gibt es Behauptungen, dass das Erlernen mehrerer Sprachen zur gleichen Zeit zu Nachteilen und im schlimmsten Fall sogar zu fehlenden Fähigkeiten in beiden Sprachen führen kann. Stimmt das so? Dieser Behauptung gehen wir in dieser Folge nach und decken die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Erst- und Zweitsprachenerwerbes auf. Kommt mit! Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade Twitter/X: @sprachpfade Mastodon: @sprachpfade@mastodon.social ___ Weiterführende Literatur: Brehmer, Bernhard & Grit Mehlhorn. 2018. Herkunftssprachen (Linguistik und Schule 4). Tübingen: Narr Francke Attempto.Harr, Anne-Katharina, Martina Liedke & Claudia Maria Riehl. 2018. Deutsch als Zweitsprache: Migration – Spracherwerb – Unterricht. Stuttgart: J.B. Metzler.Klann-Delius, Gisela. 2016. Spracherwerb: eine Einführung: mit Abbildungen und Grafiken (Lehrbuch J.B. Metzler). 3., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart: J.B. Metzler Verlag.Montanari, Elke & Argyro Panagiotopoulou. 2019. Mehrsprachigkeit und Bildung in Kitas und Schulen (utb Pädagogik, Sprachwissenschaft 5140). Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.Steinbach, Markus, Ruth Albert, Heiko Girnth, Annette Hohenberger, Bettina Kümmerling-Meibauer, Jörg Meibauer, Monika Rothweiler & Monika Schwarz-Friesel. 2007. Bilingualer Spracherwerb und Zweitspracherwerb. In Markus Steinbach, Ruth Albert, Heiko Girnth, Annette Hohenberger, Bettina Kümmerling-Meibauer, Jörg Meibauer, Monika Rothweiler & Monika Schwarz-Friesel (eds.), Schnittstellen der germanistischen Linguistik, 103–135. Stuttgart: J.B. Metzler. Weinert, Sabine & Hannelore Grimm. 2018. Sprachentwicklung. In Ulman Lindenberger & Wolfgang Schneider (Hrsg.), Entwicklungspsychologie, 445–469. 8. vollständig überarbeitete Aufl. Weinheim: Beltz. Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! Links: Alexey K. 2010. Очень очень affordable.... YouTube. https://www.youtube.com/watch?v=3W40tBACFbI. (zuletzt Abgerufen am 06.01.2024).___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Grafiken und Musik von Elias Kündiger: https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Erschienen: 17.01.2024
Dauer: 00:55:12
Beeinflusst die Sprache, die wir sprechen, die Art und Weise, wie wir denken? Sapir, Whorf und zahlreiche andere Linguist*innen sagen: ja! Aber wie ließe sich so ein Einfluss feststellen? Und wie stark soll dieser Einfluss sein? Seit circa 100 Jahren gibt es die Sapir-Whorf-Hypothese, die aber in ihrer reinen Form längst schon keine Anhänger*innen mehr hat außer in der Fiktion.Ein Podcast von Anton und Jakob. Instagram: https://www.instagram.com/sprachpfade Twitter/X: @sprachpfade Mastodon: @sprachpfade@mastodon.social ___ Weiterführende Literatur: Lera Boroditsky (2003): Artikel „Linguistic relativity“, in: Lynn Nadel (Hg.): Encyclopedia of cognitive science, London: Macmillan, S. 917-922.Norbert Fries (2016): Artikel „Sapir-Whorf-Hypothese“, in: Helmut Glück, Michael Rödel (Hg.): Metzler Lexikon Sprache, 5. aktual. u. überarb. Aufl., Stuttgart: Metzler, S. 582.Basel Al-Sheikh Hussein (2012): „The Sapir-Whorf Hypothesis Today“, in: Theory and Practice in Language Studies 2.3, S. 642-646.Woraus Jakob zitiert hat:Edward Sapir (1921): Language. An Introduction to the Study of Speech, New York: Harcourt, Brace & Co.Die erwähnte Studie zu die Brücke/el puente und der Schlüssel/la llave:Lera Boroditsky, Lauren A. Schmidt, Webb Phillips (2003): „Sex, syntax and semantics“, in: Dedre Gentner, Susan Goldin-Meadow (Hg.): Language in Mind. Advances in the Study of Language and Thought, Boston: MIT Press, S. 61-79.Veröffentlichungen von Paul Kay, der zur Sapir-Whorf-Hypothese, Sprachrelativismus und speziell Farben forscht.Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek! ___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an oder in die DMs: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com ___ Grafiken und Musik von Elias Kündiger: https://on.soundcloud.com/ySNQ6
Erschienen: 03.01.2024
Dauer: 01:03:40
Das Wort des Jahres ist da – es ist der „Krisenmodus“. Jedes Jahr kürt die Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. Wörter, die aufgrund ihrer gesellschaftlichen und politischen Brisanz ausgewählt werden. Doch was kennzeichnet Wörter wie „Krisenmodus“, „Gaspreisbremse“ und „Milliardenloch“ aus der sprachwissenschaftlichen Sicht? Dieser Frage nähern wir uns aus der Sicht der Konzeptuellen Metaphern und klären auf, warum es nicht egal ist, ob wir Schulden mit „Loch“ oder „Investitionen“ bezeichnen. Ein Podcast von Anton und Jakob.Twitter/X: @sprachpfadeMastodon: @sprachpfade@mastodon.social___Weiterführende Literatur: Kohl, Katrin M. (2007): Metapher (Sammlung Metzler Bd. 352). Stuttgart: Metzler.Lakoff, George & Mark Johnson (2018): Leben in Metaphern: Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern(Systemische Horizonte). Übersetzt von Astrid Hildenbrand. Neunte Auflage. Heidelberg: Carl-Auer Verlag GmbH.Skirl, Helge & Monika Schwarz-Friesel (2007): Metapher (Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik 4). Heidelberg: WinterAlle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!Links:Gesellschaft für deutsche Sprache e. V. (2023): Wort des Jahres | GfdS. https://gfds.de/aktionen/wort-des-jahres/ (letzter Zugriff 09.12.2023).Leuthold, Simon (2023): Oxford-Wort des Jahres 2023 - «Rizz»: Alle wollen es, Tom Holland hat es. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) https://www.srf.ch/kultur/gesellschaft-religion/oxford-wort-des-jahres-2023-rizz-alle-wollen-es-tom-holland-hat-es (letzter Zugriff 09.12.2023).tagesschau (2023): „Krisenmodus“ ist Wort des Jahres 2023. https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/wort-des-jahres-krisenmodus-100.html (letzter Zugriff 09.12.2023).tagesschau (2023): Susanne Daubner präsentiert das Jugendwort 2023. https://www.youtube.com/watch?v=32tb8EpN2wY (letzter Zugriff 09.12.2023).BuzzFeed Celeb (2023): Tom Holland doesn't need rizz. he plays the long game. https://www.youtube.com/watch?v=ITvNeFBSpEs (letzter Zugriff 19.12.2023).___Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
Erschienen: 21.12.2023
Dauer: 00:53:03
Heißt es Chemie, Kemie oder Schemie? Stil oder Schtil? Chuzpe oder Schusspe? Welche Aussprache ist korrekt? Diesen Fragen gehen wir in unserer vierten Folge nach, die von der deutschen Standardlautung handelt. Die Antwort auf die Fragen wird manche vielleicht erstaunen.Ein Podcast von Anton und Jakob.Twitter/X: @sprachpfadeMastodon: @sprachpfade@mastodon.social___Weiterführende Literatur: Stefan Kleiner, Ralf Knöbl, Max Mangold (2015): Duden 6. Das Aussprachewörterbuch, 7. komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage, unter Mitarbeit von Judith Linneweber, Alexandra Lorson, Madlen Nimz, Pia Rübig und Hristo Velkov, Berlin: Bibliohraphisches Institut. [2023 auch schon in der 8. Auflage erschienen]Stefan Kleiner (2014): Die Kodifikation der deutschen Standardaussprache im Spiegel der faktischen Variabilität des Gebrauchsstandards, in: Albrecht Plewnia / Andreas Witt (Hrsg.): Sprachverfall? Dynamik, Wandel, Variation (Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2013), Berlin/Boston: de Gruyter, S. 273-298.Stefan Kleiner (2019): Die Neuauflage des Duden-Aussprachewörterbuchs. Allgemeine Neuerungen und Umsetzung empirischer Erkenntnisse aus dem Korpus „Deutsch heute“, in: Ludwig M. Eichinger / Albrecht Plewnia (Hg.): Neues vom heutigen Deutschen. Empirisch, methodisch, theoretisch (Jahrbuch des Instituts für Deutsche Sprache 2018), Berlin/Boston: de Gruyter, S. 59-80.Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!___Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
Erschienen: 06.12.2023
Dauer: 00:49:22
Weitere Informationen zur Episode "1.4 Chemie, Schemie oder Kemie? Die deutsche Standardlautung"
Die menschliche Kommunikation ist ein Widerspruch in sich. Wir wollen zwar richtig verstanden werden, kommunizieren aber tagtäglich in höchst verkürzter Form. Meistens reichen uns Schlagworte wie „die Tickets, bitte“, um die Absicht der anderen Gesprächspartei zu verstehen. Warum die Kommunikation dennoch funktioniert, wie wir das Gesagte mit unserem Kontextwissen anreichern und wie wir Missverständnisse vermeiden – dies ist das Thema der aktuellen Folge.Ein Podcast von Anton und Jakob.Twitter/X: @sprachpfadeMastodon: @sprachpfade@mastodon.social___Weiterführende Literatur: Börjesson, Kristin & Björn Laser (2022): Pragmatik: Sprachgebrauch untersuchen (Linguistik und Schule 11). Tübingen: Narr Francke Attempto.Finkbeiner, Rita (2015): Einführung in die Pragmatik (Einführung Germanistik). Darmstadt: WBG, (Wiss. Buchges.).Liedtke, Frank (2016): Moderne Pragmatik: Grundbegriffe und Methoden (Narr Studienbücher). Narr Francke Attempto. Fürs kleine Lesen:Lakoff, George & Mark Johnson (2018): Leben in Metaphern: Konstruktion und Gebrauch von Sprachbildern. Übersetzt von Astrid Hildenbrand. Neunte Auflage. Heidelberg: Carl-Auer Verlag.Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!___Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
Erschienen: 22.11.2023
Dauer: 00:32:41
Wir hören von der Ursprache des Deutschen, die auch die Ursprache vieler anderer Sprachen ist, und woher diese Ursprache wohl kommen mag. Von dort gehen wir den Weg bis zum modernen Deutsch. Wir wagen außerdem einen Blick zurück in die Geschichte der Sprachwissenschaft. Oh, und wir hören einen echten Zauberspruch.Ein Podcast von Anton und Jakob. Twitter/X: @sprachpfade Mastodon: @sprachpfade@mastodon.social ___ Weiterführende Literatur: Klein, Jared S., Brian D. Joseph, and Matthias Andreas Fritz (2017-2018). Handbook of Comparative and Historical Indo-European Linguistics. 3 Bände. Berlin: De Gruyter Mouton. Schmidt, Wilhelm (2020). Geschichte der deutschen Sprache. 12. verbesserte und erweiterte Auflage. 2 Bände. Stuttgart: S. Hirzel Verlag.Fürs kleine Lesen:Haarmann, Harald (2012). Die Indoeuropäer. 2. durchgesehene Auflage. München: C.H. Beck. (128 Seiten)Roelcke, Thorsten (2018). Geschichte der deutschen Sprache. 2. durchgesehene und aktualisierte Auflage. München: C.H. Beck. (128 Seiten)Alle Bücher ausleihbar in deiner nächsten Bibliothek!___ Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an: anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com
Erschienen: 08.11.2023
Dauer: 00:55:34
Weitere Informationen zur Episode "1.2 Woher kommt das Deutsche?"
In unserer ersten Folge suchen wir eine Antwort auf die Frage, was eine Sprache ist und welche Merkmale sie ausmachen. Dabei entdecken wir, was Sprache mit Zeichen verbindet, welche Rolle eine angeborene Grammatik dabei spielt und warum Kultur und Geschichte einen großen Einfluss auf unsere Sprachfähigkeit ausübt. Kommt mit auf unsere gemeinsame Reise! Ein Podcast von Anton und Jakob.Twitter/X: @sprachpfadeMastodon: @sprachpfade@mastodon.social___Die für die Folge verwendete Literatur: Corbin, Sam (2023): For Fans Seeking Community, Nonsense Starts the Conversation. The New York Times. Zugriff am 12.10.2023, 16:25 über: https://www.nytimes.com/2023/10/12/crosswords/building-community-constructed-languages.html. Hoffmann, Ludger (Hrsg.) (2019): Sprachtheorien. In ebd. (Hrsg.), Sprachwissenschaft: ein Reader (De Gruyter Studium). 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Berlin; Boston: De Gruyter, 1–21. Ibbotson, Paul & Michael Tomasello (2017): Ein neues Bild der Sprache. In Spektrum der Wissenschaft 2017(3), 12–17. Lobin, Henning (2018): Digital und vernetzt: Das neue Bild der Sprache. Stuttgart: J.B. Metzler. Saussure, F. (2019): Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. In Ludger Hoffmann (Hrsg.), Sprachwissenschaft: ein Reader (De Gruyter Studium). 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Berlin; Boston: De Gruyter, 39–57. Tomasello, M. (2019): Die kulturelle Entwicklung des menschlichen Denkens: Kulturelle Kognition. In Ludger Hoffmann (Hrsg.), Sprachwissenschaft: ein Reader (De Gruyter Studium). 4., aktualisierte und erweiterte Auflage. Berlin; Boston: De Gruyter, 130–146.Weinert, Sabine & Hannelore Grimm (2018): Sprachentwicklung. In Ulman Lindenberger & Wolfgang Schneider (Hrsg.), Entwicklungspsychologie. 8. vollständig überarbeitete Aufl. Weinheim: Beltz, 445–469. ___Gegenüber Themenvorschlägen für die kommenden Ausflüge in die Sprachwissenschaft und Anregungen jeder Art sind wir stets offen. Wir freuen uns auf euer Feedback! Schreibt uns dazu einfach an anton.sprachpfade@protonmail.com oder jakob.sprachpfade@protonmail.com eine E-Mail.
Erschienen: 30.10.2023
Dauer: 00:41:13
Weitere Informationen zur Episode "1.1 Was ist eigentlich eine Sprache?"