Vom Leben in der DDR
Ein Podcast über das Leben in der DDR. Im Gespräch mit Zeitzeug:innen und Expert:innen schaut Martin Fischer in jeder Folge zurück auf die Lebensaspekte in der Deutschen Demokratischen Republik. Ohne Ostalgie und verbunden mit der Frage, was sich aus der Geschichte lernen lässt.Von der Überwachung, Demonstrationen und dem Unrechtsstaat
Fast schon eine kleine Tradition: Erneut gibt es eine Kooperationsfolge mit Constanze Kurz und Martin Haase (und leider ohne Kai Biermann) vom "Neusprechfunk". Diesmal haben wir uns auf dem "Chaos Communication Congress" auf die große Bühne des "Sendezentrums" gesetzt und Begriffe mit DDR-Bezug auf ihre Aktualität hin abgeklopft: Warum hat es die "Lichtgrenze" zum Wort des Jahres geschafft? Wie passend ist in der aktuellen Überwachungsdebatte der Begriff "Stasi 2.0"? Warum gibt es auf einmal so viele "Montagsdemonstrationen"? Und war die DDR denn nun ein "Unrechtsstaat" oder nicht? Diese Fragen klären wir vor und mit dem Publikum und am Ende berichtet maha noch, wie er einmal fast den Bundespräsidenten nicht mitgewählt hätte.
Erschienen: 17.01.2015
Dauer: 00:55:47
Von professionellen Laien, Katz-und-Maus-Spielen und einem Pakt mit dem Publikum
Für die letzte Folge in 2014 habe ich mir noch einmal besonderen Besuch eingeladen. Bei dem ich selbst zu Gast war. Während des Adventsurlaubs in Dresden stand natürlich auch eine Vorstellung im berühmten Kabaratt-Theater "Die Herkuleskeule" auf dem Programm. Nachdem der Vorhang gefallen war, habe ich "backstage" mit Birgit Schaller über das Kabarett in der DDR gesprochen. Birgit Schaller ist langjähriges Ensemblemitglied der "Keule" und berichtet von ihrem Berufsweg, der sie über eine Musikausbildung und den Wunsch, Schauspielerin zu werden, dann am Kabarett beides verbinden ließ. Wir klären, welche Formen des Kabaretts in der DDR existierten, ob es Tabuthemen gab und wie sich die Kunstform seitdem gewandelt hat. Wir wünschen Euch viel Spaß und Erkenntnisgewinn sowie einen guten Rutsch nach 2015!
Erschienen: 27.12.2014
Dauer: 00:58:19
Vom neuen Plänen, dem Warten aufs Christkind und dem Blick hinter die Kulissen
Wir warten aufs Christkind. Und zwar richtig! In dieser Sondersendung werfen wir knapp drei Stunden lang einen Blick hinter die Kulissen von "Staatsbürgerkunde" und stellen all die tollen Menschen vor, die diesen Podcast möglich machen. Und damit das alles nicht zu technisch wird, erinnert sich jeder Gast noch an sein persönliches DDR-Erlebnis. Wir wünschen Euch gute Unterhaltung und ein schönes Weihnachtsfest. Danke für Euer Interesse und Eure Unterstützung!
Erschienen: 24.12.2014
Dauer: 02:59:04
Von der Qual der Wahl, der großen Politik und vielfältiger Basisarbeit
Obwohl die Verfassung der DDR den Führungsanspruch der SED gewährleistete, gehören zu einer "Demokratie" noch weitere Parteien. Eine dieser im „Antifaschistisch-demokratischen Block“ zusammengeschlossenen Parteien war die Liberal-Demokratische Partei Deutschlands (LDPD). Ich spreche in dieser Folge mit Hartmut Grube über seine Zeit als Mitglied dieser Partei, welche Beweggründe er für seinen Beitritt hatte und wie das aktive Parteileben ausgesehen hat. Wir werfen zudem am Anfang des Gesprächs einen Blick auf das politische System der DDR und versuchen anschließend am Beispiel von Hartmuts Erfahrungen in der LDPD, die Rolle, die Aufgaben und die Gestaltungsmittel einer Blockpartei in der DDR herauszuarbeiten.
Erschienen: 06.12.2014
Dauer: 01:04:13
Vom Neuanfang, dem Weggehen und dem Zurückkommen
In unserer letzten Folge zum Thema Wende verlassen wir die DDR-Zeit und schauen uns an, was mit Weida nach 1990 geschah. Wie erging es Verwandten und Bekannten und wie veränderte sich ihr Leben im vereinten Deutschland? Und welchen Bezug haben wir heute zu der Entscheidung, in "den Westen" zu gehen? Das alles besprechen wir in dieser Episode und freuen uns wie immer über Euer Feedback!
Erschienen: 15.11.2014
Dauer: 00:40:39
Von Ungewissheiten, neuen Möglichkeiten und Jungunternehmertum
Im Anschluss an unsere letzte Folge habe ich wie versprochen eine neue Stimme ans Mikrofon gebeten: Mit meiner Cousine Judith Porcel spreche ich über Ihre Erinnerungen an die Jahre 1989/1990. Wir greifen noch einmal Themen der vergangenen Sendung auf und sprechen über das letzte Schuljahr in einem Land, das bald darauf nicht mehr existierte und welche Umbrüche und Chancen sich in dieser Zeit ergaben. Und am Ende gibt’s noch eine kleine Erinnerung an die Kindheit – weil Herbst ist.
Erschienen: 25.10.2014
Dauer: 00:32:07
Von Briefen aus der Freiheit, unruhigen Tagen und vielen Veränderungen
Kurz vor dem 25. Jahrestag des Mauerfalls blicken auch wir zurück auf die Zeit, die man lapidar "Wende" nennt. Diese Folge schießt direkt an die beiden Episoden über unsere Ausreise an. Aus Briefen meiner Oma rekonstruieren wir ein Bild aus den letzten Tagen der DDR. Prager Botschaft, Mauerfall, Visum für Westberlin: Auch vor der Kleinstadt Weida und ihren Bewohnern machen die Ereignisse des Jahres 1989 nicht halt. Und in der Ferne halten uns Ausgereiste die Fernsehbilder gefangen und lassen urplötzlich ein Wiedersehen doch in greifbare Nähe rücken. Eine hoffentlich anregende Folge erwartet Euch und wir sind gespannt auf Eure persönlichen Erinnerungen an die "Wende".
Erschienen: 04.10.2014
Dauer: 01:06:05
Von kunstvollen Rouladennadeln, Kulturgruppen und Zauberprüfungen
Nach der "großen Kunst" in der letzten Folge ziehen wir uns dieses Mal ins Private zurück. In der ersten Hälfte telefonieren wir mit Rosemarie Fischer, meiner Oma, die nicht nur während Ihrer Nachtwache in der Kinderkrippe allerhand selbst produziert und an dankbare Abnehmer gebracht hat. Danach sprechen mein Papa und ich über verschiedene Einrichtungen, an denen man selbst kreativ werden konnte und landen letztendlich bei seinem Hobby der Zauberkunst. Denn wie vieles in der DDR bedurfte auch das Magische einer genauen Vermessung und Klassifizierung. Euch erwartet eine bunte Folge voller großer Kleinkunst. Gute Unterhaltung!
Erschienen: 13.09.2014
Dauer: 01:02:04
Von Kulturbanausen, Heimatdichtern und Weltstars
Mit großer Kunst beschäftigt sich die Stammbesetzung in dieser Folge. Nach mehreren Sommerausgaben und einem großen Gästespektrum haben sich nun endlich wieder einmal meine Eltern und ich gemeinsam hinters Mikro gesetzt. Wir unterhalten uns über die kulturelle Infrastruktur der DDR, das Angebot an Museen, Baudenkmälern und Theatern für die interessierten Bevölkerung. In welchem Zustand befanden sich die Kultureinrichtungen, wer hatte Zugang dazu und wie sehr war die Kunst "auf Linie" oder "Opium fürs Volk"? Wir streifen die Themen Kino und Kabarett und schließen mit Betrachtungen über den Stellenwert der Kultur in unserer Gesellschaft heute. Viel Spaß und Erkenntnisgewinn mit unserer Comeback-Folge (um im Jargon des Themas zu sprechen).
Erschienen: 23.08.2014
Dauer: 01:06:59
Von vertrauten Umgebungen, dem eigenen Leben und der Zugehörigkeit
In dieser Folge sind nicht weniger als sechs Leute zu hören. Dazu leider ein Sommergewitter und ein Mobiltelefon. Aber nichtsdestotrotz ist es eine hörenswerte Episode. Ich bin nach Brandenburg gefahren und habe Familie Fubel besucht. Susanne Fubel ist in der DDR mit einer Behinderung auf die Welt gekommen und in unserem Gespräch sprechen wir darüber, wie sich das Leben mit Schule, Ausbildung und der langsamen Erweiterung des eigenen Wirkungskreises für Susanne und ihre Eltern gestaltet hat. Nebenbei schweifen wir ab zu Patientenverfügung, den Fürsorgepflichten des Staates und der Sonderschulpädagogik damals und heute.
Erschienen: 02.08.2014
Dauer: 00:59:48