Podcast "Zeit für Wissenschaft"

Podcast der Universität Innsbruck

Podcast-Episoden

ZfW_016 - Boden

Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2015 zum Internationalen Jahr der Böden erklärt. Als wichtiger, oft aber unterschätzter Faktor in Ökosystemen spielt der Boden auch in der Forschungsarbeit von Michael Bahn eine zentrale Rolle. Der Ökologe interessiert sich für Kohlenstoffkreisläufe, zu denen die Atmung der Böden einen maßgeblichen Beitrag leistet. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Bahn über seinen vielfältigen, lebendigen und oft zu Unrecht nur als „Schmutz“ bezeichneten Untersuchungsgegenstand. Die Prozesse während der Aufnahme und Abgabe von Kohlenstoff durch die Böden auf unserer Erde sind komplex und bis heute noch nicht im Detail verstanden – besonders vor dem Hintergrund des Klimawandels. Zur Klärung der offenen Fragen setzt der Forscher vom Institut für Ökologie auf Untersuchungen „im Feld“: Das Klima von morgen simuliert Michael Bahn mithilfe von Zelten, die beispielsweise auf Wiesen der Almen im Tiroler Stubaital aufgestellt werden. Die daraus gewonnenen Daten sollen zur Präzisierung von Klimamodellen beitragen. Links: Michael Bahn Arbeitsgruppe Ecophysiology and Ecosystem Processes, Institut für Ökologie Publikation: "Climate extremes and the carbon cycle", Nature (Aug. 2013) 2015 - International Year of Soils

Erschienen: 19.05.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_015 - Mensch-Tier-Beziehungen

Tiere spielen eine zentrale Rolle in der Arbeit der Erziehungswissenschaftlerin Reingard Spannring. Sie beschäftigt sich mit den komplexen und vielschichtigen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren und bewegt sich damit in dem relativ neuen, aber boomenden Forschungsfeld der „Human-Animal Studies“. Zu Gast in „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Spannring über ihr gesellschaftskritisch geprägtes wissenschaftliches Selbstverständnis im Spannungsfeld zwischen ethischen Werten und Objektivität. Die Betrachtung von Mensch-Tier-Beziehungen aus human-, geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive nahm ihren Ausgang im anglophonen Raum und entwickelte sich parallel zur Tierrechtsbewegung. Die interdisziplinären Human-Animal Studies plädieren für eine neue Konzeptionalisierung des Blickes auf Tiere als Lebewesen mit eigenen Erfahrungen, Gefühlen und Interessen. Reingard Spannring interessiert sich für gesellschaftliche Ambivalenzen zwischen empathischer Haustierhaltung und Massentierhaltung und arbeitet vor diesem Hintergrund an pädagogischen Konzepten. Links: Human-Animal Studies: Rückblick Konferenz 2014 Buch: Disziplinierte Tiere? Reingard Spannring Universitäre Interessensgemeinschaft für Tierrechte

Erschienen: 30.04.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_014 - Parasiten

„Phytomyxea“ lautet die Bezeichnung für jene Gruppe von Parasiten, die die Mikrobiologin Sigrid Neuhauser besonders interessiert. Sie benötigen lebende Wirte wie Pflanzen oder Algen, sind nur wenige tausendstel Millimeter groß und können großen Schaden anrichten. Die einzelligen Parasiten sind beispielsweise für etwa 10 Prozent des weltweiten Ernteausfalls von Kohlgewächsen verantwortlich. In „Zeit für Wissenschaft“ lässt uns Sigrid Neuhauser an ihrer Leidenschaft für Parasiten teilhaben und gibt Einblicke in eine unvorstellbare kleine Welt. Die einzelligen Parasiten aus der Gruppe der Phytomyxea können erst seit einigen Jahren im Detail beobachtet werden. Für die Mikrobiologin weisen diese Parasiten einige erstaunliche Eigenschaften auf, die unter anderem auf ihre evolutionsbiologisch eigenständige Entwicklungsgeschichte zurückzuführen sind. Ihre Untersuchungen führt Sigrid Neuhauser auf genetischer Ebene mithilfe der Floureszenzmikroskopie durch. Links: Projekthomepage PhytomyxID Institut für Mikrobiologie: Mykologie „Kluge Winzlinge“: Beitrag im Magazin „wissenswert“ Sigrid Neuhauser auf Twitter

Erschienen: 14.04.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_013 - Postkolonialismus und Geschlechterforschung

Die Begriffe „Macht“ und „Gewalt“ sind zentrale Themen in der Forschungsarbeit von Nikita Dhawan. Seit Herbst vergangenen Jahres ist die Politikwissenschaftlerin Professorin für Politische Theorie mit den Schwerpunkten Frauen- und Geschlechterforschung. In ihren breit gefächerten Interessensgebieten hat sich die Etablierung einer postkolonialen Theorie in den Sozialwissenschaften als besonders Anliegen herauskristallisiert. Nikitia Dhawan versteht sich als „antidisziplinäre“ Wissenschaftlerin. Europäische Vorstellungen und Normen haben sich durch den Kolonialismus weltweit durchsetzen können. Eine Auseinandersetzung mit den bis in die Gegenwart reichenden Auswirkungen hat bisher allerdings kaum stattgefunden, das gilt besonders für den deutschsprachigen Raum. Über diesen Aufholbedarf und die (bislang fehlende) Rolle der Gender Studies im Postkolonialismus spricht die international erfahrene Politikwissenschaftlerin Nikita Dhawan in „Zeit für Wissenschaft“. Nikita Dhawan - Institut für Politikwissenschaft

Erschienen: 07.04.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_012 - Gletscher

Auf der Erde gibt es etwa 200.000 Gletscher, deren Bestehen oder Verschwinden in engem Zusammenhang mit den Entwicklungen unseres Klimas steht, die durch den Menschen maßgeblich mitbeeinflusst werden. Für den Klimaforscher assoz. Prof. Dr. Ben Marzeion vom Institut für Meteorologie und Geophysik stehen Gletscher als „Leidtragende“ des Klimawandels im Mittelpunkt des Interesses. Mithilfe von Klima- und Gletschermodellen untersucht der Glaziologe die Entwicklung der Gletscher weltweit in Vergangenheit und Zukunft. Im vergangenen Jahr 2014 konnte der Forscher einen eindeutigen Nachweis für den Beitrag des Menschen zum Abschmelzen der Gletscher bringen. Marzeions Forschungsergebnisse finden internationales Gehör. Ein Gespräch über den Weg von der Ozeanografie zur Glaziologie, über Abenteuer auf Forschungsschiffen und über die Frage, wie sich die Forschungsarbeit in einem Gebiet gestaltet, in der es kaum positive Nachrichten gibt. Links: Ben Marzeion Institut für Meteorologie und Geophysik Studie zur Gletscherschmelze Studie zur Bedrohung des Weltkulturerbes

Erschienen: 26.03.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_011 - Antiker Kulturkontakt

Eine verlassene antike Stadt am westsizilianischen Berg Monte Iato steht im Mittelpunkt des Forschungsinteresses der Archäologin Birgit Öhlinger. Aufgrund seiner Lage galt der Monte Iato in archaischer Zeit als Knotenpunkt verschiedener Gesellschaften und Kulturen. Die indigene Bevölkerung „vermischte“ sich mit den neuankommenden Griechen und Phöniziern. Durch Grabungen vor Ort versucht die Archäologin herauszuarbeiten, wie kulturelle Kontakte stattgefunden haben und welche gesellschaftlichen Veränderungen sie mit sich brachten. Besondern Fokus legt die Wissenschaftlerin dabei auf Kulte, Rituale und Religion. „Ritual und Religion im archaischen Sizilien. Formations- und Transformationsprozesse binnenländischer Kultorte im Kontext kultureller Kontakte“ lautet der Titel der preisgekrönten Dissertation von Mag. Dr. Birgit Öhlinger Im Rahmen ihrer Tätigkeit als PostDoc-Universitätsassistentin am Institut für Archäologien der Uni Innsbruck vertieft sie die Ergebnisse aus ihrer Dissertation nun weiter. Links: Birgit Öhlinger Institut für Archäologien Westsizilianisches Netzwerk am Monte Iato (Video)

Erschienen: 11.03.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_010 - Literaturarchiv

Zwischen Archiv und Wissenschaft: Ulrike Tanzer ist seit Herbst vergangenen Jahres Leiterin des Innsbrucker Forschungsinstituts Brenner-Archiv. Dieses Archiv besteht seit den 1960er Jahren und gilt als eine der bedeutendsten Sammlungen österreichischer Literatur im deutschsprachigen Raum. Der Name des Archivs geht auf die vom Schriftsteller Ludwig von Ficker herausgegebene Kulturzeitschrift „Der Brenner“ zurück , als Vorbild galt „Die Fackel“ von Karl Kraus (und nicht der Gebirgspass). Ulrike Tanzer ist allerdings nicht nur Leiterin des Archivs sondern auch Professorin für österreichische Literatur am Institut für Germanistik. In „Zeit für Wissenschaft“ spricht die Germanistin über ihre Arbeit im Spannungsfeld zwischen Sammeln, Forschen und Vermitteln. Außerdem beantwortet sie die Frage, was sie zur Professorin für österreichische – und nicht etwa für deutschsprachige Literatur - macht. Ein Gespräch über die Herausforderungen der Archiv-Arbeit und der Literaturvermittlung bzw. des „Lesens“ im digitalen „Zeitalter“. Links: Forschungsinstitut Brenner-Archiv Ulrike Tanzer Video: Vorstellung des Archivs

Erschienen: 26.02.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_009 - Energieeffizienz

„Nur dumme Gebäude brauchen künstliche Intelligenz“ – das sagt Wolfgang Streicher vom Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften. Der Wissenschaftler ist Professor für Energieeffizientes Bauen mit spezieller Berücksichtigung des Einsatzes erneuerbarer Energien. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Streicher über die Dringlichkeit einer Energiewende, oftmals fehlenden politischen Willen und (scheinbare) Preisprobleme. Und warum beim Hausbau weniger oft mehr ist. Ein möglichst effizienter und kostengünstiger Einsatz von Erneuerbaren Energien in Gebäuden ist das vorrangige Ziel der Forschungsarbeit von Wolfgang Streicher, Professor für Energieeffizientes Bauen an der Uni Innsbruck. Dabei verfolgt Streicher die Vision eines „Lowtech“-Hauses, um den Anforderungen von Nachhaltigkeit, Gesundheit und Umweltschutz Rechnung tragen zu können. Mit dem „Energieausweis“, an dessen Ausarbeitung Streicher beteiligt war, hat die Dringlichkeit und Verbindlichkeit dieser Forderungen einen Namen bekommen. Links: Arbeitsbereich Energieeffizientes Bauen Projekt SINFONIA Institut für Konstruktion und Materialwissenschaften

Erschienen: 09.02.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_008 - Wolken

Wie entstehen Wolken? Eine Antwort auf diese Frage sucht der Physiker Prof. Armin Hansel vom Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik der Uni Innsbruck in einem Großprojekt gemeinsam mit einem internationalen Team am Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz. Bis heute ist nicht klar, wie sich Aerosole in der Atmosphäre neu bilden und welchen Einfluss deren Bildung auf die (vermehrte) Entstehung von Wolken nimmt. Im Großprojekt CLOUD (Cosmics Leaving Outdoor Doplets) untersucht Armin Hansel die Geburtsstunde der Wolken und trägt dadurch zu einem besseren Verständnis einer der größten Unsicherheitsfaktoren in Klimamodellen bei. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt der Ionenphysiker über seine Arbeit an diesem alltäglichen, aber hochkomplexen Phänomen - an der Grenze des Mach- und Messbaren. Links: CLOUD-Projekt am CERN Arbeitsgruppe Umweltphysik und Ionen-Molekül-Reaktionen Institut für Ionenphysik und Angewandte Physik

Erschienen: 23.01.2015
Dauer: keine Angabe

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ZfW_007 - Wasser

Es bedeckt zwei Drittel der Erde und bildet den Grundstoff des Lebens, dennoch birgt Wasser bis heute noch viele Geheimnisse. Mehr als 60 Eigenschaften sind bereits bekannt, die Wasser von beinahe allen anderen Flüssigkeiten unterscheiden und einzigartig werden lassen. Prof. Thomas Loerting vom Institut für Physikalische Chemie der Uni Innsbruck hat sich in seiner Forschungsarbeit dem Wasser verschrieben. In „Zeit für Wissenschaft“ erzählt Thomas Lörting über Wasser, das bei -157 Grad flüssig ist oder bei mehr als 2000 Grad noch nicht schmilzt, d.h. über Wasser als den Verwandlungskünstler schlechthin. Links: Arbeitsgruppe von Thomas Loerting Institut für Physikalische Chemie Aktuelles Paper

Erschienen: 22.12.2014
Dauer: keine Angabe

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