Wir erforschen was mit Medien
Das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung macht seine Forschungsergebnisse und vielfältigen Erkenntnisse einer interessierten Öffentlichkeit auch in Form eines Podcasts zugänglich - dem BredowCast. Der BredowCast erscheint einmal im Monat und soll einen Einblick in die Forschung am Hans-Bredow-Institut und in den Alltag der Forscherinnen und Forscher geben.Im Podcast blicken Prof. Dr. Wolfgang Schulz, Wissenschaftlicher Direktor des Instituts und Medienrechtler, und Dr. Hans-Ulrich Wagner, Forschungsprogrammleiter und Medienhistoriker, auf 75 Jahre Medienforschung am Hans-Bredow-Institut.
Erschienen: 16.06.2025
Dauer: 00:40:16
Weitere Informationen zur Episode "75 Jahre Hans-Bredow-Institut – 75 Jahre Medienforschung"
Hanna Börgmann und Philipp Kessling sprechen über die Ergebnisse des kürzlich erschienenen Forschungsberichts „Destruktive Diskurse: Digitale Verbreitung von klimabezogener Mis- und Desinformation“.
Ziele des Forschungsprojekts waren die Entwicklung einer technischen Methode zur Erkennung und Verarbeitung von Desinformation in großen Datensätzen sowie ein Verständnis ihrer plattformübergreifenden Dynamiken und Inhalte. Dafür wurden zwischen 2019 und 2023 1.500 Postings aus einem Datensatz von 3,3 Millionen Beiträgen von Telegram, Instagram, Facebook und X quantitativ und qualitativ analysiert. Hanna und Philipp erläutern das methodische Vorgehen und berichten, welche Accounts, Medienverweise und Narrative sie identifizieren konnten.
Erschienen: 02.05.2025
Dauer: 00:52:19
Medienforscher Gregor Wiedemann untersuchte mit seinem Team, wie der Bundestagswahlkampf auf TikTok geführt wurde und ob die Dominanz der Partei AfD auf der Plattform mittlerweile gebrochen ist. Im BredowCast erläutert er die Forschungsergebnisse.
Gregor Wiedemann leitet das Media Research Methods Lab am Leibniz-Institut für Medienforschung | Hans-Bredow-Institut, an das auch das Social Media Observatory angegliedert ist. Vor der Bundestagswahl untersuchte er mit seinem Team, wie der Wahlkampf auf TikTok geführt wurde. Die Erfolge der AfD auf der Plattform waren seit den Wahlen im vergangenen Jahr bekannt. Daher stand für die Forscher*innen nun diese Frage im Fokus: Wie haben die anderen Parteien darauf reagiert – und ist die Dominanz der AfD inzwischen gebrochen? Im BredowCast erläutert Gregor Erfolgsstrategien demokratischer Parteien, analysiert Videos mit hohen View-Zahlen, spricht über die Rolle von Authentizität und erklärt, wie sich TikTok überhaupt wissenschaftlich untersuchen lässt.
Erschienen: 26.03.2025
Dauer: 00:39:40
Stephan Dreyer diskutiert die Ergebnisse des Gutachtens „Kennzeichnung von bearbeiteten (Influencer-)Fotos: Erforderlichkeit, Wirkung, Regelungsansätze“.
In der Folge geht es um das Gutachten „Kennzeichnung von bearbeiteten (Influencer-)Fotos: Erforderlichkeit, Wirkung, Regelungsansätze“, das Dr. Claudia Lampert, Sünje Andresen und Dr. Stephan Dreyer im Auftrag der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) erstellt haben. Sollen retuschierte Bilder, insbesondere von Influencer*innen, gesetzlich gekennzeichnet werden? Hintergrund der Debatte ist die Sorge um den Einfluss verzerrter Schönheitsideale auf das Körperbild junger Menschen. Dr. Stephan Dreyer diskutiert im BredowCast wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirkung retuschierter Bilder und erläutert die Haltung von Jugendlichen zu diesem Thema. Er wirft einen Blick auf bestehende Kennzeichnungspflichten in Ländern wie Israel, Frankreich und Norwegen und geht der Frage nach, wie eine Kennzeichnung in Deutschland gesetzlich umgesetzt werden könnte - und ob sie überhaupt sinnvoll wäre. Was sind die Herausforderungen? Und welche Alternativen gibt es?
Erschienen: 26.02.2025
Dauer: 00:28:02
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Dr. Michael Reiss und Eva Knor erläutern die Forschungsergebnisse des Projekts "Generative Künstliche Intelligenz für die Informationsnavigation"
Wer sich beim Wahl-O-Mat nicht selbst entscheiden möchte, kann das die generative KI übernehmen lassen. Oder aber aus Wahlprogrammen der Parteien Bilder generieren, um sich die Unterschiede zu veranschaulichen. Aber wie sieht es in der Bevölkerung aus? Verwenden alle bereits generative KI-Programme? Jein, haben Eva Knor und Dr. Michael Reiss im Forschungsprojekt “Generative Künstliche Intelligenz für die Informationsnavigation” herausgefunden. Von den 16 bis 19-Jährigen verwenden bereits 94,7 Prozent generative KI-Programme. In der breiten Bevölkerung sieht es anders aus: 43,8 Prozent der Befragten nutzen diese Programme bereits. Für die politische Informationsnavigation werden die Programme kaum genutzt. Hat generative KI also keinen Einfluss auf die kommende Bundestagswahl? Im BredowCast erläutern Eva und Michael ihre Forschungsergebnisse und erklären, warum es einen Unterschied macht, ob ich eine generative KI frage, wie lange ein Ei kochen muss oder welche Partei wofür steht, warum ChatGPT „weiß“, dass eine Ampel rot, gelb und grün ist und nicht blau, und warum eine Google-Suche manchmal der bessere Ratgeber ist.
Erschienen: 24.01.2025
Dauer: 00:56:25
Sicherheit von Kindern im Digitalen – was bedeutet das genau, warum muss die Sicherheit von Kindern im Digitalen gestärkt werden, wie kann das gelingen und wer ist dafür verantwortlich?
Erschienen: 20.12.2024
Dauer: 00:50:56
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Am CAIS in Bochum diskutierten Doktorand*innen und Postdocs beim Digitalisation Research Seminar (DigiSem) zum Thema “digitale Freiheit”. In der englischsprachigen Podcastfolge stellen wir die Konferenz und ausgewählte Forschungsprojekte vor.
What does digital freedom mean, and how can we shape it? The DigiSem underscores vital components: conducting research, sharing results, and collectively expanding ideas. At DigiSem, doctoral and postdoctoral researchers from different countries, disciplines, and research focuses presented their projects and discussed whether digitalisation promotes democratisation and enhances personal well-being. They explored the digital realm's opportunities, its challenges, and the role of autonomy. In this podcast, we feature three researchers whose projects illustrate these dimensions of digital freedom.
Erschienen: 22.11.2024
Dauer: 00:25:47
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Kristina Kobrow im Gespräch mit Johanna Sebauer
Sechs Jahre war Johanna Sebauer am HBI Gastgeberin des BredowCast. Nun hat sie das Institut verlassen und konzentriert sich ganz auf ihre Arbeit als Schriftstellerin. In dieser Folge blickt sie mit der neuen Gastgeberin des BredowCast, Kristina Kobrow, zurück auf die Jahre am HBI und spricht über das Verhältnis von Wissenschaft und Literatur.
Erschienen: 28.10.2024
Dauer: 00:21:08
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Dr. Hans-Ulrich Wagner hat das erste wissenschaftlich fundierte Buch über die Geschichte der dpa geschrieben. Im BredowCast erzählt er von seinen Recherchen.
Mehr als 30 laufende Meter Akten hat er jahrelang durchforstet, sie akribisch studiert und zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen geführt. Die Ergebnisse sind in das im Juli erschienene Buch „Im Dienst der Nachricht“ geflossen. Von den hürdenreichen Anfängen in der Nachkriegszeit, über die Kämpfe um politische Unabhängigkeit in den Adenauer-Jahren bis zu den jüngsten Aufregern über vermeintlich von der dpa gefälschte Pressefotos deckt es alles ab, was man über die 75-jährige Geschichte von Deutschlands wichtigster Nachrichtenagentur wissen muss. Forschen in der Lücke Für den Medienhistoriker Hans-Ulrich Wagner war die Arbeit daran ein großes Herzensprojekt. „Über Nachrichtenagenturen wurde medienhistorisch bislang wenig geforscht“, sagt er. „Es gibt viele Publikationen zu Zeitungen oder Rundfunkanstalten, aber über die Agentur im Hintergrund, den Großhändler, den ‚METRO der Nachrichten‘, haben wenige gearbeitet.“ Genau das zu erforschen sei von großem Interesse für Hans-Ulrich Wagner gewesen. Die Deutsche Presse-Agentur gewährte ihm vorbehaltlosen Einblick in das bis ins Gründungsjahr 1949 zurückreichende Aktenarchiv. In einem eigenen Büroraum durfte er arbeiten und bei der dpa ein und ausgehen, als wäre er Mitarbeiter. Das Buch umfasst 350 Seiten und ist im Juli im Societäts-Verlag erschienen.
Erschienen: 10.09.2024
Dauer: 00:39:54
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Der Soziologe und Medienforscher Jan-Hinrik Schmidt leitet seit vier Jahren den Standort Hamburg des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt. Im BredowCast zieht er ein Fazit der ersten vier Projektjahre.
Am Anfang war die Frage: Was ist überhaupt dieser sogenannte „gesellschaftliche Zusammenhalt“? Und wie kann man ihn messen? Dass gesellschaftlicher Zusammenhalt heutzutage weniger mit geteilten Werten und Lebensstilen zu tun habe, war für Jan-Hinrik Schmidt schon beim Start des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) klar. Dazu sei unsere Gesellschaft zu heterogen geworden. Wichtiger für die Definition und Messbarkeit des Zusammenhalts sei die Art und Weise, wie eine Gesellschaft Konflikte austrage. Auch heute, nach vier Jahren Forschung zum Thema, sieht Jan-Hinrik Schmidt die Lage ähnlich. Allerdings würde er heute stärker hervorheben, dass es weniger um Zusammenhalt als Zustand gehe, den es zu erforschen und messen gelte, „sondern um den Prozess, in dem Zusammenhalt immer wieder gestärkt und geschwächt wird.“ Rolle der Medien für den gesellschaftlichen Zusammenhalt Das FGZ steht kurz vor seiner zweiten fünfjährigen Förderphase durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. 2020 wurde es als dezentrales Institut auf elf Standorte in ganz Deutschland verteilt gegründet. Am Leibniz-Institut für Medienforschung ist der Standort Hamburg angesiedelt. Er erforscht die Rolle der Medien bei der Herausbildung sowie Gefährdung gesellschaftlichen Zusammenhalts. Vier Teilprojekte untersuchten den Einfluss der Mediennutzung auf gesellschaftlichen Zusammenhalt, die Integrationsaufgabe öffentlich-rechtlicher Medien sowie die Rolle der Journalismus-Publikums-Beziehung für gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ein weiteres Projekt widmete sich dem Aufbau einer technischen Infrastruktur für systematische Forschung mit Social-Media-Daten, eine Art Unterstützungsleistung für das gesamte FGZ. In all diesen Projekten war der Transfer zentral. Wie die Forschung an die Leute gebracht werden kann, wurde in den Projekten immer von Anfang an mitgedacht. Zweite Förderphase In den kommenden fünf Forschungsjahren soll am FGZ Standort Hamburg mehr Teilprojekte geben, voraussichtlich 7 bis 8, die zu drei Arbeitsschwerpunkten gebündelt werden. Thematisch wird über allen Teilprojekten diesmal die Frage nach der Verständigung stehen. Wie verständigt sich die deutsche Gesellschaft über sich selbst? Und welche Rolle spielen Medien dabei? Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist aktuell häufig Thema in öffentlichen Debatten. „Oft wird das Bild vermittelt, unsere Gesellschaft sei gespaltener, als sie tatsächlich ist“, sagt Jan-Hinrik Schmidt. Zwar gibt es kleine Teile der Gesellschaft, die das Vertrauen in öffentliche Institutionen und die Politik verloren haben, die eine andere Gesellschaft wollen und vielleicht sogar autoritäre Vorstellungen haben. Wichtig werde sein, diese Stimmung in der öffentlichen Debatte ernst zu nehmen, ihr aber wissenschaftliche Fakten entgegenzusetzen, und darauf hinzuweisen, dass es sich eben nur um einen kleinen Teil handelt. In solchen Kontexten kann das FGZ mit seiner wissenschaftlichen Expertise Klarheit schaffen.
Erschienen: 23.04.2024
Dauer: 00:39:52
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