Ein Gespräch mit dem niederbayerischen Kabarettisten Django Asül
Django Asül ist Sohn türkischer Einwanderer, aufgewachsen in Hengersberg in Niederbayern. Seine erste Sprache war nicht Türkisch, sondern Niederbayerisch. Heute ist der Kabarettist, bayerischer Botschafter und einer der bekanntesten Bühnenkünstler des Landes. Über das Etikett des gelungenen Integrationsbeispiels sagt er: „Mich stört das nicht, aber es stimmt halt nicht.” Denn integrieren musste er sich nie. Er war ja immer da. Worüber wir sprechen: - Wie Gespräche zuhause klangen: Eltern auf Türkisch, er auf Bayerisch - Warum er sein Bayerisch auf Tour nach 150 Kilometern „domestizieren” muss - Weshalb er als Vorbild für Integration passen muss - Rote Karte für Klischees: „Die Türken” gibt es genauso wenig wie „die Bayern” - Warum Dialekte in einer globalisierten Welt wieder an Bedeutung gewinnen EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy
Erschienen: 21.07.2026
Dauer: 00:24:18
Weitere Informationen zur Episode "Django Asül: Heimat ist eine Frage des Dialekts"
Wie sein Name Türen öffnet – und verschließt. Ein Gespräch über Herkunft, Sprache und die Macht der Worte.
Alexander Ali Gutsfeld ist Journalist und u.a. Host der Podcasts ‚Nicht mehr mein Land' (ARD) und ‚Das Lederhosen-Kartell'". Seine Mutter kommt aus Ägypten, sein Vater aus Deutschland. Seine Eltern gaben ihm bewusst einen deutschen Namen. Alexander sollte es in Deutschland leichter haben, Ali war dann die praktische Abkürzung seines Namens für Ägyptenbesuche. Heute wechselt er je nach Situation zwischen beiden Namen. Im Gespräch mit Florian Sochatzy erzählt er, wann er Alexander ist und wann Ali, warum er sich als Teenager für den Namen geschämt hat, den er als Kind geliebt hat, und was passiert ist, als er in Kairo Arabisch gelernt hat und gemerkt hat, dass er dort als Europäer auffällt, während er in Deutschland als Deutscher durchgeht. Worüber wir sprechen: – Zwei Vornamen, zwei Identitäten: Wann ist er Alexander und wann Ali? – Warum seine Mutter ihm bewusst einen deutschen Namen gab – Wie sich das Reden über Migration seit 2015 verändert hat – Warum Dialekte im deutschen Film und Fernsehen unterschätzt werden EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise – elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt – anlässlich der Fußball-WM 2026, eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy.
Erschienen: 16.07.2026
Dauer: 00:29:12
Weitere Informationen zur Episode "Ali Gutsfeld: Manchmal Alexander, manchmal Ali."
Moderatorin Jo-Ann Strauss über Afrikaans, isiXhosa, Englisch und ein spät gelerntes Deutsch
Auf isiXhosa sagt man nicht, es sei heiß. Man sagt, die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser. Jo-Ann Strauss ist Moderatorin, Unternehmerin und war Miss South Africa. Sie wuchs im Südafrika der Apartheid auf, zuhause mit Afrikaans und Englisch. isiXhosa lernte sie mit dreizehn in der Schule, weil sie mit allen Menschen in Kapstadt reden wollte. Deutsch kam Jahre später dazu, weil ihre Schwiegereltern kein Englisch sprechen. Wenige Jahre danach stand sie für das ZDF vor der Kamera, moderierte das Eröffnungskonzert der Fußball-WM 2010 an der Seite von Thomas Gottschalk und berichtete während des Turniers aus ihrer Heimatstadt. Im Gespräch mit Benjamin Heinz erzählt sie, warum Englisch im Südafrika ihrer Kindheit ein Zeichen von Bildung war, weshalb sie sich kein kulturelles, sondern ein situatives Chamäleon nennt, und was passiert, wenn man der Schwiegermutter ein Kompliment machen will und dabei Afrikaans und Deutsch verwechselt. EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt, anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
Erschienen: 14.07.2026
Dauer: 00:30:47
Weitere Informationen zur Episode "Jo-Ann Strauss: Die Sonne nimmt die Fische aus dem Wasser"
Über das Aufwachsen zwischen Ruhrgebiet und Marokko, Gastfreundschaft als Haltung und ein arabisches Wort, auf das sie als Kind mächtig stolz war.
Mona Ameziane ist Journalistin, Moderatorin und Autorin. Ihre Mutter kommt aus dem Ruhrgebiet, ihr Vater aus Fès in Marokko, und Mona ist zweisprachig deutsch-französisch aufgewachsen, mit Arabisch als dritter Sprache, die ihr Vater ihr früh spielerisch beibrachte. In ihrem Buch „Auf Basidis Dach" erzählt sie von den Sommern bei ihren Großeltern in Marokko. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um das Leben zwischen zwei Kulturen: über den Moment, in dem sie als Kind nicht verstand, warum man in Marokko nicht fragt, wann die Gäste wieder gehen. Über Gastfreundschaft als Haltung. Und über die Frage, was es bedeutet, in Deutschland „die aus Marokko" und in Marokko „die aus Deutschland" zu sein. Ein EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
Erschienen: 09.07.2026
Dauer: 00:35:03
Vom Stolpern über Alltagswörter bis zur Frage, was Sprache für Integration wirklich leisten kann.
Liana Konstantinidou konnte Goethe im Original lesen, bevor sie wusste, wie „Bügeleisen" auf Deutsch heißt. Diesen Moment beschreibt sie in der neuen Folge unserer WM-Sonderstaffel: in einem Supermarkt, frisch in Deutschland, auf der Suche nach einem Wort, das in keinem ihrer Literaturseminare vorkam. Da wurde Deutsch für sie von einer Schulsprache zur Sprache des Alltags. Geboren in Thessaloniki, kam sie über Bochum und Fribourg in die Deutschschweiz. Heute forscht sie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und bildet angehende Sprachkursleitende aus. Im Gespräch mit Florian Sochatzy hinterfragt sie eine Metapher, die wir alle kennen: Sprache sei der Schlüssel zur Integration. Als Linguistin sagt sie, Sprache ist wichtig, aber nur einer von vielen Faktoren. Wer sie zum alleinigen Schlüssel erklärt, macht es sich bequem und schiebt die Verantwortung dorthin, wo sie nicht hingehört. Ein Gespräch über Mehrsprachigkeit, über Hochdeutsch und Dialekt und über „Philotimo", ein griechisches Wort, das im Deutschen fehlt. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
Erschienen: 07.07.2026
Dauer: 00:24:23
Weitere Informationen zur Episode "Liana Konstantinidou: Der Mythos vom Schlüssel zur Integration"
Über das Aufwachsen zwischen zwei Sprachen, Schweinshaxen-Tacos aus der Not und warum gutes Essen auch eine Übersetzungsleistung ist.
Fernando Gonzalez wurde in Mexiko geboren, kam mit sieben Jahren über Argentinien nach München und führt heute die Taqueria Con Salsa im Gasteig. Daneben ist er Food-Creator unter "Auf die Faust" und hat ein Kochbuch über Mexiko geschrieben. Mit seinem Sohn spricht er konsequent Spanisch. Im Gespräch mit Benjamin Heinz zieht er eine Linie zwischen Küche und Sprache, die hängenbleibt: Mexikanisches Essen sei in Europa oft schlecht repräsentiert, weil es „nicht ausformuliert" ist. Wie eine Sprache, die niemand richtig übersetzt hat. Worüber wir sprechen: - Aufwachsen zwischen Spanisch zu Hause und Deutsch in der Grundschule - Wie sein Vater mit Wörterbuch und Pralinen das Herz seiner Mutter eroberte - Schweinshaxen-Tacos: eine Eigenkreation, entstanden aus der Not - Warum „echte" mexikanische Küche wie eine Sprache funktioniert, die niemand übersetzt hat - Die Rote Karte für Chili con Carne EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Benjamin Heinz.
Erschienen: 02.07.2026
Dauer: 00:30:35
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Über Deutsch als Fremdsprache, offene Räume in unfreien Gesellschaften und Deutschlands Ansehen in der Welt.
Johannes Ebert ist Generalsekretär des Goethe-Instituts, das mit rund 150 Standorten in fast 100 Ländern für die deutsche Sprache und den kulturellen Austausch weltweit steht. Vor München leitete er die Institute in Kiew, Moskau und Kairo — und lernte unterwegs Arabisch, Türkisch und Russisch. Im Gespräch mit Florian Sochatzy geht es um die Frage, warum weltweit etwa 15 Millionen Menschen Deutsch lernen, und darum, wie sich die Wahrnehmung Deutschlands gerade verändert: durch das Erstarken rechter Kräfte, die Debatte um die Nahost-Positionierung und Zweifel an der politischen Stabilität. Worüber wir sprechen: Was das Goethe-Institut ist Warum Menschen sich für Deutsch entscheiden, obwohl Englisch oder Spanisch näherliegen Welche Stadt ihn am meisten geprägt hat (und warum es Kiew ist) Die Rote Karte für ein hartnäckiges Klischee über die deutsche Sprache EduCouch Spezial: Deutsch geht auf Weltreise Elf Folgen, elf Länder, elf Geschichten über die deutsche Sprache in der Welt — anlässlich der Fußball-WM 2026. Eine Kooperation von EduCouch, dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA. Das Interview führte Florian Sochatzy.
Erschienen: 25.06.2026
Dauer: 00:22:48
Die Fußball-Nationalspielerin über das Aufwachsen mit drei Sprachen, ihren Alltag in Chicago und ein deutsche Wort, das für Verwirrung sorgte.
Kathrin Hendrich ist in Ostbelgien aufgewachsen, dort, wo man im selben Schultag zwischen Deutsch, Französisch und Flämisch wechselt. Heute spielt sie für die Chicago Stars und die deutsche Nationalmannschaft, lebt auf Englisch und lernt nebenbei Spanisch mit dem Team. In dieser Folge unserer WM-Sonderstaffel erzählt sie, warum sie auf dem Platz lieber auf Deutsch flucht, wie ihr Team sich gegenseitig täglich Vokabeln beibringt und welches harmlose deutsche Wort ihre amerikanischen Mitspielerinnen monatelang für ein Schimpfwort hielten. Ein Gespräch über das Leben zwischen fünf Sprachen, Fußball und die Frage, in welcher Sprache man eigentlich am besten flucht.
Erschienen: 18.06.2026
Dauer: 00:23:42
Bienvenue Angui über Sprachlernen, die Elfenbeinküste und das Verbinden zweier Welten.
Bienvenue Angui war mit 15 Jahren davon überzeugt, sich für Englisch und Spanisch angemeldet zu haben. Doch dann saß sie plötzlich in einer Deutschklasse. Heute lebt die Unternehmerin und Autorin seit 20 Jahren in Berlin und baut beruflich Brücken zwischen Deutschland und Afrika. Im Gespräch erzählt Bienvenue, warum eine Lehrerin ihr den Namen „Lina” gab und was Thorsten, Uwe und ein Meerschweinchen mit dem besten Deutschunterricht ihres Lebens zu tun haben. Und sie berichtet, wie die Elfenbeinküste das Land mit den meisten Deutschlernenden in Afrika ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ein Buch über Deutschland geschrieben hat – und jetzt eines über Afrika. Plus: die Rote Karte für das härteste Klischee über die Elfenbeinküste. Das Interview führte Benjamin Heinz. Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA.
Erschienen: 11.06.2026
Dauer: 00:33:36
Clarissa Corrêa da Silva (Wissen macht Ah!) über Mehrsprachigkeit, Epigenetik und die Frage, ob man Sprachtalent vererben kann.
Mit 14 Jahren packte Clarissa Corrêa da Silva mit ihrer Mutter die Koffer. Richtung São Paulo, mitten in die Pubertät, mitten in ein neues Schulsystem und ein neues Land. Ihre Stimme kennen Millionen aus den Sendungen „Die Sendung mit der Maus” und „Wissen macht Ah!”, ihre Geschichte deutlich weniger. Im Gespräch erzählt Clarissa, warum sie Weintrauben als Kind „Oweias” genannt hat und von einer Batterie, die einfach „Frack” war. Wie Mathe in São Paulo plötzlich zur einzigen Sprache wurde, die überall gleich ist. Außerdem erzählt sie, warum sie ihr Buch über Epigenetik ihrer Grundschullehrerin gewidmet hat. Und was das mit der Idee zu tun hat, dass man Superkräfte vererben kann. Plus: die Rote Karte für das härteste Brasilien-Klischee. Und als Bonus ganz am Ende ein Trick gegen Schluckauf. Das Interview führte Benjamin Heinz Eine Sonderstaffel der EduCouch in Kooperation mit dem Cornelsen Verlag und dem Goethe-Institut USA
Erschienen: 04.06.2026
Dauer: 00:30:49