Frühling 1772, der junge Goethe trifft auf einem Ball die anmutige Lotte und verliebt sich wider aller Vernunft. Lotte alias Charlotte Buff ist bereits einem anderen versprochen, doch das hält den stürmischen Goethe nicht davon ab, eine Zeitlang vergebens um sie zu werben. Herbst 1772, Goethes Bekannter, Carl Wilhelm Jerusalem, erschießt sich aus Verzweiflung über die unerwiderte Liebe zu einer bereits verheirateten Frau. 1774, Goethe verarbeitet seine eigene Erfahrung und die Geschehnisse um Jerusalem in dem Briefroman ‚Die Leiden des jungen Werthers‘. Die Zeitgenossen nehmen den umstürzlerischen Roman, der zum Inbegriff des sog. ‚Sturm und Drang‘ wurde, ganz unterschiedlich auf: Kritiker verteufeln ihn als Aufruf zum Selbstmord und aufwieglerische Gefühlsduselei. Liebhaber hingegen erheben ihn zu ihrem Evangelium, ergehen sich in wiederholten Lektüren, gründen Lesezirkel und kaufen ‚Merchandise‘-Produkte von Kupferstichen über Porzellangegenstände bis hin zu Parfüm und der sog. ‚Werther-Tracht‘. Am aufrüttelndsten bleibt aber die Serie von Selbstmorden, die der Lektüre des ‚Werthers‘ zugeschrieben wird. Wir haben uns auf die Spuren des Werther-Fiebers begeben und zeigen auf, welcher Geist die Jugend der Zeit erfasste, wie der Werther zum ersten Bestseller werden konnte und spüren der Urban Legend der Werther-Suizide nach. Solltet ihr am Ende sein und keinen Ausweg mehr sehen, solltet ihr euch allein und schlecht fühlen, können wir euch die Telefonseelsorge (Tel.-Nr.: 0800-1110111) und das Info-Telefon Depression (Tel.-Nr.: 0800-3344533) empfehlen. Bitte wendet euch an diese Stellen für eine professionelle und zielführende Unterstützung. Gebt auch Acht auf Personen in eurem Umfeld und sprecht mit Ihnen, wenn ihr das Gefühl habt, es geht ihnen schlecht. Auch hier empfehlen wir die genannten Telefonnummern, um einen guten Zugang zu den Betroffenen zu finden. Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. #NeuereUndNeuesteGeschichte #Europa #Deutschland #Westeuropa #Goethe #Aufklärung #Revolution #TrueCrime Bild: Wikicommons
Erschienen: 23.11.2022
Dauer: 00:53:35
Weitere Informationen zur Episode "Die Leiden des jungen Werthers. Eine Serie realer Selbstmorde"
Epochentrotter nimmt euch alle zwei Wochen mit auf eine spannende Reise durch die Menschheitsgeschichte. Dabei stehen nicht nur Ereignisse, Personen und Kulturgegestände im Fokus, sondern wir thematisieren auch die Darstellung von Geschichte in Popkultur und Medien. Wir wünschen viel Spaß beim Hören und Trotten durch die Epochen! Eure Podcast-Hosts sind Dr. Katharina Gedigk, Mediävistin und Uni-Dozentin, sowie Marvin Gedigk, Historiker und Museumsmitarbeiter.
Erschienen: 02.11.2022
Dauer: 00:01:30
Weitere Informationen zur Episode "Das ist Epochentrotter – unser Trailer"
Der sanfte Schein einer einzelnen Kerze erhellt einen der fantastischsten Funde der Ägyptologie. Am 26. November 1922 erhaschen Howard Carter und sein Finanzier, der 5. Earl of Carnarvon, einen ersten Blick auf die Schätze in der nahezu unberührten Grabkammer des Kindkönigs Tutanchamun. Die insgesamt rund 5400 Gegenstände, darunter die berühmte Goldmaske und ein Dolch aus Meteoritenstahl begeistern bis heute unzählige Besucher des Ägyptischen Museums in Kairo. Dabei geben die Funde der Wissenschaft bis heute einiges an Rätseln auf. Beispielsweise die Maske enthält Hinweise darauf, dass dort, wo der Thronname Tutanchamuns, Neb.cheperu.re, eingeschlagen wurde, ursprünglich ein ganz anderer Name stand. Doch wer verbirgt sich hinter dem Namen? Und wie kommt es, dass der Meteoritendolch bis heute nicht rostet? Doch auch die Grabkammer selbst birgt ihre Geheimnisse. Befinden sich hinter der Nordwand weitere Kammern? Gar das Grab von Nofretete? Geht mit uns zum Geburtstag des Fundes die Stufen zum Grab des heute wohl berühmtesten Pharaos hinunter und auf eine spannende Reise ins Tal der Könige. Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Shownotes: Podcast: Die Büste der Nofretete. Zwischen Ethik und Kalkül Podcast: Mumien. Medizinisches Wundermittel und Party-Spaß? Podcast: Die Entschlüsselung der Hieroglyphen 1822 Artikel: "The Gold Mask of Ankhkheperure Neferneferuaten" (Reeves, 2015) #altertum #antike #UrUndFrühgeschichte #afrika #nordafrika #ägypten #archäologie #ägyptologie #europa #westeuropa #england #tutanchamun Bild: Wikicommons
Erschienen: 02.11.2022
Dauer: 01:00:57
Weitere Informationen zur Episode "Tutanchamun. Die Entdeckung seines Grabes"
Nach der vernichtenden Niederlage in der Varusschlacht macht sich Unordnung in den römischen Provinzen am Rhein breit! Es bedarf zweier erfahrener Feldherren, damit das Imperium wieder Herr der Lage wird: Tiberius und Germanicus. Während ersterer nach dem Tod des Kaisers Augustus selbst zum mächtigsten Mann des Reiches aufsteigt, bleibt Germanicus am Rhein und versucht die Schmach vom Teutoburger Wald wieder wettzumachen. In mehreren Feldzügen zieht Germanicus in den Jahren 14 bis 16 nach Christus gegen verschiedene germanische Stämme. Wir nehmen die zweite Staffel der Netflix-Serie „Barbaren“ zum Anlass, um über die historischen Hintergründe dieser militärischen Kampagnen zu sprechen. Worum ging es Germanicus eigentlich? Friedenssicherung oder simple Rache? Und was wissen wir über das Bündnis von Arminius? Gelingt es ihm, die Germanen zusammenzuhalten oder wird seine Vormachtstellung bald in Frage gestellt? Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Shownotes: Podcast: Der Kaiser ist tot, lang lebe die (römische) Republik! Podcast: Caesars Vermächtnis, Augustus Aufstieg. Die Serie Domina Podcast: Götterraub und Kriegsbeute. Kunstraub vom Altertum bis Napoleon #europa #westeuropa #rom #deutschland #germanien #antike #altertum
Erschienen: 19.10.2022
Dauer: 01:02:39
Weitere Informationen zur Episode "Roms Rache für Varus. Die Germanicus-Feldzüge"
Ora et Labora – das Credo der Benediktiner bestimmt bis heute unsere Vorstellung mittelalterlicher Mönche. Doch die Ordensregel des heiligen Benedikt von Nursia war im Frühmittelalter keinesfalls so allgegenwärtig, wie es heute den Anschein hat. Über viele Jahrhunderte musste sie sich gegen die Lebensentwürfe anderer Klostergründer und Wandermönche durchsetzen. Folgt uns in die spannende Umbruchphase des Frühmittelalters, wo wir uns mit der Christianisierung Zentraleuropas, wegweisenden Missionaren von den britischen Inseln und dem Einfluss fränkischer Herrscher, wie Karl dem Großen und Ludwig dem Frommen, auf die Kirche beschäftigen. Wir besprechen, warum überhaupt Klöster gegründet wurden, wie die ‚regula benedicti‘ in den Synoden von Aachen 816 bis 819 zur maßgeblichen Mönchsregel wurde und weshalb die weltlichen Kaiser ein so starkes Interesse daran hatten, dass die Mönche ihres Reiches ein gottgefälliges Leben führten. Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Infos zur Ausstellung "Mönch ärgere dich nicht!": Zum Ausstellungsflyer mehr Infos bei den Kuratoren: Boardgame Historian Shownotes: [Podcast] Saufender Mönch und raufender Ritter. Geschichte in Brettspielen [Podcast] Klosterleben im Mittelalter. Der Prämonstratenser-Orden [Podcast] Das finstere Mittelalter – Die größte Lüge der Geschichte? Bild: British Library MS 16979, f. 21v #mittelalter #europa #deutschland #westeuropa #karolinger #merowinger #kloster #mönch #benediktiner #frühmittelalter
Erschienen: 05.10.2022
Dauer: 00:58:50
Weitere Informationen zur Episode "Klöster im Frühmittelalter. Reform – Mission – Herrschertreue"
Vor beinahe genau 200 Jahren geht ein Raunen durch die Reihen der Gelehrten. Jean François Champollion behauptet vor der Akademie der Inschriften und Schönen Künste in Paris eines der größten Geheimnisse seiner Zeit gelüftet zu haben: die Hieroglyphenschrift. Anwesend ist auch einer der wichtigsten Wegbereiter seiner Theorie, der Engländer Thomas Young, der bereits einige Jahre zuvor den Namenskartuschen auf Inschriften und Papyri auf den Grund ging. Doch statt Applaus erntet Champollion vor allem Ablehnung, zu umstürzlerisch sind seine Ideen. Seit der Antike hielt man Hieroglyphen für eine reine Bilderschrift, mit der nur mäßig das gesprochene Wort abgebildet worden sei. Champollion dagegen gibt an, es handle sich auch um eine Lautschrift, wie Altgriechisch oder Französisch und Deutsch, wo den Buchstaben je ein gesprochener Laut entspricht. Woher will Champollion das denn nun wissen? Wie kam er auf seine Theorie? Folgt uns auf der spannenden Reise der Entschlüsselung der Hieroglyphen von der Entdeckung des Steins von Rosette durch Napoleons Soldaten als dem wichtigsten und letzten Puzzleteil zur Decodierung bis hin zu Champollions Präsentation vor den Ohren der Wissenschaft und erfahrt, wie es dem Franzosen durch unbeirrbares Streben gelang, dem ägyptischen Rätsel als erster vollends auf den Grund zu gehen. Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Shownotes: Bild des Steins von Rosette Podcast: Mumien. Medizinisches Wundermittel und Party-Spaß Podcast: Die Büste der Nofretete. Zwischen Ethik und Kalkül #europa #westeuropa #frankreich #england #afrika #nordafrika #ägypten #altesägypten #frühgeschichte #antike #NeuereUndNeuesteGeschichte
Erschienen: 21.09.2022
Dauer: 00:55:56
Weitere Informationen zur Episode "Die Entschlüsselung der Hieroglyphen 1822"
1937 stolperte der Hobbit in J.R.R. Tolkiens Mythologie und erweckte Mittelerde zum Leben. Weder die 1954/55 erschienene Der Herr der Ringe-Trilogie noch das 1977 veröffentlichte Silmarillion mit seinen umfangreichen Völker- und Namenslisten konnte allerdings die gesamte Welt des Professors für (Alt-)Englische Sprache und Literatur fassen. Kein Wunder, arbeitete Tolkien doch seit seinem 20. Lebensjahr daran, eine fiktive Mythologie für England zu erschaffen. Der Hobbit verhalf ihr aus Tolkiens stillem Gelehrtenkämmerchen hinaus in die weite Welt, wo sie noch heute unsere Vorstellungen von Elben, Orks, Zwergen und Zauberern prägt. Nach den erfolgreichen Verfilmungen seit den 2000er Jahren schafft es nun auch das Silmarillion und mit ihm das Zweite der Vier Zeitalter als Serie auf unsere Bildschirme – das Ganze unter dem Titel „Die Ringe der Macht“. Anlass genug, um uns mit Tolkiens Mythologie, ihren Ursprüngen in Heldensagen und Dichtungen seit der Völkerwanderungszeit zu beschäftigen sowie euch einige Schmankerl zu präsentieren. Was hat es zum Beispiel mit der goldenen Halle von Rohan oder dem Einen Ring auf sich? Woher kommen die Elben und Orks? Und wie – bei Gandalfs Bart – kommt man überhaupt auf die Idee, eine ganze mythologische Vergangenheit inklusive Sprachen zu erfinden? Diesen und mehr Fragen gehen wir schlaglichtartig auf den Grund, wobei uns alte Bekannte wie Snorri und seine Edda oder auch der Beowulf wiederbegegnen. Zur Verlosung (bis 21.09.22): Mitmachen auf Instagram! Mitmachen auf Facebook! Shownotes: zum Beowulf: Sutton Hoo. Das angelsächsische England um 600 n. Chr. zur Edda: Thor. Nordischer Gott und Actionheld zu Englands Ursprüngen in Troja: Warum regiert im Mittelalter ein Römischer Kaiser? Die translatio imperii zu Alexander dem Großen: Philipp II. von Makedonien. Begründer eines Weltreiches Bild: (CC-BY-SA 4.0) Over Hill (Bilbo and Gandalf) by Joel Lee (joel-lee.deviantart.com) #europa #westeuropa #nordeuropa #tolkien #england #mittelalter
Erschienen: 07.09.2022
Dauer: 00:59:55
Weitere Informationen zur Episode "Tolkiens Welt – zwischen Mittelerde und Mittelalter"
Die Luft erzittert vom Läuten der Glocken – das Startsignal für gezielte Morde an der Führungsriege der Hugenotten, einer französischen Gruppe von Protestanten. Doch der präzise Mordbefehl tritt eine Welle der Gewalt los, der tausende Protestanten nicht nur in Paris, sondern in ganz Frankreich zum Opfer fallen. Es ist der frühe Morgen des 24. August 1572, an dem sich eines der ersten Pogrome der Neuzeit ereignet. Anlässlich des 450. Gedenktags präsentieren wir euch nicht nur die Ereignisse dieser Schreckensnacht, sondern natürlich auch die politischen und sozialen Hintergründe. Welche Rolle dabei der Kindskönig Karl IX. spielt, warum Heinrich von Navarra ständig seinen Glauben wechselte und wie er trotzdem zum König von Frankreich wurde, inwiefern Caterina de’ Medici bei den Geschehnissen ihre Finger im Spiel hatte und warum die katholische Kirche hier wirklich mal zu den Bösen zählt, das und vieles mehr erfahrt ihr in der Folge! Zur Verlosung des Historischen Romans "Der falsche Friedrich" (Eckart von Nieden): Mach mit auf Instagram! Mach mit auf Facebook! Mehr spannende Bücher findet ihr auf vivat.de Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. #europa #westeuropa #deutschland #NeuereUndNeuesteGeschichte #italien #frankreich #niederlande #england #schottland #spanien #reformation #hugenotten #religion #religionskriege
Erschienen: 24.08.2022
Dauer: 00:58:22
Weitere Informationen zur Episode "Die Bartholomäusnacht 1572. Eine Bluthochzeit in Paris"
Historischer Identitätsdiebstahl: Auch bereits zu Zeiten der alten Römer war dies kein Kavaliersdelikt, schon gar nicht an der Schwelle des Hoch- zum Spätmittelalters, als es einen schnell auf dem Scheiterhaufen enden ließ. Seit den 1260ern, in der Zeit des Interregnums nach dem Tod Kaiser Friedrichs II., tauchten immer wieder "falsche Friedriche" im Heiligen Römischen Reich auf. Dieses Phänomen des wiederauferstandenen oder wiedergekehrten Herrschers gab es in der Geschichte mehrfach in Zeiten voller politischer und sozialer Umbrüche. Doch die Erfolgsgeschichte von Tile Kolup als Kaiser Friedrich stellt hier einen bemerkenswerten Fall dar: Rund ein Jahr lang gelang es ihm, Bauern, Bürger und Fürsten von dem Schwindel in verschiedener Form zu überzeugen und schließlich zum Ärgernis für den amtierenden römisch-deutschen König Rudolf von Habsburg zu werden. Die genaueren Umstände und Hintergründe erfahrt ihr in der Folge, genauso wie ihr Antworten auf die Fragen "Wie übertölpelt man ganze Städte" und "Wie man überzeugend einen toten Kaiser mimt" erhaltet. Viel Spaß beim Hören! Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Shownotes: Jugendstil. Frauen als Kunst und Künstlerinnen um 1900 Der Kaiser ist tot, lang lebe die (römische) Republik [Podcast über das Interregnum 41 n. Chr.] #europa #westeuropa #deutschland #mittelalter #suedeuropa #italien #hrr #kaiser Bild: BNF MS. Fr. 12400
Erschienen: 10.08.2022
Dauer: 00:55:52
Weitere Informationen zur Episode "Der falsche Friedrich. Ein Hochstapler als Kaiser"
1900 – eine Zeit des Umbruchs. Während Teile der Gesellschaft – beschwingt von neuen Technologien und Ideen – in eine Aufbruchstimmung versetzt werden, beschwören andere den Schrecken der Moderne und den Wert des Traditionellen. Entsprechend gespalten ist auch die Kunstströmung des Jugendstils, der in diesen Jahren als Galleonsfigur neuer Konsumwelten seinen europaweiten Siegeszug antritt. Anlässlich der Sonderausstellung „Göttinnen des Jugendstils“ sprechen wir mit dem Kuratorenteam Dr. Elke Kollar und Lars Petersen über die gesellschaftlichen Verhältnisse zu Zeiten der Jahrhundertwende und wie diese im Jugendstil verarbeitet wurden. Wir thematisieren nicht nur die mannigfaltigen Formen der Frauendarstellung, sondern auch emanzipatorische Entwicklungen der Zeit und verschiedene Künstlerinnen. Einigen von ihnen gelang es, Weltruhm zu erlangen; andere konnten sich nur schwer in einer männlich dominierten Umgebung durchsetzen, doch rückten sie zuletzt aufgrund ihres bemerkenswerten Schaffens vermehrt in den Blick der Forschung. Die Sonderausstellung „Göttinnen des Jugendstils“ ist noch bis zum 11. September 2022 im Badischen Landesmuseum Karlsruhe zu sehen. Euch hat der Podcast gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und Facebook für weiteren historischen Content! Schaut auch gerne auf unserer Webseite epochentrotter. de vorbei und schickt uns eine Mail an kontakt@epochentrotter.de, wenn ihr Themenideen oder Feedback habt. Shownotes: Infos zur Sonderausstellung "Göttinnen des Jugendstils" Der Katalog zur Ausstellung (Link zum Museumsshop) #europa #westeuropa #deutschland #NeuereUndNeuesteGeschichte #19Jahrhundert #20Jahrhundert #jugendstil #industrialisierung #kaiserreich Bild: CC0 1.0 (Fotograf*in: Thomas Goldschmidt)
Erschienen: 27.07.2022
Dauer: 01:12:29
Weitere Informationen zur Episode "Jugendstil – Frauen als Kunst und Künstlerinnen um 1900"