Gerrit und Martin - Lesen und Mehr
Wir Lesen vor und Reden darüber.aus: Spektrum der Wissenschaft, März 2016
Man stelle sich vor, es schellt an der Tür, Ding Dong, und davor stehen Forscher, die darum bitten, mit Bakterien infizierte Mücken im Vorgarten freilassen zu dürfen. Eine gruselige Vorstellung? Gewiss. Aber noch gruseliger wird es, wenn man sich mit den Krankheiten beschäftigt, die diese Stechmücken übertragen können. Jedes Jahr gehen viele tausend Tote auf das Konto der kleinen Blutsauger. Ein besonderes Problem: Das Dengue-Fieber. Es wird vom Dengue-Virus ausgelöst, gegen das es so gut wie keine Gegenmittel gibt. Australische Forscher um Scott O'Neill haben nach jahrelanger zäher Forschung nun eine Möglichkeit gefunden, das Virus mit Hilfe von Bakterien unschädlich zu machen. Im Labor und in der Theorie funktioniert der Ansatz. Doch gilt das auch im freien Land? Deshalb machen die Forscher Hausbesuche. Aufnahme vom 20.09.2016 - Dauer: 1:47:46 http://gema-lum.de
Erschienen: 17.01.2017
Dauer: 01:47:52
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 038 Eierkreuzsimulation"
aus: Spektrum der Wissenschaft, Februar 2016
GeMa-LuM oder "Wie ich lernte, die Fusselrolle zu lieben." - Ob die Quantenwelt "fusselig" ist, darüber lässt sich bestimmt trefflich streiten. Eine Fusselbürste ist ein Gegenstand unserer realen, direkt erfahrbaren Welt. Die gesammelten Fussel sind klein und erscheinen uns chaotisch. Es geht aber noch viel kleiner. In der Wissenschaft werden inzwischen Dinge wahrgenommen, die weit - sehr weit - unterhalb unserer Wahrnehmungsschwelle liegen. Diese Welt der kleinsten Dinge ist aber nicht nur winzig, es herrschen dort auch Zustände, gegenüber denen das Chaos auf einer Fusselrolle als beste Ordnung erscheinen mag. Doch auch im Kleinsten gibt es Regeln. Nur entziehen sich diese Regeln unserer Intuition. Mehr noch: unserem Verständnis. Wir können nicht verstehen, dass unterschiedliche Zustände gleichzeitig existieren können. Oder Veränderungen an einem Ort, unmittelbar Auswirkungen auf ein verschränktes Teilchen viele Kilometer entfernt haben sollen. Selbst die nüchternen Denker beginnen dabei von "spukhafter Fernwirkung" zu sprechen, da ihnen die exakten Worte ausgehen. Aber dennoch gelten diese Beobachtungen als "Wirklichkeit". Wir fragen uns, gemeinsam mit dem Autor des heutigen Artikels, "Was ist von einer Wirklichkeit zu halten, die sich nicht der unmittelbaren Anschauung offenbart, sondern erst dem Einsatz komplizierter Apparate und Theorien, die man nur nach jahrelangem Studium versteht?" - Oder mit anderen Worten: Ist die Welt doch nur ein Soufflé? Aufnahme vom: 12.07.2016 - Dauer: 2:55:34 http://gema-lum.de
Erschienen: 04.11.2016
Dauer: 02:55:34
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 037 Fusselige Quantenwelt"
aus: Spektrum der Wissenschaft, November 2015
Manchmal trifft sie Menschen aus heiterem Himmel, manchmal ist es aber auch schon eine alte, wiederkehrende Bekannte: die Depression. Eine Erkrankung der Seele. Oder doch eher des Gehirns? Man weiß es noch nicht. Was verändert sich in den Menschen, wenn sie sich plötzlich dem “schwarzen Hund” gegenüber sehen? Die Depression gibt der Forschung bis heute Rätsel auf. Obwohl die Ursachen noch nicht völlig verstanden sind, zeigen einige Therapien doch deutlichen Heilungserfolg. Zumindest vorübergehend. Gegenwärtig besteht der häufigste Therapieansatz aus einer Kombination von medikamentöser und psychiatrischer Behandlung. Das verschafft vielen Betroffenen Linderung. Manchmal wird aber auch die Elektro-Krampftherapie gewählt, wenn anders keine Verbesserung zu erreichen ist. Eine neue Methode ist der Einsatz von “Hirnschrittmachern”. Solche Geräte werden bei der Behandlung von Parkinson-Patienten schon erfolgreich eingesetzt. Dazu werden dünne Drähte ins Gehirn geschoben und mit einem Generator verbunden, der leichte (für die Patienten nicht spürbare) Stromstöße erzeugt. Bei der Behandlung von Depressionen hat diese “Tiefe-Hirnstimulation” schon gute Erfolge gezeigt. Es ist jedoch noch nicht ganz sicher, warum. Und unklar ist auch noch, ob die bisher so stimulierten Hirnregionen tatsächlich die “richtigen” Areale sind. Aufnahme vom 10.05.2016, Dauer: 2:18:55 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 05.07.2016
Dauer: 02:18:54
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 036 Gehirn verdrahtet"
aus: Spektrum der Wissenschaft, Oktober 2015
Im Jahre 1921 wollte ein dänischer Bauer auf seinem Hof aufräumen. Dabei stieß er in einem Grabhügel auf einen Baumsarg, in dem ein junges Mädchen lag. Da sie mumifiziert war, rief der kluge Mann Experten herbei, die das Alter der Mädchenleiche auf etwa 3400 Jahre schätzten. Wer war dieses Mädchen. Woher stammte sie? Warum hatte man sie so prunkvoll bekleidet in den Sarg gelegt? Diese und viele andere Fragen versucht heute immernoch die Archäometrie zu beantworten. Mit unterschiedlichen Verfahren werden dabei Messwerte ermittelt, die Stück für Stück das Puzzle ergänzen. Das Bild ist noch nicht vollständig. Aber eine mögliche Spur führt nach Deutschland. In den Schwarzwald. Aufnahme vom 01.03.2016, Dauer: 1:27:24 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 11.04.2016
Dauer: 01:27:24
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 035 Eine lange Reise"
aus: Spektrum der Wissenschaft, September 2015
Wer bestimmt unser Handeln? Sind wir es selbst? Oder gibt es einen übergeordneten Masterplan, nach dem unser Tun und Wirken abläuft? Vor einiger Zeit machten Berichte die Runde, dass im menschlichen Hirn bereits vor dem Bewusstwerden einer Handlung deutliche Aktivitäten festzustellen sind. Das legte den Schluss nahe, dass etwas dem Bewusstsein vorausgeht. Weitergedacht bedeutet dies aber auch, dass unser Konzept vom freien Willen dann nicht mehr tragfähig ist. Wie kann man Täter für Fehlverhalten betrafen, wenn ihnen ihr Handeln vorgeschrieben ist? Sind wir nur Marionetten in einem mechanistischen Weltbild? - So modern die aktuellen Forschungsmethoden auch sind, die damit verbundenen Grundfragen sind dagegen schon ziemlich alt. Wir erlauben uns deshalb einen umfangreichen Blick in die Geschichte und stoßen auf einen Dämon. Aufnahme vom 11.02.2016, Dauer: 2:26:12 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 28.02.2016
Dauer: 02:26:29
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 034 Fest entschlossen"
aus: Spektrum der Wissenschaft, August 2015
Zum Selbstschutz, aus Spaß oder für die medizinische Diagnostik. Es gibt viele Gründe, warum man sich wünschen kann, verborgene Dinge zu sehen. Und sei es auch nur, einen Duschvorhang zu durchblicken. Forschern ist genau dies in einem - natürlich winzigen - Laborexperiment geglückt. Mit speziellem Laserlicht, einem Spiegel, der die Zeit umkehren kann, einer ganz speziellen “Streuscheibe” und Ultraschall. Mehr braucht es eigentlich gar nicht. Ach doch. Ein gehöriges Maß an Mathematik darf man nicht übersehen. Aber dann lässt sich durch den Vorhang blicken. So taten sie es jedenfalls. Und dann sahen sie den griechischen Buchstaben Pi. Eine zweibeinige Schönheit. Wovon Forscher eben so träumen. Aufnahme vom 12.01.2016, Dauer: 1:50:32 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 16.02.2016
Dauer: 01:50:32
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 033 Mausohrendurchblicker"
aus: Spektrum der Wissenschaft, Juli 2015
Angenommen, wir dürften uns ein Team zusammenstellen. Welche Mitglieder würden wir wählen? Menschen, die uns ähnlich sind, mit denen wir auf einer Wellenlänge unterwegs sind? Oder Menschen, die die Dinge bekanntermaßen anders sehen, als wir selbst? Wenn es das Ziel ist, möglichst kreative Ideen zu produzieren, ist die zweite Variante die erfolgversprechendere. Zu dem Preis, dass wir vermutlich viele mühsame Diskussionen führen müssen. Das belegt die Forschung, die dem Artikel zugrunde liegt, den wir in dieser Episode lesen und besprechen. Doch bevor es damit losgeht, werfen wir noch einen Blick auf die Folge 31 zurück, denn der Spektrum-Verlag hat seine Leser aufgefordert, sich mit dem “Digitalen Manifest” zu beschäftigen. Werden wir Menschen oder am Ende doch die Maschinen unsere Zukunft bestimmen? Aufnahme vom 01.12.2015, Dauer: 2:53:33 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 04.12.2015
Dauer: 02:53:39
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 032 Kunterbunte Haufen"
aus: Spektrum der Wissenschaft, Juni 2015
Wenn alle alles über alle wissen. Werden wir dann in einer idealen Welt leben? Diese Frage haben wir in unserer 31. Episode diskutiert. Aber nicht nur das. Denn der Aufsatz “Wie digitale Transparenz die Welt verändert” von Daniel C. Dennett und Deb Roy der einen Bogen von der Kambrischen Explosion bis zur digitalen Gesellschaft unserer Gegenwart zu schlagen versucht, hält vielfältige Denkanstöße für uns bereit. Nicht alles darin können wir nachvollziehen. Was die Kambrische Explosion als solche betrifft, finden wir zumindest eine Definition. Aber ob sie überhaupt stattgefunden hat oder nicht, ist bereits Gegenstand von Expertenstreit. Ob sie darüber hinaus sogar als Analogie für die gegenwärtig fortschreitende Digitalisierung in allen Lebensbereichen dienen kann, muss am Ende leider offen bleiben. Interessant ist aber, welche vielfältigen Gedankengänge sich daran anknüpfen lassen. Aufnahme vom 03.11.2015, Dauer: 2:40:39 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 21.11.2015
Dauer: 02:40:41
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 031 Es werde Licht"
aus: Spektrum der Wissenschaft, Mai 2015
Auf der MS Wissenschaft war es in diesem Jahr Richtschnur für die schwimmende Ausstellung. Und auch wir kommen - ganz ohne Boot - bei dem Thema etwas ins Schwimmen. Aber das liegt auch und vor allem daran, dass der diesmal ausgewählte Artikel einen ziemlich breiten inhaltlichen Bogen spannt. Und wir tun es ihm nach. Es geht um die Stadt. Was ist das eigentlich? Wie sollte eine “ideale” Stadt aufgebaut sein? Sind für die Zukunft neue, andere Stadt-Konzepte erforderlich? Alles das wird vom Autor angesprochen. Und auch von uns. Oder auch wieder nicht. Jedenfalls diskutieren wir im “und Mehr”-Teil von der (nicht vorhandenen) Definition bis zur konkreten Dortmunder Stadt-Raum-Umgestaltung durch Phönix-See und Konzerthaus so ziemlich alle Aspekte zum Thema “Stadt”. Aufnahme vom 22.09.2015, Dauer: 1:55:51 http://www.gema-lum.de
Erschienen: 25.10.2015
Dauer: 01:55:51
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 030 Stadtgedanken"
aus: Spektrum der Wissenschaft, April 2015
Neuerdings ist jedes bessere Smartphone bereits in der Lage, Zeitlupenvideos zu erzeugen. Dabei werden pro Zeiteinheit um ein Vielfaches mehr Bilder erzeugt, als für die Standardaufzeichnung mit ca. 25 Bildern pro Sekunde notwendig wäre. Beim Abspielen mit normaler Bildanzahl dehnt sich dann gewissermaßen die Zeit im Film. Alle Bewegungen laufen verlangsamt ab. Je mehr Bilder bei der Aufnahme gemacht werden, je größer ist die virtuelle Verlangsamung. Bekannt ist so etwas ja auch von Fussballübertragungen, wenn es z.B. darum geht, Schiedsrichterentscheidungen nachzuvollziehen. Das Prinzip ist also nicht neu. Auch bei Auto-Crashtests werden solche Techniken eingesetzt, wobei dort durchaus Filmgeschwindigkeiten mit bis zu 20’000 Bilder pro Sekunde vorkommen können. Aber Forscher, die die Ausbreitung eines einzelnen Lichtblitzes beobachten wollen, brauchen noch wesentlich höhere Bildraten. Durch eine geschickte Kombination aus Physik und Mathematik ist es inzwischen gelungen, Filme mit 100 Milliarden Bildern pro Sekunde zu erstellen. Das sind dann wahrhaft ultraschnelle Ultrakurzfilme. Eine Sekunde wird darin auf 127 Jahre gedehnt. Unvorstellbar. Aufnahme vom 07.07.2015, Dauer: 2:18:33 http://www.radiomono.net
Erschienen: 27.07.2015
Dauer: 02:18:33
Weitere Informationen zur Episode "GeMa-LuM 029 Schneller, als die Optik erlaubt"