Podcast "Hinter den Dingen"

„Hinter den Dingen“ ist der vom Sonderforschungsbereich 980 "Episteme in Bewegung" herausgegebene Wissenschaftspodcast, der Museumsobjekte zum Ausgangspunkt akustischer Reisen in die Wissensgeschichte der Vormoderne macht. In jeder Folge werden die Geschichten, die einem speziellen Objekt anhaften, von den Wissenschaftler/innen des SFB 980 erzählt: So führen uns beispielsweise in den ersten Folgen eine Teekanne aus Goldrubinglas zur frühneuzeitlichen Pfaueninsel, an den Hof des Brandenburgischen Kurfürsten im 17. Jahrhundert und in das Labor des Alchemikers Johann Kunckel, oder ein aus dem Neuen Museum in Berlin verschwundenes Pyramidenfragment zum Totenkult im alten Ägypten, zur Entstehung der Ägyptischen Sammlung in Berlin und schlussendlich zur Arbeit eines Ägyptologen unserer Zeit. Unter Einsatz verschiedener narrativer Strategien, die sich zwischen Feature, Wissenschaftsporträt und Hörspiel bewegen, lässt die Podcastreihe auf spielerische und unterhaltsame Weise komplexe Zusammenhänge für ein breiteres, nichtakademisches Publikum plastisch werden und ermöglicht so einen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit des SFB 980. Dabei gleicht keine der erzählten Geschichten der anderen. Jede Episode nimmt die narrativen Fäden anders auf und passt ihre Erzählweise sowohl dem jeweiligen Objekt als auch dem disziplinären Zugriff der Wissenschaftler/innen an, deren Forschung wir im Podcast kennenlernen dürfen.

Podcast-Episoden

Bonusmaterial Pyramidentextspruch 262 in Deutscher Sprache

Die vollständige Fassung von Pyramidentextspruch 262 in deutscher Sprache

In dieser Bonusfolge hören Sie, wie Pyramidentextspruch 262 auf deutsch klingt. Für die Episode „Das verschwundene Pyramidenfragment“ wurde eigens eine altägyptische Fassung von Pyramidentextspruch 262 von Roman Gundacker erstellt und von Anne Hartleib rezitiert. In der Podcast-Folge waren auch aus der deutschen Übersetzung des Pyramidentextspruches nur Auszüge zu hören. Deshalb stellen wir Ihnen hier die deutsche Fassung des Pyramidentextspruchs 262 in voller Länge zur Verfügung.

Erschienen: 05.10.2019
Dauer: 00:03:40

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Bonusmaterial Pyramidentextspruch 262 in Altägyptischer Sprache

Die vollständige Fassung von Pyramidentextspruch 262 in altägyptischer Sprache

In dieser Bonusfolge können Sie erstmalig hören, wie die altägyptische Sprache vermutlich geklungen hat: Für die Episode „Das verschwundene Pyramidenfragment“ wurde eigens eine altägyptische Fassung von Pyramidentextspruch 262 von Romand Gundacker erstellt und von Anne Hartleib rezitiert. Da in der Podcastfolge nur Auszüge aus der Aufnahme zu hören waren, stellen wir Ihnen an dieser Stelle Pyramidentextspruch 262 in altägyptischer Sprache und in voller Länge zur Verfügung.

Erschienen: 28.02.2019
Dauer: 00:05:23

Weitere Informationen zur Episode "Bonusmaterial Pyramidentextspruch 262 in Altägyptischer Sprache"


Das verschwundene Pyramidenfragment

Stephan Hartlepps Suche nach den Ursprüngen eines verschollenen Pyramidenfragments

In dieser Episode begeben wir uns auf die Suche nach einem rätselhaften, aus dem Ägyptischen Museum in Berlin verschollenen Pyramidenfragment. Woher stammte das mit Hieroglyphen versehene Objekt? Was steht darauf geschrieben? Und unter welchen Umständen konnte es Ende des 19. Jahrhunderts verschwinden? „Das verschwundene Pyramidenfragment“ führt uns von den 4000 Jahre alten Grabkammern im Alten Ägypten, über die Entstehung der Sammlung des Ägyptischen Museums in Berlin bis zur detektivischen Arbeit eines Ägyptologen an der Freien Universität Berlin. Wir erfahren, was die Milchstraße mit moderner Ägyptologie zu tun hat, was Pyramidentextsprüche sind, wie die altägyptischen Königinnen und Könige nach ihrem Tod zu den Göttern aufgestiegen sind, und hören erstmalig, wie die Sprache im Alten Ägypten geklungen haben mag. Durch die Folge führt Stephan Hartlepp vom SFB-Teilprojekt „Altägyptische Philologie“.

Erschienen: 27.02.2019
Dauer: 00:44:45

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Bonusmaterial Splendor Solis

Ein Auszug aus dem bekannten alchemischen Manuskript

Hören Sie einen längeren Ausschnitt aus dem „Splendor Solis“, einem berühmten alchemischen Manuskript aus dem 16. Jahrhundert, in dessen Zentrum die Herstellung und Wirkung des Steins der Weisen stehen.

Erschienen: 23.02.2019
Dauer: 00:04:05

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Bonusmaterial Ars Vitraria Experimentalis

Der vollständige Titel von Johann Kunckels Buch

Der vollständige Titel der Ars Vitraria Experimentalis, der vorgelesen fast zwei Minuten dauert; eingeleitet durch die Erklärung durch Prof. Volkhard Wels dafür, warum barocke Buchtitel häufig so lang waren.

Erschienen: 15.02.2019
Dauer: 00:03:40

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Bonusmaterial Glasmachen: Drehen, schwenken, schleudern – Fast wie ein Tanz

Ein Interview mit Stephanie Schulz und Christoph Hübner im Museumsdorf Baruther Glashütte

Wir besuchen das Museumsdorf Baruther Glashütte, um uns aus erster Hand zeigen zu lassen, wie Gegenstände aus Glas hergestellt werden. Dort haben wir von Stephanie Schulz und Christoph Hübner erfahren, wie man Glasmacher*in wird, was das Glasblasen mit dem Ballett zu tun hat und wie man eigentlich eine Teekanne herstellt. Und wer ganz genau acht gibt, kann bei 5 Minuten und 5 Sekunden hören, wie eine Glasmacherpfeife klingt.

Erschienen: 16.10.2018
Dauer: 00:09:05

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Die Verheißung der rubinroten Teekanne

Johann Kunckel, das Goldrubinglas und der Weg von der Alchemie zur modernen Chemie

Was macht die Nanotechnologie im Labor eines Alchemikers? Wie lautet das geheime Rezept für das Goldrubinglas? Und was haben die geheimnisvollen Geräusche auf der Pfaueninsel zu bedeuten? Wir begeben uns auf die Spur einer Teekanne aus Goldrubinglas und reisen ins 17. Jahrhundert zum Alchemiker Johann Kunckel, der mit seinem Geheimwissen um die Herstellung dieses sagenumwobenen, wertvollen und tiefroten Glases dem Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg aus der Patsche helfen soll. Wir erfahren, was es bedeutet, wenn ein grüner Löwe eine Sonne frisst, woraus sich die Sprache der modernen Chemie entwickelt hat, warum Kunckel eine ganze Insel geschenkt bekam und was es mit der Suche nach dem Stein der Weisen auf sich hatte. Durch die Folge führt Professor Dr. Volkhard Wels vom Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung“ an der Freien Universität Berlin. Er ist dort Leiter des Forschungsprojektes „Alchemia poetica. Chemisches Wissen und Dichtung um 1600“ und beschäftigt sich unter anderem mit der Sprache der Alchemie.

Erschienen: 27.09.2018
Dauer: 00:46:01

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Was verbirgt sich hinter den Dingen? (Folge 0)

Wer wir sind – und wie wir 5000 Jahre Wissensgeschichte erzählen.

In Episode Null stellen wir – Kristiane Hasselmann, Jan Fusek, Armin Hempel und Katrin Wächter vom Sonderforschungsbereich „Episteme in Bewegung“ an der Freien Universität Berlin – unseren neuen Podcast Hinter den Dingen. 5000 Jahre Wissensgeschichte zum Mitnehmen und Nachhören vor. Jede Episode rückt ein kurioses Objekt aus dem Berliner Stadtraum ins Zentrum, um die Geschichten, die sich hinter diesem Objekt verbergen, zu erzählen. So begeben wir uns etwa auf die Spur einer Teekanne aus Goldrubinglas aus dem Stadtmuseum Berlin oder auf die Suche nach einem aus dem Ägyptischen Museum Berlin verschwundenen Pyramidenfragment. Als Serie zeigt Hinter den Dingen in spielerischer und unterhaltsamer Weise das, was der SFB erforscht: wie Wissen in Bewegung gerät. Als wissensgeschichtliche Forschungseinrichtung untersuchen wir, wie sich Wissen verändert, jedoch nicht da, wo Revolutionen stattgefunden haben oder Brüche zu finden sind, sondern mit Blick auf unterschwellige Veränderungen und kulturelle Verflechtungen über lange Zeiträume hinweg. Die aufwendig produzierten Episoden basieren auf dem „klassischen“ Wissenschaftler*innen-Interview. Wir verwenden aber auch Briefwechsel, Tagebucheinträge, historische Beschreibungen und literarische Texte. So kombinieren wir die Interviews mit Elementen aus Hörspiel und Radio-Feature und mit Musik. Durch die Episoden führt unsere Erzählerin Sophie Ruch, gesprochen von Friederike Kroitzsch.

Erschienen: 27.09.2018
Dauer: 00:10:16

Weitere Informationen zur Episode "Was verbirgt sich hinter den Dingen? (Folge 0)"


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