Naaa, habt ihr die ersten Zeilen im Titel sofort erkannt? In Folge 21 schauen wir uns nämlich einen Text an, den so ziemlich jeder kennt: Das Vaterunser. Um genau zu sein, schauen wir uns die verschiedenen althochdeutschen Übersetzungen an und an welchen Stellen interessante Unterschiede festzumachen sind. Gleichzeitig werfen die Übersetzungen wohl auch spannende theologische Fragen auf! Viel Spaß beim Hören, und falls Theologen und Theologinnen reinhören, freue ich mich sehr über Input aus theologischer Sicht :) Die Folge findet ihr auf allen bekannten Podcast-Plattformen und unter dem Link in der Bio! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode Freisinger Paternoster im Handschriftencensus Debatte um die Übersetzung "Versuchung" Literatur: Müller, Stephan, Althochdeutsche Literatur - Eine kommentierte Anthologie Althochdt. /Neuhochdt., Stuttgart 2007. Bergman, Rolf: Althochdeutsche und altsächsische Literatur, Berlin/Boston 2013.
Erschienen: 10.07.2022
Dauer: 30:19
Laut Elias Steinmeyer ist das Muspilli "das verzweifeltste Stück der ahd. Litteratur". Zumindest trägt das Muspilli aufgrund seiner Überlieferung, seinem inhaltlichen und sprachlichen Aufbau und nicht zuletzt seines recht auffälligen Namens viel Deutungspotenzial in sich. Und seien wir ehrlich: Dass es im Muspilli um den Weltuntergang geht, trägt auch noch mal erheblich dazu bei, das Teil einfach spannend zu finden ;) In Folge 20 schauen wir uns mal dieses sehr komplexe, aber einfach faszinierende Stück "Verzweiflung" an! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Das Muspilli im Handschriftencensus Folge 9: Zur Karolingischen Bildungsreform Epochentrotter: Podcastfolge zur translatio imperii Die Seite von Dr. Daniel Pachurka Dr. Daniel Pachurka im Podcast "Pergament und Mikrofon" Literatur: Steinmeyer, Elias von: Die kleineren althochdeutschen Sprachdenkmäler. Berlin 1916. Kolb, Herbert: "Vora demo Muspille". Versuch einer Interpretation. In: Zeitschrift für Deutsche Philologie, Bd. 83 (1964), Heft 1, S. 2-33. S. 33: "daß das Muspilli gerade durch die Gegenüberstellung des Jüngsten Gerichts und weltlicher Rechtsformen, in der bewussten Verflechtung beider [...] eine Dichtung von großer Eigenart und Eigenständigkeit bildet" Bostock, J.K.: A Handbook on Old High German Literature (Second Edition revised by K.C. King and D. R. McLintock). Oxford 1976. S.141: "It is possible [...] to trace a logical progression of thought throughout the poem, in spite of the obvious changes of emphasis which occur." Janota, Johannes: Endzeitwissen in der althochdeutschen Literatur: Das „Muspilli“. In: Krimm, S./ Triller, U. (Hgg.): Der Engel und die siebte Posaune... Endzeitvorstellungen in Geschichte und Literatur. München 2000, S. 26-46. Müller, Stephan, Althochdeutsche Literatur - Eine kommentierte Anthologie Althochdt /Neuhochdt, Stuttgart 2007.
Erschienen: 26.06.2022
Dauer: 39:18
Weitere Informationen zur Episode "#20: Weltuntergang und einmalige Wörter – das Muspilli"
Ihr Lieben, ich gönne mir ein paar Tage Auszeit, Irmimi geht also in eine kleine Urlaubspause :) Am 26.06. geht es dann frisch weiter mit einer neuen Folge! Doch bis dahin möchte ich wissen: Was begeistert dich am Mittelalter oder an Geschichte generell? Was fasziniert dich? Warum hörst du z. B. gerne meinen Podcast oder andere Geschichtspodcasts? Wieviel Geschichte bzw. Mittelalter steckt in deinem Alltag? Ich bin neugierig ;) Schick mir gerne eine Sprachnachricht oder eine Mail an hey@irgendwasmitmittelalter.de und ich lese die eingehenden Nachrichten vor bzw. spiele sie ab! Wenn du anonym bleiben möchtest, sag mir auf jeden Fall Bescheid, ansonsten lese ich den Vornamen vor :) Ich freue mich, deine Faszination für Geschichte und das Mittelalter mit der Community zu teilen! Und wie immer, im Sinne der Geschichte: Immer schön zurück schauen! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei!
Erschienen: 12.06.2022
Dauer: 03:08
Weitere Informationen zur Episode "#19 1/2: Irgendwas mit Urlaub!"
Nicht nur als Individuum stellt man sich oft die Frage: "Woher komme ich eigentlich?" Diese Frage hat auch im (Früh-)Mittelalter Herrscherfamilien oder sogar ganze Stämme beschäftigt! Und dabei steht nicht nur die reine Befriedigung im Vordergrund, zu wissen, wo man herkommt – sondern auch politische Gründe, die vor allem mit Legimitation und Identität zusammenspielen. Die Sachsengeschichte Widukinds von Corvey (Res gestae Saxonicae) ist ein Beispiel dafür, wie man die Herkunft des eigenen Stammes beschreiben kann und welche Bedeutung das für ein Herrschergeschlecht hat. Teil nicht nur seines Werkes ist dabei die sogenannte Origo gentis, also die Herkunftsgeschichte, in diesem Fall der Sachsen. In dieser Folge schauen wir uns die Funktionen dieser Herkunftsgeschichten an. Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis Folge 4 : Vita Karoli Magni als Beispiel für Quellenkritik Bibelmuseum in Münster Literatur: Plassmann, Alheydis: Origo gentis. Identitäts‐ und Legitimitätsstiftung in früh‐ und hochmittelalterlichen Herkunftserzählungen, Berlin 2006. Ralfs Buch "Gründungsmythen des Nationalismus"
Erschienen: 29.05.2022
Dauer: 40:23
„Nonnen im Mittelalter waren dumm“ – äh. Nein! Und das Gegenteil wird oft genug bewiesen, wenn man sich mit den mittelalterlichen Handschriften aus den Nonnenklöstern auseinandersetzt. Auch die Sammlung von Handschriften, die man vom 26.10.2021–30.01.2022 im Museum Schnütgen im Rahmen der Ausstellung „Von Frauenhand. Mittelalterliche Handschriften aus Kölner Sammlungen” bestaunen konnte, zeigt die Nonnen verschiedener Klöster als begabte und intelligente Produzentinnen. Ich habe mich im Januar auf zum Museum gemacht und war regelrecht berührt von diesen Schriftzeugen – was mich zu dieser Folge inspiriert hat! Melde dich hier für meinen Newsletter an.. Wenn du Lust hast, kannst du mich auf Steady unterstützen. Irmimi ist Mitglied des Netzwerks #Historytelling, schau gerne mal vorbei! Links zur Episode: Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis Folge 3 : Bursfelder Reform Folge 9: Karolingische Bildungsreform Seite zur Ausstellung des Museum Schnuetgen Ars grammatica, Cod. 204 Renneberg Codex 149 Codex 1150, Noten
Erschienen: 15.05.2022
Dauer: 36:07
Das Mittelalter hat immer wieder mit Vorurteilen zu kämpfen und wird nur allzu oft in Extremen gedacht und kommuniziert: es ist finster, rückschrittig und sowieso erst mal dumm. Andererseits wird das Mittelalter vor allem in Film und Fernsehen im Gegenteil als sehr romantisch dargestellt! Doch woher kommt diese Denke? Handelt es sich um ein ausschließlich neuzeitliches Phänomen? Diese Frage kann klar mit einem Nein beantwortet werden. Denn bereits im 15. und 16. Jahrhundert kamen die Mittelalter-Basher schlechthin daher, um das Mittelalter zu dissen und ihm entsprechenden Stempel aufzudrücken: Die Humanisten! Schauen wir uns in Folge #17 also mal an, woher der Begriff des Mittelalters und die Vorurteile überhaupt kommen, warum sie entstanden sind und wieso an diesen eigentlich auch nichts dran ist :) Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)! Links zur Episode Irmimi Folge 2: Sächsisches Taufgelöbnis Björn Henneckes Instagram-Kanal "Der Geschichtsler" Literatur Seibt, Ferdinand: Glanz und Elend des Mittelalters. Eine endliche Geschichte (Sonderausgabe, 1999). von Moos, Peter: Gefahren des Mittelalterbegriffs. Diagnostische und präventive Aspekte, in: Joachim Heinzle (Hrsg.): Modernes Mittelalter. Neue Bilder einer populären Epoche. Frankfurt/M. u.a.: Insel-Verlag 1994. S. 33-63.
Erschienen: 01.05.2022
Dauer: 17:50
Ein letztes Mal blicken wir in die Umbruchzeit vom Mittelalter in die Frühe Neuzeit – der Fokus liegt in dieser Folge vor allem auf den polemischen Schriften dieser Zeit, die im Kontext des Buchdrucks entstanden sind: Flugschriften, Karikaturen und so weiter ... nicht nur Martin Luther machte sich dabei den Buchdruck zunutze, um seine Kirchenkritik zu verbreiten, auch die Kirche legte mit einem Shitstorm gegen den Mönch los. Nicht zuletzt Luthers Bibelübersetzung reiht sich hier ein: Doch ist es nicht die Übersetzung, die Aufsehen erregte, sondern die darin erschienenen 21 Holzschnitte – die alles andere als papstfreundlich waren. Die Darstellung des Papstes als Drache oder als Hure von Babylon sind nur zwei Beispiele aus dem sogenannten Septembertestament aus dem Jahr 1522. Und was das vor allem zeigt, ist die Macht des Buchdrucks zur schnellen und massiven Verbreitung von Meinung und Kritik, was im Mittelalter mit Handschriften so wohl nie möglich gewesen wäre und somit die Abgrenzung zwischen mittelalterlichen Handschriften und dem Buchdruck aufzeigt. Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)! Links zur Episode VD 16: Datenbank für Drucke des 16. Jahrhunderts Septembertestament (1522) Dezembertestament (1522) Literatur Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik, (89), Tübingen 1989. Gelhaus, Hermann: Der Streit um Luthers Bibelverdeutschung im 16. und 17. Jahrhundert, in: Helmut Henne, Horst Sitta, Herbert Ernst Wiegand (Hrsg.): Reihe Germanistische Linguistik (100), Tübingen 1990. Schmidt, Philipp: Die Illustration der Lutherbibel 1522-1700. Ein Stück abendländische Kultur- und Kirchengeschichte. Mit Verzeichnissen der Bibeln, Bilder und Künstler. 400 Abbildungen, Basel 1962. Volz, Hans: Martin Luthers deutsche Bibel. Entstehung und Geschichte der Lutherbibel, eingeleitet von Friedrich Wilhelm Kantzenbach, herausgegeben von Henning Wendland, Hamburg 1978.
Erschienen: 17.04.2022
Dauer: 28:40
Weitere Informationen zur Episode "#16: Das Septembertestament – Kritik im Luther-Style"
In der vorletzten Folge aus der kleinen Frühe-Neuzeit-Miniserie schauen wir uns ein weiteres Werk an, dass wie das Ambraser Heldenbuch (Folge 14) auch vom charaktervollen Habsburger Kaiser Maximilian I. in Auftrag gegeben wurde: Den Theuerdank. Bei dem komischen Namen handelt es sich um den Protagonisten der Geschichte – und zwar die gar nicht mal sooo fiktive Figur des Ritters Theuerdank. Denn die Geschichte des Helden ist angelehnt an eine reale Figur und deren Erlebnisse. Dreimal dürft ihr raten, welche ... Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)! Links zur Episode Digitalisat Theuerdank Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Kaiser Maximilian I.: Theuerdank 1517. Nachwort von Horst Appuhn. Faksimile der 1. Ausgabe von 1517. Dortmund 1979. Miedema, Nine: Das Ambraser Heldenbuch und der Theuerdank. Mittelalterliche Epik und ihre Wiederverwendung am Hof Maximilians I. In: Building the Past. Konstruktion der eigenen Vergangenheit, hrsg. von Rudolf Suntrup und Jan R. Veenstra. Frankfurt am Main [u.a.] 2006, S. 85-106. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.
Erschienen: 03.04.2022
Dauer: 28:44
Im Hause Irmimi ist seit ein paar Tagen Corona und Quarantäne angesagt – weswegen ich die geplante Folge zum Theuerdank nicht wirklich gut und in voller Kraft recherchieren und aufbereiten konnte mangels Konzentration, mangels Stimme und weil ich einfach klinge wie ein Nasenbärchen :) Aber ich will euch natürlich nicht alleine lassen: deswegen bekommt ihr passend zur Situation ein paar Podcast-Empfehlungen mit, die sich mit Krankheiten, Pandemien o. Ä. beschäftigen und sehr hörenswert sind! Ihr könnt die Zeit bis zur neuen Folge natürlich auch mit meinem Newsletter totschlagen ;) Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und ich hoffe, dass ich euch bald wieder mit einer neuen Irmimi-Folge versorgen kann :) Eure Katrin Empfehlungen: Pest, Pocken, Spanische Grippe. Eine kurze Geschichte der Seuchen (Déjà-vu Geschichte Podcast) Die Spanische Grippe (GAG) Die große Pest von Marseille (His2Go) Digitale Museen: Kultur in Zeiten von Corona (Epochentrotter)
Erschienen: 20.03.2022
Dauer: 02:53
Weitere Informationen zur Episode "#14 1/2: Corona-Edition und Nasenbärchen"
Der zweite Teil des kleinen Frühe Neuzeit Specials behandelt einen wunderschönen – und vor allem riesigen! – Prachtkodex: Das Ambraser Heldenbuch. Mit stolzen 460 x 360 mm ist die von Maximilian I. in Auftrag gegebene Handschrift nicht nur ein wunderschönes, sondern auch ziemlich widersprüchliches Werk! Diese Widersprüchlichkeit spiegelt sich in der äußeren Gestalt, aber auch in Inhalt und Entstehungsgeschichte wieder und repräsentiert somit wunderbar auch die Zeit, in der sie entstanden ist: in der Umbruchszeit vom Mittelalter zur Frühen Neuzeit. Doch auch die Person Maximilians sticht mit seiner "besonderen" Person hervor. In dieser Folge schauen wir uns also Maximilian I. und seine Zeit und vor allem das Ambraser Heldenbuch an! Wenn du die neuesten News aus der Irmimi-Welt möchtest, abonniere gerne meinen Newsletter (mit Bonusfolge)! Links zur Episode Digitalisat vom Ambraser Heldenbuch Überlieferung und Inhaltsverzeichnis des Ambraser Heldenbuches (Handschriftencensus) Literatur Mario Klarer, Kaiser Maximilian I. und das Ambraser Heldenbuch, Wien 2019. Müller, Jan-Dirk: Gedechtnus. Literatur und Hofgesellschaft um Maximilian I., in: Joachim Bumke, Thomas Cramer, Klaus Grubmüller u.a. (Hrsg.): Forschungen zur Geschichte der älteren deutschen Literatur Band 2, München 1982. Müller, Jan-Dirk: Kaiser Maximilian I. In: ²VL Bd. 6 (1987), Sp. 204-236.
Erschienen: 06.03.2022
Dauer: 28:07
Weitere Informationen zur Episode "#14: Das Ambraser Heldenbuch: ein wunderschöner Widerspruch?"