Während Quantenphysik für die meisten Menschen ei…
Während Quantenphysik für die meisten Menschen ein Buch mit sieben Siegeln ist, fällt dem interessierten Laien der Zugang zur sogenannten Quantenesoterik oft leichter. Doch was bedeutet dieser Begriff eigentlich? Und haben typisch esoterische Phänomene wie „belebtes Wasser“ überhaupt etwas mit Quantenteilchen und Verschränkungen zu tun? Marcus Huber, Quantenphysiker an der ÖAW, und Johannes Endler, Religionswissenschaftler und ÖAW-Stipendiat, sind in der neuesten Folge des Podcasts Makro Mikro zusammen in die Tiefen esoterischer Vorstellungswelten eingetaucht und haben festgestellt: Das meiste ist kompletter Humbug. Jedoch: Gerade wenn Esoterik sich auf Quantenphänomene beruft, kommen auch viele genuine Missverständnisse über die Quantenphysik ans Licht, die sich hartnäckig in der Öffentlichkeit halten. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Unsplash/Dani Costelo
Erschienen: 06.04.2021
Dauer: 00:33:24
In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie is…
In den vergangenen Monaten der Corona-Pandemie ist eine Entwicklung besonders deutlich geworden: Im Zusammenspiel von Wissenschaft und Politik tendieren politisch geführte Debatten dazu, sich zu verwissenschaftlichen. Mit Ausbruch der Pandemie ist die Virologie plötzlich zur Leitwissenschaft geworden, die die Politik maßgeblich bei ihren Entscheidungen berät. Diese Art der faktenbasierten Politik wurde vielfach hochgelobt. Doch während es absolut notwendig und sinnvoll ist, wenn Politik auf wissenschaftliche Berater*innen hört, birgt eine rein faktengesteuerte Politik auch Gefahren, argumentiert Alexander Bogner vom Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Denn: Es sei ein Irrglaube, anzunehmen, dass es auf politische Streitfragen stets die eine wissenschaftlich fundierte richtige Antwort geben kann, erklärt der Soziologe im Podcast. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock
Erschienen: 22.03.2021
Dauer: 00:28:57
Klimaveränderungen und Pandemien: Ein Blick in di…
Klimaveränderungen und Pandemien: Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass beides die Menschheit nicht erst seit heute beschäftigt. Johannes Preiser-Kapeller, Byzantinist an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), hat zwei neue Bücher zur Globalgeschichte geschrieben. Darin schildert er, wie die Menschheit mit dem Aufkommen der Landwirtschaft in der Jungsteinzeit verwundbarer gegenüber klimatischen Ereignissen und Pandemien wurde. Das zeigt der Historiker anhand von Beispielen, die vom Mittelalter bis zur Kleinen Eiszeit Anfang des 15. Jahrhunderts reichen. Im Gespräch mit MAKRO MIKRO spricht Preiser-Kapeller über das kurze Gedächtnis der Menschheit, seinen Austausch mit Kolleg*innen aus anderen Fachrichtungen und darüber, welche Auswirkungen die Coronapandemie auf seine Arbeit hatte. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Abraham Johannes Couwenberg, Wikimedia Commons
Erschienen: 26.02.2021
Dauer: 00:27:00
Das Motiv des Cross-dressings ist in der byzantin…
Das Motiv des Cross-dressings ist in der byzantinischen Literatur überaus beliebt und häufig. Christodoulos Papavarnavas ist Byzantinist am Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und beschäftigt sich vor allem mit literarischen Lebensbeschreibungen von Heiligen. Im Podcast erzählt er, wie es dazu kommt, dass das Motiv von als Männer verkleideten Nonnen so populär wurde und aus welchen Gründen Frauen im byzantinischen Reich überhaupt Männerkleidung anlegten. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock Das Gespräch wurde vor Beginn der Coronapandemie aufgezeichnet.
Erschienen: 12.02.2021
Dauer: 00:18:45
Wenn Viren sich vermehren, kopieren sie ihre Erbi…
Wenn Viren sich vermehren, kopieren sie ihre Erbinformation und bei diesem Vorgang passieren immer mal wieder „Abschreibfehler“. Das Ergebnis: Eine Mutation entsteht. Vom Coronavirus wissen wir, dass es pro Monat etwa zwei solche Mutationen hervorbringt. Die meisten davon sind belanglos, sowohl für das Virus, als auch für den Menschen. Was hat es nun aber mit den Mutationen auf sich, die sich in den drei Coronavirus-Varianten aus Großbritannien, Südafrika und Brasilien finden? Science Buster und Molekularbiologe Martin Moder, der seinen PhD am CeMM – Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) gemacht hat, bringt Licht ins Dunkel der Mutanten. Er erzählt im Podcast, warum bestimmte Mutationen dazu führen können, dass ein Virus ansteckender wird oder eventuell sogar der Immunabwehr des Körpers entwischen kann und er erklärt, wie es uns gelingt durch Sequenzierungen, wie sie etwa am CeMM oder am IMBA – Institut für Molekulare Biotechnologie der ÖAW durchgeführt werden, die Mutationsdynamik des Virus zu überwachen. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock
Erschienen: 02.02.2021
Dauer: 00:31:30
Sterbezahlen, Geburtsraten, Migration – die Coron…
Sterbezahlen, Geburtsraten, Migration – die Corona-Pandemie beschäftigt nicht nur die medizinische Forschung. Auch die Gesellschaftswissenschaften sind gefragt, etwa wenn es darum geht, warum jemand bereit ist, eine Maske zu tragen oder sich an Social Distancing hält. Denn dahinter stehen nicht nur die Einsicht in medizinische Erkenntnisse, sondern auch soziale Normen und deren Wandel. Soziologische Handlungstheorien untersuchen, warum man sich an diese Normen hält: Ziehe ich unmittelbar einen eigenen Vorteil daraus? Zeige ich meine Zustimmung zum Schutz der Allgemeinheit? Der Soziologe Karl Ulrich Mayer war kürzlich bei einer Demografie-Konferenz der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zu Gast und spricht im Podcast über die Soziologie der Pandemie. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock
Erschienen: 18.01.2021
Dauer: 00:33:31
Die neue Corona-Impfung auf Basis von Virus-RNA i…
Die neue Corona-Impfung auf Basis von Virus-RNA ist ein großer Erfolg. In nur einem Jahr entwickelt, ist sie die bisher erste RNA-Impfung, die beim Menschen zugelassen wurde. Neben Hoffnung bringt die Impfung jedoch bei manchen auch Bedenken mit sich: Kann in einer so kurzen Zeit überhaupt ein sicherer Impfstoff hergestellt werden? Die Antwort ist: Es kann. Molekularbiologe Martin Moder, der seinen PhD am Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) absolviert hat, beleuchtet in der aktuellen Folge die Hintergründe von RNA-Impfungen, an denen schon seit über 25 Jahren geforscht wird. Er erklärt, warum die Größe von Versuchsgruppen beim Aufspüren von sogenannten Langzeitfolgen relevant ist, was in Phase vier nach der Zulassung einer Impfung passiert und was es mit der Sorge, die Virus-RNA aus der Corona-Impfung könnte sich in die eigene DNA einbauen, auf sich hat. Am Ende wirft er noch einen Blick auf die in Großbritannien aufgetretene SARS-CoV-2-Mutation und was man dazu zum jetzigen Zeitpunkt sagen kann. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock
Erschienen: 21.12.2020
Dauer: 00:35:35
Weitere Informationen zur Episode "Die Wissenschaft hinter der Corona-Impfung – MAKRO MIKRO #41"
Acht Jahre nach ihrer bahnbrechenden Veröffentlic…
Acht Jahre nach ihrer bahnbrechenden Veröffentlichung wurde den Biochemikerinnen Jennifer Doudna und Emmanuelle Charpentier im Oktober 2020 der Nobelpreis für Chemie verliehen. Eine bereits überfällige Auszeichnung, wie die Pflanzengenetikerin Ortrun Mittelsten Scheid vom Gregor Mendel Institut der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) feststellt. Die von Doudna und ÖAW-Mitglied Charpentier entwickelte Methode des Genome Editings namens CRISPR/Cas hat in den Jahren seit ihrer Publikation die Life Sciences im Sturm erobert. Das Verfahren, auch „Genschere" genannt, ermöglicht es nämlich, DNA gezielt und besonders präzise zu schneiden und zu verändern. Aber auch abseits davon hat die Genschere unzählige Anwendungen, die der Forschung völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Ortrun Mittelsten Scheid stellt einige davon vor und erklärt, was CRISPR/Cas so besonders macht. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Shutterstock
Erschienen: 03.12.2020
Dauer: 00:19:05
Gewässer stellen auf unterschiedlichen Ebenen Ver…
Gewässer stellen auf unterschiedlichen Ebenen Verbindungen zu ihrer Umgebung her. Beschäftigt man sich mit Hydrobiologie und Wasserökologie, so forscht man an einem komplexen Zusammenspiel vieler Faktoren. Verena Winiwarter, Umwelthistorikerin und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, spricht mit dem Hydrobiologen Thomas Hein über die Frage, welche Rollen Gewässer im Ökosystem haben, wie man an ihnen das Zusammenspiel von Natur und Mensch beobachten kann und warum gerade Lunz am See ein idealer Ort für experimentelle Forschungen ist. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: Unsplash/Niclas Dehmel
Erschienen: 11.11.2020
Dauer: 00:34:10
Weitere Informationen zur Episode "Die Rolle von Gewässern im Ökosystem – MAKRO MIKRO #39"
Das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademi…
Das Phonogrammarchiv der Österreichischen Akademie der Wissenschaften ist nicht nur das älteste Tonarchiv der Welt, es ist zugleich auch ein Forschungsinstitut. Gegründet wurde es 1899 mit der Absicht, die Dialekte Europas und Sprachen aus aller Welt, Musik sowie Stimmportraits berühmter Persönlichkeiten zu sammeln, mittlerweile geht die Sammlung aber weit darüber hinaus und umfasst etwa 14.000 Stunden Aufnahmen. In der aktuellen Folge von MAKRO MIKRO werfen wir einen Blick hinter die Kulissen des Phonogrammarchivs, hören die Stimme Arthur Schnitzlers und besprechen, welche modernen Aufgaben das Archiv heute an der Schnittstelle zwischen Geistes- und Sozialwissenschaften und der Technikforschung hat. ---------- Podcast der Österreichischen Akademie der Wissenschaften Gestaltung und Moderation: Julia Grillmayr Sound: Axel Hirn Bild: ÖAW/Klaus Pichler
Erschienen: 27.10.2020
Dauer: 01:17:16